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10 Gründe für den Heizungstausch

In ihrem Keller arbeitet eine alte Heizung? Sie ahnen, dass ein Austausch sinnvoll wäre, zögern aber noch? Dann lassen Sie sich von unseren elf guten Gründen für einen Heizungstausch überzeugen! Von Fördermitteln über Klimaschutz bis zur Kostenersparnis.

Warum einen Heizungstausch vornehmen?

Bei einem Heizungstausch wird eine meist alte Heizung durch neueres Modell oder eine bessere Technologie ersetzt. Ältere Heizungen setzen den Brennstoff nicht mehr optimal um, wodurch Energieverbrauch und CO2-Ausstoß steigen. Bei Heizungen, die mindestens 30 Jahre sind, ist ein Austausch mitunter gesetzlich vorgeschrieben.

Die alte Heizung austauschen, obwohl sie noch funktioniert? Ja! Denn wenn in Ihrem Keller eine 15 Jahre oder noch ältere alte Heizung arbeitet, gibt es jede Menge gute Gründe für einen Austausch! Lassen Sie sich von unseren Argumenten überzeugen.

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1. Aller Anfang ist leicht

Sie denken schon länger über einen Heizungstausch nach, fürchten aber, dass das ein großes, unüberschaubares Vorhaben wird? Keine Sorge! Wenn Sie vorausschauend planen, gelingt der Tausch ist nur fünf SchrittenRichtig informieren, die passende Heiztechnik wählen, Finanzierung sichern, Heizkessel tauschen und am Ende den Erfolg kontrollieren.

2. Uralte Heizungen müssen sowieso raus

Arbeitet bei Ihnen eine uralte Heizung im Keller? Dann sind Sie laut Energieeinsparverordnung (EnEV) § 10 unter Umständen zu einem Austausch verpflichtet. Die Austauschpflicht gilt für alle Geräte, die

  • seit 30 und mehr Jahren im Einsatz sind
  • Öl oder Gas verbrennen
  • Konstanttemperatur-Technik verwenden und
  • eine Nennleistung von 4 bis 400 kW haben.

3. Schwankender Öl- und Gaspreis, adé!

Von der Corona-Krise über Spekulationen an der Börse bis zur unsicheren Lage im Nahen Osten: Der Rohölpreis ändert sich täglich – und damit auch der Preis für Heizöl, der eng an den Ölpreis gekoppelt ist. Für Besitzer*innen einer Ölheizung ist es deshalb schwer mit schwankenden Heizkosten zu planen. Deshalb: Verabschieden Sie sich von ihrer alten Ölheizung und der unsicheren Preisentwicklung!

Das Gleiche gilt übrigens auch für die Gaspreise: Aufgrund der Ölpreisbindung, einer brancheninternen Vereinbarung zwischen Gasproduzenten, -importeuren und -versorgern, ist der Erdgaspreis an den Ölpreis gekoppelt. Dadurch sind auch die Gaspreise Schwankungen ausgesetzt, wenngleich nicht ganz so stark wie beim Ölpreis.

Arbeitet Ihre Heizung effizient? Mit dem HeizCheck erfahren Sie, ob der Heizenergieverbrauch Ihres Hauses und Ihrer Heizkosten niedrig oder hoch ist.

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4. Endlich mehr Platz im Keller

Vor allem Öltanks benötigen in der Regel sehr viel Platz im Keller: Ein 1.000-Liter-Tank ist der Regel einen Kubikmeter groß, ein typischer 3.000-Liter-Tank beansprucht bei einer Höhe von 200 cm eine Fläche von gut 130 x 280 cm. Öltanks mit einem Fassungsvermögen von über 5.000 Litern müssen sogar in einem eigenen Raum aufgestellt werden. Werfen Sie Ihre alte Ölheizung raus und freuen Sie sich über mehr Platz!

5. Das Energielabel verrät, wie es um Ihre Heizung steht

Seit 2016 erhalten Heizkessel, die älter als 15 Jahre sind, ein Energielabel. Schornsteinfeger*innen, Installateur*innen oder Energieberater*innen sind demnach verpflichtet, Heizgeräte mit dem Etikett des Labels zu versehen. Das Energielabel informiert Verbraucher*innen über den Effizienzstatus ihres Heizgerätes und über Energieberatungsangebote und Förderungen. Wird Ihre Heizung in die Klasse C oder D eingeordnet, bedeutet dies: Ihr Heizkessel verbraucht zu viel Energie, ein Austausch ist dringend zu empfehlen! Sie finden kein Label auf Ihrer Heizung? Dann fragen Sie Ihren Schornsteinfeger*in bei der nächsten Überprüfung danach. Die Ausstellung des Labels ist für Sie kostenlos.

