Wir verwenden Cookies für den bestmöglichen Service für Sie. Mit der Nutzung unserer Webseite stimmen Sie den Datenschutzbestimmungen zu und akzeptieren die Verwendung von Cookies. Alternativ können Sie die Einstellungen anpassen.

Warmwasserverbrauch und Tipps für 3-Personen-Haushalte

Bei dieser Haushaltsgröße liegen die durchschnittlichen Energiekosten für Warmwasser pro Jahr im mittleren dreistelligen Bereich. Das heißt: Auch größere Investitionen lohnen sich. Hier können Sie sehen, wie schnell sich die verschiedenen Maßnahmen für Sie amortisieren.

WasserCheck: Wasserverbrauch zu hoch?

Vergleichen Sie jetzt Ihren Warmwasserverbrauch mit dem ähnlicher Haushalte – und erfahren Sie, wie Sie mit wenig Aufwand viel Wasser sparen können:

Durchschnittlicher Warmwasserverbrauch und Energiekosten für drei Personen im Jahr

Rund 13 Prozent der Haushalt in Deutschland sind Drei-Personen-Haushalt. Schon mit kleinen Maßnahmen kann hier Energie bei der Warmwasserbereitung eingespart werden.

Wie viel Energie in 3-Personen-Haushalten zur Warmwasserbereitung gebraucht wird, richtet sich dabei vor allem nach der persönlichen Nutzung sowie der Erzeugungsweise des warmen Wasser. Berechnet man den Energieaufwand für den durchschnittlichen Warmwasserverbrauch in einem 3-Personen-Haushalt ergeben sich folgende Zahlen: 1.750 Kilowattstunden bei einem Strom-Durchlauferhitzer, 3.500 Kilowattstunden bei zentraler Erwärmung mit Heizöl. Daraus lassen sich jährliche Verbrauchskosten in Höhe von 460 Euro (Strom) beziehungsweise 230 Euro (Heizöl) berechnen.*

Das Beispiel zeigt: Es gibt deutliche Unterschiede zwischen zentraler und dezentraler Warmwasserbereitung. Bei zentralen Warmwasserbereitungssystemen ist der Wirkungsgrad der Anlagen meist geringer als bei der dezentralen Warmwasserbereitung. Da allerdings bei den dezentralen Anlagen meist teurer und aufwändig hergestellter Strom zur Warmwassergewinnung genutzt wird, fallen Gesamtenergiebilanz, Betriebskostenabrechnung und die CO2-Bilanz meist zugunsten der zentralen Anlagen aus.

Tipp für Hauseigentümer: Erneuerbare Energie integrieren und Kosten sparen

Besonders kostensparend und klimaschonend ist die zentrale Warmwasserbereitung, wenn in bestehende Systeme oder bei der Neuinstallation erneuerbare Energien integriert werden. Eine effiziente Wärmepumpe, Holzpellets als Energieträger oder zusätzliche Wärme aus der Sonne (Solarthermie) bieten sich hier an.

Doch unabhängig davon, wie in Ihrem Haushalt das Warmwasser bereitet wird: Da auch in Zukunft steigende Energiepreise zu erwarten sind, sollten Sie gleich mit dem Sparen loslegen. Mit einfachen, kostengünstigen Maßnahmen sind deutliche Einsparungen im durchschnittlichen Wasserverbrauch im Jahr möglich.

Warmwasser sparen im 3-Personen-Haushalt

Kleine Verhaltensänderungen im Alltag mit großem Spareffekt

Duschen statt baden: Ziehen Sie die Dusche vor, wenn Sie die Wahl haben. Eine durchschnittliche Badewanne fasst zwischen 150 und 180 Liter. Beim Duschen verbrauchen Sie im Durchschnitt 18 Liter Wasser pro Minute – mit einem Sparduschkopf sogar nur 6 Liter pro Minute. Wenn Sie drei Minuten duschen, können Sie 80 bis 100 Liter Warmwasser je Bad sparen.

Tipp: Mit einer Babybadewanne Wasser sparen

Kurz und knackig: Den größten Einfluss auf die Kosten beim Duschen hat nicht der Wasserverbrauch, sondern die Wassertemperatur und die Duschdauer. Wer kalt duscht, spart am meisten. Wer kurz duscht, spart ebenfalls viel. Das heißt nicht, dass Sie jetzt ab jetzt nur noch kalt duschen sollten. Aber vielleicht lässt sich die Temperatur ja um ein Grad senken – auch das macht einen Unterschied!

Das gleiche gilt übrigens für´s Händewaschen: Um den Warmwasserverbrauch zu senken, können Sie beim Händewaschen einfach kaltes statt warmes Wasser verwenden. Denn entscheidend für die Hygiene ist laut verschiedener Studien nicht die Wassertemperatur, sondern das Einseifen.

