Fußbodenheizung: Arten, Kosten, Vor- und Nachteile

Eine Frau läuft barfüßig auf dem Boden

Im Neubau ist die Fußbodenheizung schon lange Standard. Auch im Altbau spricht vieles dafür, sobald eine Sanierung ansteht. Denn mit einer Fußbodenheizung lässt sich besonders effizient heizen – vor allem in Kombination mit einer Wärmepumpe. Erfahren Sie, welche Arten von Fußbodenheizungen sich wann eignen und worauf im Altbau zu achten ist.

Die wichtigsten Fakten auf einen Blick

  • Fußbodenheizung ist Standard im Neubau – und oft auch für Altbau geeignet
  • verschiedene Arten von Fußbodenheizungen mit Vorteilen und Nachteilen
  • große Spannbreite bei einmaligen Kosten: 20 bis 135 Euro pro m2
  • ideal in Kombination mit Wärmepumpe

Was ist eine Fußbodenheizung?

Eine Fußbodenheizung ist eine Flächenheizung, die mit Rohren oder Leitungen unterhalb des Fußbodens für Wärme sorgt. Die Wärme wird dabei hauptsächlich als Wärmestrahlung und über die gesamte Bodenfläche abgegeben – nicht wie üblich nur über einzelne Heizkörper.

Unterschieden wird zwischen:

  • Warmwasser-Fußbodenheizungen
  • elektrischen Fußbodenheizungen

Das Warmwasser stammt aus einer zentralen Heizanlage wie Wärmepumpe oder Brennwertkessel und fließt durch Rohre unterhalb des Fußbodens. Die elektrische Fußbodenheizung nutzt Strom und wandelt ihn mit Heizmatten oder Heizfolien unter dem Bodenbelag in Wärme um.

Bei einer Warmwasser-Fußbodenheizung (auch wassergeführt genannt) ist durch die wesentlich größere Heizfläche eine deutlich geringere Vorlauftemperatur möglich. Es genügen meist 25 bis 35 Grad Celsius (°C) statt 55 bis 60 °C wie bei Heizkörpern. Das sorgt für einen niedrigeren Energieverbrauch und ist ideal für Wärmepumpen.

Neben Fußbodenheizungen gibt es noch andere Flächenheizungen: Wandheizungen und Deckenheizungen.

Zum ModernisierungsCheck: Was rechnet sich für mein Haus?

Arten von Fußbodenheizungen im Vergleich

Beim Vergleich der verschiedenen Arten von Fußbodenheizungen zeigen sich die Stärken und Schwächen. So glänzt das Nasssystem vor allem als Standard im Neubau. Das Trockensystem ist zwar oft teurer, aber wesentlich schneller installiert. Dünnschicht ist eine gute Lösung für den Altbau, ähnlich wie das Fräsen. Die elektrische Fußbodenheizung punktet bei den einmaligen Kosten, aber kann langfristig sehr teuer sein.

Vergleich von Fußbodenheizungen

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Art
Kosten je m²
Aufbau-Höhe
Eignung Neubau
Eignung Altbau
Reaktionszeit
mit Wärmepumpe
Nasssystem
45–130 €
8 bis 10 cm
Standard
nur bei Kernsanierung
langsam
ja
Trockensystem
65–135 €
4 bis 5 cm
sehr gut
bedingt
langsam bis mittel
ja
Dünnschicht
30–100 €
2 bis 3 cm
gut
gut
mittel
ja
30–120 €
0 cm
gut
sehr gut
mittel
ja
20–90 €
0,5 cm
bedingt
nur kleine Flächen
schnell
ja
Vergleich von Fußbodenheizungen in der Übersicht

Bei einer Fußbodenheizung im Nasssystem werden die Rohre im Estrich verlegt. Das sorgt für die größte Aufbauhöhe (meist 8 bis 10 cm), aber auch für die beste Wärmespeicherung. Entsprechend langsam reagiert das System, wenn eine neue Temperatur eingestellt wird. Im Neubau ist es der Standard für Fußbodenheizungen. Im Altbau kommt es dagegen nur bei Kernsanierungen zum Einsatz, weil dafür der gesamte Estrich ersetzt werden muss. Das Nasssystem ist optimal für eine Wärmepumpe. Zu beachten sind die lange Trocknungszeit von 3 bis 4 Wochen und die eher hohen Kosten pro Quadratmeter (45 bis 130 Euro).

