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Arten von Gasheizungen im Vergleich: Vor- und Nachteile im Überblick

Grundsätzlich können Gasheizungen nach Art des Kessels in drei Heizungstypen unterschieden werden. Welche Vorteile die jeweiligen Arten bieten und wie sich diese mit erneuerbaren Energien kombinieren lassen, erfahren Sie hier.

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Die wichtigsten Fakten auf einen Blick

  • Gasbrennwerttechnik in punkto Effizienz kaum schlagbar
  • Gasheizungen kombinierbar mit Solarthermie, Bio-Erdgas oder Wärmepumpe
  • Stiftung Warentest beurteilt acht getestete Gasheizungen mit Gesamtnote „Gut“

Welche Typen von Gasheizungen gibt es?

Bei Gasheizkesseln werden drei Typen unterschieden:

  • Gasbrennwerttherme oder Gasbrennwertkessel,
  • Niedertemperaturkessel und
  • Konstanttemperaturkessel.

Welcher Typ von Gasheizung ist am besten?

Gasbrennwerttechnik ist die aktuellste und effizienteste der drei Kessellarten, da entstehende Abgase zusätzlich zur Erwärmung des Heizwassers genutzt werden. Ein Niedertemperaturkessel kann zwar mit Temperaturen weit unter 70 Grad Celsius betrieben werden, nutzt allerdings die Kondensationswärme der Abgase nicht und ist somit weniger effizient als die Gasbrennwerttechnik. Ein Konstanttemperaturkessel arbeitet dauerhaft bei einer Temperatur zwischen 70 und 90 Grad Celcius. Er ist äußerst ineffizient und sollte möglichst gegen eine neue Gasheizung ausgetauscht werden.

Unterschiede bei Gasthermen

Im Unterschied zu einem Gasheizkessel verfügt eine Gastherme, die bei einer Gasetagenheizung zum Einsatz kommt, seltener über einen eigenen Wasserspeicher. Statt dessen wird das Wasser oft in einem Rohr an dem Gasbrenner vorbeigeführt und dabei erhitzt. Entsprechend dem genutzten Gasheizkessel wird auch hier zwischen Gasbrennwerttherme und Niederbrennwerttherme unterschieden. Konstanttemperaturkessel und eine dazugehörige Therme sind heute kaum noch zu finden.

Gasetagenheizung und Gaszentralheizung – wo liegt der Unterschied?

Eine Gasetagenheizung ist eine Heizungseinheit, die eine Wohnung oder Etage mit Wärme und meist auch mit warmem Wasser versorgt. Der Begriff ist insofern missverständlich, da solche Heizungen meist für einzelne Wohnungen genutzt werden. Das heißt, unterschiedliche Wohnungen der gleichen Etage haben in der Regel jeweils eine eigene Etagenheizung. Im Gegensatz dazu ist eine Gaszentralheizung eine Heizungsanlage, die das ganze Gebäude (also alle Wohnungen/Etagen) von einem zentralen Ort aus (meist dem Keller) beheizt und die Wärme dann über Leitungen im ganzen Haus verteilt.

Kombinationsmöglichkeiten von Gasheizungen mit erneuerbaren Energien

Haus mit Solarthermie und Photovoltaik auf dem Dach

Nach dem Erneuerbare-Energien-Wärme-Gesetz (EEWärmeG) besteht bei allen Neubauten die Pflicht, einen bestimmten Anteil der Wärme durch erneuerbare Energien zu erzeugen. Dies ist durch die Kombination einer Gasheizung mit anderen Wärmequellen wie zum Beispiel Solarthermie, Bio-Erdgas oder mit einer Wärmepumpe zu erreichen. Der gesetzlich vorgeschriebene Anteil zur Wärmeerzeugung fällt je nach erneuerbarer Energiequelle unterschiedlich aus. Welche der erneuerbaren Energien Sie nutzen möchten, können Sie grundsätzlich selbst entscheiden. Ein Energieberater sollte jedoch berechnen, welche Kombination in Ihrem konkreten Fall am wirtschaftlichsten ist.

Gasheizung: Kombinationen im Überblick

EnergiequelleSolarthermieBio-ErdgasGeothermie / Umweltwärme
(Wärmepumpe)
gesetzlicher Anteil
an der Wärme-erzeugung
15 %30 %50 %
besondere Voraus-
setzungen
geeignete Dachfläche zum Aufstellen der Solarthermieanlagekeine besonderen technischen Voraussetzungen, ggf. Wechsel des Gasanbietersrelativ hohe Investitionskosten; Alternative zu Solarthermie beim Fehlen einer geeigneten Dachfläche

Weitere Arten bzw. Kombinationsmöglichkeiten von Gasheizungen

Neben der Koppelung von Gasheizungen mit erneuerbaren Energiequellen gibt es noch weitere Kombinationsmöglichkeiten – etwa das Einbinden eines Kaminofens in das Heizsystem oder das Nutzen einer zusätzlichen Infrarotheizung. Allerdings lässt sich eine Infrarotheizung als besondere Variante einer Stromheizung nicht direkt in das System einer Gasheizungsanlage einbinden und ist auch in punkto Effizienz kritisch zu prüfen.

Gasheizungen im Test

Der aktuellste umfassende Gasheizungs-Test der Stiftung Warentest stammt aus dem Jahr 2010. Getestet wurden acht unterschiedliche Brennwertkessel zum damaligen Preis zwischen 4.500 und 5.800 Euro, die auch heute noch alle erhältlich sind. Jeder der Kessel aus dem Test ist mit einem Solarspeicher für Warmwasser ausgestattet. Alle getesteten Anlagen haben die Gesamtnote „Gut“ erhalten, wobei die Energieeffizienz, Bedienung und Umwelteigenschaften getestet wurden. Als beste Gasheizung zeichnete die Stiftung Warentest die Viessmann Vitodens 300-W aus, die mit 5.800 Euro allerdings gleichzeitig die teuerste war. Preis-Leistungs-Sieger des Tests für Gasheizungen war die Remeha Calenta 15DS; mit 4.500 Euro Listenpreis deutlich günstiger, jedoch mit geringerer maximaler Heizlast. Der Gasheizungs-Test ist komplett online zu finden.

Eine aktuellere Übersicht bietet die „Gas-Brennwert-Kesselliste“ von proKlima. Die Liste enthält am Markt verfügbare Geräte, die bestimmte Kriterien für mehr Effizienz erfüllen. Entwickelt wurde die Kesselliste mit dem Institut für energieoptimierte Systeme an der Hochschule Ostfalia.

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