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Thermostate richtig einstellen und bedienen: Die häufigsten Fragen und die 12 besten Tipps

Wenn es drinnen zu kalt oder zu warm ist, könnte ein falsch eingestelltes oder defektes Thermostat dafür verantwortlich sein. Mit funktionierenden Thermostat können Sie nicht nur effizient heizen und Kosten sparen, sondern auch ihren Wohnkomfort deutlich erhöhen. Ob ihr Thermostat dem aktuellen Stand der Technik entspricht, erfahren Sie in unserem Thermostatcheck.

ThermostatCheck: Rechnen sich neue Thermostate?

Lohnt der Austausch? Finden Sie es jetzt heraus – und erfahren Sie, welche modernen Thermostate in Ihrem Fall geeignet wären:

1. Welche Thermostate gibt es?

Mit der Entwicklung des Thermostats haben findige Ingenieure seit 1952 das Heizen revolutioniert: Durch Fühlerelemente konnte erstmals eine eingestellte Raumtemperatur gehalten werden. Heute gibt es Thermostate die wir manuell einstellen, für bestimmte Zeiten programmieren oder sogar bequem von unterwegs steuern können. Jedes Heizkörperthermostat hat dabei Vor-und Nachteile, die sich auch auf die Art der Verwendung auswirken.

2. Warum sparen Thermostate eigentlich Energie?

Thermostate helfen die Wärme in jedem Zimmer individuell zu regulieren. Wie Thermostate genau funktionieren und aufgebaut sind, lesen Sie in einem weiteren Artikel. Kurz zusammengefasst: Thermostate helfen Energie zu sparen, wenn Sie zum Beispiel Räume bei längerer Abwesenheit nicht beheizen oder die gewünschte Temperatur genau einstellen. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist, dass das Thermostat nicht durch Gardinen oder Möbel verdeckt ist. Sonst entsteht ein Wärmestau und das Heizungsventil wird geschlossen, bevor der Raum die gewünschte Temperatur erreicht hat. Mit einem programmierbaren Thermostat können Sie im Schnitt etwa zehn Prozent Heizkosten sparen

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3. Wieso stehen auf dem Thermostatkopf keine Temperaturangaben, sondern Zahlen?

Die Zahlenskala auf dem Thermostatkopf dient nur als Orientierung, da die Raumtemperatur von vielen weiteren Faktoren abhängig ist (zum Beispiel davon, wo der Heizkörper installiert ist). Üblicherweise justieren die Hersteller die Thermostate so, dass mit der Einstellung „3“ eine Raumtemperatur um die 20 Grad Celsius erreicht wird. Jede Stufe mehr entspricht etwa einer Temperaturerhöhung um 4 Grad Celsius – oder entsprechend 4 Grad weniger.

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Als Faustregel: Die Wohlfühltemperatur für das Wohnzimmer liegt in der Regel bei etwa 20 Grad Celsius und somit der Thermostateinstellung 3. Für alle anderen Räume gelten folgende Richtwerte für effizientes Heizen: 

RaumTemperaturThermostat-Stufe
Wohnzimmer20 Grad3
Küche18–20 Grad2–3
Bad23 Grad3–4
Schlafzimmer16–18 Grad2
Kinderzimmer20–22 Grad3–4
Flur16 Grad2

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4. Wird es schneller warm, wenn ich das Thermostat voll aufdrehe?

Sie kommen nach Hause und möchten schnell eine angenehme Temperatur von 20 Grad Celsius erreichen. Dafür stellen Sie das Thermostat auf die höchste Stufe – oder? Nachdem die Raumtemperatur bereits 20 Grad Celsius erreicht hat, heizt die Heizung aber so lange weiter, bis der Temperaturfühler am Thermostaten die eingestellte Temperatur (auf höchster Stufe circa 28 Grad Celsius) registriert. Sie heizen also nicht schneller, sondern nur länger – und zahlen dementsprechend die unnötigen Heizkosten. Wenn Sie es noch genauer wissen wollen: Unsere Infografik erklärt Ihnen wie ein Thermostatventil funktioniert.

