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Strom sparen leicht gemacht: Die 26 besten Stromspartipps

Vom Händewaschen mit kaltem Wasser bis zum Austauschen der Heizungspumpe– es gibt viele Arten, zu Hause Strom zu sparen und so Kosten und CO2 -Emissionen zu verringern. Mit unseren Tipps senken Sie Ihre Stromrechnung garantiert.

Die wichtigsten Fakten auf einem Blick

  • Bei neuen Haushaltsgeräten auf Energieeffizienzklasse achten
  • Standby-Verbrauch vermeiden
  • Bei dezentraler Warmwasserbereitung: Wassertemperatur senken
  • Auch im Arbeitszimmer: energieeffiziente Geräte verringern den Stromverbrauch
  • Energieberater helfen beim Identifizieren von Einsparpotenzialen

Küche, Bad, Büro oder Heizungskeller – Sie werden überrascht sein, wo und wie Sie Ihren Stromverbrauch überall reduzieren können. In nahezu allen Haushaltsbereichen können Sie durch Verhaltensänderungen, durch technische Anpassungen oder durch den Austausch besonders stromhungriger Geräte Strom und Kosten sparen und durch den verringerten Treibhausgas-Ausstoß sogar noch etwas fürs Klima tun. Ob Investition in die Zukunft oder einfache Verhaltensumstellung: Wir haben die besten Stromspar-Tipps für Sie nach Haushaltsbereichen sortiert , damit auch Ihre Stromrechnung bald niedriger ausfällt.

Strom sparen in der Küche: 7 Tipps

Tipp 1: Beim Wasserkocher auf die Füllmenge achten

Ein Wasserkocher ist für das Erhitzen von Wasser effizienter als der Elektroherd, weil weniger Abwärme freigesetzt wird. Das gilt vor allem für kleinere Mengen. Kochen Sie mehr Wasser als nötig, steigt nicht nur der Energiebedarf, sondern auch Ihr CO2-Ausstoß unnötig. Wird jeden Tag ein Liter zu viel zum Kochen gebracht, verursacht das im Jahr 25 Kilogramm CO2. Durchschnittlich zehn Euro können Sie pro Jahr sparen, wenn Sie beim Wasserkocher auf der richtige Füllmenge achten.

Tipp: Manche Wasserkocher schalten sich oft erst viele Sekunden nach dem Kochen ab. Um diese sinnlose Energieverschwendung zu vermeiden, sollten Sie den Kocher gleich nach dem Kochen selbst abschalten – und beim nächsten Kauf auf einen schneller reagierenden Wasserkocher achten.

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Tipp 2: Ohne Vorheizen backen – mit Restwärme kochen

Hände mit Topfhandschuhen zieht Muffin-Blech aus dem Ofen.(c) Taylor Grote | Unsplash

Die wenigsten Gerichte müssen wirklich in einen bereits vorgewärmten Backofen. In aller Regel reicht es aus, den Backofen erst anzuschalten, wenn Auflauf, Pizza oder Kuchen hineinkommen. Die Garzeiten sind dann je nach Backofen zwar verschieden und etwas länger als in den Rezepten oder auf den Verpackungen von Fertigprodukten angegeben ist. Dafür wird die eingesetzte Energie jedoch effizient genutzt. Der Backofen und übrigens auch Elektroherdplatten können oft schon einige Minuten vor dem Ende der Garzeit abgestellt werden, weil die Restwärme zum Fertiggaren oder -backen ausreicht.

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Tipp 3: Kochen mit Deckel

Altertümlicher Herd mit Messing Töpfen.(c) rawpixel | Unsplash

Verwenden Sie beim Kochen immer einen Deckel, der genau auf Ihren Topf passt und verwenden Sie eine zur Größe des Topfes passende Herdplatte. Damit können Sie den Energieverbrauch beim Kochen um die Hälfte senken. Im Jahr können auf diese Weise fast 40 kg CO2 und 20 Euro eingespart werden.

Weitere Tipps für energiesparendes Kochen:

  • Der Durchmesser des Kochgeschirrs kann ruhig etwas größer sein als der der Herdplatte.
  • Besonders bei eher träge reagierenden Elektro-Kochplatten sollten Sie die Herdtemperatur rechtzeitig zurück- und abdrehen, um die Restwärme auszunutzen.
  • Nehmen Sie beim Kochen nur so viel Wasser wie nötig. Beim Elektroherd empfiehlt es sich, Wasser lieber im Wasserkocher zu erhitzen – das benötigt weniger Energie und geht schneller, vor allem bei kleineren Mengen.

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Tipp 4: Energiesparenden Kühlschrank wählen

Kühl- und Gefrierschränke sind die Dauerbrenner unter den Haushaltsgeräten – und im ungünstigsten Fall für ein Viertel Ihres Stromverbrauchs verantwortlich. Das Stromspar-Potenzial ist hier also besonders groß. Ein modernes Gerät der Energieeffizienzklasse A+++ verbraucht im Vergleich zu seinen älteren Kollegen bis zu 50 Prozent weniger Strom. Wenn Sie sich einen neuen Kühlschrank anschaffen wollen, sollten Sie also unbedingt auf die im Energielabel ausgewiesene Energieeffizienz achten. Zum Vergleich: Beim Ersatz eines etwa 15 Jahre alten Kühlschranks durch ein Modell der Klasse A+++ sparen Sie pro Jahr 240 kWh und 70 Euro. Häufig rentiert sich daher sogar der Ersatz eines noch funktionierenden Geräts bereits nach wenigen Jahren.

Auch in Anbetracht der gesamten Umweltbilanz lohnt sich der Austausch eines sehr ineffizienten Kühlgeräts: Der deutlich geringere Stromverbrauch eines modernen Kühlschranks gleicht laut Öko-Institut nach etwa fünf Jahren die Umweltbelastungen durch die Herstellung wieder aus.

