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Heizkosten pro Quadratmeter im Vergleich

Welche Heizkosten pro Quadratmeter sind angemessen? Das zeigt Ihnen der deutschlandweite Vergleich des Heizspiegels – für Erdgas, Heizöl, Fernwärme, Wärmepumpen, Holzpellets und Holzschnitzel. Mit unserem Heizkostenrechner können Sie zudem in wenigen Schritten prüfen, wie viel Heizenergie Sie im Vergleich zu ähnlichen Haushalten verbrauchen.

HeizCheck: Heizenergieverbrauch prüfen

Heizkosten zu hoch? Prüfen Sie Ihren Verbrauch und vergleichen Sie ihn mit dem ähnlicher Haushalte. Nötig ist dazu Ihre Heizkostenabrechnung:

Sie müssen keine personenbezogenen Daten angeben, wenn Sie unseren Ratgeber nutzen. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Die wichtigsten Fakten auf einen Blick

  • durchschnittliche Heizkosten pro m2: bei Fernwärme am höchsten, bei Holzschnitzel-Heizungen am niedrigsten
  • Heizkostenvergleich Öl und Gas: Heizen mit Öl ist günstiger
  • Wärmepumpen: große Kostenspanne beim Heizen
  • persönlicher Heizkostenvergleich: Heizspiegel zeigt Mieter*innen und Eigentümer*innen individuelles Sparpotenzial

Wie hoch sind die Heizkosten im Durchschnitt?

Die Tabelle zeigt die durchschnittlichen Heizkosten pro Quadratmeter Gebäudefläche im Abrechnungsjahr 2020 anhand eines beispielhaften mittelgroßen Mehrfamilienhauses mit 501 bis 1.000 Quadratmetern Fläche. Die Heizkosten setzen sich aus dem Heizenergieverbrauch, dem Energiepreis (je nach Energieträger) und den Heiznebenkosten zusammen.

Durchschnittliche Heizkosten 2020

EnergieträgerKosten pro Quadratmeter Wohnfläche
Erdgas9,80 Euro
Heizöl8,90 Euro
Fernwärme12,40 Euro
Wärmepumpe10,40 Euro
Holzpellets7,90 Euro
Holzschnitzel6,80 Euro

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Heizkostenvergleich leicht gemacht – mit dem Heizspiegel für Deutschland

Zahlen andere Leute eigentlich genauso viel fürs Heizen? Ein Vergleich der eigenen Heizkosten mit ähnlichen Haushalten hilft, den eigenen Verbrauch einzuordnen. Um Ihnen den Heizkostenvergleich zu erleichtern, haben wir die Abrechnungen für Heizkosten von 123.660 Haushalten in ganz Deutschland aus der Heizperiode 2020 analysiert und daraus den Durchschnitt ermittelt. Diese Vergleichswerte werden im „Heizspiegel für Deutschland“ präsentiert und ermöglichen das Bewerten der Heizkosten.

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123.660...

...die Heizkostenabrechnungen von so vielen Haushalten sind die Basis des Heizspiegels für Deutschland 2020.

123660

Beim Heizspiegel für Deutschland 2021 haben wir Wohngebäude verglichen, die zentral mit Erdgas, Heizöl, Fernwärme oder Wärmepumpe beheizt werden. Das sind die gängigsten Heizenergieträger. Für einen noch umfassenderen Vergleich haben wir zusätzlich Modellrechnungen für Wohnhäuser ergänzt, die mit Pellets oder Holzschnitzeln beheizt werden. Der Heizkostenvergleich basiert auf den durchschnittlichen Heizkosten pro Quadratmeter und Jahr in verschiedenen Hausgrößen.

Alle Werte beziehen sich auf das Abrechnungsjahr 2020 und ein durchschnittliches Mehrfamilienhaus mit einer Gesamtwohnfläche von 501 bis 1.000 m2.

Durchschnittliche Heizkosten 2020 – für ein Einfamilienhaus

Die Tabelle zeigt den durchschnittlichen Heizenergieverbrauch und durchschnittliche Heizkosten inklusive Heiznebenkosten pro Jahr in einem 110 Quadratmeter großen Einfamilienhaus im Jahr 2020.

