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Stromverbrauch bei Waschmaschine und Trockner: Tipps für Nutzung & Neukauf

Wummernde Waschmaschinen, brummende Kühlschränke, klapprige Kochherde: Haushaltsgeräte verbrauchen viel Strom, belasten damit die Umwelt und sind trotzdem unverzichtbar. Was tun? In der Reihe „Unter Strom“ erzählen unsere Autor*innen, warum es auch für bekennende Klimaschützer*innen nicht immer leicht ist, sich von alten Stromfressern zu trennen. Heute berichtet unsere Autorin Anne Weißbach, warum sie ihre energiehungrige Waschmaschine so lange durchfütterte.

Ist Ihr Stromverbrauch auch zu hoch?

In wenigen Sekunden den eigenen Verbrauch berechnen und sehen, wie viel Sie sparen können. Durchschnittliches Sparpotenzial: 320 Euro pro Jahr und Haushalt.

Lange Zeit überfiel mich das schlechte Gewissen, wenn ich in mein Badezimmer ging. Denn dort stand ein Stromfresser und ein Wasserschlucker, also ein richtiger Klimasünder: meine 20 Jahre alte Waschmaschine von Bosch. Erst gehörte sie der Oma meines Freundes, dann war sie eigentlich nur für den Übergang bei uns gedacht, aber hatte den letzten Umzug doch nochmal überstanden. Irgendwie hatte ich immer irgendeine Ausrede gefunden, noch kein Neugerät anzuschaffen: Mehrwertsteuersenkung mitnehmen, Rabatt abwarten oder doch lieber für den Urlaub sparen.

Das könnte Ihr Neugerät sein – die Autorin hat sich für dieses Neugerät entschieden, nachdem sie nachgerechnet hat, wie viel Strom Sie damit sparen kann. Klicken Sie auf das Bild, um mehr zu erfahren.

Durch meine Arbeit für co2online habe ich mich intensiver mit meinem eigenen Stromverbrauch auseinandergesetzt und festgestellt, dass meine Waschmaschine einer der größten Stromfresser bei mir zu Hause war. Also war es endlich Zeit für eine neue! Denn dem Klima tat ich damit keinen Gefallen, außerdem verschleuderte ich mein Geld für unnötig hohe Stromkosten.

Wie hoch ist der Stromverbrauch so einer alten Waschmaschine eigentlich und wie viel kann ich mit einem Neugerät sparen? Und: Brauche ich einen Trockner? In diesem Beitrag lesen Sie, wie auch Sie Ihre Stromfresser und Klimasünder austauschen können:

Stromverbrauch von Waschmaschine & Trockner

Zunächst wollte ich herausfinden, wie viel mein Altgerät von Bosch an Strom verbrauchte. Die wichtigsten Informationen dazu befinden sich auf dem EU-Energielabel, mit dem Elektrogeräte seit 1995 gekennzeichnet sind. Das konnte ich an meiner Waschmaschine nicht entdecken (ein erschreckender Hinweis zum Alter des Geräts). Da ich auch keine Unterlagen zum Gerät besaß, recherchierte ich die durchschnittlichen Verbrauchswerte.

Wie viel Strom verbraucht eine Waschmaschine? Die wichtigsten Fakten auf einen Blick

  • Die aktuell energiesparendsten Geräte [Stand April 2021] verbrauchen laut EcoTopTen 89 kWh pro Jahr bei 8 kg Fassungsvermögen – das sind etwa 28 € Stromkosten.
  • Bei 6 kg Fassungsvermögen ist der Stromverbrauch höher: Die effizienteste Waschmaschinen benötigt 137 kWh pro Jahr und verursacht damit Stromkosten von 43 €. Kleinere Trommelgröße heißt also nicht automatisch geringerer Stromverbrauch.
  • Weniger effiziente Geräte benötigen jährlich etwa zwischen 150 und 200 kWh Strom.
  • Geräte, die über 10 Jahre alt sind, verbrauchen auch gerne mal über 200 kWh pro Jahr.
  • Der tatsächliche Stromverbrauch hängt von der Nutzung ab, z. B. Wassertemperatur, Programmwahl, aber auch Wasserhärte oder Waschmittel.