Tipps für den Kühlschrankkauf:

  • Die Energieeffizienzklasse A+++ ist bei Kühl- und Gefriergeräten die beste Wahl, A ist inzwischen nur noch viertklassig.
  • Auch innerhalb der besten Energieeffizienz-Klassen gibt es große Unterschiede. Vergleichen Sie daher die Verbrauchsangaben.
  • Überlegen Sie, wie groß der künftige Kühlschrank sein muss. Weil Lebensmittel im Kühlschrank die Kälte speichern, verbraucht ein überdimensionierter und somit halb leerer A+++-Kühlschrank mehr Energie als ein weniger effizientes Gerät. Als Richtwert für die Größe gelten: etwa 100 Liter für Ein- bis Zwei-Personenhaushalte, 50 Liter für jede weitere Person.
  • Die App „ecoGator” vergleicht die laufenden Kosten sowie den Kaufpreis eines Geräts und hilft so bei der Wahl eines energieeffizienten Kühlgeräts.

Ob sich der Austausch in Ihrem Fall lohnt und welches neue Gerät für Ihre Ansprüche geeignet wäre, verrät Ihnen der KühlCheck. Der Check berechnet außerdem die CO2-Emissionen Ihres Altgeräts und die Umweltentlastung durch die Neuanschaffung.

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Tipp 5: Kühlschrank und Gefriertruhe abtauen lassen

Vereistes Gefrierfach mit Eispackung darin.(c) Dev | Unsplash

Ein leichter Reifansatz an den Innenwänden der Kühl- und Gefriergeräte ist ganz normal. Wird der Reif dicker oder bildet sich eine Eisschicht, erhöht sich der Stromverbrauch. In diesem Fall sollte man das Gerät abtauen. Der Dauerbetrieb eines durchschnittlichen vergletscherten Kühlgeräts verursacht zusätzlich 25 kg CO2 und lässt anderswo dafür echte Gletscher schmelzen. Eine Vereisung von 5 Millimetern erhöht den Stromverbrauch eines Kühlschranks um etwa 30 Prozent. Das macht selbst bei einem modernen Gerät der Klasse A+++ fast 13 Euro im Jahr aus.

Tipps zum Abtauen des Kühlschranks:

  • Tauen Sie Ihren Kühlschank und Ihre Gefriertruhe regelmäßig ab. Vor allem bei älteren Modellen empfiehlt sich diese Maßnahme etwa zwei Mal im Jahr.
  • Nutzen Sie im Winter die Außentemperaturen: Während Ihr Kühlgerät enteist, bleiben die Lebensmittel auf Balkon oder Fensterbank frisch.
  • Gegen Vereisen: Verstauen Sie Ihre Lebensmittel nur verschlossen im Kühlschrank. Unverpackt geben sie Feuchtigkeit ab und lassen schneller eine Eisschicht entstehen.
  • Stellen Sie Ihren Kühlschrank nicht neben Wärmequellen – und die Gefriertruhe möglichst an einen kühlen Ort. Das Gerät kann die entstehende Wärme besser abgeben, hält dadurch länger und verbraucht weniger Strom. Für die richtige Umgebungstemperatur ist die Klimaklasse auf dem Typenschild des Geräts zu beachten.
  • Kühlschrank nicht unnötig kalt einstellen: Die empfohlene Kühlschrank-Temperatur beträgt 7 Grad Celsius. Bei modernen Kühlschränken reicht dafür oft die niedrigste Stufe. Im Zweifel einfach mit dem analogen Thermometer nachmessen! Im Gefrierschrank muss es nicht kälter als minus 18 Grad Celsius sein.  

Tipp: Mit unserem KühlCheck können Sie feststellen, ob Ihr Kühlschrank noch auf dem neusten Stand der Technik ist oder ob sich ein Austausch lohnt.

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Tipp 6: Kühlschranktür schnell schließen

Jedes Mal, wenn die Kühlschranktür aufgeht, entweicht Kälte. Für deren Kompensation braucht der Kühlschrank viel Energie. Das ausgiebige Betrachten des Kühlschrank-Inhalts verursacht nicht nur unnötige Kosten, sondern belastet zudem das Klima. In einem Durchschnittshaushalt entstehen durch offen stehende Kühlschranktüren jährlich etwa 15 Kilogramm unnötiges CO2. Auf der Stromrechnung schlägt das mit etwa 7 Euro im Jahr zu Buche. Unsere Tipps:

  • Überlegen Sie sich vorher, was Sie aus dem Kühlschrank herausnehmen möchten und machen Sie die Tür nur kurz auf. Jedes Mal, wenn die Kühlschranktür aufgeht, braucht ein durchschnittlicher Kühlschrank durch das Entweichen der kalten Luft so viel Strom wie eine 12-W-Energiesparlampe, die fünfzig Minuten lang brennt.
  • Schließen Sie die Kühlschranktür nach jedem Öffnen – auch wenn Sie mehrmals hintereinander Lebensmittel entnehmen. Dann entweicht so wenig Kälte wie möglich.
  • Auch den Saftvorrat im Kühlschrank lagern: Ähnlich wie Kühl-Akkus in einer Kühlbox speichern auch die Gegenstände im Kühlschrank – und geben sie an ihre Umgebung ab. Je voller der Kühlschrank, desto weniger Kühlleistung muss das Gerät nach einer Öffnung selbst erbringen.

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Tipp 7: Extra-Kühlgeräte stilllegen

Gefriertruhen und Gefrierschränke oder Zweitkühlschränke im Keller laufen in der Regel das ganze Jahr über, sind aber vielleicht entbehrlich. Oft sind gerade dort völlig veraltete oder überdimensionierte Geräte im Einsatz, die unbemerkt große Beiträge zur hohen Stromrechnung leisten.

176 Euro Strom

So viel kann im Jahr durch das Abschalten einer alten Kühltruhe gespart werden. Das entspricht 600 kWh Strom.

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Hier lohnt es sich, den eigenen Bedarf an Kühl- und Gefriermöglichkeiten zu hinterfragen und die Geräte gegebenenfalls abzuschalten oder gleich fachgerecht entsorgen zu lassen. Mit dem Abschalten einer alten überdimensionierten Gefriertruhe kann man im Jahr bis zu 600 Kilowattstunden Strom sparen – das entspricht fast 176 Euro.