Für eine Fußbodenheizung im Trockensystem werden vorgefräste Platten aus Dämmmaterial oder Estrich als Untergrund genutzt – und Trockenplatten als Deckel. Sie sorgen für ein geringeres Gewicht und kleinere Aufbauhöhe (meist 4 bis 5 cm). Diese Art der Fußbodenheizung ist sehr gut für den Neubau und bedingt für den Altbau geeignet. Die Reaktionszeit ist etwas besser als bei einem Nasssystem. Das Trockensystem lässt sich schnell montieren und ist ebenfalls für eine Wärmepumpe geeignet. Allerdings ist sie wegen der Materialkosten oft die teuerste Lösung im Vergleich (65 bis 135 Euro pro m2).

Eine Dünnschicht-Fußbodenheizung ähnelt dem Trockensystem. Auch hier werden vorgefertigte Platten zum Verlegen genutzt. Die Aufbauhöhe ist noch geringer (meist 2 bis 3 cm) und die Reaktionszeit dadurch noch schneller. Dafür ist die Wärmespeicherung schlechter. Dünnschicht ist gut für Neubau, Altbau und Wärmepumpe geeignet. Die Kosten sind in der Regel niedriger als bei Nass- und Trockensystemen (30 bis 100 Euro pro m2).

Beim Fräsen einer Fußbodenheizung entstehen kleine Kanäle im vorhandenen Estrich. Entsprechend ist die Aufbauhöhe gleich null und die Reaktionszeit ähnlich schnell wie bei Dünnschicht-Fußbodenheizungen. Das Fräsen ist sehr gut für den Altbau und für Wärmepumpen geeignet. Die Kosten sind ähnlich hoch oder etwas höher als bei Dünnschicht (30 bis 120 Euro pro m2).

Die elektrische Fußbodenheizung nutzt dünne Heizmatten oder -folien und kommt damit auf eine sehr geringe Aufbauhöhe (meist 0,5 cm). Für den Neubau ist sie bei sehr guter Dämmung und gezielter Nutzung geeignet; im Altbau eher nur für kleine Flächen, wie etwa im Bad. Die Reaktionszeit ist die schnellste im Vergleich und die einmaligen Kosten sind die niedrigsten (20 bis 90 Euro pro m2). Dafür sind die laufenden Kosten mit Abstand die höchsten. Eine elektrische Fußbodenheizung im gesamten Haus lässt sich nicht mit einer Wärmepumpe zum Heizen kombinieren, aber mit einer Warmwasser-Wärmepumpe.

Welche Art der Fußbodenheizung geeignet ist, lässt sich am besten mit einer unabhängigen Energieberatung ermitteln.

Zu sehen ist eine neu verlegte Fußbodenheizung in einem Raum, welcher saniert wird.

Kosten einer Fußbodenheizung im Überblick

Die einmaligen Kosten einer Fußbodenheizung liegen zwischen 20 und 135 Euro pro Quadratmeter. Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus mit 130 Quadratmetern sind das etwa 2.500 bis 14.000 Euro – im Altbau etwa 30 Prozent mehr.

Fußbodenheizungskosten im Neubau und Altbau

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Wohnfläche
Neubau
Altbau
100 m²
2.000–11.000 €
2.500–13.500 €
130 m²
2.500–14.000 €
3.500–18.000 €
150 m²
3.000–15.000 €
3.500–20.000 €
Fußbodenheizungskosten im Neubau und Altbau

Die große Spannbreite bei den einmaligen Kosten hängt vor allem von der Art des Verlegens und vom Gebäude ab. Auch mit Eigenleistung lassen sich die Kosten senken.

Zum Artikel: Kosten einer Fußbodenheizung

Die laufenden Kosten einer Fußbodenheizung hängen vor allem vom Wärmeerzeuger ab – also zum Beispiel Gasheizung oder Wärmepumpe. Die Wärmeverteilung, etwa durch eine Fußbodenheizung oder Heizkörper, spielt eine deutlich kleinere Rolle. Auch die Wartungskosten machen nur einen kleinen Teil der laufenden Kosten aus. Sie liegen aber mit einer Fußbodenheizung meist etwas höher als mit Heizkörpern.

Vor- und Nachteile einer Fußbodenheizung

Fußbodenheizungen haben einige Vorteile, aber auch Nachteile. Je nach Gebäude und Anforderungen der Bewohner*innen können diese ausschlaggebend für die Auswahl der Wärmeverteilung sein.

Vorteile einer Fußbodenheizung

Die Vorteile einer Fußbodenheizung zeigen sich bei Wärmeverteilung, Vorlauftemperatur, Kühl-Option, Heizkörper-Verzicht und weniger Staub in der Luft.

