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Die 26 besten Stromspartipps: Strom sparen leicht gemacht

Von der Nutzung von Sparduschköpfen bis hin zum Austauschen der Heizungspumpe – es gibt viele Arten, zu Hause Strom zu sparen und so Kosten und CO2-Emissionen zu verringern. Mit unseren Tipps für Küche, Bad und Elektrogeräte senken Sie Ihre Stromrechnung garantiert.

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Die wichtigsten Fakten auf einem Blick

  • ineffiziente große Haushaltsgeräte sorgen für hohe Stromkosten
  • Standby-Verbrauch vermeiden: elektrische Geräte ganz ausschalten
  • Kühlschrank, Geschirr- und Waschmaschine: nur im Öko-Programm wirklich effizient
  • im Arbeitszimmer: auf Laptop statt PC setzen
  • Energieberater*innen helfen beim Identifizieren von Einsparpotenzialen

Strom sparen im Haushalt

Küche, Bad, Büro oder Heizungskeller: In nahezu allen Haushaltsbereichen können Sie durch Verhaltensänderungen, technische Anpassungen oder den Austausch von Geräten Strom und Kosten sparen. Und durch den verringerten Treibhausgas-Ausstoß tun Sie sogar noch etwas fürs Klima. Wir haben die besten Stromspar-Tipps für Sie nach Haushaltsbereichen sortiert, damit auch Ihre Stromrechnung bald niedriger ausfällt.

Strom sparen in der Küche: 7 Tipps

In der Küche können Sie allein durch Verhaltensänderungen im Jahr Stromkosten in Höhe von 70 Euro sparen. Für mehr Informationen zu den einzelnen Tipps klicken Sie einfach auf den jeweiligen Stromspartipp in der Tabelle:

StromspartippKosten in EuroEinspar­potenzial
 in Euro pro Jahr
Einspar­potenzial
CO2 pro Jahr
Tipp 1: Beim Wasser­kocher auf  Füllmenge achtenkeine Kosten10 Euro 14 kg
Tipp 2: Ohne Vorheizen & mit Restwärme kochen keine Kosten20 Euro 28 kg
Tipp 3: Kochen mit Deckelkeine Kosten20 Euro 28 kg
Tipp 4: Energie­effizienter Kühlschrank350 Euro70 Euro 100 kg
Tipp 5: Kühlschrank und Gefriertruhe abtauen
keine Kosten15 Euro 21 kg
Tipp 6: Kühlschrank­tür schnell schließenkeine Kosten7 Euro 10 kg
Tipp 7: Extra-Kühlgeräte stilllegenkeine Kosten176 Euro 246 kg

Tipp 1: Beim Wasserkocher auf die Füllmenge achten

Ein Wasserkocher ist für das Erhitzen von Wasser effizienter als der Elektroherd, weil weniger Abwärme freigesetzt wird. Das gilt vor allem für kleinere Mengen. Kochen Sie mehr Wasser als nötig, steigt nicht nur der Energiebedarf, sondern auch Ihr CO2-Ausstoß unnötig. Wird jeden Tag ein Liter zu viel zum Kochen gebracht, verursacht das im Jahr 14 Kilogramm CO2. Durchschnittlich zehn Euro können Sie pro Jahr sparen, wenn Sie beim Wasserkocher auf die richtige Füllmenge achten.

Tipp: Manche Wasserkocher schalten sich oft erst viele Sekunden nach dem Kochen ab. Um diese sinnlose Energieverschwendung zu vermeiden, sollten Sie das Gerät gleich nach dem Kochen selbst abschalten – und beim nächsten Kauf auf einen schneller reagierenden Wasserkocher achten.

Tipp 2: Ohne Vorheizen backen – mit Restwärme kochen

(c) Taylor Grote | Unsplash

Die wenigsten Gerichte müssen wirklich in einen bereits vorgewärmten Backofen. In aller Regel reicht es aus, den Backofen erst anzuschalten, wenn Auflauf, Pizza oder Kuchen hineinkommen. Die Garzeiten sind dann je nach Backofen verschieden und etwas länger als in den Rezepten oder auf den Verpackungen von Fertigprodukten angegeben ist. Dafür wird die eingesetzte Energie effizienter genutzt. Der Backofen und übrigens auch Elektroherdplatten können oft schon einige Minuten vor dem Ende der Garzeit abgestellt werden, weil die Restwärme zum Fertiggaren oder -backen ausreicht.

Tipp 3: Kochen mit Deckel

(c) rawpixel | Unsplash

Verwenden Sie beim Kochen immer einen Deckel, der genau auf Ihren Topf passt und verwenden Sie eine zur Größe des Topfes passende Herdplatte. Damit können Sie den Energieverbrauch beim Kochen um die Hälfte senken. Im Jahr können auf diese Weise fast 28 Kilogramm CO2 und 20 Euro eingespart werden.

Weitere Tipps für energiesparendes Kochen:

  • Der Durchmesser des Kochgeschirrs kann ruhig etwas größer sein als der der Herdplatte.
  • Nehmen Sie beim Kochen nur so viel Wasser wie nötig. Beim Elektroherd empfiehlt es sich, Wasser lieber im Wasserkocher zu erhitzen – das benötigt weniger Energie und geht schneller, vor allem bei kleineren Mengen.

Tipp 4: Energiesparenden Kühlschrank wählen

Kühl- und Gefrierschränke laufen ununterbrochen – und sind im schlimmsten Fall für ein Viertel Ihres Stromverbrauchs verantwortlich. Das Stromspar-Potenzial ist hier also besonders groß.

Ein modernes Gerät der Energieeffizienzklasse A+++ verbraucht im Vergleich zu seinen älteren Kollegen bis zu 50 Prozent weniger Strom.

Wenn Sie sich einen neuen Kühlschrank anschaffen wollen, sollten Sie also unbedingt auf die im Energielabel ausgewiesene Energieeffizienz achten. Zum Vergleich: Beim Ersatz eines etwa 15 Jahre alten Kühlschranks durch ein Modell der Klasse A+++ sparen Sie pro Jahr rund 240 kWh und 70 Euro. Häufig rentiert sich daher sogar der Ersatz eines noch funktionierenden Geräts bereits nach wenigen Jahren.