Patrick Plonka, Oventrop: Viele Nutzer wissen nicht wie Thermostatventile richtig funktionieren. Häufig ist bereits die Funktion der eigenständigen Regelung eines Thermostatventils nicht bekannt. Die häufigsten Fehler sind unserer Erfahrung nach diese: Thermostatventile werden lediglich im Auf/Zu-Modus genutzt. Die eigentliche Thermostatfunktion – also das Einstellen der gewünschten Raumtemperatur über die Zahlenskala auf dem Thermostatkopf – wird nicht genutzt. Das Abdecken und Zustellen der Thermostatventile durch beispielsweise Möbel oder Gardinen führt zu einem Wärmestau. Das integrierte Fühlerelement im Thermostatkopf kann so die Raumtemperatur nicht richtig erkennen, so dass der Heizkörper herunter regelt, bevor die gewünschte Raumtemperatur erreicht ist.

So bedienen Sie Ihr Heizungsthermostat richtig: Es wird nicht schneller warm, wenn das Thermostat voll aufgedreht. Mit dem Thermostat wird die Wunschtemperatur eingestellt.

5. Ist es energiesparend, die Thermostate bei längerer Abwesenheit herunterzudrehen und so die Raumtemperatur deutlich abzusenken?

Zwei Faktoren spielen dabei eine wichtige Rolle:

  • die Beschaffenheit der Gebäudehülle und der
  • Temperaturunterschied zwischen draußen und drinnen.

Je höher die Temperatur im Wohnraum ist, desto mehr Wärme kann auch nach draußen entweichen. Wird die Temperatur nach unten geregelt, verringern sich die verlorene Energie und damit die entstehenden Kosten. Bei schlecht gedämmten Altbauten ist die Einsparung durch das Herunterregeln der Heizkörper am höchsten. Die Zimmertemperaturen sollten aber nicht zu tief sinken, weil sonst das Schimmelrisiko steigt. Außerdem sollte man bei der Temperatursteuerung genug Zeit für das Wiederaufheizen der Räume einplanen. Grundsätzlich gilt: Bei längerer Abwesenheit, etwa für einen zehnstündigen Arbeitstag oder einen Kurztrip über das Wochenende, lohnt sich das Herunterregeln der Thermostate auf etwa 16 Grad Raumtemperatur. Bei hochgedämmten Gebäuden lohnt eine Absenkung selten, weil diese nur sehr langsam auskühlen.

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Haus-Check und Datenaufnahme(c) co2online/Alois Müller

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6. Meine Heizkörperthermostate sind schon einige Jahre alt. Ist das ein Problem?

Ja, denn auch funktionsfähige, aber veraltete Thermostate reagieren oft gar nicht oder nur unzulänglich auf Veränderungen der Raumtemperatur. co2online geht auf Grundlage eigener Erhebungen davon aus, dass von den geschätzt 150 Millionen deutschen Heizkörperthermostaten etwa die Hälfte älter als 20 Jahre ist. Das Sparpotenzial neuer programmierbarer Heizungsthermostate liegt im Schnitt bei etwa zehn Prozent. Bundesweit könnten durch einen Austausch also etwa drei bis vier Millionen Tonnen CO2 und Kosten für Mieter und Hausbesitzer von einer Milliarde Euro jährlich eingespart werden.

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antike Heizung(c) Dieter Schütz / pixelio.de

7. Woran merke ich, dass ein Thermostat kaputt ist und ausgetauscht werden muss?

Anzeichen, dass das Thermostatventil austauschwürdig oder defekt ist:

  • Heizkörperventil lässt sich nur noch schwer bewegen
  • Heizkörper bleibt immer gleichbleibend heiß
  • Thermostat ist älter als 15 Jahre

Ob sich der Austausch Ihrer Thermostate für Sie rechnet, zeigt Ihnen der ThermostatCheck. Am besten steigen Sie gleich auf programmierbare Thermostate um. Achten Sie beim Kauf manuell einstellbarer Thermostate darauf, dass sie das Energieeffizienzlabel A führen. Das TELL-Label für Thermostate ist ähnlich dem EU-Energieeffizienzlabel aufgebaut und kategorisiert die Effizienz der Geräte auf einer Ampelskala (grün bis rot) und den Buchstaben A (sehr effizient) bis F (nicht effizient) ein.

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8. Wie funktionieren programmierbare Heizungsthermostate?