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Bad & Wassererwärmung: 10 Stromspartipps

Waschmaschine und Trockner gehören zu den großen Haushaltsgeräten, die den höchsten Energieverbrauch haben. Mit ein paar Kniffen lässt sich viel Energie und damit bares Geld sparen. Doch auch die Bereitstellung von warmem Wasser – zentral durch die Heizanlage oder dezentral durch Boiler oder Durchlauferhitzer – verbraucht Strom. Hier finden Sie unsere Tipps zum Strom sparen im Bad und allgemein bei der Nutzung und Aufbereitung von warmem Wasser.

Tipp 1: Waschmaschine mit Warmwasseranschluss nutzen

Viele Wasch- und Spülmaschinen können auch direkt an die Warmwasserversorgung angeschlossen werden. Gerade bei kurzen Warmwasserleitungen und besonders energieeffizienter Warmwasserbereitung mit einer Solarthermieanlage lohnt sich diese Maßnahme: Es werden pro Jahr 60 kg weniger CO2 ausgestoßen. Benutzen Sie Gas zur Warmwassererhitzung, können Sie bis zu 25 Prozent der Stromkosten bei jedem Waschgang einsparen – das sind jährlich etwa 30 Euro.

Tipps zur Umsetzung:

  • Wenn Ihre Waschmaschine nicht über einen integrierten Warmwasseranschluss verfügt, erkundigen Sie sich beim Hersteller, ob diese nicht trotzdem für die Zufuhr von warmem Wasser ausgelegt ist – oft ist das der Fall.
  • Installieren Sie falls nötig ein Vorschaltgerät, das im Zulaufschlauch warmes und kaltes Wasser mischt und die Maschine so mit Wasser in der richtigen Temperatur versorgt.
  • Wenn Sie über kurze Warmwasserleitungen und eine besonders energieeffiziente Warmwassererzeugung verfügen, beispielsweise über Solarthermie, sollten Sie beim Neukauf eine Maschine mit integriertem Warmwasseranschluss wählen. So sparen Sie die Kosten für ein externes Vorschaltgerät.
  • Auch die meisten Spülmaschinen lassen sich an das Warmwassersystem des Haushalts anschließen.
  • Für optimale Effizienz sollte die Warmwasserleitung isoliert werden.

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Tipp 2: Waschen ohne Vorwäsche

Vorwäsche ist überflüssig. Vor allem bei Textilien wie Bettwäsche oder Handtüchern sind die Verschmutzungen in den wenigsten Fällen so stark, dass vor der Hauptwäsche noch die Vorwäsche laufen muss. Wenn Sie darauf verzichten, wird Ihre Wäsche trotzdem sauber, aber die Mengen an Strom, CO2 und Geld verringern sich: Waschen ohne Vorwäsche vermeidet bei drei Waschgängen in der Woche 15 Kilogramm CO2 und spart 7 Euro im Jahr

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Tipp 3: Wäsche mit 30 °C waschen

Moderne Waschmaschinen bekommen die Wäsche nicht nur ohne Vorwäsche, sondern meist auch mit weniger heißem Wasser sauber. Das spart Energie, denn mehr als drei Viertel der Energie eines Waschgangs werden für das Erhitzen des Wassers benötigt. Wenn Sie pro Woche zwei Waschgänge bei 30 Grad Celsius statt bei 60 Grad laufen lassen, können Sie Stromkosten in Höhe von bis zu 35 Euro sparen.

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Tipp 4: Wäsche auf einem Wäscheständer trocknen lassen

Wäsche an der Luft trocknen: Bei Haushaltstätigkeiten, wie Wäschewaschen, kann mit ein paar Tricks viel Energie gespart werden.(c) Igor Ovsyannykov / Unsplash

Egal wie oft Sie die Waschmaschine verwenden: Es ist immer energiesparender, die Wäsche auf einem Wäscheständer, einer Wäscheleine oder einer Wäschespinne statt im Trockner zu trocknen. Bis zu 120 kg CO2 stößt ein Trockner im Laufe des Jahres aus – für etwas, das die Luft klimaneutral für Sie erledigen kann. Durch den Verzicht auf einen Wäschetrockner sparen Sie zudem Stromkosten in Höhe von rund 60 Euro pro Jahr. Das ist genug, um einen neuen Wäscheständer oder eine Wäscheleine zu kaufen.

Geht es einmal partout nicht ohne Wäschetrockner, dann achten Sie auf die Effizienzklasse A, zuvor gut geschleuderte Wäsche und eine volle Beladung der Maschine. Moderne Kondensationstrockner brauchen nur halb so viel Energie wie herkömmliche Trockner.

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Tipp 5: Ökoprogramme nutzen

Auswahl des Ökoprogramms an einer Waschmaschine(c) iStock/Ivan Bajic

Die meiste Energie von Waschmaschinen (und auch Spülmaschinen) wird für das Erwärmen des Wassers aufgewandt. Das erklärt, warum Eco-Programme trotz der längeren Laufzeit weniger Energie verbrauchen: Das Wasser wird deutlich weniger erwärmt, als bei kürzeren Programmen – und es wird insgesamt sogar weniger Wasser verbraucht. Stattdessen erhalten Wasser und Reinigungsmittel mehr Zeit zum Einwirken – und längeres Schleudern durch Wasch- und Spülwasser sorgt für hygienisch saubere Wäsche.

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Tipp 6: Durchflussbegrenzer einbauen

Wer sein Wasser mit Strom erhitzt, sollte ganz einfach eines tun: weniger warmes Wasser verbrauchen. Dabei helfen Durchflussbegrenzer:

  • Sparduschköpfe für Badewanne oder Dusche und
  • Perlatoren für den Wasserhahn

Durchflussbegrenzer sind bereits für wenige Euro im Baumarkt erhältlich. Sie mischen Luft in den Wasserstrahl, so dass effektiv weniger Wasser pro Minute aus Hahn oder Duschkopf läuft. Mit dieser Wasserspartechnik können die Kosten für Warmwasser um 30 Prozent verringert werden. Ein 2-Personen-Haushalt spart so beispielsweise 300 Kilowattstunden Strom im Jahr – das entspricht knapp 90 Euro. Hinzu kommen die verringerten Kosten für Wasser und Abwasser.