Auch in Anbetracht der gesamten Umweltbilanz lohnt sich der Austausch eines sehr ineffizienten Kühlgeräts: Laut Öko-Institut gleicht der deutlich geringere Stromverbrauch die Umweltbelastungen durch die Herstellung wieder aus. Ein neues, effizientes Gerät sollte dann möglichst lange genutzt werden, die Lebensdauer kann mit Reparaturen verlängert werden. Der Austausch eines sehr effizienten Geräts wäre nur dann sinnvoll, wenn das neue 50 bis 80 Prozent weniger Strom verbrauchen würde.

Tipps für den Kühlschrankkauf:

  • Die Energieeffizienzklasse A+++ ist bei Kühl- und Gefriergeräten die beste Wahl, A ist aktuell nur noch viertklassig. Beachten Sie jedoch, dass die Energielabel ab März 2021 eine überarbeitete Skalierung erhalten. Ab dann steht A wieder für die beste Energieeffizienz.
  • Auch innerhalb der besten Energieeffizienz-Klassen gibt es große Unterschiede. Vergleichen Sie daher die Verbrauchsangaben.
  • Überlegen Sie, wie groß der künftige Kühlschrank sein muss. Lebensmittel im Kühlschrank speichern die Kälte. Das heißt, ein effizienter, aber halb leerer Kühlschrank verbraucht mehr Energie als ein weniger effizientes Gerät, das voll ist. Als Richtwert für die Größe gelten: etwa 100 Liter für Ein- bis Zwei-Personenhaushalte, 50 Liter für jede weitere Person.
  • Die App „ecoGator vergleicht die laufenden Kosten sowie den Kaufpreis eines Geräts und hilft so bei der Wahl eines energieeffizienten Kühlgeräts.

Ob sich der Austausch in Ihrem Fall lohnt und welches neue Gerät für Ihre Ansprüche geeignet wäre, verrät Ihnen der KühlCheck. Der Check berechnet außerdem die CO2-Emissionen Ihres Altgeräts und die Umweltentlastung durch die Neuanschaffung.

Tipp 5: Kühlschrank und Gefriertruhe abtauen lassen

(c) Dev | Unsplash

Ein leichter Reifansatz an den Innenwänden der Kühl- und Gefriergeräte ist ganz normal. Wird der Reif dicker oder bildet sich eine Eisschicht, erhöht sich der Stromverbrauch. In diesem Fall sollten Sie das Gerät abtauen – am besten regelmäßig etwa zweimal im Jahr. Der Dauerbetrieb eines durchschnittlichen vergletscherten Kühlgeräts verursacht zusätzlich 25 Kilogramm CO2 und lässt anderswo Gletscher schmelzen. Eine Vereisung von 5 Millimetern erhöht den Stromverbrauch eines Kühlschranks um etwa 30 Prozent. Das macht selbst bei einem modernen Gerät der Klasse A+++ fast 15 Euro im Jahr aus.

Unsere Anleitung zeigt Ihnen, wie das Abtauen des Kühlschranks am einfachsten funktioniert – im Winter können Sie Ihre Lebensmittel zum Beispiel auf der Fensterbank oder dem Balkon frischhalten.

Noch mehr Stromspartipps für den Kühlschrank:

  • Gegen Vereisen: Verstauen Sie Ihre Lebensmittel nur verschlossen im Kühlschrank. Unverpackt geben sie Feuchtigkeit ab und lassen schneller eine Eisschicht entstehen.
  • Stellen Sie Ihren Kühlschrank nicht neben Wärmequellen – und die Gefriertruhe möglichst an einen kühlen Ort. Das Gerät kann die entstehende Wärme besser abgeben, hält dadurch länger und verbraucht weniger Strom. Für die richtige Umgebungstemperatur ist die Klimaklasse auf dem Typenschild des Geräts zu beachten.
  • Kühlschrank nicht unnötig kalt einstellen: Die empfohlene Kühlschrank-Temperatur beträgt 7 Grad Celsius. Bei modernen Kühlschränken reicht dafür oft die niedrigste Stufe. Im Zweifel einfach mit dem analogen Thermometer nachmessen! Im Gefrierschrank muss es nicht kälter als minus 18 Grad Celsius sein.  

Tipp: Mit unserem KühlCheck können Sie feststellen, ob Ihr Kühlschrank noch auf dem neusten Stand der Technik ist oder ob sich ein Austausch lohnt.

Tipp 6: Kühlschranktür schnell schließen

Jedes Mal, wenn die Kühlschranktür aufgeht, entweicht Kälte. Und jedes Mal kompensiert der Kühlschrank das mit viel Energie. In einem Durchschnittshaushalt entstehen durch offen stehende Kühlschranktüren jährlich etwa 10 Kilogramm unnötiges CO2. Auf der Stromrechnung schlägt das mit etwa 7 Euro im Jahr zu Buche.

Unsere Tipps:

  • Überlegen Sie sich vorher, was Sie aus dem Kühlschrank herausnehmen möchten und machen Sie die Tür nur kurz auf. 
  • Schließen Sie die Kühlschranktür nach jedem Öffnen – auch wenn Sie mehrmals hintereinander Lebensmittel entnehmen. Dann entweicht so wenig Kälte wie möglich.
  • Auch den Saftvorrat im Kühlschrank lagern: Ähnlich wie Kühl-Akkus in einer Kühlbox speichern auch die Gegenstände im Kühlschrank Kälte – und geben sie an ihre Umgebung ab. Je voller der Kühlschrank, desto weniger Kühlleistung muss das Gerät nach einer Öffnung selbst erbringen.
  • Schauen Sie nicht aus Langeweile in den Kühlschrank – wenn Sie nicht einkaufen gewesen sind, wird sich am Inhalt nichts verändert haben.

