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Stromverbrauch bei Waschmaschine und Trockner

Alte Waschmaschinen und Wäschetrockner verbrauchen so viel Strom, dass sich ein neues A+++-Gerät oft sogar dann lohnt, wenn das Alte noch funktioniert. Doch auch durch die richtige Nutzung von Wäschetrockner und Waschmaschine können Sie Ihren Stromverbrauch reduzieren und so Stromkosten und CO2 sparen.

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Die wichtigsten Fakten auf einen Blick

  • rund 13 Prozent des gesamten Stromverbrauchs durch Waschmaschinen und Trockner 
  • A+++ beste Energieeffizienzklasse: große Sparpotenziale gegenüber alten Geräten 
  • Wärmepumpentrockner: rund 50 Prozent weniger Stromverbrauch
  • Stromspartipp Waschmaschine: niedrige Temperaturen, voll beladen und Warmwasseranschluss nutzen
  • Stromspartipp Wäschetrockner: erst schleudern – dann trocknen, bügelfeucht statt schranktrocken

1. Stromverbrauch von Waschmaschine & Trockner

In einem durchschnittlichen Haushalt gehen rund 13 Prozent des gesamten Stromverbrauchs auf das Konto von Waschmaschine und Trockner. Und das, obwohl beide Gerätetypen in den vergangenen Jahrzehnten deutlich sparsamer geworden sind. Mit energieeffizienten Geräten und der richtigen Nutzung können auch Sie den Stromverbrauch reduzieren und Kosten sowie CO2-Emissionen senken.

Durchschnittliche Anteile von dem Stromverbrauch im Privathaushalt

Wie viel Strom verbraucht eine Waschmaschine?

Sehr sparsame Waschmaschinen der Energieeffizienzklasse A+++ mit 7 Kilogramm Fassungsvermögen verbrauchen im Jahr durchschnittlich 150 Kilowattstunden (kWh) Strom. Das entspricht ungefähr 40 Euro Stromkosten im Jahr. Vergleichbare Geräte der Klasse A+ verbrauchen dagegen rund 220 kWh und verursachen damit Stromkosten in Höhe von 60 Euro. Bei alten Waschmaschinen der Effizienzklasse A liegt der Verbrauch noch höher.

Doch egal ob A, A+ oder A+++: Wie viel Strom Ihre Waschmaschine verbraucht, hängt vor allem davon ob, wie Sie die Maschine nutzen. Großen Einfluss hat die Waschtemperatur. Denn den meisten Strom verbraucht die Waschmaschine für das Aufheizen des Wassers. Eine Wäsche bei 30 Grad Celsius benötigt nur halb so viel Energie wie eine Wäsche bei 40 Grad – ganz zu schweigen von 60 oder 90 Grad. In unseren Tipps zum Energiesparen beim Wäschewaschen finden Sie weitere Kniffe, um auch ohne den Kauf einer neuen Waschmaschine Strom zu sparen.

Wie viel Strom verbraucht ein Wäschetrockner?

Der Stromverbrauch von Trocknern unterscheidet sich je nach Gerätetyp erheblich. Moderne Wärmepumpentrockner mit der Energieeffizienzklasse A+++ verbrauchen bis zu 60 Prozent weniger Energie als ein Kondenstrockner der Energieeffizienzklasse A – und bis zu 80 Prozent weniger Energie als ein Gerät der Energieeffizienzklasse C.

Ein stromsparendes Gerät verbraucht pro Trockenzyklus etwa zwei Kilowattstunden (kWh) Strom. Das entspricht etwa 0,59 Euro. Bei einem weniger effizienten Gerät sind es bis zu 4,5 kWh (1,32 Euro). Der jährliche Stromverbrauch von Wäschetrocknern wird anhand einer normierten Anzahl von jährlichen Trocknergängen im Energielabel für Wäschetrockner angegeben.

