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Nachhaltiger Ökostrom: Anbieter im Vergleich & Tipps zum Wechsel

Wer Ökostrom bezieht, unterstützt die Energiewende, vermeidet jede Menge CO2 – und zahlt dafür drauf. Das glauben zwar viele, aber oft ist das Gegenteil der Fall: Denn Ökostrom ist in der Regel günstiger als die Grundversorgung. Wirklich grün sind allerdings nur Anbieter von echtem Ökostrom.

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Die wichtigsten Fakten auf einen Blick

  • Ersparnis für durchschnittlichen 4-Personen-Haushalt durch Ökostrom statt Grundversorgung: rund 105 Euro im Jahr
  • 90 Prozent weniger CO2-Emissionen durch Ökostrom
  • für echten Ökostrom auf ok-Power- und Grüner Strom Label achten
  • zweifelhafte Label und Zertifikate meiden, auch bei Ökogas

1. Definition: Was ist Ökostrom?

Mit dem Begriff Ökostrom wird elektrische Energie bezeichnet, die aus erneuerbaren Energiequellen – also beispielsweise Wind-, Solar- oder Wasserkraftanlagen – stammt. In Deutschland betrug dessen Anteil im Jahr 2018 mehr als 40 Prozent (2017: 33,1 Prozent). Im Gegensatz zu Strom aus Kohle oder Erdgas entsteht bei der Erzeugung von Ökostrom weniger CO2. Deshalb ist Ökostrom ein wichtiger Baustein für den Klimaschutz in Deutschland.

Wie wird Ökostrom erzeugt?

Ökostrom wird mit erneuerbaren Energien erzeugt – vor allem mit Windkraft, Biomasse, Photovoltaik und Wasserkraft. Bei der für Ökostrom sehr bedeutenden Windkraft wird zwischen „onshore“ (auf dem Land) und „offshore“ (auf dem Meer) unterschieden. Konventioneller Strom stammt dagegen aus nicht erneuerbaren Energien, vor allem Kohle (Steinkohle und Braunkohle), Erdgas und Atomkraft:

Im Jahr 2017 wurden 33,1 Prozent des Stroms durch erneuerbare Energien erzeugt.Darunter fallen Wind, Biomasse, Photovoltaik und Wasser. Braunkohle hat einen Anteil von 22,6 Prozent an der Stromerzeugung, Steinkohle hat 14,4 Prozent, Erdgas 13,1 Prozent und Kernenergie 11,6 Prozent.

Eine detailliertere Übersicht über die aktuellen und vergangenen Anteile von Ökostrom bei der Stromerzeugung in Deutschland bieten die Energy Charts des Fraunhofer Instituts für Solare Energiesysteme (ISE). Mehr Informationen über den Stand der erneuerbaren Energien in Deutschland gibt es im Artikel „Erneuerbare Energien im Überblick: Wie groß ist ihr Anteil? Was sind die Vor- und Nachteile?“.

2. Wie viel CO2 vermeidet Ökostrom?

Durch den Wechsel zu Ökostrom können Sie Ihren CO2-Fußabdruck deutlich reduzieren: Um 90 Prozent sinken die Emissionen durch Ökostrom im Schnitt. Denn bei einer Kilowattstunde (kWh) fallen unterschiedliche Mengen CO2 an:

  • konventioneller Strommix: 0,587 kg CO2 je kWh
  • Ökostrom: 0,035 kg CO2 je kWh

In den folgenden Tabellen sehen Sie, wie viel CO2 Sie durch den Wechsel zu Ökostrom bei Ihrer Haushaltsgröße vermeiden können (basierend auf den mittleren Verbrauchswerten pro Jahr aus dem Stromspiegel).

Vergleich: Durchschnittliche CO2-Reduktion durch Ökostrom in der Wohnung

Personen im Haushalt:12345
kg CO2 durch konventionellen Strom8201.1751.5251.7602.115
kg CO2 durch Ökostrom507090105125
Einsparung CO2 in kg7701.1051.4351.6551.990

Vergleich: Durchschnittliche CO2-Einsparungen durch Ökostrom im Einfamilienhaus (EFH) oder Zweifamilienhaus (ZFH) 

Personen im Haushalt:12345
kg CO2 durch konventionellen Strom1.3501.7602.1152.3503.935
kg CO2 durch Ökostrom80105125140175
Einsparung CO2 in kg1.2701.6551.9902.2103.760

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3. Welcher Ökostrom-Anbieter ist wirklich öko?