Tipp 7: Extra-Kühlgeräte stilllegen

Gefriertruhen und Gefrierschränke oder Zweitkühlschränke im Keller laufen in der Regel das ganze Jahr über, sind aber vielleicht entbehrlich. Oft sind gerade dort völlig veraltete oder überdimensionierte Geräte im Einsatz, die unbemerkt große Beiträge zur hohen Stromrechnung leisten.

176 Euro Strom

So viel kann im Jahr durch das Abschalten einer alten Kühltruhe gespart werden. Das entspricht 580 kWh Strom.

176

Hier lohnt es sich, den eigenen Bedarf an Kühl- und Gefriermöglichkeiten zu hinterfragen und die Geräte gegebenenfalls abzuschalten oder gleich fachgerecht entsorgen zu lassen. Mit dem Abschalten einer alten überdimensionierten Gefriertruhe kann man im Jahr bis zu 580 Kilowattstunden Strom sparen – das entspricht fast 176 Euro.

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Bad & Wassererwärmung: 9 Stromspartipps

Waschmaschine und Trockner gehören zu den Haushaltsgeräten, die den höchsten Energieverbrauch haben. Mit ein paar Kniffen lässt sich viel Energie und damit bares Geld sparen. Doch auch die Bereitstellung von warmem Wasser – zentral durch die Heizanlage oder dezentral durch Boiler oder Durchlauferhitzer – verbraucht Strom. Hier finden Sie unsere Tipps zum Strom sparen im Bad und beim Umgang mit warmem Wasser.

Für mehr Informationen klicken Sie einfach auf den jeweiligen Stromspartipp in der Tabelle:

Strom­spar­tippKosten in EuroEinspar-potenzial
 in Euro pro Jahr
Einspar-potenzial
CO2 pro Jahr

Tipp 1: Wasch­maschine mit Warm­wasser­anschluss nutzen

ca. 100 Euro30 Euro 42 kg

Tipp 2: Waschen ohne Vorwäsche

keine Kosten7 Euro 10 kg
Tipp 3: Wäsche bei 30 Grad waschenkeine Kosten15 Euro21 kg

Tipp 4: Wäsche auf einem Wäsche­ständer trocknen lassen

keine Kosten60 Euro 85 kg

Tipp 5: Öko­pro­gramme nutzen

keine Kosten25 Euro35 kg

Tipp 6: Spar­dusch­kopf ein­bauen

ab ca. 20 Euro265 Euro 370 kg

Tipp 7: Warm­wasser­speicher ab­schalten oder durch Durch­lauf­erhitzer ersetzen

keine Kosten / 200 Euro exkl. Förderung20 Euro28 kg

Tipp 8: Warm­wasser­temperatur senken

keine Kosten35 Euro49 kg

Tipp 9: Warm­wasser­zirku­lation ab­schalten lassen

keine Kosten160 Euro225 kg

Tipp 10: Heizungs­pumpe niedriger stellen oder aus­tauschen

400 Euro (mit Förderung 300 Euro)105 Euro147 kg

Tipp 1: Waschmaschine mit Warmwasseranschluss nutzen

Viele Wasch- und Spülmaschinen können auch direkt an die Warmwasserversorgung angeschlossen werden. Gerade bei kurzen Warmwasserleitungen und besonders energieeffizienter Warmwasserbereitung lohnt sich diese Maßnahme, etwa mit einer Solarthermieanlage: Es werden pro Jahr 42 Kilogramm weniger CO2 ausgestoßen. Benutzen Sie Gas zur Warmwassererhitzung, können Sie bis zu 25 Prozent der Stromkosten bei jedem Waschgang einsparen – das sind jährlich etwa 30 Euro.

Tipps zur Umsetzung:

  • Wenn Ihre Waschmaschine nicht über einen integrierten Warmwasseranschluss verfügt, erkundigen Sie sich beim Hersteller, ob diese nicht trotzdem für die Zufuhr von warmem Wasser ausgelegt ist – oft ist das der Fall.
  • Installieren Sie falls nötig ein Vorschaltgerät, das im Zulaufschlauch warmes und kaltes Wasser mischt und die Maschine so mit Wasser in der richtigen Temperatur versorgt.
  • Beim Waschmaschinen-Neukauf: wenn Sie über kurze Warmwasserleitungen und eine besonders energieeffiziente Warmwassererzeugung verfügen, beispielsweise über Solarthermie, sollten Sie eine Maschine mit integriertem Warmwasseranschluss wählen. So sparen Sie die Kosten für ein externes Vorschaltgerät.
  • Auch die meisten Spülmaschinen lassen sich an das Warmwassersystem des Haushalts anschließen.
  • Für optimale Effizienz sollte die Warmwasserleitung isoliert werden.

Tipp 2: Waschen ohne Vorwäsche

Vorwäsche ist überflüssig. Vor allem bei Textilien wie Bettwäsche oder Handtüchern sind die Verschmutzungen in den wenigsten Fällen so stark, dass vor der Hauptwäsche noch die Vorwäsche laufen muss. Waschen ohne Vorwäsche vermeidet bei drei Waschgängen in der Woche 10 Kilogramm CO2 und spart 7 Euro im Jahr.

Tipp 3: Wäsche mit 30 °C waschen

Mit modernen Waschmaschinen und Waschmitteln wird die Wäsche nicht nur ohne Vorwäsche, sondern meist auch mit weniger heißem Wasser sauber. Das spart Energie, denn mehr als drei Viertel gehen in die Wassererwärmung eines Waschgangs. Wenn Sie pro Woche zwei Waschgänge bei 30 Grad Celsius statt bei 60 Grad laufen lassen, können Sie Stromkosten in Höhe von bis zu 35 Euro sparen.

Tipp 4: Wäsche an der Luft trocknen lassen

(c) Igor Ovsyannykov / Unsplash

Egal wie oft Sie die Waschmaschine verwenden: Es ist immer energiesparender, die Wäsche auf einem Wäscheständer, einer Wäscheleine oder einer Wäschespinne statt im Trockner zu trocknen. Bis zu 85 Kilogramm CO2 stößt ein Trockner im Laufe des Jahres aus – für etwas, das die Luft klimaneutral für Sie erledigen kann. Durch den Verzicht auf einen Wäschetrockner sparen Sie zudem Stromkosten in Höhe von rund 60 Euro pro Jahr. Das ist genug, um einen neuen Wäscheständer oder eine Wäscheleine zu kaufen.