Durch eine kurze Recherche zu meiner Waschmaschine konnte ich Folgendes zum Energieverbrauch herausfinden:

  • Ein ähnliches Modell verbraucht für einen 40-Grad-Waschgang 0,55 Kilowattstunden (kWh) Strom und 53 Liter (l) Wasser. Im 60-Grad-Waschgang sind es 1,9 kWh und 60 l.
  • Außerdem fand ich Hochrechnungen zum Jahresverbrauch meines Modells: Strom: 207 kWh, Wasser: 9.420 l und Betriebskosten: 83 €.

Diese Werte nutze ich als Richtwerte. Denn Herstellerangaben entstehen unter genormten Bedingungen und spiegeln nicht den tatsächlichen Verbrauch wider. Sicher ist aber: Meine alte Waschmaschine verbrauchte viel mehr Strom als neuere Modelle. Ich beruhigte mein Gewissen damit, dass ich zumindest keinen Trockner benutze.

Mit 14 Prozent des gesamten Stromverbrauchs in einem durchschnittlichen Haushalt belegen Waschen und Trocknen den 3. Platz der energieintensivsten Haushaltsvorgänge. Sparpotenzial ist also da.

Stromsparend Wäsche trocknen – brauche ich einen Trockner?

(c) Michael Gäbler

Nicht nur das Wäschewaschen verbraucht Energie, auch das Trocknen – es sei denn, Sie können Ihre Wäsche immer draußen an der frischen Luft aufhängen. Alles andere ist etwas komplizierter:

  • Im Winter, so Stiftung Warentest, kann (!) ein Trockner effizienter sein als das Wäschetrocknen drinnen.
  • Denn beim Lufttrocknen entweicht viel Feuchtigkeit in die Umgebung und es muss eventuell mehr gelüftet und geheizt werden.
  • Zudem kommt die Wäsche aus dem Trockner fast knitterfrei heraus, was Bügelkosten spart.

Letztendlich ist es mal wieder eine Frage des Einzelfalls. Ich persönlich benötige keinen Trockner, denn ich kann mein Bisschen Wäsche ganzjährig auf dem Balkon trocknen lassen und Bügeln mag ich sowieso nicht. Da ich außerdem in einem Neubau mit effizienter Heizung wohne, ist etwas zusätzliche Feuchtigkeit durch das Trocknen in der Wohnung nicht so dramatisch. Anders wäre das zum Beispiel in einem unsanierten Altbau, denn da steigt die Schimmelgefahr bei zu hoher Luftfeuchtigkeit.

Ist Ihre Heizungsanlage veraltet oder wohnen Sie in einem unsanierten Altbau? Stört Sie hohe Luftfeuchtigkeit in Innenräumen? Dann ist ein effizientes Trockengerät für Sie vielleicht die bessere Wahl.

Wie viel Strom verbraucht ein Wäschetrockner? – Die wichtigsten Fakten auf einen Blick

  • Laut EcoTopTen verbrauchen die zurzeit effizientesten Geräte auf dem Markt [Stand April 2021] 156 kWh Strom pro Jahr bei einem Fassungsvermögen von 7 kg. Das macht jährliche Stromkosten von 49 €.
  • Der Verbrauch von Wäschetrocknern hängt vom Gerätetyp ab: Fast nur moderne Wärmepumpentrockner erreichen die besten Energieeffizienzklassen. Sie verbrauchen bis zu 80 Prozent weniger als ein Kondenstrockner schlechterer Energieeffizienzklasse.
  • Auch bei Trocknern beeinflussen weitere Faktoren den Stromverbrauch, z. B. Restfeuchte der Textilien, Befüllungsmenge, Trocknungsgrad.

Stromkosten von Waschmaschinen und Trocknern

Die laufenden Stromkosten von Waschmaschinen und Trocknern zeigen: Es lohnt sich, in Energieeffizienz zu investieren. Das nahm ich mir auch für meine neue Waschmaschine zu Herzen. Denn meine alte war zwar geschenkt, dafür hätte ich mir mit einem effizienteren Gerät einiges an Stromkosten sparen können.