Im Vergleich zum Prädikat „Bio“ bei Lebensmitteln ist „Öko“ beim Strom kein geschützter Begriff. In vielen Ökostrom-Tarifen ist daher in Wirklichkeit gar kein echt grüner Strom drin. Möglich macht das vor allem der Handel mit Zertifikaten.

Über das sogenannte RECS (Renewable Energy Certificate Systems) erhält beispielsweise ein Produzent von regenerativen Energien in Norwegen Herstellerzertifikate für jede Megawattstunde des von ihm produzierten Stroms. Diese Zertifikate dürfen innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums verkauft, aber jeweils nur einmal verwendet werden. Der norwegische Anbieter kann daher seine Ökostrom-Zertifikate an einen deutschen Kohlestrom-Anbieter verkaufen. Der deutsche Kohlestrom-Produzent wird damit zum Ökostrom-Anbieter und kann Ökostrom verkaufen – obwohl er selbst ausschließlich Strom aus Kohle produziert.

Das ist bei vielen der rund 8.000 Ökostrom-Tarifen der Fall, die direkt oder über Tochterunternehmen, Beteiligungen und ähnliches zu den größten deutschen Stromproduzenten gehören. Laut Bundesnetzagentur waren im Jahr 2016 fünf Stromriesen für 76,5 Prozent des in Deutschland produzierten Stroms verantwortlich, der vor allem aus Kohle- und Atomkraftwerken stammt – trotz ihres Angebots an Ökostrom-Tarifen.

Ökostrom-Anbieter im Vergleich: Wer nutzt welches Label?

Ökostrom-Anbieter im Vergleich. Ein vom Umweltbundesamt empfohlenes Label ist das Ölostromlabel der Umweltverbände: Grüner Strom.

Um sicherzugehen, dass Sie mit Ihren monatlichen Abschlagszahlungen für Strom die Energiewende und den Klimaschutz unterstützen, sollten Sie einen zertifizierten Ökostrom-Anbieter wählen. Die vom Bundesumweltamt empfohlenen Label sind

  • das ok-Power-Label sowie
  • das Grüner-Strom-Label.

Diese beiden Label garantieren Verbrauchern, dass der Anbieter eines Ökostrom-Tarifs den Ausbau der erneuerbaren Energien unterstützt. Zum Beispiel, indem sie Ihren Strom von Anlagen regenerativer Energien beziehen, die jünger als sechs Jahre sind oder indem sie einen Teil ihrer Einnahmen in den Ausbau der regenerativen Stromerzeugung investieren.

Mehr Informationen zu den Herstellerzertifikaten für Ökostrom bietet dieses Video des Umweltbundesamtes, das in Deutschland das Herkunftsnachweisregister verwaltet:

Außer den beiden besonders empfehlenswerten Kennzeichnungen Grüner-Strom-Label und ok-Power-Label gibt es noch viele weitere Siegel für Ökostrom, um die sich Stromanbieter bemühen können. Doch viele Label machen es eher schwer, die genaue Herkunft des Stroms zu erkennen, da sie auf unterschiedlichen Standards basieren. Neben dem ok-Power- und dem Grüner-Strom-Label sind vor allem die Label EE01 und EE02 vom TÜV Süd und „Geprüfter Ökostrom“ TÜV Nord weithin als gut anerkannt. Doch selbst für diese Label gelten unterschiedlich strenge Standards. Deshalb gelten sie als weniger empfehlenswert.

4. Wie finde ich einen guten Ökostrom-Anbieter?

Einen Vergleich mit ok-Power- oder Grüner-Strom-Label zertifizierten Ökostrom-Tarifen finden Sie auf der unabhängigen Vergleichsplattform EcoTopTen vom Freiburger Öko-Institut. Wer es ganz genau wissen will: In der Dezember-Ausgabe 2018 des Ökotest-Magazins werden die Anbieter von EcoTopten zusätzlich dahingehend bewertet, ob sie neben den Ökostrom-Tarifen auch konventionelle Tarife anbieten.