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Tipp 7: Warmwasserspeicher abschalten oder durch Durchlauferhitzer ersetzen

Eine Art der Warmwasseraufbereitung, die viel Strom verbraucht, ist die Bereitstellung durch einen Warmwasserspeicher. Das Wasser wird auf eine voreingestellte Temperatur erhitzt und dann in einem Speicher für den Abruf zwischengespeichert. Dabei wird das Wasser auf Temperatur gehalten – auch, wenn der Warmwasserhahn den ganzen Tag still steht. Auf diese Weise wird viel unnötig Energie verbraucht und CO2 verursacht.

Gerade dort, wo selten oder eigentlich gar kein Warmwasser benötigt wird – zum Beispiel im Gäste-WC, in der Garage oder im Haushaltsraum – sollte der Speicher abgestellt werden. Beim Händewaschen zum Beispiel kommt es nicht auf die Wassertemperatur an. Vor allem wenn noch alte Untertischgeräte zur Warmwasserspeicherung angebracht sind, ist es sinnvoll, den Bedarf an heißem Wasser genau zu prüfen: Wie oft und zu welchen Zeiten wird überhaupt Warmwasser benötigt? Dann können Zeitschaltuhren oder ein Thermo-Stop eingesetzt werden.

Wo die Möglichkeit besteht, sollten Sie Warmwasserspeicher gegen elektronisch geregelte Durchlauferhitzer austauschen. Durchlauferhitzer erwärmen das Wasser nur dann, wenn es wirklich gebraucht wird und sind daher energieeffizienter als die häufig heizenden Speicher. Besonders energieeffizient wird es, wenn Sie den Durchlauferhitzer mit einer Solarthermieanlage verbinden. Das Gerät heizt das von der Anlage kommende warme Wasser in diesem Fall lediglich bis zur gewünschten Temperatur nach und verbraucht so deutlich weniger Energie, als wenn kaltes Wasser erwärmt werden muss.

Tipp : Förderung vom BMWi für vollelektronische Durchlauferhitzer

Sie haben einen Durchlauferhitzer – allerdings ein älteres, hydraulisches Modell? Dann unterstützt Sie das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) beim Austausch ihres Energiefressers gegen ein effizientes, vollelektronisches Modell mit 100 Euro. Das lohnt sich, denn beim gleichen Nutzerverhalten sparen moderne elektrische Durchlauferhitzer rund 20 Prozent Energie.

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Tipp 8: Warmwassertemperatur senken

Was für die Menge an Warmwasser gilt, gilt auch für die Temperatur: Je weniger oder niedriger, desto besser. Für das warme Wasser in Bad und Küche reichen 60 Grad Celsius vollkommen aus. Zum Vergleich: Heißes Badewasser ist in der Regel nur etwa 40 Grad warm. Auf diese Weise kann der Stromverbrauch um etwa zehn Prozent verringert werden. Ein weiterer Vorteil der reduzierten Temperatur: Das Gerät verkalkt weniger schnell.

Warum dann die Temperatur nicht gleich auf 40 Grad senken? Vorsicht: Um das Risiko von gesundheitsgefährdenden Legionellen auszuschließen, sollte die Temperatur nicht dauerhaft unter 60 Grad gesenkt werden.

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Tipp 9: Warmwasserzirkulation abschalten lassen

Nicht nur Mehrfamilienhäuser, sondern auch große Einfamilienhäuser mit Zentralheizungen haben oft Zirkulationsleitungen für Warmwasser: Eine Zirkulationspumpe lässt das heiße Wasser zwischen dem Heizkessel und den Zapfstellen zirkulieren. Das sorgt dafür, dass aus Dusche und Wasserhahn sofort heißes Wasser kommt. Dieser Komfort verbraucht allerdings rund um die Uhr Strom und Heizenergie. Per Zeitschaltuhr lässt sich die Zirkulationspumpe auf den individuellen Tagesablauf anpassen. Damit sie nur dann arbeitet, wenn auch tatsächlich warmes Wasser verbraucht wird.

160 Euro Energiekosten kann ein 4-Personen-Haushalt sparen, wenn die Warmwasserzirkulation still gelegt wird.

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Wenn Sie in einem Ein- bis Zweifamilienhaus leben, sollten Sie die Warmwasserzirkulation von einem Fachbetrieb ganz stilllegen lassen. Der Komfortverlust durch diese Umrüstung ist sehr gering: Es dauert lediglich etwas länger, bis das warme Wasser fließt. Die Energie- und Kostenersparnis ist hingegen hoch: Ein durchschnittlicher 4-Personen-Haushalt in einem Einfamilienhaus kann mit dieser Maßnahme pro Jahr rund 160 Euro sparen.

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Tipp 10: Heizungspumpe niedriger stellen oder austauschen

Wenn das Wasser in Ihrem Haus zentral erwärmt wird, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass ein großes Stromspar-Potenzial im Heizungskeller liegt. Denn: Vier von fünf Heizungspumpen sind veraltet und verbrauchen unnötig viel Strom.

Zunächst einmal sollten Sie prüfen, ob Sie die Leistung ihrer Heizungspumpe auf eine niedrigere Stufe einstellen können. In der Regel transportiert die Umwälzpumpe auch mit niedriger eingestellter Leistung noch genügend heißes Wasser vom Heizkessel zu den Heizkörpern. Falls dort nicht mehr ausreichend Wärme ankommt, kann man die nächsthöhere Leistungsstufe ausprobieren. Ältere Pumpen arbeiten übrigens oft auch in den Sommermonaten – dann sollte man Heizung und Pumpe ganz abschalten.