  1. gleichmäßige Wärmeverteilung: Strahlungswärme sorgt im Vergleich zu Heizkörpern für einen höheren Komfort und vermeidet kalte Ecken
  2. niedrige Vorlauftemperatur: ideal für Wärmepumpen und einen möglichst niedrigen Energieverbrauch
  3. auch zum Kühlen einsetzbar: möglich mit Warmwasser-Fußbodenheizung und Wärmepumpe
  4. keine sichtbaren Heizkörper: mehr Platz für Möbel und Fenster
  5. weniger aufgewirbelter Staub: Vorteil für Menschen mit Allergien oder Asthma
  6. Energie-/Wärmespeicher: vor allem als Nasssystem zum Nutzen von günstigem Strom geeignet (mit flexiblem Stromtarif oder Photovoltaik)

Nachteile einer Fußbodenheizung

Die Nachteile einer Fußbodenheizung sind höhere einmalige Kosten, Trägheit, Gefahr aufwendiger Reparaturen und dass sie nicht für alle Bodenbeläge und Altbauten geeignet ist.

  1. höhere einmalige Kosten: im Vergleich zu Heizkörpern teurer, aber mit Fördermitteln und Wärmepumpe langfristig oft günstiger
  2. träge Reaktionszeit: abhängig von Art der Fußbodenheizung und durch smarte Steuerung vermeidbar
  3. nicht für alle Bodenbeläge geeignet: eher schlecht für dicke Teppiche oder Massivholz
  4. im Altbau nur bedingt geeignet: ohne ordentliche Dämmung keine ausreichende Heizleistung
  5. Gefahr aufwendiger Reparaturen: extrem langlebiges Material, aber bei Leckagen müssen eventuell Bodenbelag und Estrich raus
Heizung im Altbau: Fußbodenheizung einfräsen lassen?

Fußbodenheizung im Neubau vs. Altbau

Im Neubau ist die Fußbodenheizung in Deutschland die Standard-Lösung. Meist wird sie als Nasssystem im Estrich verlegt und dabei gleich mit der passenden Dämmung nach unten versehen. So bietet sie ideale Voraussetzungen für eine Wärmepumpe.

Im Altbau lässt sich eine Fußbodenheizung nachrüsten. Aber die nötigen Voraussetzungen für die verschiedenen Arten sind genau zu prüfen:

  • geeignete Statik (vor allem bei Holzbalkendecken)
  • genügend Aufbauhöhe (für Türschwellen, Treppen usw.)
  • ausreichende Dämmung (besonders Kellerdecke oder Bodenplatte)

Die verschiedenen Arten von Fußbodenheizungen sind unterschiedlich gut für den Altbau geeignet. Erste Wahl sind meist Dünnschicht-Fußbodenheizungen oder das Fräsen der Fußbodenheizung. Seltener kommt das Trockensystem zum Einsatz. Ein Nasssystem ist nur bei Kernsanierungen sinnvoll. Elektrische Fußbodenheizungen sind im Altbau in der Regel nur als Zusatzheizung empfehlenswert, etwa für kleine Flächen wie im Bad.

In unsanierten oder teilsanierten Altbauten funktioniert eine Fußbodenheizung oft nur für die Grundlast. Für niedrige Außentemperaturen sind dann zusätzliche Heizkörper nötig. Wegen der unterschiedlichen Vorlauftemperaturen sind dann zwei getrennte Heizkreise nötig.

Checkliste: Passt eine Fußbodenheizung zu meinem Altbau?

  • Fußbodenheizung gewünscht?
  • Statik: Deckenkonstruktion tragfähig?
  • Aufbauhöhe: Abstand ausreichend?
  • Dämmung: Kellerdecke/Bodenplatte und Außenwände gedämmt?
  • Heizung: mit Wärmepumpe kombinieren?
  • Kernsanierung: auch Nasssystem möglich?

Fußbodenheizung und Wärmepumpe: ideale Kombination

Fußbodenheizungen und Wärmepumpen gelten als die ideale Kombination fürs Heizen, egal ob Altbau oder Neubau. Das liegt daran, dass beide mit niedrigen Temperaturen arbeiten:  

  • Bei einer Fußbodenheizung ist die Heizfläche wesentlich größer als bei Heizkörpern. So genügt eine niedrige Vorlauftemperatur, um alle Räume auf Wunschtemperatur zu bringen: etwa 25 bis 35 °C – statt 55 bis 60 °C mit Heizkörpern.  
  • Bei einer Wärmepumpe gilt: Je niedriger die Vorlauftemperatur, desto weniger Strom braucht sie. Mit einer Fußbodenheizung lassen sich besonders hohe Jahresarbeitszahlen (JAZ) erreichen. Eine JAZ von 4,0 steht zum Beispiel für 4 Kilowattstunden (kWh) Wärme aus nur 1 kWh Strom.