Tabelle: Vergleich einiger Stromtarife von zertifizierten Ökostrom-Anbietern:

Strom­anbieterStromtarifStrom­quelleMindest­vertrags­laufzeitZertifikat
Green­peace EnergyÖko­strom aktiv50 % Wasser, 50 % WindKeineok-Power
Licht­BlickLicht­Blick-Strom100 % WasserKeineok-Power
BayWa Öko­energieBayWa Öko­strom 12100 % Wasser12 Monateok-Power
Natur­stromNatur­strom55 % Wasser, 45 % EEG-StromKeineGrüner-Strom-Label
EWS SchönauEWS Öko­strom90 % Wasser, 9 % Wind, 1 % Photo­voltaikKeineok-Power
Polar­sternWirklich Öko­strom100 % WasserKeineGrüner-Strom-Label
Mann CentMann Natur­energie100 % WasserKeineGrüner-Strom-Label

Achtung Etikettenschwindel in der Stromkennzeichnung

Jeder Stromanbieter muss die Zusammensetzung seines Stroms in der Stromkennzeichnung offen legen. Rechnerisch wird dabei allen Stromanbietern ein Anteil Ökostrom aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz zugewiesen. Brüstet sich ein Anbieter mit „Ökostrom finanziert aus der EEG-Umlage“, handelt es sich nicht etwa um von ihm produzierten oder über Herkunftszertifikate erworbenen Ökostrom, sondern lediglich um einen Anteil regenerativen Stroms aus dem deutschen Strommix.

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5. Ist Ökostrom teurer als herkömmlicher Strom?

2.200 Kilogramm CO2

So viel kann eine 4-köpfige Familie im Jahr durch den Wechsel zu einem Ökostrom-Anbieter vermeiden. Das entspricht einer Ersparnis von durchschnittlich 70 Euro.

2200

Kurz gesagt: häufig nicht. Etwa ein Drittel aller Deutschen könnte durch den Wechsel zu Ökostrom jeden Monat sogar Geld sparen. Denn sie beziehen noch immer Strom vom örtlichen Grundversorger – und der gehört in der Regel zu den teuersten Stromanbietern.

Laut einem Vergleich des Bundeswirtschaftsministeriums lag der durchschnittliche Strompreis 2017 in der Grundversorgung bei 30,94 Cent pro kWh. Der Preis aller von der Vergleichsplattform EcoTopTen empfohlenen und mit Grüner-Strom- oder ok-Power-Label zertifizierten Ökostrom-Tarife liegt unter diesem Preis – allerdings ohne Berücksichtigung monatlicher Grundgebühren. Einem Monitoring-Bericht der Bundesnetzagentur zufolge kostete Ökostrom bei einem Jahresstromverbrauch von 4.000 kWh – das entspricht etwa dem einer 4-köpfigen Familie – durchschnittlich 29,24 Cent pro Kilowattstunde. Durch den Wechsel vom Grundversorger zu Ökostrom ergibt sich bei diesem Verbrauch eine Ersparnis von durchschnittlich 70 Euro pro Jahr durch den Wechsel vom Grundversorger zu Ökostrom. Dazu kommt ein deutliches Minus von 2.200 Kilogramm CO2-Emissionen.

Das mit der meist teuren Grundversorgung gilt übrigens auch für Erdgas. Ein Wechsel des Anbieters ist hier ebenfalls möglich und eine klimafreundliche Alternative gibt es auch: Ökogas.

Was ist Ökogas?

Ökogas ist Gas aus erneuerbaren Energien. Es stammt meist aus der Vergärung von Biomasse wie Abfällen oder nachwachsenden Rohstoffen; zunehmend auch mit Überschüssen aus Windkraft-Strom („Power to Gas“). Wie beim Ökostrom lassen sich mit Ökogas die CO2-Emissionen deutlich senken. Es wird auch als Biogas oder Bioökogas bezeichnet. Wegen der vergleichsweise hohen Kosten wird Ökogas häufig nur mit einem Anteil von 10 oder 20 Prozent angeboten; der Rest ist dann herkömmliches Erdgas. Wie bei Ökostrom ist Vorsicht bei der Herkunft geboten: Denn auch hier kann aus herkömmlichem Erdgas durch Zertifikate Ökogas werden – oder es werden herkömmliche Monokulturen oder Massentierhaltung genutzt. Als empfehlenswert gelten die Anbieter Greenpeace Energy, Naturstrom und Polarstern.