Geht es einmal partout nicht ohne Wäschetrockner, dann achten Sie auf die Effizienzklasse A, zuvor gut geschleuderte Wäsche und eine volle Beladung der Maschine. Moderne Wäschetrockner mit Wärmepumpen-Technologie brauchen nur halb so viel Energie wie herkömmliche Trockner.

Tipp 5: Ökoprogramme nutzen

(c) iStock/Ivan Bajic

Bei Waschmaschinen und Spülmaschinen) geht die meiste Energie in das Erwärmen des Wassers. Daher verbrauchen Eco-Programme trotz der längeren Laufzeit weniger Energie: Das Wasser wird deutlich weniger erwärmt – und es wird insgesamt sogar weniger Wasser verbraucht. Stattdessen erhalten Wasser und Reinigungsmittel mehr Zeit zum Einwirken – und längeres Schleudern durch Wasch- und Spülwasser sorgt für hygienisch saubere Wäsche.

Im Vergleich zu anderen, längeren Programmen können Sie jährlich 25 Euro und 35 Kilogramm CO2 sparen, wenn Sie konsequent auf das Öko-Programm setzen. Alle drei Monate sollten Sie das Gerät reinigen oder heiß durchlaufen lassen, um Keime abzutöten, die Waschmaschine zum Beispiel mit Bettwäsche bei 90° Celsius.

Tipp 6: Sparduschkopf und Durchflussbegrenzer einbauen

Wer sein Wasser mit Strom erhitzt, sollte ganz einfach eines tun: weniger warmes Wasser verbrauchen. Dabei helfen Durchflussbegrenzer in Bad und Küche:

  • Sparduschköpfe für Badewanne oder Dusche und
  • Perlatoren für Wasserhähne.

Durchflussbegrenzer sind bereits für wenige Euro im Baumarkt erhältlich. Sie mischen Luft in den Wasserstrahl, so dass effektiv weniger Wasser pro Minute aus Hahn oder Duschkopf läuft, ohne dass der Strahl schwächer wird. 

Berechnen Sie ganz einfach ihr persönliches Sparpotenzial für einen Sparduschkopf:

Einen Sparduschkopf empfiehlt in diesem Video auch das Öko-Institut.

Tipp 7: Warmwasserspeicher abschalten oder durch Durchlauferhitzer ersetzen

In einem Warmwasserspeicher wird das Wasser auf eine voreingestellte Temperatur erhitzt, zwischengespeichert und dabei warm gehalten – auch, wenn der Warmwasserhahn den ganzen Tag still steht. Auf diese Weise wird viel Energie verschwendet und CO2 verursacht.

Vor allem wenn noch alte Untertischgeräte zur Warmwasserspeicherung angebracht sind, ist es sinnvoll, den Bedarf an heißem Wasser genau zu prüfen und die Gegebenheiten anzupassen:

  • Wo selten oder eigentlich gar kein Warmwasser benötigt wird sollte der Speicher abgestellt werden, zum Beispiel im Gäste-WC, in der Garage oder im Haushaltsraum. Beim Händewaschen zum Beispiel kommt es nicht auf die Wassertemperatur an.
  • Zeitschaltuhren oder ein Thermo-Stop können in Räumen eingesetzt werden, wo warmes Wasser nur zu bestimmten Zeiten benötigt wird. Auf diese Weise können Sie im Jahr Stromkosten in Höhe von 22 Euro sparen.
  • Wo die Möglichkeit besteht, sollten Sie Warmwasserspeicher gegen elektronisch geregelte Durchlauferhitzer austauschen. Durchlauferhitzer erwärmen das Wasser nur dann, wenn es wirklich gebraucht wird und sind daher energieeffizienter als die häufig heizenden Speicher.

Tipp: Förderung vom BMWi für vollelektronische Durchlauferhitzer

Sie haben einen Durchlauferhitzer – allerdings ein älteres, hydraulisches Modell? Dann unterstützt Sie das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) beim Austausch ihres Energiefressers gegen ein effizientes, vollelektronisches Modell mit 100 Euro. Das lohnt sich, denn beim gleichen Nutzerverhalten sparen moderne elektrische Durchlauferhitzer rund 20 Prozent Energie.

Tipp 8: Warmwassertemperatur senken

Was für die Menge an Warmwasser gilt, gilt auch für die Temperatur: Je weniger oder niedriger, desto besser. Bei einem Untertischspeicher oder elektronischen Durchlauferhitzer können Sie die Wassertemperatur bedarfsgerecht einstellen. Für das warme Wasser in Bad und Küche reichen 60 Grad Celsius vollkommen aus. Zum Vergleich: Heißes Badewasser ist in der Regel nur etwa 40 Grad warm. Auf diese Weise kann der Stromverbrauch um etwa zehn Prozent verringert werden. Ein weiterer Vorteil der reduzierten Temperatur: Das Gerät verkalkt weniger schnell.

Warum dann die Temperatur nicht gleich auf 40 Grad senken? Vorsicht: Um das Risiko von gesundheitsgefährdenden Legionellen auszuschließen, sollte die Temperatur vor allem bei elektrischen Speichern nicht dauerhaft unter 60 Grad gesenkt werden.

Tipp 9: Warmwasserzirkulation abschalten lassen

Nicht nur Mehrfamilienhäuser, sondern auch große Einfamilienhäuser mit Zentralheizungen haben oft Zirkulationsleitungen für Warmwasser: Eine Zirkulationspumpe lässt das heiße Wasser zwischen Heizkessel und Zapfstellen zirkulieren, sodass aus Dusche und Wasserhahn sofort heißes Wasser kommt. Dieser Komfort verbraucht allerdings rund um die Uhr Strom und Heizenergie. Per Zeitschaltuhr lässt sich die Zirkulationspumpe auf den individuellen Tagesablauf anpassen. Damit sie nur dann arbeitet, wenn auch tatsächlich warmes Wasser verbraucht wird.