Mit programmierbaren Thermostaten können Verbraucher genau einstellen, wann, wie stark und wie lange ein Raum beheizt wird. Bei Abwesenheit wird so nicht unnötig geheizt. Gleichzeitig kann der Verbraucher von der Arbeit oder aus dem Urlaub in eine vorgeheizte Wohnung zurück kommen oder am Morgen oder Abend das Bad vorheizen. So sparen Sie Kosten und steigern den Wohnkomfort. 

Einfache programmierbare Thermostate sind vor allem für diejenigen ideal, die einen relativ konstanten Tagesablauf haben. Neuere Modelle hingegen lassen sich per WLAN oder Bluetooth und per App sogar von unterwegs einstellen oder reagieren automatisch, was noch genauere und bedarfsgerechtere Wärmeregelungen erlaubt. Welche Vor- und Nachteile sowie Kosten mit der Heizungssteuerung von unterwegs verbunden sind, erfahren Sie in einem weiteren Artikel.

(c) Resideo

Programmierbare Thermostate: mehr Komfort, weniger Verbrauch.

9. Welche Vorteile bieten Funkthermostate?

Bei einigen Produkten können die Temperaturfühler von Funkthermostaten frei im Zimmer angebracht werden, was eine genauere Messung ermöglicht, als wenn diese direkt am Heizkörper hängen. Viele Hersteller bieten zudem Tür/Fenster-Kontakte an: Dieses Zubehör erkennt sofort, wenn Fenster oder Türen zum Lüften geöffnet werden und regelt automatisch die Heizung herunter, wo sonst die eindringende kalte Luft für glühend heiße Heizkörper sorgt.

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10. Sorgt Funk für Störfrequenzen oder Elektrosmog in meiner Wohnung?

Angeblich stören die Frequenzen von Funkthermostaten das Fernsehbild. Andere fürchten Elektrosmog. Bernd Grohmann, Leiter des Bereichs Hausautomation OEM des Elektronikherstellers ELV, zerstreut die Bedenken. „Das sind urbane Legenden. Der Frequenzbereich, den Funkthermostate nutzen, ist ein ganz anderer als von anderen Elektrogeräten.“ Außerdem würden die Thermostate nur wenige Millisekunden lang senden – zu kurz für eine wahrnehmbare Störung. Und auch zu kurz und vor allem zu schwach, um nennenswerten Elektrosmog zu erzeugen. Zum Vergleich: Mobiltelefone haben nach Aussagen von ELV eine 1.000 bis 10.000-fach stärkere Sendeenergie als handelsübliche Funkthermostate.

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11. Wo kann ich programmierbare Thermostate kaufen – und wie teuer sind sie?

Die Auswahl an programmierbaren Thermostatköpfen ist in den vergangenen Jahren stetig gewachsen. Um einen guten Überblick zu bekommen, empfiehlt sich eine Recherche im Internet – dort finden Sie beispielsweise auch jene Produkte, die Sie im Baumarkt nicht finden, sondern nur vom Handwerker oder Hersteller direkt angeboten bekommen. Ein guter Ausgangspunkt sind Testberichte, wie der von Stiftung Warentest 08/2019 .

Die Produkte der Anbieter ELV,  Conrad, Oventrop, Honeywell und Danfoss reichen von einfachen programmierbaren Thermostaten bis zu Ausführungen, bei denen der Nutzer sein Heizprogramm am Rechner oder per App programmieren kann. Die günstigsten programmierbaren Thermostate gibt es schon für 10 bis 30 Euro – die komplexeren Ausführungen kosten zwischen 30 und 70 Euro. Achten Sie aber nicht nur auf den Preis: Vor allem die einfache und übersichtliche Handhabung und zu Ihrem Haushalt passende Funktionen sind in der täglichen Praxis wichtig. 

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12. Dürfen Mieter Thermostate selbst tauschen?

Mieter müssen ihren Vermieter nicht vorher informieren, wenn sie Heizungsthermostate auf eigene Kosten tauschen und beispielsweise programmierbare Thermostate einbauen. Sie sollten allerdings die alten Thermostate aufbewahren, da diese zur Wohnung gehören und Eigentum des Vermieters sind. Haben Sie Ihre Thermostate getauscht oder wollen das bald tun? Dann nutzen Sie auch das Energiesparkonto. Mit dem kostenlosen Online-Haushaltsbuch können Sie den Tausch der Thermostate dokumentieren und ermitteln, wie viel Heizenergie Sie so sparen.

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