Neben dem Gerätetyp spielen folgende Faktoren eine Rolle dabei, wie viel Strom zum Trocknen der Wasche effektiv aufgewendet wird:

  • Restfeuchte der Wäsche: je niedriger, desto weniger muss der Trockner arbeiten (mehr schleudern, effizienter trocknen)
  • Befüllung des Trockners: je voller, desto höher der Stromverbrauch
  • Trocknungsgrad: komplett trocken verbraucht mehr Strom als beispielsweise bügelfeucht 

Eine Übersicht über die gängigsten Arten von Wäschetrocknern in Deutschland bietet Ihnen diese Tabelle:

TechnikVorteileNachteile
WärmepumpentrocknerWie Wärmepumpe: Energietauscher entzieht warmer Abluft aus der Wäschetrommel Energie, mit der kalte Luft wieder erwärmt wird – so ist wenig zusätzlicher Strom nötig.
  • Stromverbrauch sehr gering: bis zu 60 Prozent weniger als Kondenstrockner & Ablufttrockner
  • überall aufstellbar - Umgebungsluft wird nicht erwärmt 
  • vergleichsweise hohe Anschaffungskosten (ab 400 Euro)
KondenstrocknerFeuchtigkeit wird im Inneren des Trockners abgekühlt und in Auffangbehälter geleitet.
  • benötigt keinen Abluftschlauch 
  • nahezu überall aufstellbar 
  • Umgebungsluft erwärmt sich kaum 
  • Stromverbrauch höher als beim Ablufttrockner
  • Flusensieb muss nach jedem Trockenvorgang zu reinigen 
  • Auffangbehälter für Kondenswasser zu entleeren 
AblufttrocknerFeuchtigkeit von Wäsche wird über Schlauch nach außen abgeleitet.
  • günstige Anschaffungskosten
  • geringerer Stromverbrauch als Kondenstrockner 
  • geeigneter Wanddurchlass für Abluftschlauch benötigt (ggf. Genehmigung von Vermieter nötig) 
  • erzeugt leichten Unterdruck am Einsatzort (Vorsicht bei Kaminen etc.)
  • höherer Stromverbrauch als Wärmepumpentrockner
WaschtrocknerWaschmaschine und Wäschetrockner in einem Gerät.
  • platzsparend, günstiger als zwei separate Geräte 
  • meist vergleichsweise hoher Stromverbrauch
Wäsche auf der Leine trocknen - Energie sparen im Sommer(c) Michael Gäbler

Stromsparend Wäsche trocknen – eine Frage der Jahreszeit

Im Sommer sowie im Frühling und Herbst ist das Trocknen der Wäsche auf Wäscheständer oder Leine immer noch die stromsparendste Variante. Im Winter, so Stiftung Warentest , kann (!) ein stromsparender Trockner der Klasse A+++ jedoch weniger Energie verbrauchen als das Wäschetrocknen auf dem Ständer in den eigenen vier Wänden.

Denn beim Trocknen entweicht viel Feuchtigkeit in die Umgebungsluft und es muss eventuell mehr gelüftet und dann wieder geheizt werden. Zudem entfallen durch einen Trockner gegebenenfalls Kosten durch häufigeres Bügeln, denn die Wäsche kommt fast knitterfrei aus dem Trockner.

Ob ein Trockner im Winter die effizientere Lösung ist, kommt auf den Einzelfall an: Denn bei unsanierten Altbauten und veralteten Heizanlagen (eher ja) sieht die Rechnung anders aus als bei sanierten Altbauten, Neubauten oder effizienten Heizanlagen (eher nein). Die zusätzliche Feuchtigkeit durch das Trocknen auf der Wäscheleine oder einem Wäscheständer statt im Trockner kann im Winter auch erwünscht sein. Außerdem ist das Trocknen draußen auch im Winter möglich; es dauert nur länger.

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2. Energieeffizienzlabel für Waschmaschinen

Das EU-Label für Waschmaschinen liefert Verbrauchern auf einen Blick wichtige Informationen über das gekennzeichnete Gerät, beispielsweise über dessen

  • Strom- und Wasserverbrauch,
  • die Geräuschentwicklung während des Waschens und
  • das Fassungsvermögen der Trommel.

Das Energieeffizienzlabel unterteilt die Energieeffizienz von Waschmaschinen auf einer Skala von grün bis dunkelrot in die Klassen A+++ (sehr gut) bis D (sehr schlecht). Seit 2013 ist die Klasse A+ die schlechteste auf dem Markt zugelassene Effizienzklasse. Neben der Energieeffizienz wird auf dem Label auch die Schleuderleistung der Waschmaschine von A bis G klassifiziert.

Diese Grafik erklärt Ihnen die Symbole und Angaben auf dem Energieeffizienzlabel Waschmaschine:

Das Energielabel für Waschmaschinen mit Energieeffizienzklasse und Stromverbrauch.

