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Hohe Förderung für Brennstoffzellen-Heizungen

Bund und Länder unterstützen den Einbau der effizienten Brennstoffzellen-Heizung massiv: Mit der Förderung lassen sich die Kosten um 30 bis 60 Prozent senken. So kommen die Investitionskosten für Brennstoffzellen-Heizungen dem Niveau anderer moderner Heizanlagen immer näher.

Bis zu 4.500 Euro Fördermittel nur für Berliner Eigentümer*innen

Von wegen arm, aber sexy. Aktuell unterstützt die Investitionsbank Berlin (IBB) Berliner Hauseigentümer*innen mit bis zu 4.500 Förderzuschuss, wenn sie ihre alte Heizung erneuern. Die Fördermittel sind mit denen vom BAFA kombinierbar. Im Optimalfall muss nur noch ein Bruchteil der Gesamtkosten getragen werden. Ausführliche Informationen dazu finden Sie auf: www.heizungtauschenberlin.de/

Förderung finden: für Brennstoffzellen-Heizungen und andere Vorhaben

Prüfen Sie, welche Fördermittel es für Ihre neue Heizung oder andere Vorhaben gibt. Alle passenden Zuschüsse und Kredite von Bund, Ländern, Kommunen und Versorgern:

Die wichtigsten Fakten im Überblick

  • wichtigster Fördergeber für Ein- und Zweifamilienhäuser: KfW
  • 11.000 bis 15.000 Euro Zuschuss für Brennstoffzellen-Heizung möglich
  • zusätzliche Förderung durch Länder, Kommunen und Energieversorger
  • Beratung durch Energieberater*in nötig

Seit August 2016 unterstützt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) mit dem KfW-ProgrammEnergieeffizient Bauen und Sanieren – Zuschuss Brennstoffzelle (433)“ die Markteinführung der innovativen, stromerzeugenden Heizungen – und bietet damit die für viele lukrativste Förderung für Brennstoffzellen-Heizungen. Bis 31. März 2021 sind laut KfW rund 16.500 Förderanträge eingegangen.

Wer kann Brennstoffzellen-Heizungs-Förderung beantragen?

Das KfW-Programm richtet sich an Eigentümer*innen von Ein- und Zweifamilienhäusern und an Eigentümer*innen von Eigentumswohnungen in Wohnungseigentümergemeinschaften (WEG). Seit Juli 2017 gibt es auch Fördermittel für Nichtwohngebäude. Es können also auch kleine und mittlere Unternehmen, Contractor*innen sowie kommunale Gebietskörperschaften Brennstoffzellen-Heizungs-Förderung erhalten. Beantragen können sie die Mittel, wenn sie in einem bestehenden Gebäude oder in einem neuen Gebäude eine Brennstoffzellen-Heizung mit einer elektrischen Leistung zwischen 0,25 und 5 Kilowatt (kW) einbauen lassen.

Wie hoch ist der Zuschuss für die Brennstoffzellen-Heizung?

Zu einem Fest­betrag von 6.800 Euro kommt ein leistungsabhängiger Betrag: 550 Euro je angefangenen 100 Watt elektrischer Leistung. Den Zuschuss gibt es für höchstens 40 Prozent der förderfähigen Kosten. Als förderfähige Kosten gelten neben den Kosten der Brennstoffzellen-Heizung auch die Ausgaben für den Wartungsvertrag in den ersten zehn Jahren und für eine/n Energieberater*in.

Beispielrechnung für den Zuschuss

Für eine Brennstoffzellen-Heizung mit einer elektrischen Leistung von 0,75 Kilowatt (kW) gibt es einen Fest­betrag von 6.800 Euro. Dazu kommen 8 mal 550 Euro, also 4.400 Euro leistungsabhängiger Zuschuss. In der Summe beträgt die Förderung 11.200 Euro. Liegt die elektrische Leistung bei 1,5 kW, sind es insgesamt 15.050 Euro.

Dazu können noch Fördermittel von Land, Kommunen und Energieversorger*innen kommen. Das Land Berlin zum Beispiel zahlt aktuell einen Zuschuss von 3.500 Euro für eine Brennstoffzellen-Heizung. So ergibt sich bei Mindestkosten von rund 30.000 Euro eine Förderung für Brennstoffzellen-Heizungen von etwa 30 bis 60 Prozent.

Brennstoffzellen-Heizung 0,75 kWelBrennstoffzellen-Heizung 1,5 kWel
Festbetrag6.800 Euro6.800 Euro
leistungsabhängiger Betrag (550 Euro je 100 W)4.400 Euro8.250 Euro
Summe KfW11.200 Euro15.050 Euro
regionale Förderung: Beispiel Berlin3.500 Euro3.500 Euro
Förderung insgesamt14.700 Euro18.550 Euro

Wann wird der Brennstoffzellen-Heizungs-Zuschuss ausgezahlt?

Der Zuschuss wird nach Inbetriebnahme der Heizung ausgezahlt. Üblicherweise einen Monat nachdem der/die Energieeffizienz-Expert*in, ein/e besonders qualifizierte/r Energieberater*in, gemeinsam mit Ihnendie „Bestätigung nach Durch­führung“ (BnD) erstellt hat. Dann müssen Sie im KfW-Zuschuss­portal nur noch die BnD-ID eintragen.

Darf die Förderung für Brennstoffzellen-Heizungen der KfW mit anderen Fördermitteln kombiniert werden?

