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Stromverbrauch berechnen und messen im Haushalt

Sie möchten wissen, welcher Stromverbrauch bei Ihrer Haushaltsgröße üblich ist? Oder wollen Sie den Stromverbrauch einer Waschmaschine oder eines neuen PCs berechnen? Lernen Sie hilfreiche Rechner und Formeln zum Berechnen von Stromkosten im Haushalt kennen – und Tipps zum Senken Ihrer Stromkosten.

StromCheck: Stromverbrauch berechnen

Verbrauchen Sie zu viel Strom? Jetzt in wenigen Sekunden individuell berechnen.

  • Stromverbrauch berechnen: mit Formel, Stromspiegel oder Hochrechnung
  • Stromverbrauch von Kühlschrank, PC und Co. ausrechnen mit Stromkosten-Rechner
  • viele smarte Helfer für Stromverbrauch und Stromkosten: Smart Meter, Messsteckdosen, Energiesparkonto und App

1. Stromverbrauch berechnen für den Haushalt

Den Stromverbrauch des eigenen Haushalts zu kennen, ist der erste Schritt, um den Verbrauch zu optimieren. Meist genügt ein Blick auf die jüngste Stromrechnung, auf der der Jahresstromverbrauch angegeben ist. Haben Sie keine Vorjahresrechnung zur Hand, lässt sich der Stromverbrauch unterschiedlicher Haushaltsgrößen

a) mit einer Formel näherungsweise berechnen oder
b) im Stromspiegel ablesen
c) Stromverbrauch hochrechnen

a) Formel zum Berechnen des Stromverbrauchs im Haushalt:

Um Ihren Stromverbrauch zu berechnen, können Sie folgende Formel anwenden:

im Haushalt lebende Personen * 200 Kilowattstunden (kWh) + Wohnfläche des Haushalts in Quadratmetern * 9 kWh + Anzahl der Geräte im Haushalt * 200 kWh = Stromverbrauch im Haushalt

Wenn bei Ihnen das Wasser elektrisch erwärmt wird, müssen Sie die Personenanzahl im Haushalt mit 550 Kilowattstunden multiplizieren.

Diese Infografik veranschaulicht die Formel:

Beispiel: Stromverbrauch berechnen für 2 Personen

  • 70 Quadratmeter Wohnfläche á 9 kWh = 630 kWh
  • 2 Personen á 200 kWh = 400 kWh
  • 8 Elektrogeräte á 200 kWh = 1.600 kWh (Kühlschrank, Herd, Mikrowelle, Waschmaschine, Trockner, Fernseher, Stereoanlage, Laptop)
  • Stromverbrauch pro Jahr: 2.630 kWh

b) Stromspiegel: durchschnittliche Werte für den Stromverbrauch unterschiedlicher Haushaltsgrößen

Wem das Berechnen des Stromverbrauchs mit einer Formel zu kompliziert ist, der kann sich auch am durchschnittlichen Stromverbrauch unterschiedlicher Haushaltsgrößen orientieren.

Hier gilt: Der durchschnittliche Stromverbrauch im Einfamilienhaus ist in der Regel größer als der Stromverbrauch von Bewohnern einer Wohnung im Mehrfamilienhauses. Das liegt daran, dass im Eigenheim Stromkosten wie für die Außenbeleuchtung, das Garagentor oder den Rasenmäher anfallen und nicht durch mehrere Parteien geteilt werden.

Haushalte mit mehr Personen verbrauchen außerdem mehr Strom als kleinere Haushalte. Allerdings sinkt anteilig gesehen der Pro-Kopf-Verbrauch. Denn große Stromfresser, wie Kühlschrank und Fernseher, werden in der Regel gemeinsam benutzt.

Laut Stromspiegel für Deutschland verbrauchen Haushalte in Einfamilienhäusern so viel Strom:

HaushaltsgrößeStromverbrauch mit elektr. Warmwasserbereitung
1-Personen-Haushalt2.300 kWh/Jahr2.800 kWh/Jahr
2-Personen-Haushalt3.000 kWh/Jahr3.700 kWh/Jahr
3-Personen-Haushalt3.600 kWh/Jahr4.500 kWh/Jahr
4-Personen-Haushalt4.000 kWh/Jahr5.000 kWh/Jahr
5-Personen-Haushalt5.000 kWh/Jahr6.300 kWh/Jahr

Haushalte in Wohnungen verbrauchen laut Stromspiegel 2017 durchschnittlich so viel Strom:

HaushaltsgrößeStromverbrauch mit elektr. Warmwasserbereitung
1-Personen-Haushalt1.400 kWh/Jahr1.900 kWh/Jahr
2-Personen-Haushalt2.000 kWh/Jahr3.000 kWh/Jahr
3-Personen-Haushalt2.600 kWh/Jahr4.000 kWh/Jahr
4-Personen-Haushalt3.000 kWh/Jahr4.400 kWh/Jahr
5-Personen-Haushalt5.000 kWh/Jahr5.600 kWh/Jahr

Bedenken Sie, dass es sich bei diesen Werten nur um Durchschnittswerte des Stromverbrauchs handelt – nicht um optimale Werte. Der ideale Stromverbrauch liegt unter diesen Werten, denn in fast allen Haushalten gibt es Potenzial zum Stromsparen. Besonders oft sorgen große Haushaltsgeräte wie Kühlgeräte und veraltete Heizungspumpen für einen erhöhten Stromverbrauch.

Unsere Tipps und Tricks zum Stromsparen im Haushalt helfen Ihnen dabei, Ihren Stromverauch zu optimieren. Das spart bares Geld und schützt durch den verminderten CO2-Ausstoß zudem die Umwelt.

c) Stromverbrauch hochrechnen

Wenn Sie Zugang zum Stromzähler haben, können Sie den Stromverbrauch auch berechnen, indem Sie ihn hochrechnen. Das können Sie selbst oder mit Hilfe einer App wie dem EnergieCheck machen. Alles, was Sie dazu brauchen, sind einige Zählerstände: mindestens für einen kompletten Tag (24 Stunden), besser für eine Woche oder einen Monat.

  • Stromverbrauch in kWh pro Tag x 365 = Stromverbrauch pro Jahr
  • Stromverbrauch in kWh pro Woche x 52 = Stromverbrauch pro Jahr
  • Stromverbrauch in kWh pro Monat x 12 = Stromverbrauch pro Jahr

Bedenken Sie, dass der Stromverbrauch schwanken kann, vor allem wenn das Wasser elektrisch erwärmt wird oder mit Hilfe von Strom geheizt wird. Im Sommer ist der Stromverbrauch generell meist niedriger als im Winter.

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2. Stromkosten berechnen: für Wohnung oder Haus

Mit dem per Formel, Stromspiegel oder Hochrechnung ermittelten Stromverbrauch können Sie die voraussichtlichen Stromkosten einer Wohnung oder eines Hauses berechnen. Dazu müssen Sie einfach den Wert in kWh mit dem aktuellen durchschnittlichen Strompreis multiplitzieren.

Beispiel: Stromkosten einer Wohnung berechnen

2-Personen-Haushalt laut Stromspiegel: 2.000 kWh pro Jahr aktueller Strompreis: 29 Cent je kWh Stromkosten pro Jahr: 585,00 Euro Stromkosten pro Monat (Abschlagszahlung): 50 Euro

3. Stromverbrauch von Geräten im Haushalt berechnen: von Watt zur Kilowattstunde

Wie viel Strom verbraucht eigentlich mein alter Fernseher? Und wie hoch wären die Stromkosten des Internet-Routers, der gerade im Angebot ist? Obwohl moderne Elektrogeräte immer effizienter werden, steigt der Stromverbrauch deutscher Haushalte. Das liegt daran, dass wir im Schnitt pro Haushalt immer mehr elektrische Geräte besitzen – die allesamt Strom verbrauchen und sich auf der Jahresabrechnung bemerkbar machen.

Mit unserem Stromkosten-Rechner finden Sie heraus, wie viel Stromkosten ein Gerät im Jahr etwa verursacht. Einfach die Betriebsdauer pro Tag und die benötigte Watt-Zahl eingeben:

Alternativ können Sie den Stromverbrauch und die Stromkosten von elektrischen Geräten auch mit einer Formel berechnen. Sie brauchen dafür die Leistung des Geräts in Watt, den aktuellen Preis pro Kilowattstunde Strom (derzeit rund 29 Cent pro Kilowattstunde) und die tägliche Laufzeit des Geräts in Stunden.

Mit folgenden Formeln können Sie den Stromverbrauch und die Stromkosten Ihrer Geräte berechnen:

Watt x Gebrauch in Stunden am Tag x Nutzungstage im Jahr = Stromverbrauch

Stromverbrauch x Strompreis = Stromkosten

Beispiel: Stromverbrauch berechnen für einen PC

Ein PC hat eine Leistung von 100 Watt oder 0,1 Kilowatt (kW) und wird an grob geschätzten 335 Arbeitstagen im Jahr jeweils 5 Stunden benutzt. So berechnen Sie den jährlichen Stromverbrauch:

0,1 kW x 5 Stunden x 335 Arbeitstage im Jahr = 167,5 kWh

Stromkosten berechnen

So berechnen Sie die jährlichen Stromkosten des PCs:

167,5 kWh x 0,29 Euro = 48,58 Euro Stromkosten im Jahr

Um herauszufinden, wie viel Strom Geräte mit stark schwankendem Energieverbrauch wie beispielsweise Kühlschrank oder Waschmaschine bei Ihnen zu Hause verbrauchen, empfehlen wir den Einsatz von Strommessgeräten.