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6. Ökostrom und Energiewende: Was sind das Erneuerbare-Energien-Gesetz und die EEG-Umlage?

Windräder auf einer grünen Landschaft. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) soll den Ausbau von erneuerbaren Energien und Ökostrom fördern(c) inf1783 / unsplash.com

Laut Klimaschutzplan 2050 will Deutschland bis zum Jahr 2050 weitgehend treibhausgasneutral werden. Und bereits bis 2030 sollen die Treibhausgasemissionen um mindestens 55 Prozent gegenüber dem Niveau von 1990 sinken. Eine der wichtigsten Voraussetzungen, damit dieses Ziel erreicht werden kann, ist eine vollständige Energiewende in Deutschland – also die Abschaltung klimaschädlicher Kohlekraftwerke und die Stromproduktion aus 100 Prozent erneuerbaren Energien.

Das im Jahr 2000 in Kraft getretene Gesetz für den Ausbau der erneuerbaren Energien, kurz Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), soll diesen Ausbau fördern. Über das EEG erhielten Ökostrom-Erzeuger bisher für einen Zeitraum von meist 20 Jahren einen staatlich festgelegten Preis für jede Kilowattstunde Strom. Dieser Preis lag in der Regel über dem Börsenstrompreis, um die Produktion von Windenergie und Co attraktiv zu machen und um den Erzeugern einen Wettbewerbsvorteil gegenüber den etablierten Anbietern fossiler Energien zu gewähren.

EEG 2017: Weniger Förderungen für Erneuerbare Energien

Im Jahr 2017 gab es eine Neuerung des EEG: Die staatlich festgelegte Vergütung für Ökostrom wird seither durch einen aus Ausschreibungen ermittelten Preis ersetzt. Konkret bedeutet das: Welcher Anbieter am wenigsten für den wirtschaftlichen Betrieb seiner neuen Anlage für erneuerbare Energien fordert, wird gefördert.

Diese Förderung wird über die so genannte EEG-Umlage finanziert, die deutsche Stromnutzer als Bestandteil ihrer Stromkosten entrichten. Im Jahr 2018 kostete eine Kilowattstunde (kWh) Strom in Deutschland durchschnittlich 29,42 Cent – davon entfielen mit 6,79 Cent pro kWh rund 23 Prozent auf die EEG-Umlage.

Kritiker monieren, dass sich Unternehmen mit besonders hohem Stromverbrauch oft von der EEG-Umlage befreien lassen können und die Zahllast so vor allem auf private Verbraucher und kleinere Unternehmen fällt. Sie fordern, die EEG-Kasse nicht über die EEG-Umlage, sondern über eine CO2-Steuer zu füllen – zum Beispiel als zusätzlicher Preisbestandteil für klimaschädlichen Treibstoff oder Heizöl oder als steuerliche Abgabe für Großemittenten von CO2.

Mehr Informationen zum Strompreis und seinen Bestandteilen finden Sie in unserem Artikel „Strom in Deutschland: Herkunft, Kosten und Strompreis-Zusammensetzung“.

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7. So klappt der Wechsel zu Ökostrom: 5 Tipps

5 Tipps für den Wechsel zu Ökostrom. Zeit für den Wechsel: Ökostrom spart bis zu 950 kg CO2 - und ist häufig sogar günstiger als der Tarif beim Grundversorger. Diese 5 Tipps helfen beim reibungslosen Wechsel: 1. Keine Angst vor Stromausfall! 2. Auf echten Ökostrom achten. 3. Kurze Laufzeiten und Kündigungsfristen. 4. Keine Vorauskasse und Strompakete. 5. Preisgarantie und Bonus unter die Lupe nehmen.

1. keine Angst vor Stromausfall

Das wichtigste zuerst: Wenn Sie Ihren Stromanbieter wechseln, brauchen Sie keinen Blackout im Haushalt befürchten. Selbst wenn es Probleme bei der Ummeldung geben sollte, ist der lokale Versorger verpflichtet, Sie weiter mit Strom zu versorgen. Das gilt übrigens auch, wenn ein Anbieter pleitegeht.