Mit Sparduschkopf und Co. Armaturen optimieren

Wassersparen geht auch ohne Komfortverzicht. Am einfachsten ist die Nutzung von Durchflussbegrenzern und Sparduschköpfen.

Perlstrahler, Durchflussbegrenzer und Sparduschköpfe optimieren den Wasserstrahl und senken so den Verbrauch ohne Komfortverlust um bis zu 50 Prozent beim Wasser und 25 Prozent bei den Energiekosten. Dabei sind sie nicht teuer. Effektive Duschköpfe sind schon ab 20 Euro zu haben, die anderen Sparhelfer ab etwa 2 Euro. Bei der Auswahl von kostensparenden und effizienten Sanitäreinrichtungen wie Duschköpfen und WC-Spülsystemen hilft das Wassereffizienzlabel „WELL“. Dieses zeigt an, wie hoch der Verbrauch eines Gerätes ist und welche kostensparenden Eigenschaften es besitzt.

Alte Geräte austauschen lohnt sich

Für Haus- oder Wohnungseigentümer kann sich ein Austausch veralteter Geräte lohnen, da die Art der Warmwasserbereitung einen großen Einfluss auf die Kosten hat. Tauschen Sie beispielsweise einen in der Wohnung verbauten hydraulisch geregelter Durchlauferhitzer oder gegen einen modernen, vollelektronischen Durchlauferhitzer, können Sie knapp 20 Prozent Energie sparen.

Tipp: Förderung für vollelektronische Durchlauferhitzer

Bei Durchlauferhitzern wird zwischen hydraulisch und elektronisch geregelten Geräten unterschieden. Im Vergleich zu den älteren hydraulischen Modellen sparen vollelektronische Durchlauferhitzer beim gleichen Nutzverhalten rund 20 Prozent Energie. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie fördert deshalb den Austausch alter Geräte gegen einen neuen elektronischen Durchlauferhitzer mit 100 Euro.

Beispiel: Ein aus drei Personen bestehender Beispiel-Haushalt verwendet im Bad einen hydraulisch geregelten Durchlauferhitzer (LINK Artikel dezentral). Dieser funktioniert zwar noch gut, ist aber – was die Höhe seines Stromverbrauchs angeht – völlig veraltet. Mit dem Einbau eines vollelektronischen Durchlauferhitzers sparen Sie rund 20 Prozent Energie. Vorausgesetzt jede der drei Personen duscht an 330 Tagen im Jahr jeweils fünf Minuten, so entsteht bei einem hydraulischen Durchlauferhitzer ein Energieverbrauch von 1.400 Kilowattstunden. Ein vollelektronisches Modell hingegen würde nur 1.050 Kilowattstunden Strom verbrauchen. So ergibt sich schon im ersten Jahr eine Ersparnis von 90 Euro; hinzu kommen rund 30 Euro geringere Wasserkosten. Damit macht sich die Installation eines modernen Geräts im Schnitt schon nach fünfeinhalb Jahren bezahlt.**

Heizanlage optimieren, Kosten sparen

Als Haus- oder Wohnungseigentümer haben Sie die Möglichkeit, Ihre zentrale Warmwasserbereitung zu optimieren, zum Beispiel mit einer besseren Dämmung des Warmwasserspeichers und der Leitungen, einem hydraulischen Abgleich der Anlage und einer bedarfsgerechten Steuerung der Zirkulationspumpe, ggf. verbunden mit deren Erneuerung. Bei Einfamilienhäusern ist in vielen Fällen die vollständige Außerbetriebnahme der Zirkulation sinnvoll. Diese Maßnahmen steigern die Effizienz Ihrer Heizanlage deutlich und Verbrauch und Kosten sinken. Es kann auch sinnvoll sein, die Zirkulationspumpe ganz abzuschalten.

Beispiel: In einem Einfamilienhaus wohnen drei Personen, die ihr Wasser mit einer durch Heizöl betriebenen Zentralheizung mit Zirkulationspumpe erwärmen. Dabei verbrauchen sie durchschnittlich 3.800 Kilowattstunden pro Jahr. Das entspricht etwa 250 Euro an Heizölkosten.* Um Energie zu sparen nimmt der Haushalt das Warmwasser-Zirkulationssystem außer Betrieb. Allein durch diese Maßnahme sinkt der Energieverbrauch um rund 350 Kilowattstunden. Zusätzlich dazu wird die Dämmung des Warmwasserspeichers und der Leitungen zwischen Speicher und Zapfstellen verbessert – das spart weitere 200 Kilowattstunden. Die eingesparte Energie beläuft sich umgerechnet auf 110 Euro im ersten Jahr.

* Gerechnet wurde mit folgenden Preisen: Strom: 26 Cent pro Kilowattstunde, Heizöl: 65 Cent pro Liter (rund 10 kWh)

** Gerechnet wurde mit einem Gerätepreis von 550 Euro sowie Einbaukosten in Höhe von 150 Euro

weiter