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Hohe Förderung für Brennstoffzellen-Heizungen

Bund und Länder unterstützen den Einbau der effizienten Brennstoffzellen-Heizung massiv: Mit der Förderung lassen sich die Kosten um 30 bis 50 Prozent senken. So kommen die Investitionskosten für Brennstoffzellen-Heizungen dem Niveau anderer moderner Heizanlagen, wie etwa Brennwertkessel, immer näher.

Seit August 2016 unterstützt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) mit dem KfW-Programm „Energieeffizient Bauen und Sanieren – Zuschuss Brennstoffzelle (433)“ die Markteinführung der innovativen, stromerzeugenden Heizungen – und bietet damit die für viele lukrativste Förderung für Brennstoffzellen-Heizungen.

Wer kann Brennstoffzellen-Heizungs-Förderung beantragen?

Das KfW-Programm richtet sich an Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern und an Eigentümer von Eigentumswohnungen in Wohnungseigentümergemeinschaften (WEG). Seit Juli 2017 werden auch Nichtwohngebäude gefördert. Es können nun also auch kleine und mittlere Unternehmen, Contractoren sowie kommunale Gebietskörperschaften Brennstoffzellen-Heizungs-Förderung erhalten. Beantragen können sie die Mittel, wenn sie in einem bestehenden Gebäude oder in einem neuen Gebäude eine Brennstoffzellen-Heizung mit einer Modulleistung der Brennstoffzelle zwischen 0,25 und 5 Kilowatt einbauen lassen.

Wie hoch ist der Zuschuss für die Brennstoffzellen-Heizung?

Zu einem Grundbetrag von 5.700 Euro kommt ein leistungsabhängiger Betrag: 450 Euro je angefangenen 100 Watt elektrischer Leistung. Höchstens 40 Prozent der förderfähigen Kosten werden bezuschusst. Als förderfähige Kosten gelten neben den Kosten der Brennstoffzellen-Heizung auch die Ausgaben für den Wartungsvertrag in den ersten zehn Jahren und für einen Energieberater.

Beispielrechnung für den Zuschuss

Für eine Brennstoffzellen-Heizung mit einer elektrischen Leistung von 0,7 Kilowatt errechnet sich ein Grundbetrag von 5.700 Euro. Dazu kommen 7 mal 450 Euro, also 3.150 Euro leistungsabhängiger Zuschuss. In der Summe beträgt die Förderung 8.850 Euro. Liegt die elektrische Leistung bei einem Kilowatt, sind es 10.200 Euro.

Infografik: Beispielrechnung für Zuschüsse für Brennstoffzellen-Heizgeräte.(c) IBZ

Wann wird der Brennstoffzellen-Heizungs-Zuschuss ausgezahlt?

Der Zuschuss wird nach Inbetriebnahme der Heizung ausgezahlt; üblicherweise einen Monat nachdem der Energieeffizienz-Experte, ein besonders qualifizierter Energieberater, bei der KfW-Bank den „Nachweis der Vorhabensdurchführung“ eingereicht hat.

Darf die Förderung für Brennstoffzellen-Heizungen der KfW mit anderen Fördermitteln kombiniert werden?

Der KfW-Zuschuss kann mit der Vergütung für KWK-Anlagen nach dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) kombiniert werden. Der im Gebäude selbst verbrauchte KWK-Strom wird so mit 4 Cent pro Kilowattstunde, der ins allgemeine Stromnetz eingespeiste mit 8 Cent pro Kilowattstunde vergütet. Außerdem ist zu prüfen, ob eine Energiesteuer-Rückerstattung infrage kommt.

Welche Bedingungen gelten für die Förderung von Brennstoffzellen-Heizungen?

Den richtigen Handwerker finden(c) co2online/Alois Müller

Eine Bedingung ist die Beratung durch einen qualifizierten Energieeffizienz-Experten. Der Einsatz eines solchen Energieberaters ist schon deshalb sinnvoll, weil Laien kaum den eigenen Energiebedarf und das dafür passende Gerät ermitteln können. Der Sachverständige hilft dabei, genau diejenige Anlage zu finden, die für den individuellen Bedarf am wirtschaftlichsten ist. Eine Energieexperten-Liste des Bundes ist unter www.energie-effizienz-experten.de in der Kategorie „Energieeffizient Bauen und Sanieren – Wohngebäude“ abrufbar. Der Energieeffizienz-Experte stellt vor Beginn des Vorhabens den Förderantrag und prüft am Ende, ob die Ausführung der Anlage mit der ursprünglichen Planung übereinstimmt.

Weitere Anforderungen des Förderprogramms sind beispielsweise ein hydraulischer Abgleich und der Abschluss eines Vollwartungsvertrags mit einer Mindestlaufzeit von zehn Jahren. Auch die Kosten dafür sind beim Berechnen der Investitionskosten und der Wirtschaftlichkeit zu berücksichtigen.

Weitere Förderprogramme des Bundes

Alternativ kann für Brennstoffzellen-Heizungen auch die Förderung für Mini-KWK-Anlagen durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) in Anspruch genommen werden. Das kann sinnvoll sein, um andere Fördermittel von Ländern, Kommunen oder Energieversorgern nutzen zu können.

Die Mini-KWK-Förderung gilt in Bestandsgebäuden für Anlagen bis zu einer elektrischen Leistung von 20 Kilowatt. Der Zuschuss ist nach Leistung gestaffelt. Im Falle einer Brennstoffzellen-Heizung mit einer elektrischen Leistung bis zu einem Kilowatt gibt es einmalig 1.900 Euro. Besonders energieeffiziente Anlagen können unter bestimmten Bedingungen zusätzlich eine Bonusförderung erhalten: einen Wärmeeffizienzbonus in Höhe von 25 Prozent der Basisförderung (475 Euro) oder einen Stromeffizienzbonus in Höhe von 60 Prozent der Basisförderung (1.140 Euro).

Fördermittel von Ländern, Kommunen und Energieversorgern

Einige Bundesländer bieten ebenfalls spezielle Förderungen für Brennstoffzellen-Heizungen an, aktuell etwa Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen. Auch bei mehreren Stadtwerken und anderen Energieversorgern gibt es für Kunden Förderprogramme für Brennstoffzellen-Heizungen, die zum Teil miteinander kombinierbar sind.

Mit den Fördermitteln können Haus- und Wohnungseigentümer nicht nur ihre Investitionskosten für eine Brennstoffzellen-Heizung senken. Auch die Wirtschaftlichkeit hängt von den Zuschüssen ab. Deshalb sollten alle Fördermöglichkeiten auf lokaler, regionaler und auf Bundesebene ausgelotet werden.

Eine Übersicht über alle Förderprogramme und Zuschüsse für Brennstoffzellen-Heizungen finden Sie im FördermittelCheck und einzeln aufgelistet:

Autoren: Kristina Simons und Marcus Franken

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