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Klima schützen:

mit Big Points zu Hause –
und per Handabdruck

mit Big Points zu Hause – und per Handabdruck

Für den Klimaschutz weltweit und in Deutschland gibt es klare Ziele: Gemeinsam müssen wir für deutlich weniger CO2 sorgen – nicht mehr als eine Tonne pro Person und Jahr. Wie viel ist es jetzt? Können wir das überhaupt schaffen? Und vor allem: Was kann jede/r Einzelne beitragen? 

Klar ist: Für deutlich weniger CO2 (CO2-Äquivalente) sind wirksame staatliche Vorgaben nötig. Aber privat können wir schon jetzt loslegen – und sollten das auch tun. Denn wir können tonnenweise CO2 vermeiden, vor allem zu Hause. Wir zeigen, wie:

Tipps für umwelt- und klimafreundliches Leben gibt es viele: vom Plastiktüten-Ersatz bis zum Hausbau mit Strohballen. Doch nicht alle Tipps sind besonders wirksam. Und nicht jede Person hat die Mittel, um alle Tipps umzusetzen. Zeit und Geld sind begrenzt. Deswegen ist es sinnvoll, sich auf das zu konzentrieren, was viel bringt: auf die sogenannten Big Points.

Was sind Big Points?

Big Points sind Maßnahmen, die die persönliche Klimabilanz deutlich sichtbar nach oben oder unten verändern können. Mit einem Big Point lassen sich eine halbe Tonne CO2 und mehr einsparen. Jede/r kann deshalb mit wenigen Big Points tonnenweise CO2 vermeiden. Allein mit solchen Maßnahmen lässt sich der durchschnittliche CO2-Fußabdruck von 11,2 Tonnen (11.200 kg) pro Person um bis zu 50 Prozent reduzieren.

Wo entsteht am meisten CO2?

Schauen wir uns den durchschnittlichen CO2-Fußabdruck einer Person in Deutschland genauer an.

Mit 34 Prozent hat der „Sonstige Konsum“ zwar den größten Anteil. Dazu zählen jedoch sehr viele verschiedene Produkte und Dienstleistungen. Ein echter Big Point ist nicht darunter.
Ebenso bei der „Öffentlichen Infrastruktur“ wie Verwaltung, Schulen und Straßen, auf die wir keinen direkten Einfluss haben (8 Prozent).
Beim Anteil für unser Zuhause sieht das ganz anders aus: „Wohnen“ und „Strom“ kommen zusammen auf 24 Prozent – mit einigen Big Points.
Echte Big Points gibt es auch bei „Mobilität“ (19 Prozent) und „Ernährung“ (15 Prozent).

Für Mobilität und Ernährung sind die Big Points schnell aufgezählt:

Mit einer klimafreundlicheren Ernährung fällt der eigene CO2-Fußabdruck deutlich kleiner aus. Fleischarmes oder vegetarisches Essen bringt schon einiges. Wer sich vegan ernährt, vermeidet 1.000 kg CO2 pro Jahr, also eine ganze Tonne.
Für klimafreundliche Mobilität ist der Schlüssel, nicht zu fliegen. Eine Reise innerhalb Deutschlands mit Bahn statt Flugzeug zählt zu den zehn wirksamsten Schritten (320 kg CO2). Bei Reisen über den großen Teich geht es gleich um mehrere Tonnen. Mit dem Wechsel vom Verbrenner zum Elektroauto lassen sich ebenfalls mehrere hundert Kilo CO2 vermeiden – oder indem Sie mit dem Fahrrad statt mit dem Auto zur Arbeit fahren.

Für die anderen Teile des Fußabdrucks (Wohnen und Strom) gibt es jeweils mehrere Big Points. Die schauen wir uns jetzt genauer an.

Wo entsteht zu Hause am meisten CO2?

24 Prozent der CO2-Emissionen fallen zu Hause an. Drei Punkte sind hier besonders wichtig, wie der Energieverbrauch eines durchschnittlichen Haushalts zeigt:

Diese drei Punkte machen im Schnitt zusammen fast 3 Tonnen CO2 aus – und spielen eine wichtige Rolle in unserem Alltag. Unser Einfluss darauf ist entsprechend groß. Deswegen konzentriert sich co2online auf diese Punkte, um für weniger CO2 zu sorgen und so das Klima zu schützen.

