Gassperre: Was kann ich dagegen tun?
Liegt ein Grund für eine Sperrung vor, muss Sie der Energieversorger rechtzeitig darüber informieren – und zwar vier Wochen im Voraus und noch einmal acht Tage vor der Sperrung in Briefform. Sie sollten daher Mahnungen nicht ignorieren. Das hat auch einen praktischen Nutzen: Oft können Sie zu diesem Zeitpunkt noch mit einfachen Mitteln die Gassperre abwenden. Grundsätzlich müssen Energieversorger nämlich prüfen, ob die Forderungen nicht mit milderen Mitteln als einer Gassperre einzuholen sind.
Aber selbst wenn das Gas schon abgestellt ist, haben Sie in den meisten Fällen noch Handlungsspielraum. Das sind die wichtigsten Schritte bei einer Gassperre:
1. Energieversorger kontaktieren
Egal ob die Sperrung nur angekündigt oder schon durchgeführt wurde: Kontaktieren Sie in jedem Fall schnellstmöglich Ihren Energieversorger. Erklären Sie ihm die Situation und fragen Sie nach Möglichkeiten. Oft findet sich in einem persönlichen Gespräch eine gemeinsame Lösung – und je früher das passiert, desto besser sind die Chancen, eine Sperrung zu vermeiden oder den Gasanschluss wieder entsperren zu lassen.
2. Finanzierungsmöglichkeiten finden
Zum Begleichen der Schulden bieten sich verschiedene Modelle an. Welches genau infrage kommt, hängt von der persönlichen Situation und dem Entgegenkommen des Energieversorgers ab. Möglich wären zum Beispiel:
- Ratenzahlung oder Teilzahlungen
- höhere monatliche Abschläge, um Rückstände zu reduzieren
- Stundung der Schulden – z. B. bei finanziellen Einschränkungen durch Kurzarbeit oder Krankheit