Sie fragen – wir antworten!
Unser Experte beantwortet Leserfragen

14.01.2026 Lesedauer: min Minh Duc Nguyen

Männliche Person in rotem Pullover schaut nachdenklich nach oben.

Ob Sparmöglichkeiten, Heizungstechnik oder Finanzierung: Uns erreichen viele Fragen rund ums Haus. Unser Experte Minh Duc Nguyen gibt Antworten auf die häufigsten Anliegen.

Januar 2026

Was passiert bei Stromausfall mit einer PV-Anlage?

Sie haben sicherlich den verheerenden Stromausfall im Berliner Süden mitbekommen. Über die Auswirkungen für das Bundesland Berlin und Deutschland wurde bereits an verschiedenen Stellen gesprochen. Wir widmen uns heute einem kleinen Aspekt, der für eine konkrete Zielgruppe von großer Bedeutung sein dürfte: Haushalte mit Photovoltaikanlage. Viele von ihnen waren vom Stromausfall überrascht. Trotz PV-Anlage und Stromspeicher saßen sie im Dunkeln. Energieautarkie? Fehlanzeige! 

Passend zu unserem Neujahrsvorsatz, mehr echte Erfahrungen und Expertise von Profis zu zeigen, habe ich eine Person gefragt, die bei diesem Thema Licht ins Dunkel bringen kann: Energieberaterin Ines Rutschmann. Hier ihre Antwort auf die Frage, was bei Stromausfall mit einer PV-Anlage passiert.

Ob eine PV-Anlage die Stromversorgung bei einer Netzunterbrechung aufrechterhalten kann, hängt vom System ab. Es braucht dazu ein Batteriespeichersystem, das inselnetzfähig ist. Fällt das öffentliche Netz aus, kann der Speicher (bzw. der integrierte Wechselrichter) ein Inselnetz im Haus aufbauen und den Verbrauch im Haus aus der PV-Anlage oder dem Speicher selbst decken. Das funktioniert im Sommerhalbjahr gut. Im Winter dürfen die Module nicht von Schnee bedeckt sein und der erzeugte und noch gespeicherte Strom reicht vermutlich nicht aus, um den gesamten Tagesbedarf zu decken. Aber zumindest tagsüber und noch ein bisschen am Abend könnten die entsprechenden Haushalte trotz Netzausfall Strom haben, wenn die Module frei sind.
Es gibt auch Speicher mit Notstromversorgung. Diese versorgen bei Netzunterbrechung aber nur einzelne Steckdosen im Haus, sofern es noch Solarstrom gibt.“

Da die meisten PV-Anlagen hierzulande netzgekoppelt arbeiten, also an das Stromnetz angeschlossen sind, schalten sie sich im Falle eines Stromausfalls automatisch ab. Das erklärt auch das große Ausmaß des Stromausfalls. Wie viele Inselanlagen es gibt, die theoretisch nicht davon betroffen waren, lässt sich hingegen nur schwer sagen, da diese nicht meldepflichtig sind. Falls Sie mit Ihrer Anlage in Zukunft gewappnet sein möchten, wissen Sie jetzt zumindest, worauf Sie achten müssen.

Dezember 2025

Umfrageergebnisse Fördermittel-Erfahrungen: Das haben Sie uns mitgeteilt!

Liebe Energiespar-Fans, 

diesmal haben wir gefragt – und Sie haben geantwortet. In der letzten Newsletter-Ausgabe wollten wir wissen, welche Erfahrungen Sie mit dem Beantragen von Fördermitteln gemacht haben – und mehr als 40 Antworten erhalten. Dafür möchte ich mich an dieser Stelle herzlich bedanken! Ich freue mich auch über die Bereitschaft vieler, uns noch mehr über ihre Erfahrungen zu erzählen. Ihre persönlichen Geschichten sind ein wertvoller Einblick und tragen sehr zu einer detaillierten Sicht auf das Sanierungsgeschehen bei.