Die Verbrauchswerte aus dem Energielabel werden aus dem Durchschnittsverbrauch von verschiedenen Waschgängen ermittelt:

  • 3 x Baumwolle bei 60 Grad Celsius und vollbeladen,
  • 2 x Baumwolle bei 40 Grad und halb beladen,
  • 2 x Baumwolle bei 60 Grad und halb beladen.

Der Verbrauch wird auf insgesamt 220 Waschvorgänge hochgerechnet. Das entspricht mehr als 4 Wäschen in der Woche. Bei der Berechnung des Jahresstromverbrauchs wird auch der Standby-Betrieb der Waschmaschine berücksichtigt.

Der tatsächliche Stromverbrauch einer Waschmaschine hängt davon ab, wie die Maschine im Alltag eingesetzt und welche Programme dabei am häufigsten verwendet werden. Wer es genau wissen will, kann seinen individuellen Stromverbrauch messen und berechnen.

3. Energielabel für Wäschetrockner

Genau wie bei Waschmaschinen müssen Händler auch die Energieeffizienz von Wäschetrocknern mit dem EU-Energielabel ausweisen. Das Label zeigt Verbrauchern auf einer Skala von A+++ bis D, wie effizient ein Gerät Strom für seine Arbeit nutzt. Die Effizienzklasse A+++ steht dabei für einen vergleichsweise geringen Stromverbrauch, die Klasse D für einen sehr hohen. Neugeräte müssen seit November 2015 mindestens der Klasse B entsprechen.

Die meisten Ablufttrockner und konventionelle Kondenstrockner erreichen in der Regel maximal die Effizienzklasse B. Die besten Klassen A, A+, A++ und A+++ erreichen hingegen fast nur Geräte mit Wärmepumpen-Technologie.

Das Energielabel für Wäschetrockner zeigt außerdem,

  • um welche Art Wäschetrockner es sich handelt,
  • wie viele Kilo Wäsche hineinpassen und
  • wie laut das Gerät ist.

Bei Kondenstrocknern zeigt zudem eine Kondensationseffizienzklasse von A (wenig) bis G (viel) an, wie viel Feuchtigkeit der Wäschetrockner an die Zimmerluft abgibt.

Diese Grafik erklärt alle Symbole und Angaben auf dem Energielabel für Wäschetrockner:

Das Energielabel für Wäschetrockner mit Energieeffizienzklasse und Stromverbrauch.

4. Vergleich: Stromkosten von Waschmaschinen und Trocknern nach Energieeffizienz

Wieviel Strom verbrauchen Waschmaschinen und Trockner je nach Energieeffizienzklasse? Und welche Kosten sind pro Jahr und pro Waschgang oder Trocknungsvorgang zu erwarten? Diese Tabellen bieten Ihnen eine Übersicht:

Tabelle: Stromverbrauch und Stromkosten von Waschmaschinen der Energieeffizienzklassen A+++ bis A+ (Beispiele)

A+++A++A+
Stromverbrauch pro Waschgang0,9 kWh1 kWh1,2 kWh
Stromkosten pro Waschgang**0,26 Euro0,29 Euro0,35 Euro
Stromverbrauch pro Jahr*205 kWh230 kWh260 kWh
Stromkosten pro Jahr**60 Euro67 Euro76 Euro
Stromkosten über 10 Jahre**600 Euro670 Euro760 Euro

*bei 220 Waschgängen **Strompreis 29,3 Cent/kWh

Tabelle: Stromverbrauch und Stromkosten von Trocknern im Vergleich – Energieeffizienzklassen A+++, A und B (Beispiele)

A+++AB
Stromverbrauch pro Trocknung1,1 kWh3 kWh3,7 kWh
Stromkosten pro Trocknung**0,32 Euro0,88 Euro1,08 Euro
Stromverbrauch pro Jahr*180 kWh485 kWh590 kWh
Stromkosten pro Jahr**53 Euro142 Euro173 Euro
Stromkosten über 10 Jahre**530 Euro1.420 Euro1.730 Euro

*bei 160 Trocknungen **Strompreis 29,3 Cent/kWh

Die Beispiele zeigen, dass es sich rechnet, in mehr Energieeffizienz zu investieren. Bei Waschmaschinen kommt über zehn Jahre eine Differenz von 160 Euro Stromkosten zwischen A+++ und A+ zusammen – und das noch ohne steigende Strompreise. Entsprechend mehr dürfte also eine effizientere Waschmaschine kosten, um sich noch immer zu rechnen. Noch deutlicher ist der Unterschied bei Wäschetrocknern: zwischen A+++ und B liegen 1.200 Euro laufende Kosten.

