Warum hast du dich für eine Hybridheizung entschieden?
Eine monovalente Wärmepumpenheizung als Alternative schied für mich aus folgenden Gründen aus:
- Bei einer Heizlast von 32 kW hätte ich mindestens zwei Wärmepumpen als Kaskade benötigt.
- Die Spitzenlast hätte zwar mit der Elektroheizung der Wärmepumpe von je 9 kW abgefangen werden können, jedoch zum normalen Hausstromtarif von 30 Cent/kWh, der zu dem Zeitpunkt auf 45 Cent/kWh gestiegen war.
- Im gesamten Wohnhaus waren Konvektionsheizkörper installiert, die bei −14 Grad Celsius eine Vorlauftemperatur von Grad Celsius erforderten.
Das waren und sind keine optimalen Randbedingungen, um eine Wärmepumpe effizient zu betreiben.
Meine Idee:
Zusätzlich zum bestehenden Gas-Brennwertkessel sollte eine Hochtemperatur-Wärmepumpe für den bivalenten, parallelen Betrieb installiert werden. Die Wärmepumpe sollte die Grundlast der Heizung allein übernehmen. Der neun Jahre alte Brennwertkessel mit 35 kW sollte anstelle der Elektrozusatzheizung der Wärmepumpe bei Bedarf die notwendige Spitzenleistung für die Heizung und Warmwasserproduktion erbringen. Dazu wird das in der Wärmepumpe vorgeheizte Heizungswasser im Brennwertkessel entsprechend den Erfordernissen nachgeheizt.
Die Warmwasserproduktion sollte durch einen großen Wärmepumpen-Hygiene-Schichtkombispeicher mit 800 Litern erfolgen, der gleichzeitig eine dreifache Funktion mit minimalem Anlagenaufwand erfüllen sollte.
- Hydraulische Weiche im untersten 2/3 des Speichers
- Warmwasserpuffer im obersten 1/3 der Speicher, der durch natürliche Schichtung ohne zusätzliche Pumpe und Stellventile funktioniert.
- Ein 800-Liter-Wärmepumpenpufferspeicher gewährleistet lange Laufzeiten, kürzere Abtauphasen und eine stabile Regelung.
Der Einsatz der Wärmepumpe ermöglichte gleichzeitig, diese bei entsprechendem Solarüberschuss auch mit Solarstrom zu betreiben. Durch eine senkrechte Anordnung der Solarpaneele in Südost- und Südwestrichtung wird der Solarertrag über den Tag verteilt und „winteroptimiert“. Das spart Solarspeicherkapazität, erweitert die Verwendungsmöglichkeiten des Solarstroms für die Wärmepumpe und ermöglicht eine maximale Eigennutzung von Solarstrom bei minimalem Aufwand.
Zur Steuerung und Regelung der komplexen Anlage kommt eine frei programmierbare Regelung zum Einsatz.