Wenn Ihre Pumpe bereits in die Jahre gekommen ist, sollten Sie mit einer Modernisierung oder dem Austausch nicht warten, bis die Pumpe den Geist aufgegeben hat. Moderne, hocheffiziente Pumpen verbrauchen 70 bis 80 Prozent weniger Strom als alte Pumpen und rechnen sich daher bereits innerhalb weniger Jahre. In einem durchschnittlichen 3-Personen-Haushalt spart eine neue und hocheffiziente Umwälzpumpe bis zu 150 Euro im Jahr im Vergleich zu einem alten Modell.

Tipp: Fördergeld für Pumpentausch beantragen

Das Bundeswirtschaftsministerium unterstützt den Austausch alter Heizungspumpen gegen effiziente Modelle mit der „Förderung der Heizungsoptimierung durch hocheffiziente Pumpen und hydraulischen Abgleich“. Das Förderprogramm erstattet 30 Prozent der Nettokosten. Wichtig: Der Antrag auf Förderung muss vor dem Austausch gestellt werden.

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Strom sparen mit energieeffizienten Geräten: 5 Tipps

Tipp 1: Stromspartipp Investition: energieeffiziente Haushaltsgeräte

Soll der Stromverbrauch sinken, kommt es neben einem angepassten Verhalten und sparsamer Technik vor allem auf die Haushaltsgeräte an. Schließlich zählen Großgeräte wie der Kühlschrank oder die Waschmaschine zu den größten Verbrauchern im Haushalt. Deshalb lohnt sich der Blick auf die Stromspargeräte besonders.

Die App Ecogator macht es Ihnen besonders leicht, im Laden nicht nur den Kaufpreis unterschiedlicher Geräte zu vergleichen. Denn damit können Sie auch deren Energieverbrauch während der gesamten Nutzungsdauer bei der Entscheidung berücksichtigen. Einfach die kostenlose App für iOS und Android downloaden, Energielabel

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Tipp 2: Gerätegröße dem Bedarf anpassen

(c) co2online.de | Julia Axmann

Große Kühlgeräte verleiten nicht nur dazu, zu viel einzukaufen. Sie benötigen auch mehr Strom als kleinere Geräte. Das macht sich gerade bei Geräten wie Kühlschränken bemerkbar, die rund ums Jahr in Betrieb sind.

Daher ist es ratsam, ein Gerät zu kaufen, dessen Nutzinhalt dem Bedarf entspricht. Für Ein- und Zwei-Personen-Haushalte reichen meist 100 bis 160 Liter. Für jede weitere Person sollten Sie mit etwa 50 Litern zusätzlich rechnen. Bei Gefriergeräten beträgt die empfohlene Größe ungefähr 20 bis 30 Liter pro Person, wenn man nur wenig auf Vorrat einfriert. Für große Vorratsmengen kann man pro Person rund 80 bis 100 Liter Nutzinhalt annehmen.

Auch bei Waschmaschinen kann man durch die Wahl einer geeigneten Trommelgröße Energie, Waschmittel und Wasser sparen. Um möglichst immer mit voller Beladung waschen zu können, reicht in den meisten Haushalten ein Fassungsvolumen von 5 bis 6 Kilogramm Wäsche meist aus. Für größere Haushalte eignen sich Geräte für bis zu 7 Kilogramm.

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Tipp 3: Laptop statt PC

Frau mit gelbem Pullover sitzt an Holztisch vor aufgeklapptem Laptop.(c) Christin Hume| Unsplash

Wie sieht es bei Ihnen aus: Surfen oder arbeiten Sie eher am Desktop-PC oder mit einem Laptop? Für Ihre Klimabilanz wäre letzteres in jedem Fall günstiger. Um eine möglichst lange Akku-Laufzeit zu gewährleisten, brauchen Laptops nämlich viel weniger Energie – bis zu 130 Kilogramm CO2 vermeiden sie jährlich gegenüber ihren großen Brüdern. Ein Multimedia-PC verbraucht im normalen Betrieb 200 Watt und mehr, ein Laptop mit vergleichbarer Ausstattung und Leistung kommt hingegen mit nur 30 Watt aus.

Gut für den Geldbeutel: 65 Euro können Sie im Jahr sparen, wenn Sie auf einen praktischen Laptop umsteigen. Ein Tablet oder Handy verbraucht noch weniger Strom: Die Stromkosten für neue Geräte belaufen sich auf wenige Euro pro Jahr . Ein iPad 1, welches jeden zweiten Tag geladen wird, verursacht Stromkosten von weniger als zwei Euro im Jahr.

Tipp : Energiesparoption bei Handy & Co nutzen.

Jeder Computer ermöglicht es, über die Systemsteuerung den vom Hersteller vorgegebenen Energiesparmodus auf die eigenen Bedürfnisse anzupassen. Dann verringert etwa der Bildschirm schneller seine Helligkeit oder schaltet ab, wenn das Gerät mehrere Minuten nicht verwendet wird oder der Rechner geht eher in den Ruhezustand. Das spart bis zu 90 Prozent Strom und gestattet es Laptops und mobilen Geräten, länger mit einer Akkuladung auszukommen.

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Tipp 4: Nutzungsdauer von Computern, Tablet und Smartphones ausreizen

Aus Umweltgesichtspunkten ist es sinnvoll, besonders Computer, Laptops und Handys so lange zu nutzen wie möglich. Denn anders als etwa bei Kühlschränken und Waschmaschinen verursacht beim PC und ähnlichen Geräten wie Tablets oder Smartphones die Herstellung den Großteil der Umweltbelastungen – und nicht die Nutzung.

Neben dem sehr hohen Energiebedarf bei der Herstellung sind auch der Abbau von seltenen Rohstoffen und der Einsatz von Chemikalien problematisch. Bei einer sachgerechten Entsorgung kann man einen Teil der eingesetzten Rohstoffe recyceln. Wer seinen alten Rechner verkauft oder verschenkt, sollte vorher seine Daten vollständig löschen (besser mehrfach überschreiben statt nur zurückzusetzen oder formatieren). Tipp: Manchmal hilft auch die Installation eines neuen oder anderen Betriebssystems, um den Rechner wieder schneller zu machen. Dann muss es vielleicht gar kein neuer sein.