Tabelle: Stromverbrauch & Stromkosten von neuen und alten Waschmaschinen im Vergleich

Effizientes NeugerätIneffizientes Altgerät
Stromverbrauch pro Waschgang0,6 kWh0,9 kWh
Stromkosten pro Waschgang**0,19 €0,29 €
Stromverbrauch pro Jahr*137 kWh205 kWh
Stromkosten pro Jahr**43 €65 €
Stromkosten über 10 Jahre**430 €650 €
CO2-Emissionen über 10 Jahre641 kg959 kg

*bei 220 Waschgängen **Strompreis 31,81 Cent/kWh

Übrigens hätte ich nicht nur Geld sparen, sondern auch meinen CO2-Fußabdruck verringern können. Hätte ich wie ursprünglich vorgehabt bereits vor fünf Jahren ein energieeffizientes Gerät angeschafft, wären unserer Atmosphäre 159 Kilogramm CO2 erspart geblieben. Sorry dafür, Klima!

Tabelle: Stromverbrauch & Stromkosten von neuen und alten Trocknern im Vergleich

Aufgrund des höheren Energieeinsatzes macht die Effizienz bei Trocknern sogar noch mehr aus als bei Waschmaschinen. Wenn Sie einen Trockner brauchen, können Sie mit einem effizienten Gerät bis zu 1.000 Euro Stromkosten sparen.

Effizientes NeugerätIneffizientes Altgerät
Stromverbrauch pro Trockengang1 kWh3 kWh
Stromkosten pro Trockengang**0,32 €0,95 €
Stromverbrauch pro Jahr*156 kWh485 kWh
Stromkosten pro Jahr**49 €154 €
Stromkosten über 10 Jahre**490 €1.540 €
CO2-Emissionen über 10 Jahre730 kg2.270 kg

*bei 160 Trocknungen **Strompreis 31,81 Cent/kWh

Mehr Energie bedeutet natürlich auch mehr CO2-Emissionen: Ausgehend von den Werten in der Tabelle spart ein Neugerät gegenüber einem alten 154 Kilogramm CO2 pro Jahr – also fast fünfmal so viel wie bei Waschmaschinen. Damit niemand unter „Trocknerscham“ leiden muss, helfen unsere Energiespartipps bei Kauf und Nutzung.

Stromkosten berechnen für Waschmaschine & Trockner

Wenn Sie es ganz genau wissen wollen, können Sie den Stromverbrauch und die Stromkosten Ihrer Waschmaschine oder Ihres Trockners auch individuell ermitteln. Der Aufwand lohnt sich bei älteren Geräten, die die durchschnittliche Lebensdauer noch nicht erreicht haben, aber für die bereits energieeffizientere Modelle erhältlich sind. So finden Sie am besten heraus, wie schnell sich ein neues Gerät amortisieren würde und ob sich die Anschaffung lohnt.

1. Stromverbrauch von Waschmaschine und Trockner messen – auch Standby

Womit messen? Den Stromverbrauch Ihrer Haushaltegräte wie Waschmaschine oder Trockner können Sie mit einem einfachen Strommessgerät ermitteln. Viele Energieversorger und Verbraucherzentralen verleihen solche Geräte. Alternativ können Sie auch eine smarte Steckdose nutzen oder Smart Meter.

Wie messen? Am besten messen Sie den Stromverbrauch von Trockner oder Waschmaschine bei verschiedenen Programmen, die Sie regelmäßig nutzen. Dann können Sie den Verbrauch entsprechend auf ein ganzes Jahr hochrechnen.

Wenn Sie schon mal dabei sind, sollten Sie auch den Standby-Verbrauch prüfen und bei Ihren Berechnungen berücksichtigen. Denn der fällt immer an, wenn das Gerät nicht läuft. Wenn er deutlich über 1 Watt liegt, sollten Sie einfach jedes Mal den Stecker ziehen, wenn Waschmaschine oder Trockner nicht im Einsatz sind.

2. Stromkosten mit einer Formel berechnen

Um die Stromkosten auszurechnen, können Sie diese Formel anwenden. Sie nähern sich am ehesten Ihren tatsächlichen Kosten an, wenn Sie den Strompreis nutzen, den Sie in Ihrem Tarif bezahlen.

