Wir verwenden Cookies für den bestmöglichen Service für Sie. Mit der Nutzung unserer Webseite stimmen Sie den Datenschutzbestimmungen zu und akzeptieren die Verwendung von Cookies. Alternativ können Sie die Einstellungen anpassen.

Hydraulischer Abgleich: Alle Infos zur Heizungsoptimierung

WärmeCheck

Der hydraulische Abgleich ist der Geheimtipp zum Heizenergie sparen. Jetzt in nur 5 Minuten individuell berechnen: Lohnt sich die Optimierung? Wie hoch ist das Einsparpotenzial? Mit Tipps und Kontaktdaten von Experten in Ihrer Nähe.

Meistbesuchte Seiten

Andere Leser*innen interessieren sich besonders für Kosten und Fördermöglichkeiten eines hydraulischen Abgleichs.

Sie auch? Dann klicken Sie auf einen der beiden Buttons, um zum Artikel zu gelangen!

Was ist ein hydraulischer Abgleich und welchen Nutzen hat er?

Ein hydraulischer Abgleich dient der Optimierung von Heizungsanlagen. Nach dem Abgleich fließt jeweils genau die benötigte Menge Warmwasser in jeden Raum. Der Energieverbrauch sinkt um bis zu 15 Prozent. Ohne Abgleich gelangt oftmals zu viel warmes Wasser in nah am Heizkessel befindliche Heizkörper. Weiter entfernte Heizkörper bleiben dagegen unterversorgt. 

Hinweis: Mit Förderprogrammen für den hydraulischen Abgleich wird diese Maßnahme noch lohnenswerter.

Wie funktioniert ein hydraulischer Abgleich?

Beim hydraulischen Abgleich ermitteln Handwerker*innen die benötigte Wärme für jeden Raum. Thermostate werden anschließend so eingestellt, dass jedem Heizkörper genau die richtige Menge Warmwasser zufließt. Das Ergebnis ist ein effizient und kostengünstig arbeitendes Heizungssystem.

Wenn Sie auf der Suche nach Handwerker*innen sind, dann hilft Ihnen unsere Expertensuche

Wie lange dauert ein hydraulischer Abgleich?

Ein hydraulischer Abgleich dauert zwischen 6 und 7 Stunden. Gegebenenfalls müssen Bauteile erneuert oder hinzugefügt werden (z.B. voreinstellbare Thermostate). Nutzen Sie die Zeit, um sich auf erhebliche Energieeinsparungen zu freuen.

Zur Veranschaulichung stellen wir Ihnen 6 Praxisbeispiele vor.

Was kostet ein hydraulischer Abgleich?

Ein hydraulischer Abgleich kostet für ein durchschnittliches Einfamilienhaus zwischen 650 und 1.250 Euro. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle bietet eine Förderung von bis zu 30 Prozent der Gesamtnettokosten an.

Nach dem Abgleich sparen Sie jährlich im Schnitt 90 Euro. Die Amortisationszeit beträgt also etwa acht Jahre.

Wertvolle Zusatzinformationen finden Sie in unserem Artikel zu Kosten und Sparpotenzial eines hydraulischen Abgleichs.

Wie oft sollte ein hydraulischer Abgleich durchgeführt werden?

Ein erneuter hydraulischer Abgleich wird immer dann ratsam, wenn bauliche Veränderungen am Gebäude vorgenommen wurden. Achten Sie deshalb darauf, den Abgleich möglichst erst nach einer Baumaßnahme vornehmen zu lassen. Darüber hinaus sind die Resultate relativ zeitstabil.

Am besten werfen Sie einen Blick in unsere Checklisten zum hydraulischen Abgleich, um alle Unklarheiten zu beseitigen. 

Ist ein hydraulischer Abgleich Pflicht?

Ja. Maßnahmen zum hydraulischen Abgleich werden sowohl von der Energieeinsparungsverordnung (EnEV) als auch von der Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB/C) gefordert.  

Ausführliche Informationen zum hydraulischen Abgleich aus rechtlicher Sicht erhalten sie bei bba-online. 

Kann ich einen hydraulischen Abgleich selbst durchführen?