2. echter Ökostrom statt Graustrom

Achten Sie bei der Wahl eines Ökostrom-Anbieters auf die Zertifikate ok-Power- oder Grüner-Strom-Label oder lesen Sie aufmerksam die Stromkennzeichnung des Stromanbieters Ihrer Wahl. So gehen Sie sicher, dass Ihr neuer Stromanbieter tatsächlich zu 100 Prozent regenerativen Strom vertreibt, sich für die Energiewende einsetzt und sich nicht nur hinter einigen grünen Worten versteckt.

3. kurze Laufzeiten und Kündigungsfristen

Bei besonders günstigen Strom-Discountern sind Sie oft für 12 oder 24 Monate an Ihren Vertrag gebunden. Achten Sie deswegen auf kurze Mindestvertragslaufzeiten von 3 bis maximal 6 Monate und kurze Kündigungsfristen – die meisten Anbieter von echtem Ökostrom sind diesbezüglich empfehlenswert.

Tipp: Beim Wechsel des Anbieters übernimmt in der Regel der neue Stromanbieter die Kündigung des alten Tarifs. Dafür braucht er üblicherweise drei Wochen. Wenn Sie bei sehr kurzen Kündigungsfristen oder einer kurzen Sonderkündigungfrist nach einer Preiserhöhung sichergehen wollen, dass alles rechtzeitig ankommt, können Sie die schriftliche Kündigung selbst einreichen. Dabei helfen Vorlagen wie die der Verbraucherzentrale.

4. keine Vorauskasse und Strompakete

Einige Stromanbieter bieten für Vorkasse-Zahlungen besonders gute Konditionen an. Vorsicht vor solchen Deals: Sollte der Energielieferant in Konkurs gehen, könnten im Voraus geleistete Zahlungen verfallen – und Sie müssten noch einmal für den Strom bezahlen. Bei Paketangeboten ist oft nur die vereinbarte Menge vergleichsweise günstig. Wer zusätzliche Kilowattstunden Strom verbraucht, zahlt oft kräftig drauf. Wer weniger verbraucht, bekommt meist kein Geld zurück.

5. Preisvergleich: Preisgarantie, Prämien und Bonus unter der Lupe

Lockt ein Anbieter mit Preisgarantien, Prämien oder speziellen Boni, sollten Sie beim Preisvergleich genauer hinschauen. Die Garantie sollte möglichst viele Bestandteile des Preises, wie Steuern und Abgaben, umfassen und außerdem für die komplette Vertragslaufzeit gelten. Der Bonus wird meist nur im ersten Jahr angerechnet. Andere Angebote sind deswegen langfristig oft günstiger. Endet der Vertrag vorzeitig, zum Beispiel wegen einer Sonderkündigung nach einer Preiserhöhung, wird der Bonus meist komplett gestrichen. Bei Online-Preisvergleichen für Ökostrom sollten Sie deshalb auf die entsprechenden Suchoptionen achten (Bonus, Preisgarantie etc.).

8. Weniger Emissionen durch Ökostrom – muss ich trotzdem Strom sparen?

Der Umstieg auf Ökostrom kann die persönliche Klimabilanz deutlich verbessern. Aber: Aus der Steckdose fließt faktisch noch so lange Graustrom, bis die gesamte deutsche Stromproduktion auf erneuerbare Energien umgestellt ist. Denn geliefert wird meist vom nächstgelegenen Kraftwerk. Daher ist die klimafreundlichste Kilowattstunde Strom immer noch die, die nicht verbraucht wird.

Mit effizienten Geräten und sparsamem Nutzverhalten können Sie noch mehr zum Klimaschutz beitragen und außerdem jede Menge Stromkosten sparen. Mit dem StromCheck finden Sie schnell heraus,

  • wie viel Strom Sie im Vergleich zu anderen Haushalten verbrauchen und
  • welche Einsparpotenziale es bei Ihnen gibt. 

Stromspartipps für alle Haushaltsbereiche finden Sie in unserem Artikel Strom sparen: Tipps und Tricks.

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