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Tipp 5: Bei neuen Geräten auf Energieeffizienzklasse achten

Wenn Ihr Stromverbrauch im Vergleich mit anderen Haushalten zu hoch ist, tragen eine Mitschuld daran wahrscheinlich große, ineffiziente Haushaltsgeräte. Wie alt sind beispielsweise Ihr Kühlschrank und Ihr Geschirrspüler? Hier sind nur einige Bespiele, wie viel Strom Sie mit effizienten Geräten sparen können:

Geschirrspüler

Eine effiziente Geschirrspülmaschine verbraucht durchschnittlich 30 Prozent weniger Strom als ein zehn Jahre älteres Modell.

Tipp für den Neukauf: Lassen Sie sich nicht von vermeintlich guten Energieeffizienzklassen täuschen. Geräte der Energieeffizienzklasse A+ sind bei Geschirrspülern für mehr als 10 Maßgedecke schon die Schlechtesten, die noch in den Handel gelangen dürfen (bis zu 10 Maßgedecke: A). Die beste Wahl sind Geräte der Klasse A+++. Sie sparen gegenüber durchschnittlichen A+-Geräten jährlich mindestens 15 Euro Strom- und Wasserkosten.

Waschmaschine und Trockner

Bei Waschmaschinen unterscheidet sich der Verbrauch von alten und effizienten neuen Geräten stark. Selbst im Vergleich mit einer verhältnismäßig modernen Waschmaschine der Energieeffizienzklasse A können Sie mit einem Neugerät der Klasse A+++ über 30 Prozent der jährlichen Stromkosten sparen. Und selbst im Vergleich zu einem Gerät der Effizienzklasse A+ sparen besonders effiziente Modelle jährlich Strom- und Wasserkosten in Höhe von etwa 27 Euro.

Wenn Sie also ein besonders altes Modell zu Hause haben, sind die Ersparnisse entsprechend höher – auch, was die CO2-Bilanz angeht. Denn je weniger Energie ein Gerät verbraucht, umso weniger Treibhausgas-Emissionen werden verursacht. Selbst, wenn Ihr Gerät noch funktioniert, sollten Sie über einen Austausch nachdenken. Dabei sollten Sie neben der Energieeffizienzklasse auch den jährlichen Wasserverbrauch im Blick haben. Die kostenlose App ecoGator hilft beim Vergleich verschiedener Geräte im Laden. Die App berücksichtigt neben dem Kaufpreis und der Energieeffizienzklasse auch die zu erwartenden laufenden Kosten.

Tipp: Sie wollen Ihre Waschmaschine ersetzen, wissen aber nicht, wohin mit der alten Maschine? Nach dem Elektro- und Elektronikgeräte-Gesetz sind Händler mit einer Verkaufsfläche von mindestens 400 m² dazu verpflichtet, Ihnen beim Kauf eines neuen Geräts Ihr Altgerät abzunehmen und es fachgerecht zu entsorgen. Das gilt auch für Online-Händler. Alle Rücknahmestellen finden Sie auf der Seite der Stiftung Altgeräte-Register .

Kleingeräte mit einer Kantenlänge von höchstens 25 Zentimeter können Sie übrigens unabhängig vom Neukauf in Elektro-Geschäften mit 400 Quadratmetern Verkaufsfläche entsorgen.

Fernseher

Steht in Ihrem Wohnzimmer noch ein alter Röhrenfernseher? Dann beherbergen Sie einen echten Stromfresser! Aber auch bei Flachbildfernsehern gibt es große Unterschiede beim Energieverbrauch. Beim Kauf lohnt sich ein Blick auf die Energieeffizienzklasse sowie die Angabe zum jährlichen Stromverbrauch.

Grundsätzlich gilt: Je größer der Bildschirm und je umfangreicher die Ausstattung, desto mehr Strom benötigt der Fernseher. Ineffiziente Großbildfernseher der Effizienzklassen B und C mit Bildschirmdiagonalen von über einem Meter verbrauchen übers Jahr häufig mehr Strom als ein Kühlschrank. Daher ist besonders bei großen Geräten die Energieeffizienzklasse wichtig, wenn Sie Ihren Stromverbrauch reduzieren möchten. Noch genauer ist der Vergleich des jährlichen Stromverbrauchs.

Bei Bilddiagonalen ab 120 cm sollten Sie einen Fernseher der Energieeffizienzklasse A++ wählen. Geräte mittlerer und kleiner Größe sollte mindestens die Energieeffizienzklasse A haben, noch besser ist A+. Außerdem gilt: Plasma-Bildschirme haben einen höheren Verbrauch als Geräte mit LED-Hintergrundbeleuchtung. 

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Strom sparen im Alltag – 4 Tipps

Tipp 1: Zu Ökostrom wechseln

Windräder auf grünen Feldern.(c) Karsten Wurth | Unsplash

Durch Ökostrom sparen Sie zwar nicht unmittelbar Strom, vermeiden aber große Mengen CO2 und unterstützen mit dem richtigen Anbieter zudem die Energiewende in Deutschland. Das Schöne daran: Ökostrom ist nicht zwangsläufig teurer als herkömmlicher Strom. In vielen Regionen fällt die Stromrechnung gleich oder sogar niedriger aus als beim Grundversorger.

Durch den Wechsel zu einem Ökostrom-Anbieter vermeidet ein durchschnittlicher Drei-Personen-Haushalt mit einem Verbrauch von 3.600 kWh rund 855 kg CO2 pro Jahr. Um so viel CO2 zu binden, wären rund 70 Bäume nötig.

Warum verursacht Ökostrom weniger CO2 als konventioneller Strom? Graustrom basiert vor allem auf fossilen Brennstoffen wie Kohle und Öl, und die setzen jede Menge CO2 frei: fast 600 Gramm pro Kilowattstunde. Für unseren Drei-Personenhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.600 kWh ergibt das mehr als zwei Tonnen CO2 allein durch den Stromverbrauch. Wie viel es in Ihrem Fall ist, können Sie Ihrer Stromrechnung entnehmen. Denn dort sind zumindest durchschnittliche Angaben zu den CO2-Emissionen des gelieferten Stroms zu finden.

