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Heizungsthermostate: Alle Arten im direkten Vergleich

Heizungsthermostate sind eher unscheinbar, aber können einiges: Energie und Kosten sparen und den eigenen Wohnkomfort erhöhen. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Arten: manuelle, programmierbare und funkgesteuerte Heizungsthermostate. Alle Arten haben individuelle Vor- und Nachteile und sind dabei nicht für jeden Wohnraum geeignet.

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Heizungsthermostate im Überblick

Bezeichnung Kosten

herkömmliches Thermostat

ab etwa 8 Euro

 

programmierbares Thermostat 

ab etwa 10 Euro

Wand- und Raumthermostat

ab etwa 17 Euro

smartes Thermostat

ab etwa 25 Euro


1. Manuell einstellbare Heizungsthermostate

Herkömmliches Thermostatventil

Manuell einstellbare Thermostate sind die meist genutzten Thermostate. Sie sind preiswert und in so gut wie jedem Haushalt mit Heizkörpern zu finden. Sie funktionieren durch das Drehen per Hand am Thermostatkopf mit der meist fünfstufigen Zahlenskala. Nach rechts gedreht (Richtung „0“ oder „*“) wird eine kühlere Soll-Temperatur gewählt, nach links gedreht (Richtung „5“) wird eine wärmere Wunschtemperatur gewählt. Der Thermostatregler reagiert auf die vorhandene Raumtemperatur. Ist es wärmer im Raum, als die am Thermostatkopf eingestellte Temperatur, wird ein Stift am Ventilunterteil hereingedrückt und die Öffnung des Ventils wird begrenzt. Es strömt weniger Heizwasser in den Heizkörper womit die Raumlufttemperatur abgesenkt wird.

Nach links auf eine höhere Stufe gedreht wird das Ventil geöffnet. So kann mehr Heizwasser den Heizkörper durchströmen und die Raumtemperatur erhöht sich bis die Solltemperatur erreicht ist. Dann schließt sich das Ventil wieder etwas, um die Raumtemperatur auf Solltemperatur zu halten.

Manuell einstellbare Thermostate eignen sich vor allem für Haushalte mit wenigen Heizkörper und sehr sparsamen Bewohnern oder für Wohnräume, die selten beheizt werden (zum Beispiel Schlafzimmer, Kellerräume oder Ferienhäuser).

Vor- und Nachteile manuell einstellbarer Thermostate

VorteileNachteile
sehr leicht bedienbarzeitlich nicht programmierbar
geringe Kostenheizt ohne Eingriff kontinuierlich (auch wenn die Fenster geöffnet sind)

in so gut wie allen Technik- und

Baumärkten verfügbar

Temperatur kann nicht genau geregelt werden, wenn sich Temperaturfühler in Nische mit Wärmestau befindet

Bedienung manuell einstellbarer Heizungsthermostate

Mit einem manuell einstellbaren Thermostat lässt sich die Heizenergie durch Drehen per Hand regulieren. Wichtig dabei ist die Zahlenskala, die auf dem Thermostatkopf abgebildet ist. Die Standardeinstellung ist dabei die „3", welche einer Raumtemperatur von circa 20 Grad Celsius entspricht. Jede weitere Stufe entspricht einer Temperaturerhöhung um circa 4 Grad Celsius.

  • Stufe 1: 12 Grad Celcius
  • Stufe 2: 16 Grad Celcius
  • Stufe 3: 20 Grad Celcius
  • Stufe 4: 24 Grad Celcius
  • Stufe 5: 28 Grad Celcius

Um die maximal und minimal einstellbare Raumtemperatur zu begrenzen, gibt es häufig kleine Stopper, die am Thermostat angebracht sind. Diese können zurückgeschoben und beliebig platziert werden. Dies ist ein wirksamer Schutz in Haushalten mit Kindern, damit diese die Heizung nicht unnötig weit aufdrehen und Energie verschwenden.