Stromkosten = Jahresstromverbrauch in Kilowattstunden x Strompreis in Euro

Alt gegen neu: Wann lohnt sich der Austausch von Waschmaschine und Trockner?

(c) Janaya Dasiuk / Unsplash.com

Der Austausch einer alten Waschmaschine und vor allem eines alten Trockners kann sich auch dann lohnen, wenn das alte Gerät noch funktioniert. Entscheidend ist dafür vor allem, wie häufig Sie die Maschinen in Betrieb nehmen. In einem großen Haushalt, in dem dreimal die Woche gewaschen wird, hat sich der Kaufpreis einer neuen Waschmaschine durch die Einsparungen meist in wenigen Jahren amortisiert. Für einen Singlehaushalt mit wenig Wäsche rentiert sich der Austausch hingegen eher nicht.

Beim Trockner sieht es anders aus: Durch die hohen Einsparungen lohnt sich der Austausch alt gegen neu häufiger. Das gilt allerdings nur, wenn Sie sich für ein Gerät mit der besten erhältlichen Energieeffizienzklasse entscheiden.

Ob sich der Tausch im konkreten Fall lohnt, berechnet der Haushaltsgeräte-Check des Bayerischen Staatsministeriums. Dafür benötigen Sie

  • den Kaufpreis vom neuem Gerät,
  • den Stromverbrauch im Standard-Programm von altem und neuem Gerät sowie
  • die Anzahl der bei Ihnen anfallenden Wasch- bzw. Trockengänge im Jahr.

Energielabel für Waschmaschinen

Das EU-Label für Waschmaschinen liefert Verbraucher*innen auf einen Blick wichtige Informationen über das gekennzeichnete Gerät, beispielsweise über

  • die Energieeffizienzklasse der Waschmaschine
  • den Strom- und Wasserverbrauch bei 100 Nutzungen
  • die Geräuschentwicklung während des Waschens und
  • das Fassungsvermögen der Trommel.

Seit dem 1. März 2021 gibt es neue Energielabels für Waschmaschinen. Sie unterteilen die Energieeffizienz weiterhin in Klassen, allerdings entfallen A+, A++ und A+++. Stattdessen ist die beste Klasse A und die schlechteste G. Dabei hat die EU-Kommission die Klassengrenzen so definiert, dass die beste Klasse A erst in den nächsten 10 Jahren von den meisten Modellen erreicht werden wird. Das soll Hersteller motivieren, effizientere Geräte zu entwickeln. Aktuelle Modelle der ehemaligen Bestenklasse A+++ erreichen bei der neuen Klassifizierung etwa B oder C.

Diese Grafik erklärt Ihnen die Symbole und Angaben auf dem Energieeffizienzlabel einer Waschmaschine seit März 2021:

Neben der Energieeffizienz wird auch die Schleuderleistung (von A bis G) und neuerdings auch die Lautstärke (von A bis D) klassifiziert. Die Schallemissionen werden mit A bewertet, wenn sie leiser als 73 Dezibel sind, der angegebene Wert bezieht sich auf den Spitzenwert beim Schleudern.

Energielabel für Wäschetrockner

Auch Trocknergeräte sind mit Energielabels ausgestattet – allerdings ist die Lage hier etwas komplizierter als bei Waschmaschinen:

  • Waschtrockner vereinen Waschmaschine und Trockner in einem Gerät. Daher ist ihr Energielabel neuerdings zweigeteilt: Die rechte Hälfte bezieht sich auf das Waschen, die linke Hälfte auf durchgängiges Waschen und Trocknen. Die Skala geht von A bis G – was sich bei diesen Geräten seit Einführung der Labels nicht geändert hat. Trotzdem sind die Angaben nicht mit den alten Labels vergleichbar.
  • Wäschetrockner trocknen nur. Ihr Energielabel wurde bisher nicht überarbeitet und enthält weiterhin Plus-Klassen, die beste Klasse ist A+++. Die Umstellung der Klassen auf A bis G ist vorgesehen, aber noch nicht zeitlich geplant. Bei Wäschetrocknern gibt es verschiedene Arten, die von Grund auf unterschiedlich effizient sind. Um welche Trocknerart es sich handelt, ist auf dem Energielabel zu erkennen:

Die meisten Ablufttrockner und konventionelle Kondenstrockner erreichen in der Regel maximal die Effizienzklasse B. Die besten Klassen A bis A+++ erreichen hingegen fast nur Geräte mit Wärmepumpen-Technologie. Bei Kondenstrocknern zeigt zudem eine Kondensationseffizienzklasse von A bis G an, wie viel Feuchtigkeit der Wäschetrockner an die Zimmerluft abgibt. Im Vergleich zu Wäschetrocknern haben kombinierte Waschtrockner einen eher hohen Stromverbrauch.

Einen guten und aktuellen Überblick der Energielabels aller Haushaltsgeräte bietet der Energielabel-Kompass.

Mein persönliches Zwischenfazit

Für mich war nun klar: Eine neue Waschmaschine muss her. Denn die alte bescherte mir in den letzten fünf Jahren mindestens 100 Euro zusätzliche Stromkosten im Vergleich zu aktuellen Modellen – ganz zu schweigen vom hohen Wasserverbrauch. Aber welche sollte es sein? Die Unterschiede bei den Funktionen sind fast genauso groß wie die Preisunterschiede.

Kaufberatung für energieeffiziente Waschmaschinen

Haben Sie sich so wie ich für den Kauf eines Neugeräts entschieden, können diese Tipps hilfreich sein:

1. Vorauswahl durch Tests und Bestenlisten

Da ich nicht jedes auf dem Markt verfügbare Modell von Waschmaschinen anschauen wollte, beschränkte ich mich auf diejenigen, die in der Liste von EcoTopTen aufgeführt sind. Denn diese erfüllen bereits bestimmte Kriterien des Öko-Instituts für energiesparende Haushaltsgeräte. Tipp: Die teilweise auch sehr umfangreiche Liste lässt sich bereits nach Kategorien filtern wie Fassungsvermögen. Zusätzlich informierte ich mich bei Stiftung Warentest über den Waschmaschinen-Kauf.

2. Front- oder Toplader – welche Bauform?

Ob ein Front- oder Toplader besser für Sie geeignet ist, hängt vor allem davon ab, wie viel Platz Sie für das Aufstellen der Waschmaschine haben.

TopladerFrontlader
  • bevorzugte Bauform für kleine Trommelgrößen
  • gut für kleine Bäder
  • von oben zu befüllen, daher keine Abstellfläche
  • Standardmaße: Höhe 80 bis 91 cm, Breite: 40 bis 46 cm, Tiefe: 63,5 cm
  • gängige Bauform bei Fassungsvermögen ab 5 kg
  • von vorne zu befüllen, daher ausreichend Platz nötig
  • obere Abstellfläche z. B. für ein Trocknergerät
  • Standardmaße: Höhe: 85 cm Breite: 60 cm Tiefe: 64 cm

3. Angaben des Energielabels prüfen

  • Stromverbrauch:
    Eine Einordnung des Stromverbrauchs bietet die Skala auf dem Energielabel. Sehr sparsame Geräte verbrauchen bei 8 kg Füllmenge etwa 90 kWh pro Jahr, bei 6 kg etwa 140 kWh.
  • Wasserverbrauch:
    Neben Strom bestimmt auch der Wasserverbrauch die laufenden Kosten der Waschmaschine. Kleinere Maschinen bis 6 kg Fassungsvermögen sollten pro Waschgang nicht mehr als etwa 40 Liter verbrauchen. Größere Maschinen mit 7 oder 8 kg sollten nicht mehr als 50, sehr großen Maschinen mit 10 kg Fassungsvermögen nicht mehr als 60 Liter pro Waschgang verbrauchen.
  • Schleuderklasse:
    Vor allem wenn Sie die Wäsche anschließend in den Trockner geben, sollte die Waschmaschine wenigstens der Schleudereffizienzklasse B entsprechen.
  • Lautstärke:
    Eine leise Waschmaschine entwickelt etwa 40 Dezibel Schall im Normalwaschgang und 70 Dezibel im Schleudergang. Das kann je nach Standort der Waschmaschine (z. B. in der Wohnküche statt Keller oder Kammer) wichtig sein. Die Geräuschemissionsklasse hilft beim Einordnen.
  • Größe der Waschmaschinen-Trommel richtig wählen
    Während bei einer übervollen Trommel die Wäsche nicht richtig sauber wird, verschwenden Sie mit einer halbleeren Maschine Geld und Energie. 