Energieträger∅ Preis pro Kilowattstunde∅ Verbrauch pro Jahr∅ Heizkosten pro Jahr inklusive Heiznebenkosten
Erdgas6,0 Cent16.720 kWh1.230 Euro
Heizöl4,6 Cent17.050 kWh1.010 Euro
Fernwärme9,2 Cent14.300 kWh1.540 Euro
Wärmepumpe22,8 Cent4.620 kWh1.280 Euro
Holzpellets4,8 Cent13.970 kWh

895 Euro

Holzschnitzel3,1 Cent16.500 kWh810 Euro

Wer nur mit Strom heizt, musste 2020 im Schnitt 31,4 Cent pro Kilowattstunde zahlen.

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Vergleich: Verbrauch und Heizkosten bei Gas

(c) www.co2online.de | Alois Mueller

Der bundesweite Heizkostenvergleich des Heizspiegels zeigt, dass es in Deutschland eine große Kostenspanne beim Heizen mit Erdgas gibt (siehe nachstehende interaktive Infografik).

  • In einer 70 m2 großen Wohnung beispielsweise liegen die Kosten im Schnitt zwischen 475 und 965 Euro.
  • Im Einfamilienhaus mit 110 m2 sind es zwischen 860 und 1.805 Euro.

Hauptgrund für die großen Unterschiede ist der energetische Zustand des jeweiligen Hauses. Natürlich spielen auch regionale Wetterunterschiede und das Heizverhalten der Hausbewohner*innen eine Rolle. Entsprechend groß sind auch die Spannbreiten beim Heizenergieverbrauch und bei den CO2-Emissionen. 

Die folgenden Tabelle zeigt, welcher Heizenergieverbrauch, welche Heizkosten und welche CO2-Emissionen für unsere Beispiel-Wohnung sowie das Beispiel-Einfamilienhaus beim Heizen mit Gas zu hoch, durchschnittlich oder sparsam sind. Für den Wechsel der Ansicht vom Mehr- zum Einfamilienhaus klicken Sie bitte auf den entsprechenden Titel über der Tabelle.

Erdgasniedrigmittelerhöht
Heizkosten in Euro475685965
Verbrauch in Kilowattstunden5.7409.59014.910
CO2-Emissionen in Kilogramm1.4202.3703.685
Erdgasniedrigmittelerhöht
Heizkosten in Euro8601.2751.805
Verbrauch in Kilowattstunden9.79016.720 25.740
CO2-Emissionen in Kilogramm 2.4204.1306.360

Gasheizung: Wie hoch sind Verbrauch, Heizkosten und CO2-Emissionen pro Quadratmeter?

In einem Mehrfamilienhaus mit Erdgasheizung lagen die Durchschnittswerte für Verbrauch, Kosten und Emissionen 2020 bei

  • Heizenergieverbrauch: 137 Kilowattstunden pro Quadratmeter
  • Heizkosten: 9,80 Euro pro Quadratmeter
  • CO2-Emissionen: 34 Kilogramm pro Quadratmeter

Für eine 70 m2 große Beispielwohnung sind das im Jahr 9.590 Kilowattstunden Heizenergie. Daraus ergeben sich Heizkosten in Höhe von rund 686 Euro – inklusive der Heiznebenkosten. Im Schnitt entstanden rund 2,4 Tonnen CO2 durchs Heizen.

In Einfamilienhäusern mit Gasheizung gab es 2020 laut Heizspiegel folgende Durchschnittswerte für Verbrauch, Kosten und Emissionen:

  • Heizenergieverbrauch: 152 Kilowattstunden pro Quadratmeter
  • Heizkosten: 11,60 Euro pro Quadratmeter
  • CO2-Emissionen: 38 Kilogramm pro Quadratmeter

Bei einem 110 m2 großen Einfamilienhaus summierte sich das auf rund 16.720 Kilowattstunden im Jahr. Das ergibt Heizkosten in Höhe von etwa 1.276 Euro inklusive der Heiznebenkosten. Hier entstanden durchs Heizen etwa 4,1 Tonnen CO2.

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Gasheizung: monatliche Heizkosten und Abschlagszahlung

(c) lupico / fotolia.com

Die monatlichen Heizkosten im Mehrfamilienhaus mit Gasheizung lagen 2020 im Schnitt bei 57 Cent pro Quadratmeter. Für die 70 Quadratmeter große Beispielwohnung ergibt das eine monatliche Abschlagszahlung von rund 40 Euro.