2. Programmierbare Heizungsthermostate

 

Programmierbare Heizungsthermostate funktionieren ähnlich wie manuell einstellbare Heizungsthermostate. Hier misst allerdings ein elektronischer Fühler die Temperatur. Die Heizkörperventile werden nicht rein mechanisch, sondern über einen Elektromotor geregelt. Durch die auf dem Thermostat befindlichen Knöpfe, können Sie die Raumtemperatur nach Uhrzeit regeln. Benutzerdefinierte Temperaturprofile können gespeichert werden. So ist das Bad morgens zum Duschen warm, kühlt aber tagsüber – wenn es nicht gebraucht wird – auf sparsame 16 Grad Celsius ab. Tauschen Sie im kompletten Wohnraum Ihre manuell einstellbaren Thermostate gegen programmierbare Thermostate, können Sie im Schnitt etwa zehn Prozent Heizkosten sparen. Ein weiterer Vorteil: Die Geräte sind auch für Mieter geeignet.

Vor- und Nachteile programmierbarer Thermostate

VorteileNachteile
Heizzeiten lassen sich individuell programmierenBatterien nötig
Regeln der Heizkörper per Hand fällt wegetwas teurer als manuell einstellbare Thermostate
in Verbindung mit Fensterkontakten noch sparsamerheizt nach Programmierung, auch wenn keiner zu Hause ist

Gerade bei den programmierbaren Heizkörperthermostaten trumpfen die Hersteller jährlich mit neuen und moderneren Varianten auf. Während einfachere Modelle direkt am Thermostatkopf eingestellt werden, können andere Modelle über Funk oder Bluetooth per App oder Desktop-Rechner eingestellt werden. Mehr Informationen zu programmierbaren Heizungsreglern finden Sie in unserem Artikel über programmierbare Thermostate.

Bedienung Programmierbare Heizungsthermostate

Programmierbare Thermostate sind in der Regel leicht zu bedienen. Meist können die Temperaturen für bestimmte Wochentage und Uhrzeiten über ein kleines Display, ein Drehrad und zwei bis drei Knöpfe eingestellt werden. 

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3. Raumthermostate

 

Für Raumthermostate gibt es verschiedene Möglichkeiten. Bei älteren Gasetagenheizungen gibt es oft ein einzelnes analoges Raumthermostat. Das ist dann direkt mit der Gasetagenheizung verbunden. An den Heizkörpern gibt es in diesem Fall entweder normale Thermostate oder nur einfache Ventile (ohne Thermostat). Analoge Raumthermostate können häufig durch digitale (und damit ebenfalls programmierbare) Raumthermostate ersetzt werden.

Für moderne Funk-Raumthermostate benötigen Sie an ihren Heizkörpern Funkstellantriebe. Diese senden und empfangen Daten vom Raumthermostat. Generell eignet sich das Funk-Raumthermostat vor allem für Räume mit mehreren Heizkörpern. Durch das Funk-Raumthermostat können Sie bequem zentral die Einstellungen für alle Heizkörper im Raum übernehmen. Von Vorteil ist, wenn die Geräte mit weiterem Zubehör oder mit einem offenen Standard funktionieren. Das bedeutet, dass zusätzliche Geräte wie zum Beispiel Fensterkontakte oder andere Smart-Home-Komponenten, auch von anderen Herstellern, in das bestehende System mit aufgenommen werden können. Außerdem eignen sich Raumthermostate gut, um Fußbodenheizungen einzustellen.

Auch die Temperatur der Fußbodenheizung kann mittels programmierbarer Thermostate eingestellt werden. Der Vorteil dabei ist, dass externe Wärmeeinflüsse, wie zum Beispiel hohe Menschenanzahl im Raum oder Sonnenwärme, besser ausgenutzt werden können. Raumthermostate nehmen den Anstieg der Temperatur wahr und drosseln entsprechend die Wärmeabgabe der Fußbodenheizung. Folglich können Energie und Heizkosten gespart werden.

Tragbare Funk-Raumthermostate können die tatsächliche Raumtemperatur messen, da sie nicht an einem Heizkörper in einer Nische oder unter einem Fensterbrett verbaut werden. In solchen Fällen verfälscht der Wärmestau oft die Messergebnisse des Temperaturfühlers.

