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Stromverbrauch von Herd und Backofen: Tipps zum Gebrauch & Kaufberatung

Kochen und backen gehören zu den Tätigkeiten im Haushalt mit dem größten Stromverbrauch. Doch je nach Art des Geräts und Ihrer persönlichen Nutzungsgewohnheiten wird mehr oder weniger Strom verbraucht. Wie viel Strom Ihr Herd oder Backofen verbraucht, können Sie nachschlagen, messen oder mit einer Formel ausrechnen.

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Die wichtigsten Fakten auf einen Blick

  • bis 10 Prozent des Stromverbrauchs durch Kochen und Backen
  • Induktionsherd energiesparendstes Kochfeld, gusseiserner Herd mit höchstem Stromverbrauch
  • EU-Energielabel nur für Backofen, nicht für Kochfelder
  • bei Tausch auf Größe achten: 50 Liter pro Person ausreichend
  • mit Stromspartipps mehr als 40 Euro pro Jahr sparen

1. Stromverbrauch von Herd und Backofen

In einem durchschnittlichen Haushalt gehen rund zehn Prozent des gesamten Stromverbrauchs auf das Konto von Kochen und Backen. Je nachdem, ob besonders häufig oder eher selten gekocht und gebacken wird und um welchen Herd es sich handelt, erhöht oder verringert sich dieser Wert.

Stromverbrauch im Privathaushalt: 27 Prozent Informationstechnik sowie TV und Audio; 17 Prozent Kühl- und Gefriergeräte; 13 Prozent Waschen und Trocknen; 11 Prozent Kochen; 9 Prozent Licht; 7 Prozent Spülen; 16 Prozent Sonstiges.

Am effizientesten kocht und backt es sich mit Gas, da Gas günstiger ist als Strom und meist auch weniger Treibhausgas-Emissionen verursacht (Ausnahme: Ökostrom). Doch auch zwischen den unterschiedlichen Arten mit Strom betriebener Herde gibt es Unterschiede bei der Energieeffizienz. Leider verrät das EU-Energieeffizienzlabel nur den Stromverbrauch des Backofens, nicht aber den des Kochfelds.

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2. Welche Kochfelder gibt es?

1. Gusseiserne Kochplatten

Gusseiserne Kochplatten sind die Stromfresser unter den Kochplatten, weil sich mit der Kochplatte viel Metall erwärmen muss. Nach dem Abschalten bleibt eine gusseiserne Kochplatte noch lange heiß. Um Strom zu sparen, sollten Sie diese Restwärme beim Kochen ausnutzen, also die Platte abschalten, bevor Sie mit dem Kochen fertig sind.

2. Glaskeramik-Kochfelder

Angeschaltetes Glaskeramikfeld oder Ceranfeld mit Holzlöffel und Zwiebel(c) pixabay

Glaskeramik-Kochfelder sind auch unter dem Markennamen „Ceran“-Kochfeld bekannt. Sie sind energieeffizienter als ihre gusseisernen Verwandten, werden schneller heiß und kühlen auch schneller wieder ab. Glaskeramik-Kochfelder gibt es mit Induktion-, Infrarot- und Halogenbeheizung. Glaskeramik-Kochfelder können auch mit Gasherden kombiniert werden.

Glaskeramik-Kochfeld mit Infrarot

Bei einem Infrarot-Kochfeld liegt unterhalb eines Glaskeramik-Kochfelds eine Heizspirale aus Wolframdraht, der die Kochplatten per Infrarot-Strahlung erhitzt. Bei für Infrarot-Strahlung durchlässigem Kochgeschirr kann die Wärme direkt vom Topf- oder Pfanneninhalt aufgenommen werden. Der Herd funktioniert jedoch auch mit allen konventionellen Töpfen und Pfannen.

Glaskeramik-Kochfeld mit Halogen

Halogen-Kochzonen werden durch Halogenstrahler erhitzt. Sie haben eine sehr hohe Leistung und erreichen daher schon wenige Sekunden nach dem Anschalten die volle Leistung. Halogen-Kochstellen haben einen sehr guten Wirkungsgrad: Sie wandeln den Strom zu fast 100 Prozent in Wärme um.

