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Was Sie über Kosten und Wirtschaftlichkeit von Mini-, Mikro- und Nano-BHKW wissen sollten

BHKW und Wirtschaftlichkeit: Die kleinen KWK-Anlagen rechnen sich in der Regel dann, wenn das ganze Jahr hindurch ein relativ hoher Wärmebedarf besteht. Es sollte mindestens 5.500 Stunden jährlich betrieben werden, um wirtschaftlich arbeiten zu können. Wie viel Blockheizkraftwerke kosten und was über die Preise hinaus bezüglich der Wirtschaftlichkeit von BHKW zu beachten ist, erfahren Sie in diesem Artikel.

Installiertes BHKW im Heizungskeller(c) Berliner Energieagentur

Die reinen Kosten für ein Mikro-und Nano-BHKW liegen, je nach Anforderung, Hersteller, Ausführung und Qualität, zwischen 15.000 Euro und 30.000 Euro. Mini-BHKW sind etwa 10.000 bis 20.000 Euro teurer. Eine wichtige Faustformel bezüglich der Kosten lautet: Je mehr Strom eine Anlage erzeugen kann, desto geringer sind die Investitionskosten pro installierter elektrischer Leistung. Das bedeutet: Eine große Anlage ist zwar natürlich teurer als eine kleine Anlage, aber ihr Betrieb ist trotzdem wirtschaftlicher. Außerdem kann man sich mit dem selbst erzeugten Strom vor steigenden Preisen schützden — und man ist ein Teil der ökologischen Energiewende!

BHKW-Kosten: Einfluss von Dimensionierung und Selbstnutzung

Beim Einsatz von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen ist zu beachten: Eine kleine Anlage mit hohen Laufzeiten ist deutlich wirtschaftlicher, als eine zu groß ausgelegte Anlage. Daher ist es entscheidend, auf eine korrekte Dimensionierung zu achten. Für die Wirtschaftlichkeitsberechnung ist es außerdem wichtig, dass der erzeugte Strom möglichst selbst verbraucht und nicht ins Netz eingespeist wird. Dieser Punkt ist bei einer Nutzung in Mehrfamilienhäusern häufig ein Problem: Es ist gesetzlich festgelegt, dass jeder seinen Stromanbieter selbst wählen darf. Dies gilt auch für BHKW-Strom aus dem eigenen Hause. Wenn sich nun viele Parteien im Haus weigern, den KWK-Strom abzunehmen, kann dies die Wirtschaftlichkeit der Anlage erheblich beeinträchtigen. Weitere Hintergrundinformationen zur Einspeisung werden in dem Artikel BHKW-Förderung erläutert.

Komplettpreis entscheidend für Wirtschaftlichkeit

Insgesamt gilt: Nicht nur die Preise der Blockheizkraftwerke sind zu betrachten, sondern die kompletten Kosten für die installierte und betriebsbereite KWK-Anlage müssen in die Wirtschaftlichkeitsberechnung einbezogen werden. In diesem Preis enthalten sind unter anderem die Anschlusskosten für Strom und Wasser, die Integration in den Heizkreislauf, die Kosten der zusätzlichen Komponenten wie Pufferspeicher und alle weiteren Arbeiten.

Bei einigen Anlagen können auch Anpassungen im hydraulischen und elektrischen System der Haustechnik notwendig sein, außerdem muss sichergestellt werden, dass die bei der Verbrennung entstehenden Abgase angemessen abgeführt werden können. Die auf dem Markt angebotenen Modelle unterscheiden sich hinsichtlich der anfallenden Zusatzkosten teilweise erheblich, sodass diese Kosten für die BHKW-Wirtschaftlichkeitsberechnung unbedingt beachtet werden müssen.

BHKW-Berechnung: Expertenrat und Fördermöglichkeiten

Zusammenfassend ist zu sagen: Die Kosten und die Wirtschaftlichkeit von Blockheizkraftwerken hängen von verschiedenen Faktoren ab, die für den Laien nur schwer zu überblicken sind. Eine fundierte vor Ort-Beratung durch einen qualifizierten Energieberater ist daher unerlässlich. Einen entsprechenden Experten in Ihrer Nähe finden Sie im kostenlosen Branchenbuch Rat und Tat. Außerdem gibt es die Möglichkeit, einen Zuschuss zur Anschaffungsinvestition zu erhalten, worüber unser Artikel „Mini-KWK-Impulsprogramm“ informiert. Alle weiteren Fördermöglichkeiten für jedes Vorhaben an jedem Standort berechnet der kostenlose FördermittelCheck.

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