Seit Juli 2021 können Energielabel-Daten auch online verglichen werden – und die Betriebskosten über die Lebensdauer ebenso. So ist ein Vergleich verschiedener neuer Geräte sehr einfach möglich: auf der neuen EU-Webseite https://tool.label2020.eu/de.

Tabelle: Füllmenge Waschmaschine nach Haushaltsgröße

HaushaltsgrößeFassungsvermögen

Single-Haushalt

3 bis 5 kg

2- bis 3-Personen-Haushalt

5 bis 7 kg

4- bis 5-Personen-Haushalt

6 bis 8 kg

ab 6 Personen

ab 8 kg

Bedenken Sie, dass Bettwäsche und Handtücher, Sportsachen oder Arbeitsbekleidung gegebenenfalls zu mehr Wäsche führen und eine größere Trommel sinnvoll sein kann. Waschen Sie einmal jährlich den voluminösen Matratzenschoner oder Ihre Vorhänge, können Sie das aber günstiger in der Wäscherei erledigen, anstatt nur dafür eine große Trommel auszuwählen.

4. Zusatzfunktionen: smartes Waschen

Intelligente Waschmaschinen messen mit Sensoren unter anderem, wie voll die Waschmaschine ist und geben Empfehlungen für die Waschmittel-Dosierung. Dank Mengenautomatik wird weniger Strom und Wasser verbraucht. Aber ob eine Trommelbeleuchtung wirklich nötig ist? Am besten verzichten Sie auf unnötige Zusatzfunktionen und achten mehr auf den Stromverbrauch.

5. Warmwasseranschluss prüfen

Läuft Ihre Warmwasserbereitung über regenerative Energien und haben Sie kurze Warmwasserleitungen? Dann könnte sich eine Waschmaschine für Sie lohnen, die einen direkten Anschluss für die Warmwasserleitung hat. Das Waschwasser wird dann über die Heizung erwärmt und nicht über die Waschmaschine mit Strom. Das ist aber nur sinnvoll bei einer sehr effizienten Heizanlage und häufigem Waschen bei hohen Temperaturen.

Sie sollten daher genau prüfen beziehungsweise von Fachpersonal prüfen lassen, ob Ihre Waschmaschine und Heizanlage dafür ausgelegt sind. Hier finden Sie Tipps zur Umsetzung.

Kaufberatung für energieeffiziente Wäschetrockner

1. Vorauswahl durch Bestenlisten und Tests

Auch für Wäschetrockner gibt es eine EcoTopTen-Liste vom Öko-Institut, in der die energiesparendsten Geräte auf dem Markt aufgeführt sind. Stiftung Warentest stellt ebenfalls einen Testbericht bereit.

2. Technik des Wäschetrockners

Bei Trocknern können Sie zwischen Abluft-, Kondensations- und Wärmepumpentrocknern sowie Waschtrocknern wählen:

Wärmepumpentrockner

TechnikVorteileNachteile
Wie Wärmepumpe: Energietauscher entzieht warmer Abluft aus der Wäschetrommel Energie, mit der kalte Luft wieder erwärmt wird – so ist wenig zusätzlicher Strom nötig.
  • Stromverbrauch sehr gering: bis zu 60 % weniger als Kondenstrockner
  • überall aufstellbar
  • Umgebungsluft wird nicht erwärmt
  • vergleichsweise hohe Anschaffungskosten (ab ca. 400 €)