3. Induktions-Kochfelder

Induktionsherde sind die effizientesten Elektroherde. Ihr Stromverbrauch ist bis zu 40 Prozent geringer als bei gusseisernen Platten. Beim Kochen mit Induktion entsteht zwischen Feld und Kochgeschirr eine elektromagnetische Wechselwirkung und die Wärme entsteht direkt im Topfboden. Das Kochfeld selbst erwärmt sich hingegen nicht.

Der Nachteil von Induktionsherden ist, dass die Anschaffungskosten sehr hoch sind. 300 bis 1.000 Euro allein für das Kochfeld können nicht durch die Energieeinsparungen beim Kochen ausgeglichen werden Der Austausch eines alten Herds durch Induktion rechnet sich also durch den geringeren Stromverbrauch in der Regel nicht. Zudem müssen eventuell spezielle Töpfe und Pfannen angeschafft werden, die für das Magnetfeld geeignet sind.

4. Kochen mit Gas

Person streut Rotkohl in Wok auf Gasherd(c) pixabay

Gas ist im Vergleich zu elektrischen Kochfeldern die günstigste und meist auch ökologischste Variante, weil Gas billiger ist als Strom und weniger Verluste beim Umwandeln der Energiequelle in Wärme entstehen (entsprechend auch weniger CO2-Emissionen - außer beim Kochen und Backen mit Ökostrom). Bei einem Gasherd werden knapp 60 Prozent der eingesetzten Primärenergie zum Kochen genutzt, beim Elektroherd nur rund 30 Prozent. Allerdings gibt es in Deutschland immer weniger Haushalte, die über einen Gasanschluss zum Kochen verfügen.

Wo Gas genutzt werden kann, empfiehlt die unabhängige Vergleichsplattform EcoTopTen alle Arten von Gaskochfeldern. Gaskochfelder mit Gasbrennern unter Glaskeramik („Ceran“-Fläche) schneiden zwar bei der Primärenergiebilanz schlechter ab. Dafür haben sie gegenüber anderen Gaskochfeldern einen Vorteil: Mit ihnen wird die Innenraumluft weniger belastet, da die Abluft direkt abgeführt wird.

3. Energieeffizienzlabel für Backöfen

Die Energieeffizienz von Elektro- und Gasbacköfen muss seit dem Jahr 2002 mit dem EU-Energielabel ausgewiesen werden. Im Jahr 2014 wurden die Anforderungen für die Kennzeichnung verschärft. Seither wird die Energieeffizienz von Backöfen mit den Klassen A+++ (sehr effizient) bis D (sehr ineffizient) bezeichnet. Das Label gilt ausschließlich für Backöfen – für Kochfelder oder Herde gibt es bisher keine Energieeffizienz-Kennzeichnung. Zu finden ist das Label auf dem Gerät selbst, beim Hersteller sowie bei stationären und Online-Händlern.

Das EU-Label gibt außerdem Auskunft über den Stromverbrauch bei verschiedenen Beheizungsarten (Umluft und Ober-Unter-Hitze) pro Backzyklus und über die Größe des Garraums in Litern.

Das Energielabel für Backöfen mit Energieeffizienzklasse und Stromverbrauch.

Tipp: Vergleichen Sie beim Kauf eines neuen Backofens nicht nur die Energieeffizienzklasse, sondern auch den tatsächlichen Stromverbrauchswert pro Backzyklus. Bei der Einordnung in die Effizienzklassen wird die Größe des Garraums berücksichtigt: Ein Mini-Backofen kann daher mit der gleichen Effizienzklasse wie ein großer Backofen ausgezeichnet sein, obwohl sich der Stromverbrauch pro Backzyklus stark unterscheidet.

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4. Stromverbrauch von Elektrobackofen und -herd messen & berechnen

Mit Hilfe des Energielabels für Backöfen können Sie leicht berechnen, welche Stromkosten bei Ihnen im Jahr etwas durchs Backen anfallen. Auf dem Energielabel finden Sie für das Backen mit Umluft sowie gegebenenfalls mit Ober- und Unterhitze den Stromverbrauch für einen durchschnittlichen Backvorgang. Überschlagen Sie nun, wie häufig Sie den Ofen etwa nutzen und rechnen Sie den Wert auf das Jahr hoch. In Beispielrechnungen wird meist von etwa 100 Backvorgängen im Jahr ausgegangen. Multiplizieren Sie diese beiden Werte miteinander und anschließend mit dem Strompreis, erhalten Sie den möglichen Stromverbrauch im Jahr durch den Backofen.