Pauschale Angaben wie „10 bis 20 Prozent weniger“ mit Fußbodenheizung statt Heizkörpern sind allerdings mit Vorsicht zu genießen. Das genaue Sparpotenzial ist von vielen Faktoren abhängig – und der Einfluss des Wärmeerzeugers (zum Beispiel Wärmepumpe statt Gasheizung) wesentlich größer. Noch effizienter kann die Kombination sein, wenn neben einer Wärmepumpe auch Photovoltaik genutzt wird.

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Für heiße Sommer: Kühlen mit Fußbodenheizung und Wärmepumpe

Eine Besonderheit der Kombination Fußbodenheizung und Wärmepumpe ist die mögliche Kühlfunktion. Mit einer Wärmepumpe lässt sich die Fußbodenheizung auch umgekehrt einsetzen: zum Abführen statt zum Zuführen von Wärme – eine besonders günstige Form des Hitzeschutzes. Möglich ist eine passive Kühlung (mit Erdwärme- oder Grundwasser-Wärmepumpe) oder eine aktive Kühlung (reversible Luft-Wasser-Wärmepumpe).

Drei Personen sitzen zusammen, eine hält ein Blatt Papier, im Hintergrund ein Bücherregal und das Logo mit dem Schriftzug 'VierWende Mein Zuhause. Unsere Zukunft.'

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Welcher Bodenbelag für die Fußbodenheizung?

Fast jeder Bodenbelag eignet sich grundsätzlich für eine Fußbodenheizung – egal, ob Keramikfliesen, Natursteine, Laminat, Linoleum, PVC, Parkett oder Kork. Allerdings muss das Material für die Verwendung mit einer Fußbodenheizung vom Hersteller freigegeben sein.

Und: Was für eine Warmwasser-Fußbodenheizung gut geeignet ist, kann für eine elektrische Fußbodenheizung eher ungeeignet sein. Außerdem gibt es je nach Material große Unterschiede bei der Durchlässigkeit für Wärme (Reaktionszeit) und der Speicherfähigkeit:

Übersicht der Eignung von Bodenbelägen für Fußbodenheizungen

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Eignung für Fußbodenheizung
Bodenbelag
Gründe
sehr gut geeignet
• Keramikfliesen
• Naturstein
• beste Wärmeleitfähigkeit
• schnelle Reaktion
• speicherfähig
gut geeignet
• Laminat
• Vinyl
• Linoleum
• dünnes Parkett
• mittlere Werte
bedingt geeignet
• dickes Parkett
• Kork
• isoliert eher zu gut
• langsame Reaktion
eher nicht geeignet
• dicker Teppich
• isoliert stark
• kann bei Erwärmung Schadstoffe abgeben
Übersicht der Eignung von Bodenbelägen für Fußbodenheizungen

Förderung für Fußbodenheizungen

Für eine Fußbodenheizung allein gibt es keine Förderung. Aber für die Kombination mit anderen Maßnahmen im Altbau sind Zuschüsse, vergünstigte Kredite und Steuerrabatte zu haben.

  • Zuschüsse: In Kombination mit einer neuen Heizung mindestens 30 Prozent der förderfähigen Kosten, durch mögliche zusätzliche Boni auch höher. Maximal ist unter bestimmten Voraussetzungen ein Zuschuss von 80 Prozent der förderfähigen Kosten möglich, wenn Sie Ihr Haus selbst bewohnen. Bei Optimierung der vorhandenen Heizung gibt es 15 % Förderung (bei Effizienzsteigerung; zusätzlich 5 % iSFP-Bonus möglich) bzw. 50 % (bei Emissionsminderung).
  • vergünstigte Kredite: für neue Fußbodenheizungen im Rahmen umfangreicher Sanierungen
  • Steuerrabatt: 20 Prozent der Kosten einer Kombination mit Fußbodenheizung von der Einkommenssteuer absetzen

Der Steuerrabatt ist die einzige Förderung für eine Fußbodenheizung, die nachträglich beantragt werden kann. Für alles andere ist vorher ein Antrag auf Förderung zu stellen. Auch bei den Fördermitteln kann ein/e Energieberater*in helfen.