160 Euro Energiekosten kann ein 4-Personen-Haushalt sparen, wenn die Warmwasserzirkulation still gelegt wird.

160

Wenn Sie in einem Ein- oder Zweifamilienhaus leben, sollten Sie die Warmwasserzirkulation von einem Fachbetrieb ganz stilllegen lassen. Der Komfortverlust durch diese Umrüstung ist sehr gering: Es dauert lediglich etwas länger, bis das warme Wasser fließt. Die Energie- und Kostenersparnis ist hingegen hoch: Ein durchschnittlicher 4-Personen-Haushalt in einem Einfamilienhaus kann mit dieser Maßnahme pro Jahr rund 160 Euro sparen.

Tipp 10: Heizungspumpe niedriger stellen oder austauschen

Wenn das Wasser in Ihrem Eigenheim zentral erwärmt wird, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass ein großes Stromspar-Potenzial im Heizungskeller liegt. Denn: Vier von fünf Heizungspumpen sind veraltet und verbrauchen unnötig viel Strom.

  • Zunächst einmal sollten Sie prüfen, ob Sie die Leistung ihrer Heizungspumpe auf eine niedrigere Stufe einstellen können. In der Regel transportiert die Umwälzpumpe auch mit niedriger eingestellter Leistung noch genügend heißes Wasser vom Heizkessel zu den Heizkörpern. Falls dort nicht mehr ausreichend Wärme ankommt, kann man die nächsthöhere Leistungsstufe ausprobieren.
  • Ältere Pumpen arbeiten übrigens oft auch in den Sommermonaten – dann sollte man Heizung und Pumpe ganz abschalten.
  • Wenn Ihre Pumpe bereits in die Jahre gekommen ist, sollten Sie mit einem Austausch nicht warten, bis die Pumpe den Geist aufgegeben hat. Moderne, hocheffiziente Pumpen verbrauchen 70 bis 80 Prozent weniger Strom als alte Pumpen und rechnen sich daher bereits innerhalb weniger Jahre. In einem durchschnittlichen 3-Personen-Haushalt spart eine neue und hocheffiziente Umwälzpumpe bis zu 105 Euro im Jahr im Vergleich zu einem alten Modell.

Ist Ihre Heizungspumpe Stromfresser oder Energiesparer? Finden Sie es mit dem PumpenCheck heraus!

Tipp: Fördergeld für Pumpentausch beantragen

Das Bundeswirtschaftsministerium unterstützt den Austausch alter Heizungspumpen gegen effiziente Modelle mit der „Förderung der Heizungsoptimierung durch hocheffiziente Pumpen und hydraulischen Abgleich“. Das Förderprogramm erstattet 20 Prozent der Nettokosten. Wichtig: Der Antrag auf Förderung muss vor dem Austausch gestellt werden – mehr Details erfahren Sie in unserer Anleitung zum Pumpentausch.

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Strom sparen mit energieeffizienten Geräten: 4 Tipps

Soll der Stromverbrauch sinken, kommt es neben einem angepassten Verhalten und sparsamer Technik vor allem auf die Haushaltsgeräte an. Schließlich zählen Großgeräte wie der Kühlschrank oder die Waschmaschine zu den größten Verbrauchern im Haushalt. Deshalb lohnt sich der Blick auf die Stromspargeräte besonders. 

Für mehr Informationen klicken Sie einfach auf den jeweiligen Stromspartipp in der Tabelle:

StromspartippKosten in EuroEinspar-potenzial
 in Euro pro Jahr
Einspar-potenzial
CO2 pro Jahr

Tipp 1: Gerätegröße dem Bedarf anpassen

365 Euro 30 Euro 42 kg

Tipp 2: Laptop statt PC

ab
200 Euro
14 Euro 19 kg

Tipp 3: Nutzungsdauer von PC, Tablet und Smartphones ausreizen

keine Kosten16 kg
je Gerät

Tipp 4: Beste Energieeffizienzklasse bei neuem Gerät (Bsp: Kühlschrank A+++)

350 Euro70 Euro 98 kg

Tipp 1: Gerätegröße dem Bedarf anpassen

(c) co2online.de | Julia Axmann

Es ist immer ratsam, ein Gerät zu kaufen, dessen Nutzinhalt dem Bedarf entspricht, vor allem bei Geräten, die wie Kühlschränke das ganze Jahr über laufen:

  • Bei einem Kühlschrank für Ein- und Zwei-Personen-Haushalte reichen meist 100 bis 160 Liter. Für jede weitere Person sollten Sie mit etwa 50 Litern zusätzlich rechnen.
  • Bei Gefriergeräten beträgt die empfohlene Größe ungefähr 20 bis 30 Liter pro Person, wenn man nur wenig auf Vorrat einfriert. Für große Vorratsmengen kann man pro Person rund 80 bis 100 Liter Nutzinhalt annehmen.
  • Bei Waschmaschinen reicht in den meisten Haushalten ein Fassungsvolumen von 5 bis 6 Kilogramm Wäsche meist aus. Für größere Haushalte eignen sich Geräte für bis zu 8 Kilogramm.

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Tipp 2: Laptop statt PC

(c) Christin Hume / Unsplash.com

Surfen oder arbeiten Sie eher am Desktop-PC oder mit einem Laptop? Für die Klimabilanz ist letzteres günstiger. Um eine möglichst lange Akku-Laufzeit zu gewährleisten, brauchen Laptops nämlich viel weniger Energie – bis zu 19 Kilogramm CO2 vermeiden sie jährlich gegenüber ihren großen Brüdern. Ein Multimedia-PC verbraucht im normalen Betrieb 75 Watt und mehr, ein Laptop mit vergleichbarer Ausstattung und Leistung kommt hingegen mit nur 30 Watt aus.