Im Einfamilienhaus mit Gasheizung betrugen die monatlichen Heizkosten 2020 durchschnittlich 1 Euro pro Quadratmeter. Im Beispielhaus mit einer Größe von 110 Quadratmetern ergibt sich als monatliche Abschlagszahlung ein Betrag von rund 110 Euro

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Gasheizung: Heizkostenvergleich nach Baujahr des Hauses

BaujahrHeizkostenVerbrauchCO2-Emissionen
vor 1977 770 Euro10.850 kWh2.680 kg
1977 bis 1983 740 Euro 10.360 kWh2.560 kg
1984 bis 1994 685 Euro9.380 kWh2.315 kg
1995 bis 2001 565 Euro7.490 kWh1.850 kg
ab 2002 470 Euro5.740 kWh1.420 kg
BaujahrHeizkostenVerbrauchCO2-Emissionen
vor 1977 1.410 Euro18.700 kWh4.620 kg
1977 bis 1983 1.355  Euro 17.820 kWh4.400  kg
1984 bis 1994 1.255  Euro16.170  kWh3.995 kg
1995 bis 2001 1.045  Euro12.870 kWh3.180  kg
ab 2002 860  Euro9.900 kWh2.445  kg

Die Tabelle zeigt Durchschnittswerte für den Heizenergieverbrauch, die Heizkosten und die CO2-Emissionen von Gasheizungen geordnet nach Baujahr des Hauses – jeweils für eine beispielhafte Wohnung sowie ein beispielhaftes Einfamilienhaus. Für den Wechsel der Ansicht vom Mehr- zum Einfamilienhaus klicken Sie bitte auf den entsprechenden Titel über der Tabelle.

Wie beeinflusst das Alter des Gebäudes die Heizkosten?

Der Heizspiegel zeigt: Energieverbrauch, Heizkosten und CO2-Emissionen sind abhängig vom Baujahr des Hauses. Bewohner*innen von älteren Gebäuden verbrauchen im Durchschnitt mehr Heizenergie als Bewohner*innen von neuen Häusern. Denn der Gesetzgeber hat die Anforderungen zum energiesparenden Wärmeschutz von Gebäuden im Lauf der Jahre verschärft.

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Ihre Heizkosten liegen im Durchschnitt oder sind erhöht? Dann können Sie sparen. Wir geben Ihnen 10 Tipps, wie Sie Verbrauch und Kosten senken. Das kommt auch dem Klima zugute, weil weniger CO2 durchs Heizen entsteht.

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Heizkostenvergleich: Was ist teurer Öl oder Gas?

Beim Heizkostenvergleich zwischen Öl und Gas schneidet Öl besser ab. Hintergrund waren die pandemiebedingten Preisschwankungen am Ölmarkt. Betrug der Ölpreis Anfang 2020 noch etwa 60 Cent pro Liter, sank er im Laufe des Jahres stetig und erreicht seinen Tiefpunkt im Dezember mit 37,76 Cent pro Liter. Das wirkte sich auch auf den Durchschnittspreis für 2020 aus. Der Heizspiegel rechnet für 2020 mit einem durchschnittlichen Erdgaspreis von 6 Cent und einem Heizölpreis von 4,6 Cent pro Kilowattstunde. Für Haushalte bedeutet das, dass sie 2021 mit einer höheren Heizkostenabrechnung rechnen müssen, wenn sie mit Gas oder Öl heizen.

Hinweis für Mieter*innen: Als Mieter*in sollten Sie den Energiepreis auf Ihrer Heizkostenabrechnung genau prüfen. Eine Stichprobe von co2online und dem Verbraucher-Ratgeber Finanztip zeigte Anfang 2019, dass Vermieter*innen Erdgas oft zu teuer einkaufen. In den untersuchten Abrechnungen lag die Preisspanne zwischen 3,7 Cent und 15,8 Cent pro Kilowattstunde. Dabei dürfen Vermieter*innen keine unnötig hohen Kosten an ihre Mieter*innen weitergeben. Das besagt das Wirtschaftlichkeitsgebot im Bürgerlichen Gesetzbuch.