Der KfW-Zuschuss kann mit weiteren Förderungen aus Mitteln des Bundes nicht mehr kombiniert werden. Die KfW nennt dazu insbesondere folgende Programme:

  • Zuschlagzahlung nach dem „Gesetz für die Erhaltung, die Moder­nisierung und den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung" (Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz, KWKG)
  • Förderung nach dem Erneuer­bare Energien-Gesetz (Einspeisevergütung)
  • Energieeffizient Bauen und Sanieren – Zuschuss Baubegleitung (431)

Die Kombination mit Fördermitteln von Ländern, Kommunen oder Energieversorgern ist dagegen möglich. In Berlin zum Beispiel gibt es eine Förderung des Landes und einer Energieversorgerin. Welche Förderung für Brennstoffzellen-Heizungen in Ihrer Region infrage kommt, zeigt der FördermittelCheck.

Welche Bedingungen gelten für die Förderung von Brennstoffzellen-Heizungen?

(c) co2online/Alois Müller

Eine Bedingung ist die Beratung durch eine/n qualifizierte/n Energieeffizienz-Expert*in. Der Einsatz eines/einer solchen Energieberater*in ist schon deshalb sinnvoll, weil Laien kaum den eigenen Energiebedarf und das dafür passende Gerät ermitteln können. Der/die Sachverständige hilft dabei, genau diejenige Anlage zu finden, die für den individuellen Bedarf am wirtschaftlichsten ist.

Eine Energieexpert*innen-Liste des Bundes ist unter www.energie-effizienz-experten.de in der Kategorie „Energieeffizient Bauen und Sanieren – Wohngebäude“ abrufbar. Der/die Energieeffizienz-Expert*in stellt vor Beginn des Vorhabens den Förderantrag und prüft am Ende, ob die Ausführung der Anlage mit der ursprünglichen Planung übereinstimmt.

Weitere Anforderungen des Förderprogramms sind beispielsweise ein hydraulischer Abgleich und der Abschluss eines Vollwartungsvertrags mit einer Mindestlaufzeit von zehn Jahren. Auch die Kosten dafür sind beim Berechnen der Investitionskosten und der Wirtschaftlichkeit zu berücksichtigen.

Gibt es weitere Förderprogramme des Bundes?

Für die Energieberatung bietet das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) eine zusätzliche Förderung des Bundes an. Dabei werden bis zu 80 Prozent der Kosten übernommen. Auch bei den Verbraucherzentralen gibt es eine geförderte Energieberatung. Möglich ist zudem das Absetzen von Kosten für energetische Sanierung bei der Steuer. Außerdem bietet die KfW passende Kredite für Brennstoffzellen-Heizungen.

Bis 1. Februar 2021 konnte der KfW-Zuschuss mit Zuschlägen aus dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) kombiniert werden: entweder als Pauschale oder je nach eingespeister (4 Cent je Kilowattstunde, kurz kWh) oder eigengenutzer Strommenge (rund 12 Cent je kWh). Dafür fällt der KfW-Zuschuss nun noch höher aus – und er wird schneller ausgezahlt, da keine beihilferechtliche Überprüfung mehr nötig ist.

Bis Ende 2020 konnte für eine Brennstoffzellen-Heizung auch die Förderung für Mini-KWK-Anlagen durch das BAFA in Anspruch genommen werden. Im Falle einer elektrischen Leistung bis zu einem Kilowatt gab es einmalig 1.900 Euro. Besonders energieeffiziente Anlagen konnten zusätzlich eine Bonusförderung erhalten: einen Wärmeeffizienzbonus (maximal 475 Euro) oder einen Stromeffizienzbonus (maximal 1.140 Euro).

Beide Förderungen bringen wesentlich weniger ein als der KfW-Zuschuss. Deswegen spielen sie für die meisten Brennstoffzellen-Heizungen keine Rolle mehr.

Energiesteuer für Brennstoffzellen-Heizung erstatten lassen

Für in Brennstoffzellen-Heizungen genutztes Erdgas wird keine Energiesteuer fällig. Die Erstattung dieser Steuer läuft über die regionalen Hauptzollämter. Pro Kilowattstunde Erdgas/Biogas gibt es 0,55 Cent. Der Hersteller Senertec kommt in einer Beispielrechnung auf rund 36 Euro Erstattung pro Jahr oder 360 Euro für 10 Jahre. Je nach Hersteller ist der Aufwand für die jährliche Meldung unterschiedlich groß. Denn zum Teil muss ein zusätzlicher Gaszähler installiert werden, was zusätzliche Kosten verursacht.

Welche Fördermittel bieten Länder, Kommunen oder Energieversorger?

Viele Bundesländer bieten ebenfalls spezielle Förderungen für Brennstoffzellen-Heizungen an:

  • Baden-Württemberg
  • Bayern
  • Berlin
  • Bremen
  • Mecklenburg-Vorpommern
  • Niedersachsen
  • Nordrhein-Westfalen
  • Rheinland-Pfalz
  • Saarland
  • Sachsen
  • Schleswig-Holstein

Auch bei mehreren Kommunen, Stadtwerken und anderen Energieversorger*innen gibt es für Kund*innen Förderprogramme für Brennstoffzellen-Heizungen, die häufig miteinander kombinierbar sind.

Mit den Fördermitteln können Hauseigentümer*innen nicht nur ihre Investitionskosten für eine Brennstoffzellen-Heizung deutlich senken. Auch die Wirtschaftlichkeit hängt stark von der Förderung ab. Deshalb sollten alle Fördermöglichkeiten auf lokaler, regionaler und auf Bundesebene ausgelotet werden. Dabei ist ein/e Energieberater*in ebenfalls behilflich.

Eine Übersicht über alle Förderprogramme und Zuschüsse für Brennstoffzellen-Heizungen finden Sie im FördermittelCheck und einzeln aufgelistet:

Autor*innen: Kristina Simons, Marcus Franken, Jens Hakenes

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