Ablufttrockner

TechnikVorteileNachteile
Feuchtigkeit der Wäsche wird über Schlauch nach außen abgeleitet.
  • günstige Anschaffungskosten
  • geringerer Stromverbrauch als Kondenstrockner
  • geeigneter Wanddurchlass für Abluftschlauch benötigt (ggf. Genehmigung von Vermietung nötig)
  • erzeugt leichten Unterdruck am Einsatzort (Vorsicht bei Kaminen etc.)
  • höherer Stromverbrauch als Wärmepumpentrockner

Kondenstrockner

TechnikVorteileNachteile
Feuchtigkeit wird im Inneren des Trockners abgekühlt und in Auffangbehälter geleitet.
  • benötigt keinen Abluftschlauch
  • nahezu überall aufstellbar
  • Umgebungsluft erwärmt sich kaum
  • Stromverbrauch höher als beim Ablufttrockner
  • Flusensieb muss nach jedem Trockenvorgang gereinigt werden
  • Auffangbehälter für Kondenswasser zu entleeren

Waschtrockner

TechnikVorteileNachteile
Waschmaschine und Wäschetrockner in einem Gerät
  • platzsparend, günstiger als zwei separate Geräte 
  • vergleichsweise hoher Stromverbrauch

3. Angaben des Energielabels prüfen

  • Energieeffizienzklasse & Stromverbrauch beachten: Der durchschnittliche Stromverbrauch stromsparender Trockner liegt etwa bei 160 kWh im Jahr.
  • Fassungsvermögen prüfen: Die Größe Ihres Trockners muss zur Waschmaschine passen. Doch Achtung: Nasse Wäsche ist schwerer als Trockene. Wenn Ihre Waschmaschine 6 Kilogramm fasst, sollte ihr Trockner für 8 bis 9 Kilogramm ausgelegt sein.
  • Auf Geräuschentwicklung achten: Leise Wäschetrockner erzeugen eine Lautstärke zwischen 55 und 65 Dezibel. Ab 70 Dezibel werden Trockner als sehr laut empfunden.
  • Kondensationseffizienz bedenken: Wichtig bei Kondenstrocknern: Wenn ihr Trockner in der Wohnung steht, sollten Sie darauf achten, wie viel Feuchtigkeit beim Trocknen in die Umgebung entweicht. Um Schimmel vorzubeugen, sollten Sie Kondensationsklasse A oder B wählen. Dabei wird fast keine beziehungsweise maximal 20 Prozent oder ein Liter Feuchtigkeit an die Luft abgegeben.

Die Energielabel-Daten lassen sich seit Juli 2021 auch online verglichen – und die Betriebskosten über die Lebensdauer. So ist ein Kosten-Vergleich verschiedener neuer Geräte sehr einfach: auf einer neuen EU-Webseite https://tool.label2020.eu/de.

4. Wäschetrockner-Programme

Welche Programme sollte der Trockner in Ihrem Fall haben? Welche Wäsche trocknen Sie häufig? Es gibt Spezialprogramme für Wolle, Pflegeleichtes und Daunen – beachten Sie diese Ausstattung bei der Auswahl des Wäschetrockners.

5. Steuerung des Wäschetrockners nach Wäschefeuchte

Wählen Sie einen Wäschetrockner, der die Trocknungszeit mit Feuchtigkeitssensoren statt nach reiner Arbeitszeit steuert. So vermeiden Sie unnötigen Stromverbrauch, weil bereits trockene Wäsche nicht einfach bis zum Ende der eingestellten Zeit weiter getrocknet wird.

Meine neue Waschmaschine – Strom sparen mit Effizienzklasse D

Zwar nur Energieklasse D, aber trotzdem aktuell eines der effizientesten Geräte auf dem Markt. Warum das bei den neuen Energielabels so ist, erfahren Sie mit einem Klick auf das Bild.

Nach ein wenig Recherche habe ich mich also für ein neues Gerät entschieden: Es ist eine Waschmaschine von Bauknecht geworden mit 6 Kilogramm Fassungsvermögen und eher wenig funktionalem Schnickschnack. Der Energieverbrauch wird auf dem Energielabel mit 64 Kilowattstunden pro 100 Waschgängen angegeben – das ist etwa ein Drittel weniger als Oma Bosch brauchte. Leider erreicht dieser Wert durch die Umstellung der Effizienzklassen trotzdem nur Klasse D – d wie deprimierend für Verbraucher*innen. Naja, wenn ich mir in 10 Jahren das nächste Neugerät kaufe, ist die Klasse A wieder erhältlich! Bis dahin spare ich mit diesem Gerät auch ordentlich – und mit den folgenden Tipps können auch Sie Strom, Wasser und Geld beim Waschen sparen.