5. Formel zum Berechnen der Stromkosten beim Waschen und Trocknen

Mit Hilfe der Angaben des Energielabels für Waschmaschinen und Wäschetrockner können Sie leicht berechnen, welche durchschnittlichen Stromkosten durch die entsprechende Maschine im Jahr anfallen. Multiplizieren Sie dafür einfach den Jahresstromverbrauch in Kilowattstunden mit Ihrem Stromtarif pro Kilowattstunde in Euro (siehe Stromrechnung).

jährliche Stromkosten = Jahresstromverbrauch in kWh x Strompreis in Euro

Beispielrechnung Waschmaschine:

  • Waschmaschine mit 5 kg Fassungvermögen und 170 kWh Jahrestromverbrauch für 220 Wäschen (entspricht etwa Energieeffizienzklasse A+++)
  • durchschnittlicher Strompreis 2018: 29,3 Cent

170 kWh x 0,293 Euro = 49,81 Euro

Die Waschmaschine aus unserem Beispiel mit einem Fassungsvermögen von 5 kg verursacht für 220 Wäschen im Standardprogramm etwa Stromkosten in Höhe von rund 50 Euro. Das entspricht etwa 23 Cent für jeden einzelnen Waschgang. Welche Kosten real durch eine Waschmaschine anfallen, hängt jedoch stark davon ab, wie sie tatsächlich benutzt wird. So fallen für 220 Waschgänge im 60-Grad-Baumwollprogramm deutlich höhere Kosten an als durch den 30-Grad-Öko-Waschgang.

Beispielrechnung Wäschetrockner:

  • Wäschetrockner mit 7 kg Fassungsvermögung und 220 kWh Jahresstromverbrauch für 160 Trocknungsvorgänge (entspricht etwa A++)
  • durchschnittlicher Strompreis 2018: 29,3 Cent 

220 kWh x 0,293 Euro = 64,46 Euro

Ein Wäschetrockner mit einem Jahresstromverbrauch von 220 kWh verursacht für 160 Trocknungsvorgänge von jeweils 7 kg Wäsche im Jahr Stromkosten von rund 65 Euro. Auch hier gilt: Je nachdem, welche Einstellungen Sie beim Wäschetrockner tatsächlich nutzen, kann der Verbrauch auch deutlich darunter oder darüber liegen.

Messen des Stromverbrauchs von Waschmaschine und Trockner – auch Standby

Angaben zum durchschnittlichen Stromverbrauch sind weder auf dem EU-Label noch bei Hersteller oder Händler zu finden? Dann können Sie den Stromverbrauch auch selbst messen – zum Beispiel mit einem einfachen Strommessgerät. Viele Energieversorger und Verbraucherzentralen verleihen solche Geräte. Alternativ können Sie auch eine smarte Steckdose nutzen; oder Smart Meter oder ähnliche Geräte, die zum Teil auch den Verbrauch einzelner Gerät bestimmen.

Am besten messen Sie den Stromverbrauch von Trockner oder Waschmaschine bei verschiedenen Programmen, die Sie regelmäßig nutzen. Dann können Sie den Verbrauch entsprechend auf ein ganzes Jahr hochrechnen.

Wenn Sie es ganz genau wissen wollen, sollten Sie auch den Standby-Verbrauch prüfen und bei Ihren Berechnungen berücksichtigen. Denn der fällt immer an, wenn das Gerät nicht läuft. Oder aber sie ziehen einfach jedesmal den Stecker, wenn Waschmaschine oder Trockner nicht im Einsatz sind.

6. Stromspartipps beim Wäschewaschen und Trocknen

Wie lassen sich beim Wäschewaschen und -trocknen Strom und Wasser sparen? Wir haben die besten Spartipps für Sie zusammengefasst. Um zu den Tipps für Trockner zu wechseln, klicken Sie einfach auf die Überschrift:

Waschen bei niedrigen Temperaturen

Waschen Sie Ihre Wäsche mit 30 statt 40 Grad – das spart im Schnitt 15 Euro und vermeidet 35 kg CO2 im Jahr. Für die Maschinenpflege genügt einmal im Monat eine heiße 60-Grad-Wäsche, beispielsweise mit Handtüchern. Heiß waschen sollten Sie außerdem dann, wenn ein Haushaltsmitglied eine ansteckende Krankheit hat.