Gut für den Geldbeutel: 14 Euro können Sie im Jahr sparen, wenn Sie auf einen praktischen Laptop umsteigen. Ein Tablet oder Handy verbraucht noch weniger Strom: Die Stromkosten für neue Geräte belaufen sich auf wenige Euro pro Jahr. Ein iPad 1, welches jeden zweiten Tag geladen wird, verursacht Stromkosten von weniger als zwei Euro im Jahr.

Tipp: Energiesparoption bei Handy & Co nutzen.

Über die Systemsteuerung können Sie den Energiesparmodus an Ihre eigenen Bedürfnisse anpassen: Bildschirmhelligkeit, automatisches Abschalten oder Ruhezustand richten sich dann nach ihren Vorgaben. Das spart bis zu 10 Prozent Strom und gestattet es den Geräten, länger mit einer Akkuladung auszukommen.

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Tipp 3: Lebensdauer von Computern, Tablet und Smartphones ausreizen

Aus Umweltgesichtspunkten ist es sinnvoll, besonders Computer, Laptops und Handys so lange zu nutzen wie möglich. Denn hier verursacht die Herstellung den Großteil der Umweltbelastungen – und nicht die Nutzung.

Neben dem sehr hohen Energiebedarf sind auch der Abbau von seltenen Rohstoffen und der Einsatz von Chemikalien problematisch. Bei einer sachgerechten Entsorgung kann man einen Teil der eingesetzten Rohstoffe recyceln. Wer seinen alten Rechner verkauft oder verschenkt, sollte vorher seine Daten vollständig löschen (besser mehrfach überschreiben statt nur zurückzusetzen oder formatieren). Tipp: Manchmal hilft auch die Installation eines neuen oder anderen Betriebssystems, um den Rechner wieder schneller zu machen. Dann muss es vielleicht kein neuer sein.

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Tipp 4: Bei neuen Geräten auf Energieeffizienzklasse achten

Wenn Ihr Stromverbrauch im Vergleich mit anderen Haushalten zu hoch ist, tragen eine Mitschuld daran wahrscheinlich große, ineffiziente Haushaltsgeräte. Wie alt sind beispielsweise Ihr Kühlschrank und Ihr Geschirrspüler? Hier sind nur einige Bespiele, wie viel Strom Sie mit effizienten Geräten sparen können:

Geschirrspüler

Eine effiziente Geschirrspülmaschine verbraucht durchschnittlich 30 Prozent weniger Strom als ein zehn Jahre älteres Modell.

Tipp für den Neukauf: Lassen Sie sich nicht von vermeintlich guten Energieeffizienzklassen täuschen. Geräte der Energieeffizienzklasse A+ sind bei Geschirrspülern für mehr als 10 Maßgedecke schon die Schlechtesten, die noch in den Handel gelangen dürfen (bis zu 10 Maßgedecke: A). Die beste Wahl sind Geräte der Klasse A+++. Sie sparen gegenüber durchschnittlichen A+-Geräten jährlich mindestens 15 Euro Strom- und Wasserkosten.

Waschmaschine und Trockner

Bei Waschmaschinen unterscheidet sich der Verbrauch von alten und effizienten neuen Geräten stark. Selbst im Vergleich mit einer verhältnismäßig modernen Waschmaschine der Energieeffizienzklasse A können Sie mit einem Neugerät der Klasse A+++ über 30 Prozent der jährlichen Stromkosten sparen. Und selbst im Vergleich zu einem Gerät der Effizienzklasse A+ sparen besonders effiziente Modelle jährlich Strom- und Wasserkosten in Höhe von etwa 27 Euro.

Wenn Sie also ein besonders altes Modell zu Hause haben, sind die Ersparnisse entsprechend höher – auch, was die CO2-Bilanz angeht. Denn je weniger Energie ein Gerät verbraucht, umso weniger Treibhausgas-Emissionen werden verursacht. Selbst, wenn Ihr Gerät noch funktioniert, sollten Sie über einen Austausch nachdenken. Dabei sollten Sie neben der Energieeffizienzklasse auch den jährlichen Wasserverbrauch im Blick haben. Die kostenlose App ecoGator hilft beim Vergleich verschiedener Geräte im Laden. Die App berücksichtigt neben dem Kaufpreis und der Energieeffizienzklasse auch die zu erwartenden laufenden Kosten.

Tipp: Sie wollen Ihre Waschmaschine ersetzen, wissen aber nicht, wohin mit der alten Maschine? Nach dem Elektro- und Elektronikgeräte-Gesetz sind Händler mit einer Verkaufsfläche von mindestens 400 m² dazu verpflichtet, Ihnen beim Kauf eines neuen Geräts Ihr Altgerät abzunehmen und es fachgerecht zu entsorgen. Das gilt auch für Online-Händler. Alle Rücknahmestellen finden Sie auf der Seite der Stiftung Altgeräte-Register .

Kleingeräte mit einer Kantenlänge von höchstens 25 Zentimeter können Sie übrigens unabhängig vom Neukauf in Elektro-Geschäften mit 400 Quadratmetern Verkaufsfläche entsorgen.

Fernseher

Steht in Ihrem Wohnzimmer noch ein alter Röhrenfernseher? Dann beherbergen Sie einen echten Stromfresser! Aber auch bei Flachbildfernsehern gibt es große Unterschiede beim Energieverbrauch. Beim Kauf lohnt sich ein Blick auf die Energieeffizienzklasse sowie die Angabe zum jährlichen Stromverbrauch.

Grundsätzlich gilt: Je größer der Bildschirm und je umfangreicher die Ausstattung, desto mehr Strom benötigt der Fernseher. Ineffiziente Großbildfernseher der Effizienzklassen B und C mit Bildschirmdiagonalen von über einem Meter verbrauchen übers Jahr häufig mehr Strom als ein Kühlschrank. Daher ist besonders bei großen Geräten die Energieeffizienzklasse wichtig, wenn Sie Ihren Stromverbrauch reduzieren möchten. Noch genauer ist der Vergleich des jährlichen Stromverbrauchs.