So gelingt der Wechsel:

  1. Mit einem Tarifrechner finden Sie den für Ihren Verbrauch günstigsten Öko-Stromanbieter. Achten Sie auf Vertragslaufzeiten, Preisgarantien und mit dem Strompreis verrechnete Begrüßungs-Boni. Nicht alle Angebote sind tatsächlich so günstig, wie sie auf den ersten Blick scheinen.
  2. Mit ein paar Klicks sind Sie beim neuen Anbieter angemeldet. Die Abmeldung beim alten Anbieter übernimmt der neue Stromversorger – zu Lücken in der Versorgung kommt es dabei nicht.

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Aufgepasst: Nicht jeder Ökostrom ist auch wirklich ökologisch! Das ok-power-Gütesiegel oder das Grüner Strom-Label stellen sicher, dass der Anbieter den Ausbau erneuerbarer Energien fördert. Nur so wird mit Ihrem Geld der Öko-Anteil am deutschen Strom-Mix tatsächlich erhöht und die Stromversorgung insgesamt klimafreundlicher. Die Liste von EcoTopTen bietet eine gute Orientierung für vertrauenswürdige Anbieter. Und: Bei den meisten Anbietern in dieser Liste liegen die Stromkosten für Ökostrom deutlich unter dem Durchschnittspreis in der Grundversorgung.

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Tipp 2: Elektronische Geräte ganz ausschalten

Man mit ausgestrecktem Arm und Fernbedienung in der Hand vor Couchtisch mit Broschüren darauf.(c) rawpixel | Unsplash

Wussten Sie, dass vermeintlich ausgeschaltete Geräte in Ihrem Haushalt für durchschnittlich zehn Prozent Ihres Stromverbrauchs verantwortlich sind? Nämlich dann, wenn sich die Geräte nur im Standby-Modus befinden und nicht komplett vom Strom getrennt sind. Das ist zum Beispiel immer dann der Fall, wenn an Fernseher, Drucker oder Espressomaschine noch ein verdächtiges kleines Lämpchen leuchtet.

Das Umweltbundesamt schätzt, dass der Standby-Betrieb von Geräten deutschlandweit Stromkosten in Höhe von rund vier Milliarden Euro jährlich verursacht. Für Sie bedeutet das: Sie könnten durchschnittlich rund 115 Euro Stromkosten sparen, wenn Sie elektrische Geräte richtig ausschalten, statt sie nur in den Ruhemodus zu versetzen.

Darauf sollten sie achten:

  • Elektrogeräte nach dem Gebrauch richtig ausschalten.
  • Ladegeräte nach dem Laden aus der Steckdose ziehen – sonst fließt oft weiter Strom.
  • Bei mehreren Geräten abschaltbare Steckdosenleiste verwenden und alle Geräte mit einem Schalter vom Strom trennen. Der leuchtende Schalter der Leiste erinnert zudem auch optisch daran, dass Strom verbraucht wird.
  • Beim Neukauf Geräte wählen, die sich komplett abschalten lassen und/oder einen Energiesparmodus haben.
  • Um den Stromverbrauch eines Geräts zu identifizieren, können Sie zeitweise ein Strommessgerät vorschalten.
  • Stromverbrauch mit dem Energiesparkonto protokollieren: Sie fahren in den Urlaub? Nutzen Sie die Gelegenheit und finden Sie heraus, wie viel Strom bei Abwesenheit verbraucht wird. Einfach Zählerstände vor und nach dem Urlaub in das Konto eintragen. Kommt pro Tag mehr als eine Kilowattstunde zusammen, verbraucht wahrscheinlich mindestens ein Gerät unnötig viel Strom.

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Tipp 3: Auf Klimaanlagen verzichten

Zugegeben: Klimaanlagen können an richtig heißen Tagen ein echter Genuss sein. Dem Klima schaden sie jedoch: 70 kg CO2 stößt eine Klimaanlage aus, wenn sie an 30 Tagen im Jahr acht Stunden läuft. Und: Klimaanlagen sind wahre Stromfresser. Rund 35 Euro für Stromkosten können Sie im Jahr sparen, wenn Sie auf die Klimaanlage verzichten. Das Geld für Erkältungsmittel sparen Sie auch noch: Durch die großen Temperaturunterschiede zwischen draußen und drinnen verursacht der Betrieb einer Klimaanlage nicht selten Schnupfen und trocknet außerdem die Schleimhäute aus.

So behalten Sie auch ohne Klimaanlage einen kühlen Kopf:

  • Tagsüber Fenster und Jalousien geschlossen halten; so kommt keine warme Luft herein.
  • Nachts oder am frühen Morgen die kühlere Luft nutzen: Fenster öffnen, um frische Luft ins Haus zu bekommen.
  • Nutzen Sie einen Ventilator.

Wollen Sie sich dennoch eine Klimaanlage anschaffen, sollte das Gerät zumindest der Energieeffizienzklasse A entsprechen.

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Tipp 4: LED-Lampen und Energiesparlampen nutzen

Glühlampe und Energiesparlampe(c) iStock/viafilms

Eine einfache und sehr wirksame Weise, im Haus Strom zu sparen, ist der Umstieg von Glühlampen oder Halogen-Leuchten auf energiesparende LED-Lampen oder Energiesparlampen. Die meisten Glühlampen dürfen zwar seit Jahren in der EU nicht mehr produziert werden und seit September 2018 wurde auch die Produktion vieler Halogen-Lampen eingestellt. Dennoch schlummern in zahlreichen Haushalten immer noch Restbestände – und auch einige Händler setzen noch auf Licht-Nostalgiker.

Warum Glühlampen und Halogen nach wie vor gefragt sind? Viele Menschen denken bei Energiesparlampen an das kühle und grelle Licht der ersten Generation der Energiesparlampen. Die LED- und Energiesparleuchten von heute gibt es allerdings nicht nur in Neutral- und Tageslichtweiß, sondern auch im beliebten Warmweiß. Achten Sie dafür einfach auf die Kelvin-Angabe auf der Verpackung: Je niedriger die Kelvinanzahl, desto wärmer das Licht. Warmweiße Leuchten bewegen sich etwa zwischen 1.000 und 3.000 Kelvin (meist 2.700).