Waschmaschine voll beladen anschalten

Moderne Waschmaschinen haben einen Sensor und messen die Füllmenge und dosieren entsprechend. Ist das nicht der Fall, sollten Sie die Maschine nur voll beladen anschalten. So können Sie im Vergleich zu halbvollen Maschinen jährlich 20 Euro sparen und 45 kg CO2 vermeiden.

Energiespar-Programme nutzen

Je länger die Maschine läuft, desto weniger Strom wird verbraucht. Energiespar- oder Öko-Programme kommen mit nur halb so viel Wasser wie Standardprogramme aus und heizen das Wasser weniger auf – dafür haben Sie eine längere Laufzeit. Das spart durchschnittlich 25 Euro Stromkosten, 5.400 Liter Wasser und vermeidet 50 kg CO2 im Jahr im Vergleich zum 60-Grad-Standard-Programm.

Warmwasseranschluss der Waschmaschine nutzen

Einige Waschmaschinen haben einen direkten Anschluss für die Warmwasserleitung – so muss in der Waschmaschine weniger oder gar kein Wasser mit Strom erhitzt werden. Das rechnet sich aber nur, wenn Warmwasser energieeffizient durch moderne Gas- oder Ölheizungen oder eine Solarthermie-Anlage erwärmt wird, die Warmwasserleitung kurz ist und häufig heiß gewaschen wird. Bei Gas können Sie zum Beispiel fast 70 Prozent der Stromkosten bei jedem Waschgang einsparen – das sind jährlich etwa 30 Euro und 60 kg CO2. Hat eine Waschmaschine keinen Anschluss für Warmwasser, kann ein Vorschaltgerät genutzt werden.

vorher Schleudern, Restfeuchte gering halten

Wasser durch Wärme statt durch Schleudern aus der Wäsche zu holen, ist viel energieintensiver. Schleudern Sie geeignete Wäsche daher auf möglichst hoher Stufe (1.400 oder 1.600 Umdrehungen pro Minute) in der Waschmaschine.

Luftfilter und Flusensiebe regelmäßig reinigen

Am Filter von Wärmepumpentrocknern lagern sich mit der Zeit Flusen ab, die den Luftstrom behindern. Das erhöht den Stromverbrauch um bis zu 50 Prozent. Achten Sie darauf, den Filter regelmäßig zu reinigen. Für alle Trockner gilt: auch Flusensiebe regelmäßig kontrollieren.

Energiespar-Programm nutzen

Nutzen Sie immer das Öko-Programm des Trockners. Das dauert zwar länger, ist jedoch stromsparender als das Standard-Programm. Bis zu 10 Euro und 20 kg CO2 im Jahr können Sie so im Schnitt sparen.

Trockner voll beladen

Die Wäsche in der Maschine zu trocknen ist ein vergleichsweise stromhungriger Prozess. Vermeiden Sie daher halbvolle Ladungen – dem Klima und Ihrem Geldbeutel zuliebe.

Bügelfeucht statt schranktrocken

Trocknen Sie Wäsche, die noch gebügelt wird, mit dem Sparprogramm und nur bügelfeucht statt schranktrocken – allerdings nur, wenn Sie direkt nach dem Trocknen bügeln.

Spartipp für die Stromkosten: Stromtarif wechseln Beziehen Sie noch Strom vom örtlichen Grundversorger? Dann können Sie durch den Wechsel zu einem anderen Stromanbieter viel Geld sparen – bis zu 30 Prozent sind oft drin. Wenn Sie außerdem auf einen Anbieter von echtem Ökostrom setzen, unterstützen Sie die Energiewende in Deutschland und tragen zum Schutz des Klimas bei. Mehr zum Strompreis und wie Sie durch den Anbieterwechsel sparen können, finden Sie im Artikel „Strompreis in Deutschland“.

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7. Alt gegen neu: Wann lohnt sich der Austausch von Waschmaschine und Trockner?