Prüfen Sie in 5 Minuten, welche Förderung für Ihre Situation infrage kommt:

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Dämmung für Fußbodenheizungen

Die Dämmung einer Fußbodenheizung besteht aus Wärme- und/oder Trittschalldämmung. Oft gibt es jedoch nur eine Trittschalldämmung. Prüfen Sie aber immer auch eine Wärmedämmung. Denn damit fällt der Energieverbrauch noch niedriger aus.

Wie stark die Dämmschichten ausfallen sollten, richtet sich nach dem Dämmwert des verwendeten Materials und dem unter der Fußbodenheizung liegenden Raum: Zimmer über dem Erdreich oder unbeheizten Räumen müssen stärker gedämmt werden als Räume, die sich beispielsweise über Wohnbereichen befinden. Auch ökologisches Material wie Flachs, Hanf oder Holzwolle kann für die Dämmung bei Fußbodenheizungen eingesetzt werden.

Trittschalldämmung ist vor allem bei harten Bodenbelägen wie Laminat oder Parkett wichtig. Ist der Fußboden auch Decke eines darunterliegenden Wohnraums, sollte generell eine Trittschalldämmung eingebaut werden. Die Trittschalldämmung wird unterhalb der Fußbodenheizung über dem Estrich aufgebracht.

Randdämmstreifen erfüllen bei Warmwasser-Fußbodenheizungen eine doppelte Funktion:

  1. Lärmschutz: Die Streifen verhindern, dass Schallwellen der Fußbodenheizung an Boden und Wände abgegeben werden.
  2. Materialschutz: Sie nehmen die Ausdehnung des Estrichs bei steigenden Temperaturen auf. Mit Randdämmstreifen entstehen keine ungewollten Lücken.

Fußbodenheizung planen

Für die Planung einer Fußbodenheizung gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  1. Planung durch unabhängige/n Energieberater*in oder Heizungsbauer*in
  2. (Online-)Pauschalangebote von Expert*innen
  3. Planung selbst erledigen

Grundsätzlich ist es beim Planen sinnvoller, eine/n unabhängige/n Expert*in zu beauftragen. Denn die Auswahl an Systemen, Material, Dämmung und Verlegungsformen ist groß – und für eine optimale Planung sind viele Daten aufzunehmen und einige Berechnungen anzustellen. Das sollte ein Profi machen.

Selbst planen ist eher nur für eine elektrische Fußbodenheizung in einem einzelnen Raum zu empfehlen. Dafür gibt es Planungshilfen von Anbieter*innen und Hersteller*innen, auch online.

Steuerung, Wartung und Optimierung

Wer eine Fußbodenheizung plant, sollte einige Punkte beachten, die häufig vernachlässigt werden. Denn so lassen sich die Effizienz steigern, die Kosten senken und die Lebensdauer verlängern.

Die optimale Einstellung einer Fußbodenheizung ist entscheidend für die Effizienz. Sprechen Sie Ihre Fachleute schon bei der Planung auf eine Optimierung nach einigen Wochen Betrieb an. Die wichtigste Grundeinstellung ist die Heizkurve. Raumthermostate helfen beim Einstellen im Alltag.

Der hydraulische Abgleich ist Pflicht für viele Förderungen. Er ist nicht nur wichtig für eine gleichmäßige Wärmeverteilung, sondern auch, falls später die Gebäudehülle optimiert wird. Dann sollte der hydraulische Abgleich aktualisiert werden.

Prüfen Sie, ob der installierende Betrieb auch eine Wartung der Fußbodenheizung anbietet – und besprechen Sie, was nötig ist, um die Garantie zu wahren und die Lebensdauer zu verlängern, etwa das regelmäßige Entlüften.

Mit einer Smart-Home-Integration lässt sich das Maximum aus einer Fußbodenheizung herausholen. Dabei helfen zum Beispiel smarte Thermostate und Stellantriebe oder eine zentrale Steuereinheit mit Wetterprognose- und Energiespeicher-Funktion.

Jens Hakenes

Über den Autor

Jens Hakenes

Jens Hakenes ist seit 2010 unser freiberuflicher Experte für die Themen Heizkosten, Warmwasser, Stromkosten und Klimaschutz. In seinen Artikeln erfahren Sie zum Beispiel alles Wichtige über Fußbodenheizungen, serielle Sanierung oder den CO₂-Preis.

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