Wir raten davon ab, einen hydraulischen Abgleich selbst durchzuführen. Um den Wärmebedarf eines Gebäudes zu ermitteln, braucht es Fachkenntnisse und spezielle Software. Vermeiden Sie Schätzwerte aus kostenfreien Programmen. Mit einer Investition in professionelle Arbeit können Sie das Energiesparpotenzial voll ausreizen.

Nicht nur mit Schätzwerten kann man daneben liegen. Wir haben die 7 häufigsten Irrtümer über den hydraulischen Abgleich für Sie aufgelistet.

Wo finde ich das Formular zur Bestätigung eines hydraulischen Abgleichs?

Hydraulischer Abgleich: Verfahren A oder B?

Beim Verfahren A wird der Wärmebedarf per Datenschieber oder über die Heizkörpergröße ermittelt. Das ist relativ günstig, aber auch ungenau: Zweistellige Fehler sind keine Seltenheit. 

Das Verfahren B nutzt Computerprogramme, um den Wärmebedarf möglichst genau zu errechnen. Das schlägt sich jedoch auch im Preis nieder. 

Der Wärmebedarf wird in Watt je Quadratmeter (W/m2) angegeben. 

Übersicht Hydraulischer Abgleich: Verfahren A und B

Verfahren AVerfahren B
InhaltNäherungsverfahren zulässig bei beheizten Nutzflächen bis 500m³ je Heizkreis ausgestattet mit einer Pumpe oder Differenzdruckreglern / Durchflussreglern, siehe auch Fachregel, Mindestleistungin der Regel: Softwareberechnung, für alle Anlagengrößen, siehe auch Fachregel, grundsätzlich empfohlen
FördermaßnahmeZulässig bei:

    Austausch Wärmeerzeuger (KfW/BAFA)

    Heizungsoptimierung (KfW/BAFA)

Erforderlich bei:

    Nachträgliche Maßnahmen zur Wärmedämmung (KfW)

    Heizungspaket (KfW)

Nachzuweisende Leistungen1

    Ermittlung der Heizflächendurchflüsse anhand einer abgeschätzten Heizlast (z. B. nach Baualtersklassen (W/m²) oder installierter Heizflächengröße)

    Thermostatventile mit konventioneller Voreinstellung: Ermittlung der Voreinstellung mittels Heizflächendurchfluss und Annahme eines Differenzdruckes

    Thermostatventile mit automatischer Durchflussbegrenzung: Voreinstellwert = ermittelter Heizflächendurchfluss

    Überschlägige Ermittlung von: Systemtemperatur, Pumpenförderhöhe, Gesamtdurchfluss, ggf. Einstellwerte von Strangarmaturen und/oder Differenzdruckreglern.²

Raumweise Heizlastberechnung in Anlehnung an DIN EN 12831 inkl. relevanter Beiblätter. Vereinfachungen sind möglich (z. B. U-Werte nach Typologien)

Heizflächenauslegung: Berechnen der Heizflächendurchflüsse in Anhängigkeit der geplanten Vor- und Rücklauftemperaturen und der Heizflächengrößen

Ermittlung (in der Regel durch Rohrnetzberechnung) von: Voreinstellwerten der Thermostatventile³, Pumpenförderhöhe, Gesamtdurchfluss, ggf. Einstellwerte von Strangarmaturen und/oder Differenzdruckreglern.², Optimierung der Vorlauftemperatur bei Heizflächen im Bestand

Wenn große Teile der Alt-Installation des Rohrnetzes im nicht sichtbaren Bereich liegen, ist eine Ermittlung der Voreinstellwerte durch Annahme von Rohrlänge und Nennweiten möglich.

1 Angenommene Randbedingungen und Berechnungsergebnisse müssen dokumentiert und dem Antragsteller übergeben werden.

2 Notwendig bei Differenzdrücken am Thermostatventil größer 150 mbar, nicht notwendig bei Thermostatventilen mit automatischer Durchflussbegrenzung.

3 Bei Thermostatventilen mit automatischer Durchflussbgrenzung genügt die Einstellung der berechneten Heizflächendurchflüsse.

Quelle: VdZ – Forum für Energieeffizienz in der Gebäudetechnik e.V.

Theorie

Praxis

Serviceangebote