Alte Waschmaschinen und Trockner gehören zu Elektroschrott(c) Janaya Dasiuk / Unsplash.com

Eine Waschmaschine, die zehn Jahre oder mehr auf dem Buckel hat, verbraucht im Schnitt etwa ein Drittel mehr Strom als ein neues energieeffizientes Gerät. Bei einem Trockner sind es bis zu 60 Prozent, die durch ein neues A+++-Gerät gespart werden können.

Der Austausch einer alten Waschmaschine und vor allem eines alten Trockners kann sich also auch dann lohnen, wenn das alte Gerät noch funktioniert. Entscheidend ist dafür vor allem, wie häufig Sie die Maschinen in Betrieb nehmen. In einem großen Haushalt, in dem dreimal die Woche gewaschen wird, hat sich der Kaufpreis einer neuen Waschmaschine durch die Einsparungen meist in wenigen Jahren amortisiert. Für einen Singlehaushalt mit wenig Wäsche rentiert sich der Austausch alt gegen neu hingegen eher nicht.

Beim Trockner sieht es anders aus: Durch die hohen Einsparungen lohnt sich der Austausch alt gegen neu häufiger. Das gilt allerdings nur, wenn Sie sich für ein Gerät mit A++ oder A+++ entscheiden. Von Stiftung Warentest empfohlene Geräte sind ab etwa 400 Euro zu haben – sinken die Stromkosten um 90 bis 120 Euro im Jahr, amortisiert sich der neue Trockner innerhalb von rund 4 Jahren.

8. Kaufberatung für energieeffiziente Waschmaschinen

1. Energielabel sorgfältig lesen

  • Energieeffizienzklasse A+++ und Stromverbrauch prüfen:

Geräte mit der Effizienzklasse A+++ sparen 30 Prozent Strom im Vergleich zur Klasse A. Achten Sie zusätzlich auf den angegebenen Stromverbrauch: Gut ist ein durchschnittlicher Verbrauch zwischen 150 und 170 kWh im Jahr.

  • Schleuderklasse beachten:

Vor allem wenn Sie die Wäsche anschließend in den Trockner geben, sollte die Waschmaschine wenigstens mit Schleudereffizienzklasse B und einer Schleuderdrehzahl von 1400 Umdrehungen pro Minute (U/Min) ausgestattet sein.

  • Wasserverbrauch bedenken:

Neben Strom bestimmt auch der Wasserverbrauch die jährlichen Betriebskosten der Waschmaschine. Angegeben wird der durchschnittliche Verbrauch für 220 Wäschen im Jahr. Der sollte je nach Größe der Trommel zwischen 8.000 und 11.000 Litern im Jahr liegen (ca. 50 Liter pro Waschgang).

  • Fassungsvermögen prüfen:

Allgemein gilt je größer, desto höher der Strom- und Wasserverbrauch. Wählen Sie also eine Maschine passend zu ihrem Wäscheaufkommen.

  • Auf Geräuschentwicklung achten:

Eine leise Waschmaschine entwickelt etwa 40 Dezibel Schall im Normalwaschgang und 70 Dezibel im Schleudergang. Das kann je nach Standort der Waschmaschine (zum Beispiel Wohnküche statt Keller oder Kammer) wichtig sein. 

Folgende Tabelle bietet Ihnen eine Orientierung, welche Dezibel-Zahl für welche Lautstärke steht:

GeräuschDezibel
Flüstern35
Waschmaschine (Waschen)40
Gespräch bei Zimmerlautstärke50
Staubsauger (1 Meter Entfernung)70
Waschmaschine (Schleudern)70
Saxofonspiel, Hauptverkehrsstraße85

2. Warmwasseranschluss prüfen

Achten Sie bei einer neuen Maschine darauf, ob sie sich an die Warmwasserleitung anschließen lässt. So kann viel Strom für die Erwärmung des Wassers in der Maschine gespart werden – allerdings nur bei einer sehr effizienten Heizung, kurzer Warmwasserleitung und häufigem Waschen bei hohen Temperaturen. Für Waschmaschinen ohne Warmwasseranschluss gibt es Vorschaltgeräte.