Das persönliche Potenzial ist unterschiedlich groß. Aber es lässt sich einfach ermitteln:

Heizung und Warmwasser: Heizkosten prüfen und Sparpotenzial ausrechnen

Jetzt Heizkosten prüfen

Strom: Stromkosten prüfen und Sparpotenzial ausrechnen

Jetzt Stromkosten prüfen

Für Eigentümer*innen: Modernisierung des Gebäudes prüfen

Jetzt Modernisierung prüfen

Die gute Nachricht: Fürs Klimaschützen zu Hause gibt es Big Points, die Sie innerhalb weniger Minuten abhaken können – und die sich dann dauerhaft bezahlt machen:

Biogas nutzen 1.500 kg Co2/Jahr

Ökostrom nutzen 590 kg Co2/Jahr

Strom sparen 365 kg Co2/Jahr

Die schlechte Nachricht: Nicht auf alle CO2-Emissionen haben wir direkten Einfluss. Das zeigt schon der große Anteil des „Sonstiges Konsums“ an unserem Fußabdruck. Aber wir müssen nicht nur selbst Hand anlegen. Wir können auch andere dazu motivieren. Dafür steht die Idee des Handabdrucks.

Was ist mit Handabdruck gemeint?

Das Konzept des Handabdrucks (Handprint) wurde als „Gegenstück“ zum Fußabdruck entwickelt. Es zielt auf das gesellschaftliche Engagement Einzelner ab. Vereinfacht gesagt: Der Fußabdruck umfasst die Handlungen, mit denen ich in meinem Konsumverhalten CO2-Emissionen oder andere Umweltverbräuche verursache. Der Handabdruck umfasst hingegen die Handlungen, mit denen ich den Fußabdruck von anderen vermindere.

Was kann ich sonst noch tun?

  • Bei Freund*innen oder Bekannten

    Berichten Sie, wie einfach der Wechsel zu Ökostrom, Biogas, zum Carsharing oder Elektroauto war. Zeigen Sie, wo Sie online Preise verglichen haben – oder nehmen Sie Ihr Gegenüber mit auf eine Probefahrt.

  • Bei Ihrem/r Vermieter*in

    Sprechen Sie den/die Hauseigentümer*in an. Schauen Sie gemeinsam nach Sparpotenzialen im Gebäude oder machen Sie einen konkreten Vorschlag – von der Dachdämmung bis zum Heizungskeller, zum Beispiel mithilfe des ModernisierungsChecks.

  • In der Familie oder Wohngemeinschaft

    Regen Sie den Kauf eines energieeffizienten Kühlschranks oder eines Sparduschkopfs an. So können Sie zeigen, dass sich viele Dinge fürs Klima und auch fürs Konto rechnen.

  • Am Arbeitsplatz

    Machen Sie sich für ein Jobticket oder Firmenrad-Leasing stark. Damit erhöhen Sie die Wahrscheinlichkeit, dass immer mehr Kolleg*innen ohne Auto zur Arbeit kommen.

  • In der Öffentlichkeit

    Bringen Sie sich mit Leserbriefen, bei Demonstrationen, Organisationen oder Parteien ein. Auch so können Sie viele andere Menschen für den Klimaschutz gewinnen.

  • Mit Spenden

    Unterstützen Sie Verbände oder NGOs wie co2online – oder kompensieren Sie Ihre übrigen CO2-Emissionen.

Was muss an anderen Stellen passieren?

Mit zusammen 42 Prozent haben der „Sonstige Konsum“ und die „Öffentliche Infrastruktur“ einen sehr großen Anteil am CO2-Fußabdruck. Für beide gibt es keine Big Points, die jede/r persönlich angehen könnte. Das zeigt, dass auch wirksame staatliche Vorgaben nötig sind, um für weniger CO2 zu sorgen.

Womit sich der Staat für mehr Klimaschutz vor allem beschäftigen sollte, zeigt der Überblick über die CO2-Emissionen nach Sektoren:

Kritik am CO2-Fußabdruck: Wer kann mehr tun, um das Klima zu schützen?

Wegen des großen Anteils von Energiewirtschaft und Industrie gibt es auch Kritik am CO2-Fußabdruck. Denn damit wird die Verantwortung für den Klimaschutz womöglich verschoben: von den Verantwortlichen in Politik oder Unternehmen hin zu einzelnen Menschen.

Deswegen ist es wichtig, an beiden Dingen zu arbeiten. Also möglichst nicht nur am persönlichen CO2-Fußabdruck. Sondern auch an einem Handabdruck, der Einfluss auf Politik und Unternehmen nimmt.

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