Stromsparen mit LED- und Energiesparlampe

Warum verbrauchen moderne Leuchten weniger Strom als alte Glühbirnen? Die Glühlampe nutzt gerade einmal fünf Prozent der Energie für die Lichterzeugung – 95 Prozent verpuffen in ungenutzter Wärme. Halogenlampen sparen im Vergleich dazu immerhin rund 30 Prozent Energie. Am effizientesten leuchten LEDs: Sie verbrauchen im Vergleich zur Glühlampe bis zu 90 Prozent weniger Strom.

Wenn Sie zehn 60-Watt-Lampen in Ihrem Haushalt durch LED-Lampen ersetzen, vermindern Sie Ihren Stromverbrauch jährlich um 405 kWh und sparen so 120 Euro Stromkosten. Außerdem vermeiden Sie durch den verringerten Stromverbrauch 240 kg CO2. Und selbst im Vergleich zur energieeffizienten Energiesparlampe hat die LED die Nase vorne: Eine einzelne LED-Leuchte spart pro Jahr Stromkosten in Höhe von knapp 2 Euro und vermeidet 11 kg CO2.

Kostenfaktor: LED-Leuchten sind beim Kauf teurer als herkömmliche Glühbirnen oder Energiesparlampen. Dafür sind die Stromkosten geringer und sie haben eine vielfach längere Lebensdauer: Eine Glühlampe hält etwa 1.000 Betriebsstunden (etwa ein Jahr) durch, eine Energiesparlampe mindestens 8.000 und eine LED-Lampe mindestens 15.000 Betriebsstunden.

Tipps & Kniffe bei der Umstellung auf LED-Lampen:

  • Bei der Suche nach der passenden Leuchte hilft die App „ecoGator”.
  • Wenn Sie nicht alle Lampen austauschen wollen, sollten Sie zumindest dort, wo das Licht besonders lange am Stück brennt, auf energieeffiziente Leuchten setzen; beispielsweise im Büro oder Wohnzimmer.
  • Energiesparlampen sind aufgrund der geringen Menge Quecksilber als Sondermüll zu behandeln und müssen auch als solcher entsorgt werden. Das geht beispielsweise in den meisten Verkaufsstellen, wie Drogerien und großen Supermärkten – natürlich kostenlos. LEDs kommen ohne Quecksilber aus.
  • Achten Sie auf die gewünschte Lichttemperatur: Je höher der angegebene Kelvin-Wert, desto kühler und blaustichiger ist das Licht. Faustregel: warmweißes Licht rangiert im Kelvin-Bereich 1.000 bis 3.000 (meist 2.700).

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Stromverbrauch messen & kontrollieren

Wer seinen Energieverbrauch kennt, sieht Erfolge durch Stromspartipps schneller und tut sich leichter beim Sparen. Neben Stift und Zettel oder einer Tabellenkalkulation gibt es ein praktisches Werkzeug: das kostenlose Energiesparkonto. Damit können Sie zudem schnell erfassen, wie Ihr Energieverbrauch im Vergleich zum Durchschnitt aussieht.

Wer es noch genauer wissen will, kann Strommesser für einzelne Geräte ausleihen oder Smart Meter nutzen – und mit dem Energiesparkonto bequem auswerten. Als Ergänzung zum Energiesparkonto gibt es auch eine App: den EnergieCheck für iOS und Android.

So geht´s:

  1. Eröffnen Sie ein Energiesparkonto auf www.energiesparkonto.de.
  2. Geben Sie regelmäßig Ihre Zählerstände für Heizenergie, Strom und Wasser ein – und die Daten aus alten und aktuellen Stromrechnungen.
  3. Vergleichen Sie Ihren Verbrauch mit dem anderer deutscher Haushalte und sehen Sie, wo Sie noch Energie einsparen können.
  4. Laden Sie sich die kostenlose EnergieCheck-App herunter. Damit wird die Nutzung Ihres Energiesparkontos noch einfacher. Denn so können Sie Ihre Verbrauchsdaten direkt am Zähler eingegeben. Die App synchronisiert alle Daten mit Ihrem Energiesparkonto und beginnt sofort mit der Auswertung.
  5. Nutzen Sie auch die Zusatzfunktionen der App: Mit den EnergiesparChecks decken Sie weiteres Sparpotenzial in Ihrem Haushalt auf. Und per automatischer Standortbestimmung finden Sie Handwerker, Energieberater oder Verbraucherzentralen in Ihrer Umgebung, die Ihnen helfen und maßgeschneiderte Stromspartipps geben können.

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„Stromberatung“ mit einem Energieberater

Für manche Fragen rund um das Thema Stromsparen ist es besser, direkt mit einem Experten vor Ort zu sprechen. Mit unserem Online-Ratgeber „Stromberatung vor Ort“ finden Sie über die Postleitzahlsuche einen Energieberater ganz in Ihrer Nähe. So erhalten Sie Stromspartipps, die genau zu Ihrem Haushalt passen.

Beratung gibt es außerdem bei den Verbraucherzentralen in ganz Deutschland und bei regionalen Klimaschutzagenturen. Detailfragen können oft auch bei einem Vor-Ort-Termin bei Ihnen zu Hause geklärt werden.

Haushalte mit niedrigeren Einkünften freuen sich über gesunkene Stromkosten besonders. Die Stromsparberatungen der Caritas unterstützt hier gezielt und ist für Bezieher von Transferleistungen (Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe oder Wohngeld) kostenlos. Auch hierbei werden die Stromspartipps genau auf Ihren Bedarf und Ihre Möglichkeiten zugeschnitten.

Mehr Informationen und weitere Beratungsangebote listet unser Artikel „Energieberatung für Privathaushalte“ auf. Für die Beratung ist die Stromrechnung hilfreich, also am besten heraussuchen und mitnehmen – oder wie oben beschrieben gleich ins Energiesparkonto eintragen.

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