3. Zusatzfunktionen: smartes Waschen

Intelligente Waschmaschinen messen mit Sensoren unter anderem, wie voll die Waschmaschine ist. Ein Display zeigt das Gewicht der eingefüllten Wäsche an und gibt eine Dosier-Empfehlung für das Waschmittel. So sehen Sie schneller, ob die Maschine tatsächlich maximal beladen ist – und es wird dank Mengenautomatik weniger Strom und Wasser verbraucht. Mit einer Startzeitvorwahl oder einer Endzeitvorwahl können Sie für ein besseres Timing sorgen. Aber ob eine Fernsteuerung per App oder eine Trommelbeleuchtung wirklich nötig ist? Am besten verzichten Sie auf unnötige Zusatzfunktionen und achten mehr auf den Stromverbrauch.

Tipp: Die Stiftung Warentest hat im Herbst 2018 ihre Waschmaschinen-Tests um 15 Frontlader ergänzt. Den kompletten Testbericht können Sie gegen eine Gebühr einsehen (kostenfreie Kurzfassung). Einen Vergleich stromsparender Waschmaschinen finden Sie zudem kostenfrei auf der unabhängigen Vergleichsplattform EcoTopTen.

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9. Kaufberatung für energieeffiziente Wäschetrockner

1. Technik des Wäschetrockners

Bei Trocknern können Sie zwischen Abluft-, Kondensations- und Wärmepumpentrocknern sowie Waschtrocknern wählen:

  • Wärmepumpentrockner verbrauchen etwa nur halb so viel Strom wie andere Trockner, dafür sind sie etwas teurer. 
  • Waschtrockner lohnen sich lediglich, wenn Sie Platz sparen müssen und keine zwei Geräte nebeneinander oder übereinander stellen können. Sie verbrauchen allerdings meist vergleichsweise viel Strom.

2. Label für Wäschetrockner-Energieeffizienz

  • Energieeffizienzklasse & Stromverbrauch beachten: Geräte mit der Effizienzklasse A+++ sparen 60 Prozent Strom im Vergleich zur Klasse A. Der durchschnittliche Stromverbrauch sehr stromsparender Trockner liegt zwischen 160 und 200 kWh im Jahr.
  • Fassungsvermögen prüfen: Die Größe Ihres Trockners muss zur Waschmaschine passen. Doch Achtung: Nasse Wäsche ist schwerer als Trockene. Wenn Ihre Waschmaschine 6 Kilo fasst, sollte ihr Trockner für 8 bis 9 Kilo ausgelegt sein.
  • Auf Geräuschentwicklung achten: Leise Wäschetrockner erzeugen eine Lautstärke zwischen 60 und 65 dB. Ab 70 Dezibel werden Trockner als sehr laut empfunden.
  • Kondensationseffizienz bedenken: Wichtig bei Kondenstrocknern: Wenn ihr Trockner in der Wohnung steht, sollten Sie darauf achten, wie viel Feuchtigkeit beim Trocknen in die Umgebung entweicht. Um Schimmel vorzubeugen, sollten Sie Kondensationsklasse A oder B wählen. Dabei wird fast keine beziehungsweise maximal 20 Prozent oder ein Liter Feuchtigkeit an die Luft abgegeben.

3. Wäschtrockner-Programme

Welche Programme sollte der Trockner in Ihrem Fall haben? Welche Wäsche trocknen Sie häufig? Es gibt Spezialprogramme für Wolle, Pflegeleichtes und Daunen – beachten Sie diese Ausstattung bei der Auswahl des Wäschetrockners.

4. Steuerung des Wäschetrockners nach Wäschefeuchte

Wählen Sie einen Wäschetrockner, der die Trocknungszeit mit Feuchtigkeitssensoren statt nach reiner Arbeitszeit steuert. So vermeiden Sie unnötigen Stromverbrauch, weil bereits ausreichend trockene Wäsche sonst stupide bis zum Ende der eingestellten Zeit weiter getrocknet wird.

Tipp: Die Stiftung Warentest hat im Herbst 2018 ihren Test von Wäschetrocknern aktualisiert. Insgesamt wurden 92 Geräte getestet. Den Test können Sie gegen eine Gebühr von 5 Euro auf der Seite einsehen (kostenlose Übersicht). Einen Vergleich stromsparender Wäschetrockner finden Sie zudem kostenfrei auf der unabhängigen Vergleichsplattform EcoTopTen.

Dieses Video des Öko-Instituts zu stromsparenden Waschmaschinen und Wäschetrocknern fasst die wichtigsten Tipps zusammen:

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