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Heizungsthermostate: Funktionsweise und Aufbau

Ob in der Mietwohnung oder im eigenen Haus — Heizungsthermostate sind in fast jeder Wohnung zu finden. Falls ein Thermostat bei Ihnen nicht richtig funktioniert, defekt ist oder ausgetauscht werden soll, lohnt es sich mit der Funktionsweise auseinander zusetzen.

ThermostatCheck: Rechnen sich neue Thermostate?

Lohnt der Austausch? Finden Sie es jetzt heraus – und erfahren Sie, welche modernen Thermostate in Ihrem Fall geeignet wären:

Wie funktioniert ein Heizkörperthermostat?

Kälte: Raum kühlt sich abHitze: Raum erhitzt sich

Temperaturfühler registriert  Unterschied zwischen

eingestellter Temperatur und Raumtemperatur

Temperaturfühler registriert  Unterschied zwischen eingestellter Temperatur und Raumtemperatur
Flüssigkeit im Thermostatkopf zieht sich zusammendie Flüssigkeit im Thermostatkopf breitet sich aus
Heizventil wird geöffnetHeizventil wird geschlossen
heißes Wasser fließt in Heizkörperkein Wasser fließt durch Heizkörper

So funktionieren manuell einstellbare Heizkörperthermostate

Nach rechts gedreht (Richtung „0“ oder „*“) wird eine kühlere Soll-Temperatur gewählt, nach links gedreht (Richtung „5“) wird eine wärmere Wunschtemperatur gewählt. Der Thermostatregler reagiert auf die vorhandene Raumtemperatur. Ist es wärmer im Raum, als die am Thermostatkopf eingestellte Temperatur wird ein Stift am Ventilunterteil hereingedrückt und die Öffnung des Ventils wird begrenzt. Es strömt weniger Heizwasser in den Heizkörper und damit wird die Raumlufttemperatur abgesenkt.

Nach links gedreht auf eine höhere Stufe wird das Ventil geöffnet. So kann mehr Heizwasser den Heizkörper durchströmen und die Raumtemperatur erhöht sich bis die Solltemperatur erreicht ist.Dann schließt das Ventil wieder etwas, um die Raumtemperatur auf Solltemperatur zu halten.

Das Thermostatventil regelt die Warmwasserzufuhr am Heizkörper in Abhängigkeit von der Raumtemperatur.

 

In der Regel bedeutet Stufe 1 unabhängig vom Fabrikat eine Raumtemperatur von etwa zwölf Grad Celsius. Jede weitere Stufe bringt drei bis vier Grad Celsius mehr.

  • Stufe 1: 12 Grad Celcius
  • Stufe 2: 16 Grad Celcius
  • Stufe 3: 20 Grad Celcius
  • Stufe 4: 24 Grad Celcius
  • Stufe 5: 28 Grad Celcius

Wie die meisten technischen Geräte verschleißt auch das Heizungsthermostat nach circa 15 Jahren. Die Genauigkeit der Temperaturregelung und die Effizienz lassen nach. Für den Laien ist es oft schwer zu erkennen, ob das Thermostatventil austauschwürdig oder defekt ist. Ob sich der Austausch Ihrer Thermostate rechnet, zeigt Ihnen der ThermostatCheck. In Verbindung mit einem hydraulischen Abgleich gibt es auch eine Förderung für neue Thermostatventile.

Programmierbare Heizungsthermostate können mehr

(c) Resideo

Programmierbare Heizungsthermostate funktionieren nach dem gleichen Muster. Nur, dass hier statt einer Flüssigkeit ein elektronischer Fühler die Temperatur misst und die Heizkörperventile nicht rein mechanisch, sondern über einen Elektromotor gesteuert werden. Sie regeln die Raumtemperatur nach der Uhrzeit. So ist das Bad morgens zum Duschen warm, kühlt aber tagsüber – wenn es nicht gebraucht wird – auf sparsame 16 Grad Celsius ab. So können im Schnitt etwa zehn Prozent Heizkosten gespart werden. Ein weiterer Vorteil: Die Geräte sind auch für Mieter geeignet.