Vor- und Nachteile von Raumthermostaten

VorteileNachteile
mehrere Heizkörper lassen sich von einer zentralen Stelle programmierenBatterien werden benötigt
Raumtemperatur wird im Raum und nicht in Nischen gemessen

 

ähnlich wie Funkthermostate mit anderen Smart-Home-Systemen kompatibel

 

 


Bedienung Raumthermostate

Analoge Raumthermostaten sind meistens an der Wand angebracht. Meist lässt sich nur die Wunschtemperatur per Drehrad einstellen. Manche verfügen zusätzlich über einen Ein-/Ausschalter oder eine analoge Zeitschaltuhr. Bei digitalen Raumthermostaten gibt es in der einfachen Ausführung oft nur ein zusätzliches Display, das die Temperatur anzeigt. Bei anderen sind auch Programmierungen nach Wochentag und Uhrzeit möglich.

Funk-Raumthermostate können mit Schrauben oder doppelseitigen Klebestreifen montiert oder einfach beliebig im Raum abgelegt werden, zum Beispiel auf dem Wohnzimmertisch. Danach kann es einfach mit dem Funkstellantrieb verbunden werden. Wichtig ist hierbei, dass die Geräte vom gleichen Anbieter sind oder über denselben Standard funken. Nun können Sie direkt am Bildschirm oder mit Drehrad/Knöpfen des Raumthermostats die Heizkörper programmieren. Dies geht genauso leicht wie die Programmierung am Heizkörper. Bei Funk-Raumthermostaten können Sie allerdings alle Heizkörper eines Raumes zentral steuern.

4. Smarte Heizungsthermostate

 

Smarte Thermostate eignen sich vor allem für Verbraucher, die ihre Heizkörper von überall aus schnell und individuell steuern wollen, zum Beispiel wegen Schichtarbeit oder unregelmäßiger An-/Abwesenheit. Für die Steuerung über das Smartphone ist eine Zentrale notwendig, die auch die Anbindung ans Internet übernimmt. Neben der Steuerung aus der Ferne, lassen sich über monatliche Berichte Schlüsse zu Energieverbrauch und Kosten ziehen. Außerdem können via App Benutzerprofile angelegt werden. Wenn Sie zum Beispiel eine wärmere Raumtemperatur als ihr Partner bevorzugen, Sie aber allein zu Hause sind, stellen sich die Heizkörper automatisch auf ihr Nutzerprofil ein.

Zu bedenken sind hierbei der Datenschutz, Sicherheits-Updates und die Anschaffungskosten. Die Thermostate selbst funktionieren mit Batterien. Bei einigen Systemen kommen zu den einmaligen Kosten für die Anschaffung noch welche für Abos des Anbieters hinzu.

Vor- und Nachteile smarter Thermostate

VorteileNachteile
bequem von unterwegs via App oder mit GPS automatisch steuerbarBatterien nötig
individuelle Steuerung

 

gute Modelle teuer

 

 

Berichte über monatliches Heizverhalten und Einsparungen

 

 

zum Teil Kosten für Abo

 

Datenschutz und Sicherheit

Bedienung von smarten Thermostaten

Das smarte Thermostat kann genauso wie ein normales Thermostat an die Heizung montiert werden. Wie Sie ein Thermostat wechseln und anbringen, erfahren Sie in unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung. Smarte Thermostate funktionieren mit Batterien, die vor der Montage eingelegt werden müssen.

Die Bedienung erfolgt meist über eine App auf dem Smartphone oder Tablet. Hierfür gibt es Apps, die direkt vom Hersteller zur Verfügung gestellt werden oder von Unternehmen oder Initiativen, die sich auf Smart-Home-Systeme oder Gebäudeautomation spezialisiert haben. Die Einrichtung und Installation ist von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich: vom einfachen „plug and play“ bis zum sehr kleinteiligen Konfigurieren.

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