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Heizkosten im Durchschnitt bei Heizöl

Heizen mit Heizöl ist vergleichsweise günstig - geht jedoch auf Kosten des Klimas. (c) Unsplash

Der bundesweite Heizkostenvergleich des Heizspiegels zeigt eine große Kostenspanne beim Heizen mit Heizöl.

  • Die Heizkosten für eine 70 m2 große Wohnung, die mit Heizöl beheizt wird, lagen 2020 im Schnitt zwischen 450 und 850 Euro.
  • Im Einfamilienhaus mit 110 m2 waren es zwischen 860 und 1.805 Euro.

Die Kostenspanne resultiert vor allem aus dem energetischen Zustand des jeweiligen Hauses. Weitere Faktoren sind regionale Wetterunterschiede und das Heizverhalten der Hausbewohner*innen.

Ölheizung: Heizkosten und Heizenergieverbrauch im Vergleich

Heizölniedrigmittelerhöht
Heizkosten in Euro448623847
Verbrauch in Kilowattstunden6.51010.430 15.820
CO2-Emissionen in Kilogramm2.0703.315 5.030
Heizöl niedrigmittelerhöht
Heizkosten in Euro7801.0651.420
Verbrauch in Kilowattstunden10.78017.050 25.520
CO2-Emissionen in Kilogramm 3.430 5.4208.115

Ölheizung: Wie hoch sind Verbrauch und Heizkosten pro Quadratmeter?

In einem ölbeheizten Mehrfamilienhaus lagen die Durchschnittswerte für Verbrauch, Kosten und CO2-Emissionen 2020 bei

  • Heizenergieverbrauch: 149 Kilowattstunden pro Quadratmeter
  • Heizkosten: 8,9 Euro pro Quadratmeter
  • CO2-Emissionen: 47 Kilogramm pro Quadratmeter

Entsprechend waren es in der 70 m2 großen Beispielwohnung pro Jahr rund 10.430 Kilowattstunden. Inklusive der Heiznebenkosten ergeben sich durchschnittliche Heizkosten von rund 623 Euro. Das entspricht monatlichen Abschlägen in Höhe von etwa 50 Euro. Außerdem entstanden rund 3,3 Tonnen CO2.

In Einfamilienhäusern mit Ölheizung ermittelte der Heizspiegel für das Abrechnungsjahr 2020 folgende Durchschnittswerte für Verbrauch, Kosten und CO2-Emissionen:

  • Heizenergieverbrauch: 155 Kilowattstunden pro Quadratmeter
  • Heizkosten: 9,70 Euro pro Quadratmeter
  • CO2-Emissionen: 49 Kilogramm pro Quadratmeter

Bei einem 110 m2 großen Einfamilienhaus waren das rund 17.050 Kilowattstunden im Jahr. Daraus ergaben sich jährliche Heizkosten in Höhe von etwa 1.067 Euro, inklusive der Heiznebenkosten. Das war ein monatlicher Abschlag von rund 90 Euro. Außerdem entstanden rund 5,4 Tonnen CO2.

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Wie entwickeln sich die Kosten für Öl?

Nachdem das Heizen mit Öl seit 2012 Jahr für Jahr günstiger wurde, gab es 2017 eine Trendwende. Seitdem wird Heizen mit Öl wieder teurer. 2017 zahlten Verbraucher im Jahresmittel 5,5 Cent pro Kilowattstunde. Im Abrechungsjahr 2018 waren es schon 6,8 Cent pro Kilowattstunde – eine Preissteigerung von rund 22 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im Jahr 2019 blieb der Preis für Heizöl stabil. Aufgrund der Pandemie sank der Ölpreis 2020 um gute 30 Prozent. Laut Heizspiegel-Prognose erreicht der Ölpreis dieses Jahr aber wieder das Vor-Pandemie-Niveau von etwa 6,6 Cent.

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Ist Heizöl schlecht fürs Klima?

Beim Heizen mit Öl entsteht pro Kilowattstunde Heizenergie deutlich mehr CO2 als bei anderen Energieträgern. Deshalb gilt Heizen mit Öl als vergleichsweise klimaschädlich. In unserer 70-Quadratmeter-Beispielwohnung verursachte das Heizen mit Öl 2020 durchschnittlich 3,3 Tonnen CO2. Zum Vergleich: Beim Heizen mit Erdgas entstanden etwa 2,4 Tonnen CO2. Bei Fernwärme waren es 1,7 Tonnen und bei Wärmepumpen nur 0,5 Tonnen.