Kaufratgeber Heizungsthermostate:

  • manuell einstellbare Thermostate

  • Funkthermostate

  • programmierbare Thermostate

  • Baumarkt / Technikmarkt

  • Onlinehändler

  • Fachhändler

Welche Teile nutzen sich am schnellsten ab? Welche Teile kann ich einzeln nachkaufen?

Volker Galonske, Resideo: Sind die programmierbaren Thermostate einmal installiert, müssen keine Teile mehr nachgekauft und ausgetauscht werden. Einzig die Batterien sollten etwa alle zwei Jahre gewechselt werden. Da es sich dabei um zwei handelsübliche Mignon AA 1,5V-Batterien handelt, bleibt der Aufwand gering. Besonders praktisch: Die Thermostate zeigen frühzeitig an, wenn ein Batteriewechsel ansteht!

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Haus-Check und Datenaufnahme(c) co2online/Alois Müller

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Gerade bei den elektronischen Heizkörperthermostaten trumpfen die Hersteller jährlich mit neuen und moderneren Varianten auf. Während einfachere Modelle direkt am Thermostatkopf eingestellt werden, können andere Modelle über Funk oder Bluetooth per App oder Desktop-Rechner eingestellt werden. Der Vorteil: Mitunter können Einstellungen auch aus der Ferne, beispielsweise auf dem Heimweg oder dank GPS automatisch, vorgenommen werden. Wie viel Geld Sie dadurch sparen können, erfahren Sie in unserer Übersicht zur smarten Heizungssteuerung. Mehr Informationen zu elektronischen Heizungsreglern finden Sie in unserem Artikel über programmierbare Thermostate.

Was ist die Hauptmotivation für ein programmierbares Heizungsthermostat?

Patrick Plonka, Oventrop: Die größte Motivation liegt darin, zeitgesteuert die Raumtemperatur zu beeinflussen. Programmierbare Heizungsthermostate können jedoch bei falscher Programmierung die Raumtemperatur auch negativ beeinflussen. Wenn sich beispielsweise die Raumnutzungszeiten ändern, kann unnötig Energie verbraucht werden oder die elektronischen Thermostate müssen mühsam neu eingestellt werden. Vorteilhaft sind in diesem Zusammenhang Funkthermostate, die über eine Zentraleinheit bedient werden können.

Voreinstellbares Heizkörperventil und hydraulischer Abgleich

Herkömmliche Heizkörperthermostate verfügen oft über eine Möglichkeit zum Einstellen – ein sogenanntes voreinstellbares Thermostatventil. Über eine Stellschraube im Ventilunterteil wird festgelegt, wie viel Heizwasser maximal durch das Ventil in den Heizkörper strömt. So kann der Durchfluss begrenzt und an den tatsächlichen Bedarf des Raumes angepasst werden.

Diese voreinstellbaren Thermostatventile sind eine wichtige Voraussetzung, um die Heizungsanlage durch einen hydraulischen Abgleich optimal und energiesparend einstellen zu können. Vor allem Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern können so kostengünstig ihre Heizung optimieren. Wie viel Sie dadurch sparen können, sagt Ihnen der WärmeCheck.

Fördermittel für die Heizungsoptimierung: 30 Prozent Zuschuss

Da eine effizient arbeitende Heizung viel CO2 einspart und so einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leistet, unterstützt die Bundesregierung die Optimierung älterer Heizanlagen. Förderfähig ist beispielsweise der hydraulische Abgleich, wobei auch die für den Abgleich notwendigen Bauteile – wie beispielsweise voreinstellbare Thermostate – subventioniert werden. Seit August 2016 gibt es einen Zuschuss von 30 Prozent auf die Nettokosten. Worauf Sie beim Fördermittel-Antrag achten müssen, erklärt der Artikel „Förderung für Heizungsoptimierung“.

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