Was hat gut funktioniert – und was nicht?
Insgesamt hat die Sanierung gut funktioniert. Aus meiner Sicht lag das vor allem an der gründlichen Vorbereitung, der sinnvollen Aufteilung und Reihung in Einzelgewerke und an einer konsequenten Umsetzung.
Ich habe das Projekt in zwei größere Phasen unterteilt.
Phase 1: Konzept: Gebäudehülle und Heiztechnik
Zunächst wurde die Gebäudehülle verbessert. Das Dach erhielt eine Zwischensparrendämmung mit 180 Millimeter Klemmfilz. Alle Heizungsnischen wurden mit 40 Millimeter Polystyrolplatten innen gedämmt und mit YTONG-Planbausteinen wandgleich verschlossen.
Die Fenstergläser wurden gegen Verglasungen mit einem Ug-Wert von 1,1 W/m²K ausgetauscht.
Außerdem wurde das Verteilnetz vollständig erneuert. Durch geschickte, unsichtbare Verlegung der Rohre haben wir verhindert, dass dafür Wände geöffnet werden mussten. Im Bad wurde zusätzlich eine Fußbodenheizung eingebaut.
Erst danach habe ich 2003 die Wärmepumpe installieren lassen: eine Stiebel Eltron WPL 18 als Monoblock zur Innenaufstellung, mit Trinkwassererwärmung über 290 Liter und einem Heizungspufferspeicher mit 700 Litern. Alle Heizkörper wurden auf Grundlage einer Heizlastberechnung durch moderne Konvektionsheizkörper ersetzt.
Für mich war es entscheidend, dass die Wärmepumpe erst eingebaut wird, wenn alle Voraussetzungen stimmen. Ein Einbau ohne Heizlastberechnung, Rohrnetzauslegung und -berechnung sowie ohne passende Heizkörper kam für mich nicht infrage.