Bei Bilddiagonalen ab 120 cm sollten Sie einen Fernseher der Energieeffizienzklasse A++ wählen. Geräte mittlerer und kleiner Größe sollte mindestens die Energieeffizienzklasse A haben, noch besser ist A+. Außerdem gilt: Plasma-Bildschirme haben einen höheren Verbrauch als Geräte mit LED-Hintergrundbeleuchtung. 

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Strom sparen im Alltag – 4 Tipps

Durch kleine Veränderungen im Alltag können Sie tag täglich Strom sparen und durch das vermiedene CO2 das Klima schützen. Für mehr Informationen zu den einzelnen Stromspartipps klicken Sie einfach auf den Tipp in der ersten Spalte der Tabelle.

StromspartippKosten in EuroEinspar-potenzial
 in Euro pro Jahr
Einspar-potenzial
CO2 pro Jahr

Tipp 1: Zu Ökostrom wechseln

keine Kosten35 Euro 1.413 kg
Tipp 2: Elektronische Geräte ganz ausschaltenkeine Kosten61 Euro 85 kg
Tipp 3: Auf Klimaanlagen verzichtenkeine Kosten110 Euro 154 kg
Tipp 4: LED-Lampen und Energiesparlampen nutzen
(bei 10 Stück pro Haushalt)
ca. 70 Euro 123 Euro173 kg

Tipp 1: Zu Ökostrom wechseln

(c) Karsten Wurth | Unsplash

Durch Ökostrom sparen Sie zwar nicht unmittelbar Strom, vermeiden aber große Mengen CO2 und unterstützen mit dem richtigen Anbieter zudem die Energiewende in Deutschland. Das Schöne daran: Ökostrom ist nicht zwangsläufig teurer als herkömmlicher Strom. In vielen Regionen fällt die Stromrechnung gleich oder sogar niedriger aus als beim Grundversorger.

Durch den Wechsel zu einem Ökostrom-Anbieter vermeidet ein durchschnittlicher Drei-Personen-Haushalt mit einem Verbrauch von 3.600 kWh rund 1.990 Kilogramm CO2 pro Jahr. Um so viel CO2 zu binden, wären rund 160 Bäume nötig.

Warum verursacht Ökostrom weniger CO2 als konventioneller Strom?

Graustrom basiert vor allem auf fossilen Brennstoffen wie Kohle und Öl, und die setzen jede Menge CO2 frei: fast 430 Gramm pro Kilowattstunde. Wie viel es in Ihrem Fall ist, können Sie Ihrer Stromrechnung entnehmen. Denn dort sind zumindest durchschnittliche Angaben zu den CO2-Emissionen des gelieferten Stroms zu finden.

So gelingt der Wechsel:

  1. Mit einem Tarifrechner finden Sie den für Ihren Verbrauch günstigsten Öko-Stromanbieter. Achten Sie auf Vertragslaufzeiten, Preisgarantien und mit dem Strompreis verrechnete Begrüßungs-Boni. Nicht alle Angebote sind tatsächlich so günstig, wie sie auf den ersten Blick scheinen.
  2. Mit ein paar Klicks sind Sie beim neuen Anbieter angemeldet. Die Abmeldung beim alten Anbieter übernimmt der neue Stromversorger – zu Lücken in der Versorgung kommt es dabei nicht.

Aufgepasst: Nicht jeder Ökostrom ist auch wirklich ökologisch! Das ok-power-Gütesiegel oder das Grüner Strom-Label stellen sicher, dass der Anbieter den Ausbau erneuerbarer Energien fördert. Nur so wird mit Ihrem Geld der Öko-Anteil am deutschen Strom-Mix tatsächlich erhöht und die Stromversorgung insgesamt klimafreundlicher.

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Tipp 2: Elektronische Geräte ganz ausschalten

(c) rawpixel | Unsplash

Das Umweltbundesamt schätzt, dass der Standby-Betrieb von Geräten deutschlandweit Stromkosten in Höhe von rund vier Milliarden Euro jährlich verursacht. Für Sie bedeutet das: Sie könnten durchschnittlich rund 61 Euro Stromkosten sparen, wenn Sie elektrische Geräte richtig ausschalten, statt sie nur in den Ruhemodus zu versetzen.

Darauf sollten sie achten:

  • Elektrogeräte nach dem Gebrauch richtig ausschalten – ein kleines leuchtendes Lämpchen signalisiert Standby- oder Ruhemodus.
  • Ladegeräte nach dem Laden aus der Steckdose ziehen – sonst fließt oft weiter Strom.
  • Bei mehreren Geräten abschaltbare Steckdosenleiste verwenden und alle Geräte mit einem Schalter vom Strom trennen. Der leuchtende Schalter der Leiste erinnert zudem auch optisch daran, dass Strom verbraucht wird.
  • Beim Neukauf Geräte wählen, die sich komplett abschalten lassen und/oder einen Energiesparmodus haben.
  • Um den Stromverbrauch eines Geräts zu identifizieren, können Sie zeitweise ein Strommessgerät vorschalten.
  • Stromverbrauch mit dem Energiesparkonto protokollieren: Sie fahren in den Urlaub? Nutzen Sie die Gelegenheit und finden Sie heraus, wie viel Strom bei Abwesenheit verbraucht wird. Einfach Zählerstände vor und nach dem Urlaub in das Konto eintragen. Kommt pro Tag mehr als eine Kilowattstunde zusammen, verbraucht wahrscheinlich mindestens ein Gerät unnötig viel Strom.

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Tipp 3: Auf Klimaanlagen verzichten

Zugegeben: Klimaanlagen können an richtig heißen Tagen ein echter Genuss sein. Dem Klima schaden sie jedoch: 154 Kilogramm CO2 verursacht eine Klimaanlage, wenn sie an 30 Tagen im Jahr acht Stunden läuft. Und: Klimaanlagen sind wahre Stromfresser. Rund 110 Euro für Stromkosten können Sie im Jahr sparen, wenn Sie auf die Klimaanlage verzichten. 