4.1 Formel zum Berechnen des Stromverbrauchs beim Backofen

Die Formel auf einen Blick:

Stromverbrauch pro Backzyklus in kWh x Backvorgänge im Jahr x Strompreis in Euro = Stromkosten im Jahr

Beispielrechnung:

  • Stromverbrauch des Ofens pro Backzyklus: 1,00 kWh
  • Backvorgänge im Jahr: 100
  • durchschnittlicher Strompreis 2018: 29,3 Cent 

1,00 kWh x 100 x 0,293 Euro = 29,30 Euro

Der Backofen aus dieser Beispielrechnung verbraucht also Strom im Wert von 29,30 Euro im Jahr für 100 durchschnittliche Backvorgänge.

Stromverbrauch des Backofens messen oder schätzen

Klassischer Ferraris-Zähler

Wenn Sie den Stromverbrauch Ihres Herds nicht kennen und kein EU-Label zu finden ist (auf dem Gerät, bei Hersteller oder Händlern), können Sie vor und nach dem Backen einen Blick auf den Stromzähler zu Hause werfen. Notieren Sie sich den Stand vor dem Backvorgang und vergleichen Sie ihn mit dem Stand nach dem Backvorgang. So erhalten Sie einen Anhaltspunkt, wie viel Strom der Backofen verbraucht.

Bedenken Sie dabei jedoch, dass in der Regel noch weitere elektrische Geräte, wie Kühlschrank, Wachmaschine oder Kochfeld, aktiv sind und ebenfalls Strom verbrauchen. Der abgelesene Wert ist also nur eine Näherung an den Stromverbrauch des Backofens und variiert zudem mit der jeweils eingestellten Temperatur und Nutzungsart (wie Umluft oder Ober-/Unterhitze).

Genauer können Sie den Stromverbrauch eines Backofens mit einem Smart Meter oder ähnlichen Geräten messen. Denn damit lässt sich teilweise auch der Stromverbrauch einzelner Geräte ermitteln. Falls ihr Backofen mit einem Schukostecker angeschlossen ist, können Sie ein einfaches Strommessgerät oder eine smarte Messsteckdose nutzen.

Je nachdem, welcher Energieeffizienzklasse ein Ofen entspricht, kann sich häufiges Backen und Schmoren stark auf der Stromrechnung bemerkbar machen. Diese Tabelle bietet Ihnen eine Übersicht über den durchschnittlichen Stromverbrauch von Backöfen der Energieeffizienzklasse A+++, A sowie einem 15 Jahre alten Gerät ohne zugeordnete Effizienzklasse.

Vergleich: Stromverbrauch von Backöfen A+++ und Altgerät

Backeffizienzklasse:A+++Altgerät
(15 Jahre alt)
Stromverbrauch pro Backgang0,4 kWh0,8 kWh1,6 kWh
Stromverbrauch pro Jahr*40 kWh80 kWh160 kWh
Energiekosten**12 Euro23 Euro47 Euro
Energiekosten über 10 Jahre**120 Euro230 Euro470 Euro

*bei 100 Backgängen **Strompreis 29,3 Ct./kWh

4.2. Berechnen und messen des Stromverbrauchs durch den Herd

silberne Pfanne auf schwarzem Induktionskochfeld(c) LuisaK | pixabay

Da der Stromverbrauch von Elektroherden nicht auf einem Energieeffizienzlabel verzeichnet wird, ist das Berechnen des Stromverbrauchs eines Herds etwas schwieriger als bei einem Ofen. Den Stromverbrauch Ihres Herds können Sie entweder in den technischen Daten der Gebrauchsanweisung (meist auch online bei Hersteller oder Händler zu finden) nachlesen oder näherungsweise bestimmen.

Alternativ können Sie auch Ihren Stromzähler vor und nach dem Kochen ablesen – oder Smart Meter oder ähnliche Geräte zum Messen. Handelt es sich nur um ein kleines Kochfeld mit Schukostecker, können Sie ein einfaches Strommessgerät oder eine Messsteckdose nutzen.