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4. Stromverbrauch messen: Geräte im Haushalt

Man mit ausgestrecktem Arm und Fernbedienung in der Hand vor Couchtisch mit Broschüren darauf.(c) rawpixel | Unsplash

Wissen Sie, wie viel Sie im Jahr für den Strom für TV-Receiver und Kaffeemaschine zahlen? Oder für Ihre alte Stereoanlage? Die wenigsten Verbraucher können diese Fragen beantworten. Dabei sind elektrische Geräte oft der Hauptfaktor für zu hohe Stromkosten – und verbrauchen häufig mehr, als ihre Besitzer vermuten.

Mit einem Strommessgerät können Sie den Verbrauch einzelner Geräte im Haushalt genau messen und so Energiefresser aufspüren. Zum Vergleich: Sie haben vor zehn, fünfzehn Jahren einen neuen Kühlschrank gekauft? Scheint noch gar nicht so lange her und doch verbraucht ein Kühlschrank dieser Generation rund 60 Prozent mehr Energie als ein neues, effizientes Gerät. Das entspricht durchschnittlichen Stromkosten von rund 70 Euro im Jahr.

Woher bekomme ich ein Strommessgerät?

Ein Gerät zum Messen des Stromverbrauchs können Sie bei vielen Verbraucherzentralen, Energie- und Klimaschutzagenturen sowie lokalen Energieversorgern kostenlos ausleihen. Dabei ist es wichtig, bei der Ausleihe zu erklären, an welchen Haushaltsgeräten Sie den Stromverbrauch messen wollen. Denn manche Messgeräte zeigen erst ab einer größeren Watt-Zahl einen korrekten Wert an, sodass Sie geringere Stromverbräuche wie Stand-by-Verluste nicht immer exakt erfassen können.

Bei einigen Strommessgeräten können Sie auch Ihren aktuellen Strompreis eingeben und sich so nicht nur den Verbrauch, sondern auch gleich die Stromkosten anzeigen lassen. Mögliche Ausleihstellen in Ihrer Nähe finden Sie per Postleitzahlen-Suche in unserer Rubrik Stromberatung vor Ort.

Strommessgerät nutzen: So messen Sie richtig

Wenn Sie ein Strommessgerät haben, stecken Sie es einfach zwischen Steckdose und Gerät. Für die Ermittlung genauer Werte sollten Sie noch einige Hinweise beachten:

  • Haushaltsgerät ein paar Minuten vor der Messung einschalten
  • möglichst über längeren Zeitraum oder mehrfach messen

Laut Stiftung Warentest ist es wichtig, das Haushaltsgerät, dessen Stromverbrauch Sie bestimmen wollen, schon ein paar Minuten vor der Messung einzuschalten. Manche Elektrogeräte benötigen in einer sogenannten Warmlaufphase kurz nach dem Anschalten etwas mehr Strom als im Normalbetrieb. Durch die kurze Wartezeit werden Ihre Messwerte genauer.

Bei einigen Geräten sollten sie außerdem über einen längeren Zeitraum messen – denn oft hängt der Verbrauch von der Nutzung ab. Dies trifft zum Beispiel bei PCs oder Fernsehern zu. Aber auch bei Kühlschränken: Wenn ein Kühlschrank tagsüber einige Male geöffnet wird, verbraucht er mehr Strom als nachts, wenn er geschlossen bleibt. Wenn Sie bei solchen Geräten etwa über den Zeitraum eines Tages oder einer Woche messen, erhalten Sie verlässlichere Durchschnittswerte.

Ähnliches gilt für Geschirrspüler, Waschmaschinen und Trockner. Hier ist es sinnvoll, nicht nur eine, sondern mehrere Messungen vorzunehmen. Denn je nach genutztem Programm (zum Beispiel Eco, heiß oder schnell) unterscheidet sich der Stromverbrauch.

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5. Stromverbrauch im Haushalt smart messen: mit Smart Metern und Messsteckdosen

Smart Home: Smarter Wifi Zwischenstecker(c) homeandsmart

Ähnlich wie den Stromverbrauch eines Haushaltsgeräts mit Strommessgerät lässt sich auch der Stromverbrauch eines ganzen Haushalts messen, quasi an der allerersten „Steckdose“ des Haushalts. Dafür wird der konventionelle Stromzähler durch einen intelligenten, digitalen Stromzähler ersetzt.