Stromspartipps fürs Waschen und Trocknen

Sie wollen saubere Wäsche, ohne die Umwelt zu belasten? Ich auch! Mit diesen Tipps kommen wir unserem Wunsch näher:

Stromsparen mit der Waschmaschine: 3 Tipps

Waschen bei niedrigen Temperaturen

Waschen Sie Ihre Wäsche mit 30 statt 40 Grad – das spart im Schnitt 17 Euro und vermeidet rund 25 Kilogramm CO2 im Jahr. Für die Maschinenpflege genügt einmal im Monat eine heiße 60-Grad-Wäsche, beispielsweise mit Handtüchern. Heiß waschen sollten Sie außerdem dann, wenn ein Haushaltsmitglied eine ansteckende Krankheit hat.

Waschmaschine voll beladen anschalten

Moderne Waschmaschinen haben einen Sensor und messen die Füllmenge und dosieren entsprechend. Ist das nicht der Fall, sollten Sie die Maschine nur voll beladen anschalten. So können Sie im Vergleich zu halbvollen Maschinen jährlich 24 Euro sparen und 35 Kilogramm CO2 vermeiden.

Energiespar-Programme nutzen

Je länger das Waschprogramm ist, desto weniger Strom wird verbraucht. Energiespar- oder Öko-Programme kommen mit nur halb so viel Wasser wie Standardprogramme aus und heizen das Wasser weniger auf – dafür haben Sie eine längere Laufzeit. Das spart durchschnittlich 33 Euro Stromkosten, 5.400 Liter Wasser und vermeidet 48 Kilogramm CO2 im Jahr im Vergleich zum 60-Grad-Standard-Programm.

Stromsparen mit dem Wäschetrockner: 5 Tipps

Restfeuchte geringhalten

Wasser durch Wärme statt durch Schleudern aus der Wäsche zu holen, ist viel energieintensiver. Schleudern Sie geeignete Wäsche daher auf möglichst hoher Stufe (1.400 oder 1.600 Umdrehungen pro Minute) in der Waschmaschine, bevor Sie sie in den Trockner geben.

Luftfilter und Flusensiebe regelmäßig reinigen

Am Filter von Wärmepumpentrocknern lagern sich mit der Zeit Flusen ab, die den Luftstrom behindern. Das erhöht den Stromverbrauch um bis zu 50 Prozent. Achten Sie darauf, den Filter regelmäßig zu reinigen. Für alle Trockner gilt: auch Flusensiebe regelmäßig kontrollieren.

Energiespar-Programm nutzen

Nutzen Sie immer das Öko-Programm des Trockners. Das dauert zwar länger, ist jedoch stromsparender als das Standard-Programm. Bis zu 11 Euro und 17 kg CO2 im Jahr können Sie so im Schnitt sparen.

Trockner voll beladen

Die Wäsche in der Maschine zu trocknen ist ein vergleichsweise stromhungriger Prozess. Vermeiden Sie daher halbvolle Ladungen – dem Klima und Ihrem Geldbeutel zuliebe.

Bügelfeucht statt schranktrocken

Trocknen Sie Wäsche, die noch gebügelt wird, mit dem Sparprogramm und nur bügelfeucht statt schranktrocken – allerdings nur, wenn Sie direkt nach dem Trocknen bügeln.

Spartipp für weniger Stromkosten: Beziehen Sie noch Strom vom örtlichen Grundversorger? Dann können Sie durch den Wechsel zu einem anderen Stromanbieter viel Geld sparen – bis zu 30 Prozent sind oft drin. Wenn Sie außerdem auf einen Tarif mit echtem Ökostrom setzen, unterstützen Sie die Energiewende in Deutschland. Unsere Ökostrom-Suche zeigt Ihnen Anbieter in Ihrer Region.

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Autorin: Anne Weißbach

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