Als Faustregel gilt: Bei einem durchschnittlichen Kochfeld mit vier Platten kann von einer Anschlussleistung von etwa 7,5 Kilowatt (kW), also 7.500 Watt, ausgegangen werden. Diese Leistung teilt sich auf vier Herdplatten auf und wird daher selten gänzlich ausgenutzt. Bei neueren Glaskeramik- oder Induktionsherden sind die maximalen Leistungen der einzelnen Kochfelder meist unterschiedlich definiert:

  • ein Schnellkochfeld mit 2,5 bis 3 kW Leistung
  • ein Sparkochfeld mit etwa 1 kW Leistung
  • zwei durchschnittliche Kochfelder mit 1,5 bis 1,8 kW Leistung 

Formel zum Berechnen von Stromverbrauch und Stromkosten des Herds im Jahr:

Um die Stromkosten durch das Kochen nährungsweise zu berechnen, multiplizieren Sie die durchschnittliche Leistung einer Herdplatte (selten werden alle vier Platten gleichzeitig verwendet) in Kilowatt (kW) mit der Nutzungsdauer in Stunden (h) am Tag.

Für den Jahresstromverbrauch multipizieren Sie diesen Wert nun mit den Nutzungstagen. Da Sie vermutlich nicht jeden Tag im Jahr kochen, gehen wir von insgesamt 336 Nutzungstagen im Jahr aus. Diesen Jahresstromverbrauch multiplizieren Sie nun mit dem Strompreis. So erhalten Sie Stromkosten durch den Gebrauch einer Herdplatte auf maximaler Stufe im Jahr.

Die Formel auf einen Blick:

Leistung des Kochfelds in kW x Nutzungsdauer in h x Strompreis in Cent/kWh = Stromkosten

Beispielrechnung:

  • Leistung des Kochfelds: 1,5 kW
  • Nutzungsdauer: 1 Stunde am Tag an 336 Tagen = 336 Stunden
  • durchschnittlicher Strompreis 2018: 29,3 Cent

Stromverbrauch pro Tag: 1,5 kW x 1 h = 1,5 kWh

Stromverbrauch im Jahr: 1,5 kWh x 336 Tage = 504 kWh

Stromkosten pro Jahr: 504 kWh x 0,293 Cent/kWh = 148 Euro

Wenn eine Herdplatte mit 1,5 kW Leistungsaufnahme fast jeden Tag im Jahr eine Stunde auf voller Stufe genutzt wird, verursacht das Stromkosten in Höhe von rund 150 Euro im Jahr.

Der Stromverbrauch durch das Kochnen und Backen wird jedoch nicht nur durch den Herd bestimmt: Auch durch das richtige Nutzverhalten können Sie Ihren Stromverbrauch reduzieren.

5. Tipps zum Stromsparen mit Herd und Backofen

Mit ein paar einfachen Tipps für das Kochen und Backen lässt sich der Stromverbrauch von Herd und Backofen merklich reduzieren. Um zwischen den Stromspartipps zum Backen und Kochen zu Wechseln, klicken Sie einfach auf den entsprechenden Titel. 

  • Restwärme des Ofens nutzen (ca. 10 Minuten) und auf Vorheizen verzichten spart 20 Euro Stromkosten und 45 kg CO2 im Jahr.
  • Wenn möglich Um- und Heißluft verwenden. Spart bis zu 40 Prozent Energie.
  • Für Aufbackbrötchen oder Toasts: besser Toaster als Ofen verwenden.
  • Fenster nutzen: Klappe des Ofens beim Backvorgang geschlossen halten.
  • Bei Umluft: mehrere Bleche gleichzeitig in den Ofen schieben, statt nacheinander.
  • Immer mit passendem Deckel kochen! Spart 20 Euro Stromkosten im Jahr und 40 kg CO2.
  • Wasser für Nudeln und Tee mit Wasserkocher statt Topf aufkochen (bis ca. 1,5 Liter). Spart 8 Euro und 15 kg CO2 im Jahr. Töpfe und Pfannen passend zur Plattengröße nutzen.
  • Schnellkochtopf spart bis zu 50 Prozent Energie und Zeit.
  • Beim Kochen nur so viel Wasser wie nötig verwenden: Gemüse nur knapp mit Wasser bedecken & Deckel drauf.
  • Höchste Stufe nur zum Aufheizen der Platte benutzen – danach auf mittlere Stufe herunterregeln.
  • Gefrorene Lebensmittel nicht auf Herd oder im Backofen, sondern im Kühlschrank auftauen.