Das Besondere an diesen Smart Metern: Die digitalen Stromzähler zeigen die Verbrauchsmengen und Verbrauchszeiten an, speichern sie in kurzen Intervallen ab und können sie per Funk, über die Stromleitung oder über das Internet an den Messdienstleister schicken. Als Nutzer können Sie die Verbrauchsdaten dann über eine App oder ein Kundenportal im Internet einsehen.

Herkömmliche Stromzähler liefern hingegen nur den Gesamtstromverbrauch seit der Installation. Deren Zählerstand notiert einmal im Jahr der Ablesedienst. Kurzfristige Änderungen des Stromverbrauchs erfahren Sie so nicht. Es sei denn, Sie lesen zwischendurch selbst den Zählerstand ab.

Mit einem Smart Meter dagegen können Sie sofort sehen, ob sich der Stromverbrauch Ihres Haushalts reduziert, wenn Sie beispielsweise Ihren alten Kühlschrank austauschen. Einige Smart Meter (beziehungsweise die damit verbundene Software) können zudem zwischen verschiedenen Geräten unterscheiden. So messen Sie den Stromverbrauch gleich mehrerer Geräte im Haushalt.

Smart Meter erfassen auch, wenn Sie zu Hause – beispielsweise über eine Solaranlage – selbst Strom erzeugen. So erhalten Sie einen Rundum-Überblick über Ihre Stromdaten. Zu bedenken ist, dass bei einem Smart Meter die jährlichen Kosten höher sind als bei herkömmlichen Zählern. Für den Wechsel zu einem Smart Meter kann auch eine einmalige Gebühr anfallen.

Einige Nutzer machen sich zudem Sorgen um die Verarbeitung Ihrer Smart-Meter-Daten. Da aufgrund der detaillierten Verbrauchsprofile Rückschlüsse auf das Verhalten sowie An- und Abwesenheit des Nutzers möglich sind, sind zwei Dinge wichtig:

  • ein verantwortungsvoller Datenschutz bei den Anbietern von Smart Metern und
  • sichere Passwörter auf Seiten der Kunden.

Eine Alternative zum Smart Meter sind smarte Messsteckdosen. Damit können zum Beispiel einzelne Geräte wie Kühlschränke, die besonders viel Strom verbrauchen, überwacht werden. Manche Messsteckdosen versenden dann täglich, wöchentlich oder monatlich eine Übersicht zum Stromverbrauch oder ermöglichen die Auswertung per App. Eine weitere Alternative sind Geräte wie Smappee, Wattcher oder Optokoppler-Systeme, die herkömmliche Stromzähler um smarte Funktionen erweitern.

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6. Stromverbrauch messen per Energiesparkonto oder App

Energiesparkonto Nutzer

Um Transparenz in Ihren Stromverbrauch zu bringen, sind Sie nicht auf Smart Meter, ähnliche Geräte oder jede Menge smarte Steckdosen angewiesen. Das kostenlose Energiesparkonto kann ebenso Ihren Stromverbrauch sichtbar machen, alle Daten speichern und auswerten.

Je häufiger Sie Ihre Zählerdaten in das Konto eingeben, desto detaillierter werden die Auswertungen zu ihrem Energieverbrauch. So sehen Sie schnell, ob sich Energiesparmaßnahmen gelohnt haben. Und der Erfolg einer Maßnahme motiviert zudem, weitere Energiespar-Aktionen auszuprobieren. Außerdem bleiben Ihnen so böse Überraschungen erspart. Steigt der Stromverbrauch, können Sie sich auf die Suche nach der Ursache machen, zum Beispiel einem kaputten Gerät. So vermeiden Sie überraschende Nachzahlungen.

Wer keinen Zugang zum Stromzähler hat, kann zumindest seine jährlichen Rechnungen ins Energiesparkonto eingeben. Auf diesem Wege lässt sich auch bequem der aktuelle Stromverbrauch mit dem Stromverbrauch in Vorjahren vergleichen.

Mit dem Energiesparkonto haben Sie nicht nur Ihren Stromverbrauch im Blick, sondern können gleichzeitig auch Ihre Verbräuche an Heizenergie, Wasser und Kraftstoff sowie Photovoltaik-Erträge protokollieren. So verwalten Sie übersichtlich alle Daten, Rechnungen und Zählerstände zu Energieverbrauch und Fahrzeugen.

Das Energiesparkonto können Sie als Web-Applikation am Computer nutzen – oder in Form der App „EnergieCheck“ vom Smartphone oder Tablet (iOS und Android ) aus.

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