6. Heizungstausch ist aktiver Klimaschutz

Öl- und Gasheizungen sind nach wie vor die gängigen Heizsysteme. Doch beide Brennstoffe haben eine schlechte CO2-Bilanz. Ein Heizölkessel verursacht pro Kilowattstunde 318 Gramm CO2, Erdgas 247 Gramm. Zudem entstehen weitere Umweltschäden schon vorher bei der Rohstoffgewinnung. So kommt es beispielsweise bei der Erdölförderung durch Fracking und Teersand zu erheblichen Eingriffen in die Natur. Und bei der Erdgasproduktion wird auch das klimaschädliche Methan freigesetzt. Wer sich bei einem Heizungstausch für ein energieeffizienteres Model entscheidet, senkt damit den CO2-Ausstoß. Noch besser ist der Umstieg auf Erneuerbare Energie. So gewinnt eine Wärmepumpe die Heizenergie aus Boden, Wasser oder Luft. Wird für den Betrieb der Pumpe Ökostrom verwendet, hat eine Wärmepumpe eine gute CO2-Bilanz. Die wird noch besser, wenn der Ökostrom mit einer Photovoltaikanlage vom eigenen Dach erzeugt wird. Pelletheizungen gelten sogar als CO2-neutral.

Lohnt sich die geplante Modernisierungsmaßnahme? Minutenschnell den wärmetechnischen Zustand Ihres Gebäudes berechnen und analysieren, wie hoch das Einsparpotenzial ist. Mit Tipps und Infos zu Fördermitteln.

7. Empfehlung: Heizkesseltausch nach 15 Jahren

Ist ein Kessel 15 Jahre oder älter, kann er auch bei regelmäßiger Wartung den Brennstoff oft nicht mehr optimal umsetzen. Das gilt auch, wenn diese alten Geräte noch technisch reibungslos funktionieren. Der CO2-Ausstoß steigt stark an, die Energieeffizienz verringert sich und damit steigen Energieverbrauch und die Kosten! Deshalb raten Expert*innen zum Kesseltausch nach 15 Jahren. Ein neuer Kessel amortisiert sich nach zehn oder sogar weniger Jahren.

8. Schöpfen Sie bei der Förderung aus dem Vollen!

Wenn Sie sich für eine neue, klimafreundliche Heizungsanlage entscheiden, haben Sie Anspruch auf staatliche Förderung. So werden Gashybridheizungen, Biomasse- oder Wärmepumpenanlagen gefördert. Seit Januar 2020 erhöhen sich diese Prämien, wenn die Anschaffung einer neuen Anlage mit dem Austausch einer alten Ölheizung einhergeht. So erhalten Sie 45 Prozent Förderung auf eine Wärmepumpenanlage oder eine Gas-Hybridheizung vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).

Was viele Hausbesitzer*innen nicht wissen: Auch das Entsorgen Ihres alten Öltanks wird staatlich gefördert! Das (BAFA) fördert den Ausbau alter Heizöltanks, wenn Sie eine neue Hybridheizung oder auf Wärme aus regenerativen Quellen (Umweltheizung) setzen. Dabei ist es wichtig die Fördergelder vor dem Austausch zusammen mit einem/er Energieberater*in zu beauftragen.

Welche Förderung steht Ihnen bei einem Heizungstausch zu? Mit unserem Fördermittelcheck erfahren Sie umgehend, ob und in welcher Höhe Sie mit staatlicher Förderung rechnen können.

9. Heizungstausch – auch in der Praxis eine gute Idee

Bessere Umweltbilanz, sinkende Kosten, verbesserter Wohnkomfort – die Gründe für einen Heizkesseltausch klingen nicht nur in der Theorie gut, sie überzeugen auch in der Praxis! Im Rahmen eines Praxistests haben wir Hausbesitzer*innen begleitet, die sich von ihrer alten Heizung verabschiedet haben. Nach dem Tausch vergeben Thomas und Miriam Spitzer aus Solingen „10 Punkte für den Kesseltausch!“. Und Praxistesterin Ricarda Rieck aus Heiligengrabe ist „mit dem Kesseltausch voll und ganz zufrieden.“ Lassen Sie sich von unseren Beispielen aus der Praxis begeistern!

10. Warten Sie nicht, bis es zu spät ist

Ihre Heizung ist alt und reparaturanfällig? Dann warten Sie nicht, bis sie endgültig ihren Geist aufgibt! Im schlimmsten Fall kommt der nächste Defekt genau in der Heizsaison, wenn Handwerker*innen schwer zu kriegen sind. Planen Sie deshalb jetzt Ihren Heizungstausch mit Ruhe während der heizfreien Zeit.

Sie können sich immer noch nicht zu einem Heizungstausch durchringen? Dann schauen Sie sich alternativ unsere 10 besten Tipps an, mit denen Sie Heizkosten sparen. Oder optimieren Sie Ihre Heizung mit einem hydraulischen Abgleich. Denn nicht nur der Heizungstausch wird staatlich gefördert, auch für die Heizungsoptimierung gibt es Zuschüsse vom Staat.

Sie wollen noch mehr gute Gründe und Tipps für Heizung, Haus und andere Umwelt-Themen? Dann halten Sie sich mit unserem Newsletter auf dem Laufenden.

Autor: Clemens Boekholt

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