6. Tipps zum Kauf eines neuen Herds oder Backofens

  • Wenn Anschluss vorhanden: Kochfeld mit Gas bevorzugen – spart Energiekosten und vermeidet CO2.
  • Ansonsten elektrisches Kochfeld aus Glaskeramik („Ceran“) auswählen.
silberne Töpfe und Pfannen auf Küchenanrichte(c) Adam Dachis | Unsplash

Tipp: Für einen besonders effizienten Induktionsherd brauchen Sie geeignetes Kochgeschirr. Halogen- oder Infrarot-Kochfelder können mit allen Pfannen und Töpfen verwendet werden und sind ebenfalls stromsparender als gusseiserne Platten.

  • Beim Backofen auf Energieeffizienzklasse und Stromverbrauch pro Backzyklus auf Energielabel achten.
  • Backöfen mit Umluft-Funktion nutzen Energie besser aus.
  • Beim Backofen auf Isolierung achten: Dreifach verglaste Backofentüren halten Wärme im Ofen und verbrauchen weniger Energie.
  • Selbstreinigungsfunktion von Backöfen extrem energieaufwändig – und meist ist Nachputzen nötig.
  • Bei Neukauf: Datenblatt des Gerätes für Detailinformationen einfordern.

Tests zu Herd und Backofen

Herde und Backöfen werden nicht allzu oft getestet. Außerdem werden in Tests meist nur einzelne Bauarten untersucht. Die Stiftung Warentest zum Beispiel nimmt meist nur Einbau-Backöfen und Einbau-Kochfelder unter die Lupe, keine Stand- oder tragbare/portable Geräte.

Neuere Tests für Backofen und Herd gibt es nur von anderen Ratgeber-Medien:

Neben den Tests können auch Bewertungen und Erfahrungsberichte von Verbrauchern bei der Auswahl von Herd und Backofen hilfreich sein. Die sind vor allem bei großen Online-Händlern oder Verkaufsplattformen zu finden.

Elektriker mit Helm und blauem Anzug vor einem Stromkasten in der Rückenansicht(c) jarmoluk | pixabay

Elektriker beauftragen und Sicherung prüfen

Ein Herd hat üblicherweise eine Anschlussleistung von 4.000 bis 14.000 Watt und darf daher meist nicht mehr per Schukostecker an konventionelle Steckdosen (maximale Anschlussleistung in der Regel 3,8 kW) angeschlossen werden, sondern an einen speziellen Herdanschluss. Ausnahmen sind portable/tragbäre Geräte und Einbau-Backöfen mit Schukostecker. Beauftragen Sie mit dem Anschließen des Herdes ohne einfachen Schukostecker unbedingt einen Elektriker; Versicherungen decken sonst eventuelle Schäden womöglich nicht ab.

Eine Kombination aus Herd und Backofen kann in der Regel an den normalen Herdanschluss angeschlossen werden. Handelt es sich jedoch um separate Geräte, ist oft ein Herdanschlussverteiler (auch Splitter genannt) nötig. Auch den sollte ein Elektriker anbringen.

Falls Herd oder Backofen über einen einfachen Schukostecker verfügen, sollten Sie prüfen, ob die Sicherung des verwendeten Stromkreises ausreicht. Sonst kann es passieren, dass die Sicherung „heraus fliegt“, vor allem wenn weitere Geräte mit viel Leistung denselben Stromkreis nutzen. Das ist auch für die Küchenplanung wichtig.

7. Alten Herd und Backofen entsorgen

Topf auf Elektroherd(c) iStock.com / Piotr Adamowicz

Wenn Sie einen alten Herd entsorgen müssen, ist dieser laut Elektro- und Elektronikgerätegesetz bei kommunalen Sammelstellen abzugeben. Das ist bundesweit kostenlos. Wenn Sie einen neuen Herd kaufen, können Sie Gebrauch von der Rücknahmepflicht des Elektrogerätegesetzes machen. Es verpflichtet Händler mit einer Verkaufs- beziehungsweise Lagerfläche von mindestens 400 Quadratmetern, ihren Kunden beim Kauf neuer Elektrogeräte die Altgeräte abzunehmen. Das gilt auch beim Kauf im Internet.

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