Im 110 Quadratmeter großen Einfamilienhaus lagen die durchschnittlichen CO2-Emissionen beim Heizen mit Öl 2020 bei 5,4 Tonnen. Bei Erdgasheizungen waren es 4,1 Tonnen, bei Fernwärme 2,8 Tonnen und bei Wärmepumpen 0,8 Tonnen CO2.

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Ihre Heizkosten liegen im Durchschnitt oder sind erhöht? Dann können Sie sparen. Wir geben Ihnen 10 Tipps, wie Sie Verbrauch und Kosten senken. Das kommt auch dem Klima zugute, weil weniger CO2 durchs Heizen entsteht.

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Durchschnittliche Heizkosten bei Fernwärme

(c) Holger B. / fotolia.com
  • Die durchschnittlichen Heizkosten für eine mit Fernwärme beheizte, 70 Quadratmeter große Wohnung lagen 2020 zwischen 595 und 1.315 Euro.
  • In einem 110 m2 großen Einfamilienhaus waren es zwischen 1.025 und 2.355 Euro.

Das zeigt der bundesweite Heizkostenvergleich des Heizspiegels 2021. Die großen Kostenunterschiede lassen sich vor allem mit dem energetischen Zustand des jeweiligen Hauses begründen. Außerdem spielen regionale Wetterunterschiede und das Heizverhalten der Hausbewohner*innen eine Rolle. Der Preis für Fernwärme 2020 ist im Vergleich zum Vorjahr im Schnitt um ein Prozent gestiegen und gehört zu den eher teuren Energieträgern: Eine Kilowattstunde Energie kostete durchschnittlich 9,2 Cent.

Fernwärme: Heizkosten und Heizenergieverbrauch im Vergleich

Fernwärmeniedrigmittelerhöht
Heizkosten in Euro5958701.315
Verbrauch in Kilowattstunden5.0408.33013.930
CO2-Emissionen in Kilogramm 1.0001.6502.760
Fernwärmeniedrigmittelerhöht
Heizkosten in Euro1.0251.520 2.355
Verbrauch in Kilowattstunden8.58014.300 24.420
CO2-Emissionen in Kilogramm1.7002.8304.835

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Die Tabelle zeigt eine Bewertung zum Heizen mit Fernwärme für eine 70-Quadratmeter-Wohnung sowie ein 110-Quadratmeter-Einfamilienhaus. Heizenergieverbrauch, Heizkosten und CO2-Emissionen werden in die Kategorien zu hoch, durchschnittlich oder sparsam eingeteilt. Für den Wechsel der Ansicht vom Mehr- zum Einfamilienhaus klicken Sie bitte auf den entsprechenden Titel über der Tabelle.

Hinweis für Mieter*innen:

Hinweis für Mieter*innen:

Als Mieter*in sollten Sie den Energiepreis auf Ihrer Heizkostenabrechnung genau prüfen. Eine Stichprobe von co2online und dem Verbraucher-Ratgeber Finanztip zeigte Anfang 2019, dass Vermieter*innen Fernwärme oft zu teuer einkaufen. In den untersuchten Abrechnungen lag die Preisspanne zwischen 7,8 Cent und 19,7 Cent pro Kilowattstunde. Dabei dürfen Vermieter*innen keine unnötig hohen Kosten an ihre Mieter*innen weitergeben. Das besagt das Wirtschaftlichkeitsgebot im Bürgerlichen Gesetzbuch.

Fernwärme: Wie hoch sind Verbrauch, Heizkosten und CO2-Emissionen pro Quadratmeter?

In einem Mehrfamilienhaus mit Fernwärmeheizung lagen die Durchschnittswerte für Verbrauch, Kosten und CO2-Emissionen 2020 bei

  • Heizenergieverbrauch: 119 Kilowattstunden pro Quadratmeter
  • Heizkosten: 12,40 Euro pro Quadratmeter
  • CO2-Emissionen: 24 Kilogramm pro Quadratmeter

Entsprechend waren es in der 70 m2 großen Beispielwohnung pro Jahr rund 8.330 Kilowattstunden. Inklusive der Heiznebenkosten ergeben sich durchschnittliche Heizkosten von rund 868 Euro. Das entspricht monatlichen Abschlägen in Höhe von etwa 70 Euro. Außerdem entstanden rund 1,7 Tonnen CO2.