So behalten Sie auch ohne Klimaanlage einen kühlen Kopf:

  • Tagsüber Fenster und Jalousien geschlossen halten; so kommt keine warme Luft herein.
  • Nachts oder am frühen Morgen die kühlere Luft nutzen: Fenster öffnen, um frische Luft ins Haus zu bekommen.
  • Zur Verstärkung der Luftbewegung: Nutzen Sie einen Ventilator.

Wollen Sie sich dennoch eine Klimaanlage anschaffen, sollte das Gerät der besten Energieeffizienzklasse entsprechen.

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Tipp 4: LED-Lampen und Energiesparlampen nutzen

(c) iStock/viafilms

Eine einfache und sehr wirksame Weise, im Haus Strom zu sparen, ist der Umstieg von Glühlampen oder Halogen-Leuchten auf energiesparende LED-Lampen oder Energiesparlampen. In zahlreichen Haushalten schlummern immer noch Restbestände, obwohl die Produktion der alten Leuchtmittel in der EU seit Jahren eingestellt ist – und auch einige Shops setzen noch auf Licht-Nostalgiker.

  • Sparpotenzial: Wenn Sie zehn 60-Watt-Lampen in Ihrem Haushalt durch LED-Lampen ersetzen, vermindern Sie Ihren Stromverbrauch jährlich um 405 kWh und sparen so 123 Euro Stromkosten. Außerdem vermeiden Sie durch den verringerten Stromverbrauch 173 Kilogramm CO2. Und selbst im Vergleich zur energieeffizienten Energiesparlampe hat die LED die Nase vorne: Eine einzelne LED-Leuchte spart pro Jahr Stromkosten in Höhe von knapp 2 Euro und vermeidet rund 3 Kilogramm CO2.
  • Kostenfaktor: LED-Leuchten sind beim Kauf teurer als herkömmliche Glühbirnen oder Energiesparlampen. Dafür sind die Stromkosten geringer und sie haben eine vielfach längere Lebensdauer: Eine Glühlampe hält etwa 1.000 Betriebsstunden (etwa ein Jahr) durch, eine Energiesparlampe etwa 8.000 und eine LED-Lampe bis zu 15.000 Betriebsstunden. Weiter Informationen finden Sie in unserem Artikel "LED-Systeme im Test". "Zum LED-Test"

Tipps & Kniffe bei der Umstellung auf LED-Lampen:

  • Bei der Suche nach der passenden Leuchte hilft die App „ecoGator”.
  • Wenn Sie nicht alle Lampen austauschen wollen, sollten Sie zumindest in viel beleuchteten Zimmern auf energieeffiziente Leuchten setzen; beispielsweise im Büro oder Wohnzimmer.
  • Energiesparlampen sind aufgrund der geringen Menge Quecksilber als Sondermüll zu behandeln und müssen auch als solcher entsorgt werden. Das geht beispielsweise in den meisten Verkaufsstellen, wie Drogerien und großen Supermärkten – natürlich kostenlos. LEDs kommen ohne Quecksilber aus.
  • Achten Sie auf die gewünschte Lichttemperatur: Je höher der angegebene Kelvin-Wert, desto kühler und blaustichiger ist das Licht. Faustregel: warmweißes Licht rangiert im Kelvin-Bereich 1.000 bis 3.000 (meist 2.700).

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Stromverbrauch messen & kontrollieren

Wer seinen Energieverbrauch kennt, sieht Erfolge durch Stromspartipps schneller und tut sich leichter beim Sparen. Dafür gibt es ein praktisches Werkzeug: das kostenlose Energiesparkonto. Damit können Sie schnell erfassen, wie Ihr Energieverbrauch im Vergleich zum Durchschnitt aussieht.

Wer es noch genauer wissen will, kann Strommesser für einzelne Geräte ausleihen oder Smart Meter nutzen – und mit dem Energiesparkonto bequem auswerten.

So geht´s:

  1. Eröffnen Sie ein Energiesparkonto auf www.energiesparkonto.de.
  2. Geben Sie regelmäßig Ihre Zählerstände für Heizenergie, Strom und Wasser ein – und die Daten aus alten und aktuellen Stromrechnungen.
  3. Vergleichen Sie Ihren Verbrauch mit dem anderer deutscher Haushalte und sehen Sie, wo Sie noch Energie einsparen können.
  4. Laden Sie sich die kostenlose EnergieCheck-Appherunter. Damit wird die Nutzung Ihres Energiesparkontos noch einfacher. Denn so können Sie Ihre Verbrauchsdaten direkt am Zähler eingeben. Die App synchronisiert alle Daten mit Ihrem Energiesparkonto und beginnt sofort mit der Auswertung.
  5. Nutzen Sie auch die Zusatzfunktionen der App: Mit den EnergiesparChecks decken Sie weiteres Sparpotenzial in Ihrem Haushalt auf. Und per automatischer Standortbestimmung finden Sie Handwerker*innen, Energieberater*innen oder Verbraucherzentralen in Ihrer Umgebung, die Ihnen helfen und maßgeschneiderte Stromspartipps geben können.

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„Stromberatung“ mit einem/r Energieberater*in

Für manche Fragen rund um das Thema Stromsparen ist es besser, direkt mit einem/r Expert*in vor Ort zu sprechen. Mit der Online-Suche „Stromberatung vor Ort“ finden Sie über die Postleitzahlensuche eine Energieberatung ganz in Ihrer Nähe. So erhalten Sie Stromspartipps, die genau zu Ihrem Haushalt passen.

Beratung gibt es außerdem bei den Verbraucherzentralen in ganz Deutschland und bei regionalen Klimaschutzagenturen. Detailfragen können oft auch bei einem Vor-Ort-Termin bei Ihnen zu Hause geklärt werden. Einen Überblick der Angebote erhalten Sie im Artikel „Energieberatung für Privathaushalte“.

Haushalte mit niedrigeren Einkünften freuen sich über gesunkene Stromkosten besonders. Das Projekt „Stromspar-Check“bietet Bezieher*innen von Transferleistungen (Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe oder Wohngeld) eine kostenlose Vor-Ort-Beratung oder Sprechstunden über Telefon und Videochat an.

Autor*innen: Laura Wagener, Jens Hakenes

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