In Einfamilienhäusern mit Fernwärmeheizung gab es laut Heizspiegel 2021 folgende Durchschnittswerte für Verbrauch, Kosten und CO2-Emissionen:

  • Heizenergieverbrauch: 130 Kilowattstunden pro Quadratmeter
  • Heizkosten: 13,80 Euro pro Quadratmeter
  • CO2-Emissionen: 26 Kilogramm pro Quadratmeter

Bei einem 110 m2 großen Einfamilienhaus waren das rund 14.300 Kilowattstunden im Jahr. Daraus ergaben sich jährliche Heizkosten in Höhe von etwa 1.518 Euro, inklusive der Heiznebenkosten. Das war ein monatlicher Abschlag von rund 125 Euro. Außerdem entstanden rund 2,8 Tonnen CO2.

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Ihre Heizkosten liegen im Durchschnitt oder sind erhöht? Dann können Sie sparen. Wir geben Ihnen 10 Tipps, wie Sie Verbrauch und Kosten senken. Das kommt auch dem Klima zugute, weil weniger CO2 durchs Heizen entsteht.

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Durchschnittliche Heizkosten mit Wärmepumpen

  • Zwischen 505 und 1.445 Euro wurden im Abrechnungsjahr 2020 in einer 70-Quadratmeter-Wohnung durchschnittlich fürs Heizen mit Wärmepumpe bezahlt.
  • In einem 110 m2 großen Einfamilienhaus waren es zwischen 880 und 2.465 Euro.

Die große Kostenspanne entsteht vermutlich deshalb, weil viele Wärmepumpen sehr gut arbeiten – aber auch viele optimiert werden müssten. Hausbesitzer*innen mit hohen Wärmepumpen-Kosten können zunächst die Jahresarbeitszahl ermitteln. Wird aus dem eingesetzten Strom nicht mindestens 2,5 Mal so viel Heizwärme gewonnen, sollte ein/e Energieberater*in die Anlage prüfen.

Auch der energetische Zustand des jeweiligen Hauses, regionale Wetterunterschiede und das Heizverhalten der Hausbewohner*innen spielen bei den Heizkosten eine Rolle. Der durchschnittliche Wärmepumpentarif lag 2020 bei 22,8 Cent pro Kilowattstunde.

Die Zahl der Häuser mit Wärmepumpenheizung ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen. 2018 kamen Wärmepumpen sogar in fast jedem dritten Wohnungsneubau zum Einsatz. Deshalb stellt der Heizspiegel seit 2018 auch Vergleichswerte für Wärmepumpen breit. Dafür wird ein gemeinsamer Durchschnitt für Luft-, Wasser- und Erdwärmepumpen gebildet.

Wärmepumpe: Heizkosten und Heizenergieverbrauch im Vergleich

Die Tabelle zeigt, welcher Energieverbrauch, welche Heizkosten und welche CO2-Emissionen für eine 70-Quadratmeter-Wohnung sowie ein 110-Quadratmeter-Einfamilienhaus beim Heizen mit Wärmepumpen zu hoch, durchschnittlich oder sparsam sind. Für den Wechsel der Ansicht vom Mehr- zum Einfamilienhaus klicken Sie bitte auf den entsprechenden Titel über der Tabelle.

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Wärmepumpeniedrigmittelerhöht
Heizkosten in Euro5057301.440
Verbrauch in Kilowattstunden1.6802.7306.230
CO2-Emissionen in Kilogramm*2854651.060

* Die Angabe der CO2-Emissionen bezieht sich auf die erzeugte Heizwärme und nicht auf den verbrauchten Strom.

Wärmepumpeniedrigmittelerhöht
Heizkosten in Euro8801.265 2.465
Verbrauch in Kilowattstunden2.7504.62010.120
CO2-Emissionen in Kilogramm*4707851.720

* Die Angabe der CO2-Emissionen bezieht sich auf die erzeugte Heizwärme und nicht auf den verbrauchten Strom.

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Wärmepumpe: Wie hoch sind Verbrauch, Heizkosten und CO2-Emissionen pro Quadratmeter?

Die Durchschnittswerte für Verbrauch, Kosten und CO2-Emissionen in einem Mehrfamilienhaus mit Wärmepumpenheizung lagen im Abrechnungsjahr 2020 bei

  • Heizenergieverbrauch: 39 Kilowattstunden pro Quadratmeter
  • Heizkosten: 10,40 Euro pro Quadratmeter
  • CO2-Emissionen: 7 Kilogramm pro Quadratmeter

In der 70 m2 großen Beispielwohnung kamen so übers Jahr rund 2.730 Kilowattstunden Heizenergie zusammen. Inklusive der Heiznebenkosten ergeben sich durchschnittliche Heizkosten von rund 728 Euro. Das sind monatliche Abschläge in Höhe von rund 60 Euro. Außerdem entstanden durchs Heizen rund 465 Kilogramm CO2.

Für Einfamilienhäuser mit Wärmepumpenheizung gibt der Heizspiegel für das Abrechnungsjahr 2020 folgende Durchschnittswerte für Verbrauch, Kosten und CO2-Emissionen an:

  • Heizenergieverbrauch: 42 Kilowattstunden pro Quadratmeter
  • Heizkosten: 11,50 Euro pro Quadratmeter
  • CO2-Emissionen: 7 Kilogramm pro Quadratmeter

Berechnet für ein 110 m2 großes Einfamilienhaus waren das rund 4.620 Kilowattstunden im Jahr. Die jährlichen Heizkosten lagen für dieses Beispiel etwa bei 1.265 Euro, inklusive der Heiznebenkosten. Das war ein monatlicher Abschlag von rund 105 Euro. Außerdem entstanden rund 785 Kilogramm CO2.

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Heizkostenvergleich für Pellet- und Holzschnitzel-Heizung

(c) tchara / Fotolia.com

Die Preise für Pellets und Holzschnitzel sind vergleichsweise stabil. Pellets zählten 2020 zu den günstigsten Heizenergieträgern.

  • Für unsere 70-Quadratmeter-Vergleichswohnung ergaben sich bei einem Pelletpreis von 4,8 Cent je Kilowattstunde durchschnittliche Heizkosten von 555 Euro.
  • Einfamilienhausbesitzer*innen zahlten 2020 durchschnittlich 955 Euro. Aufgrund der geringeren Abnahmemengen zahlten sie einen höheren Pelletpreis.

Noch günstiger als das Heizen mit Pellets ist das Heizen mit Holzschnitzel: Bei einem umgerechneten Energiepreis von 3,2 Cent pro Kilowattstunde belaufen sich die durchschnittlichen Heizkosten eines 70 Quadratmeter großen Haushalts in einem mittelgroßen Mehrfamilienhaushalts auf 480 Euro.

Im Vergleich zu Heizöl und Erdgas entsteht beim Heizen mit Pellets oder Holzschnitzeln sehr viel weniger CO2. Holz gilt als CO2-neutraler Brennstoff, der bei der Verbrennung nur die Menge an CO2 freisetzt, die der Baum im Laufe seines Lebens gebunden hat. Wird das Holz eines Baumes zum Heizen genutzt, entsteht also die gleiche Menge des Treibhausgases wie bei der natürlichen Verrottung des Baumes.

Holzpelletsniedrigmittelerhöht
Heizkosten in Euro365555825
Verbrauch in Kilowattstunden4.1308.33014.560
CO2-Emissionen in Kilogramm 115235410
Holzpelletsniedrigmittelerhöht
Heizkosten in Euro6259551.420
Verbrauch in Kilowattstunden6.93013.97024.420
CO2-Emissionen in Kilogramm195390685

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Die Tabelle zeigt, welcher Heizenergieverbrauch, welche Heizkosten und CO2-Emissionen für eine beispielhafte Wohnung oder Einfamilienhaus beim Heizen mit Holzpellets zu hoch, durchschnittlich oder sparsam sind.

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Holzpellets: Wie hoch sind Verbrauch, Heizkosten und CO2-Emissionen pro Quadratmeter?

In einem Mehrfamilienhaus mit Holzpellet-Heizung lagen die Durchschnittswerte für Verbrauch, Kosten und CO2-Emissionen im Abrechnungsjahr 2020 bei

  • Heizenergieverbrauch: 119 kWh pro m2
  • Heizkosten: 7,90 € pro m2
  • CO2-Emissionen: 3 kg pro m2

In einer durchschnittlich großen Wohnung mit 70 Quadratmetern kamen so übers Jahr rund 8.330 Kilowattstunden Heizenergie zusammen. Inklusive der Heiznebenkosten ergeben sich durchschnittliche Heizkosten von rund 553 Euro. Das sind monatliche Abschläge in Höhe von rund 45 Euro. Außerdem entstanden durchs Heizen rund 235 Kilogramm CO2. Für Einfamilienhäuser mit Holzpellet-Heizung gibt der Heizspiegel für das Abrechnungsjahr 2020 folgende Durchschnittswerte für Verbrauch, Kosten und CO2-Emissionen an:

  • Heizenergieverbrauch: 127 kWh pro m2
  • Heizkosten: 8,70 € pro m2
  • CO2-Emissionen: 4 kg pro m2

Berechnet für ein 110 Quadratmeter großes Einfamilienhaus waren das rund 13.970 Kilowattstunden im Jahr. Die jährlichen Heizkosten lagen etwa bei 957 Euro, inklusive der Heiznebenkosten. Das entspricht einem monatlichen Abschlag von rund 80 Euro. Außerdem entstanden rund 390 Kilogramm CO2.

Ihre Heizkosten liegen im Durchschnitt oder sind erhöht? Dann können Sie sparen. Wir geben Ihnen 10 Tipps, wie Sie Verbrauch und Kosten senken. Das kommt auch dem Klima zugute, weil weniger CO2 durchs Heizen entsteht.

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Weitere Einflüsse auf Heizkosten: Gebäudetyp und Wohnungslage entscheidend

(c) www.co2online.de | Phil Dera

Die Heizkosten eines Gebäudes können sich stark unterscheiden je nach

  • Standort,
  • Art,
  • Baujahr und
  • Sanierungsstand.

Generell gilt, dass neue Gebäude oder energetisch sanierte Gebäude weniger Energie verbrauchen als alte, unsanierte Häuser. Im Mehrfamilienhaus hat zudem die Lage der Wohnung einen großen Einfluss auf den Heizenergieverbrauch. Eine Wohnung in Innenlage verliert weniger Wärme an Außenwände und profitiert von der Abwärme angrenzender Wohnungen. Eine Lage im Dachgeschoss oder Erdgeschoss kann bei gleichem Heizverhalten mitunter 50 Prozent mehr Heizenergieverbrauch bedeuten. Aus ähnlichen Gründen verbrauchen kleine Häuser im Schnitt mehr Heizenergie als größere: Da es hier im Verhältnis zum Volumen mehr Außenflächen gibt, ist der Wärmeverlust meist größer.

Die Daten des Heizspiegels für Deutschland stellen einen bundesweiten Durchschnitt dar. Dieser Wert weicht mitunter vom regionalen Durchschnitt ab, zum Beispiel wegen unterschiedlicher Außentemperaturen. Eine genauere Bewertung ermöglichen kommunale Heizspiegel. Die Erstellung können regionale Akteure wie Städte, Gemeinden oder Landkreise bei co2online beauftragen.

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Wie können Eigentümer*innen den Energieträger wechseln?

(c) www.co2online.de | Alois Müller

Wie Sie als Eigentümer*in auf eine umweltfreundliche Heizanlage mit regenerativen Energieträgern umsteigen können, erfahren Sie in der co2online-Themenwelt Modernisieren und Bauen. Mit dem ModernisierungsCheck können Sie prüfen, ob sich der Austausch der Heizanlage lohnt – zum Beispiel durch den Einsatz von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen. Außerdem ist es sinnvoll zu prüfen, wie viel Energie sich durch eine Dämmung des Hauses sparen lässt.

Empfehlenswert ist zudem, auf regenerative Energieträger (Biomasse, Solar- und Geothermie) umzustellen. Der Wechsel auf alternative Energieträger mindert CO2-Emissionen und wird häufig staatlich gefördert. Das richtige Förderprogramm finden Sie mit dem FördermittelCheck.

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