Im Folgenden werde ich die wichtigsten Anliegen und Botschaften sowohl in Zahlen als auch im Detail hervorheben. Kommen wir gleich zu den harten Fakten: 

  • Auf die Frage, wie Ihre Erfahrungen mit der Informationssuche waren, haben 20 % mit „hervorragend“ und 40 % mit „gut“ geantwortet. 22 % fanden die Informationssuche mittelmäßig und jeweils 9 % haben schlechte bzw. sehr schlechte Erfahrungen gemacht.
  • Die Antragstellung selbst bewerten 26 % als „hervorragend“, 23 % fanden sie „gut“ und 21 % mittelmäßig. Knapp ein Drittel (30,2 %) fand die Antragstellung schlecht bis sehr schlecht.
  • 80 % der Befragten haben einen Antrag auf Fördermittel gestellt, 20 % haben ihn nicht gestellt.
  • In knapp 90 % der Fälle haben Sie als Sanierungsmaßnahme „Heizungstausch“ angekreuzt.
  • Die Tatsache, dass man auch bei zugesagten Fördermitteln erst mal in Vorleistung gehen muss, schreckt nur wenige ab: Mehr als 80 % sagen, dass es ihre Sanierungs-Entscheidung nicht beeinflusst hat.

Vorwissen und Förderservice steigern die Zufriedenheitswerte

Die meisten Antworten zur Informationssuche waren positiv. Neben den klassischen Informationsportalen wie die der Verbraucherzentralen und der landeseigenen Energieagenturen wurden auch die Webseiten des BAFA und der KfW als Einstiegsquellen genannt. Einige empfanden die Informationsfülle jedoch als zu groß und unübersichtlich – was zum Teil auch an den zahlreichen professionell wirkenden Werbeseiten lag. Zudem fiel es teilweise schwer, konkrete Details zu finden.

„Sehr gut, ich habe alles im Internet gefunden. Auch nicht nur BAFA und KfW, sondern auch regionale Förderungen von der Stadt oder meinem Stromversorger.“
„Die grundlegenden Infos findet man schnell im Internet. Aber die wichtigen Details, Definitionen etc. welche nur in den Ausführungsvorschriften stehen, sind Insiderwissen.“
„(Zu) viele Informationen im Netz vorhanden. Aufwendig, die richtigen herauszufiltern.“

Die Antragsstellung bewerteten die meisten als unkompliziert und schnell – wobei es Unterschiede zwischen BAFA und KfW gibt. Einige von Ihnen empfanden den Prozess als bürokratisch und chaotisch. Die Gründe dafür sind unterschiedlich: Zum Teil war berufliches Vorwissen vorhanden. Auch mit Unterstützung durch den Handwerksbetrieb oder eine/n Energieberater*in war der Prozess deutlich einfacher.

„Der Antrag bei der KfW zur Förderung der Wärmepumpe war sehr einfach zu stellen. Fast wie in einem Onlineshop.“
„Sehr kompliziert. Mal KfW, mal Bafa, […]. Bei einer Stelle müssen im Vorfeld Angebote eingereicht werden, bei anderer Stelle nicht. Mal mit Energieberater, mal ohne.“
„Kompliziert für Laien. Es braucht Übung und Erfahrung wäre hilfreich.“

Die Antworten zeigen deutlich, dass die Erfahrungen bei der Informationssuche den Prozess schon von Beginn an beeinflussen: Wer in dieser Phase – sei es allein oder mithilfe einer Fachkraft – gute Erfahrungen gesammelt hat, bewertet den Antragsprozess in der Regel auch positiv. Läuft es hingegen gleich zu Beginn nicht optimal, fällt die Bewertung für den gesamten Prozess entsprechend negativ aus.

Kritik an fachlicher Beratung und Ergänzungskredit

Auch bei der direkten Beratung durch Fachkräfte gibt es unterschiedliche Erfahrungen: Verbesserungspotenzial sehen viele bei den Betrieben und den Fachkräften, speziell bei einigen Energieberater*innen.

„Infos verstreut, Fachunternehmen und Energieberater informieren tw. falsch.“
„Der Energieberater und das Architekturbüro haben zur alten BEG falsch beraten.“
„Handwerksbetriebe sind teils schlecht informiert, scheuen die Bürokratie.“

Vereinzelt wird auch die Vorgehensweise („erst Energieberatung in Anspruch nehmen, dann Fördermittel erhalten“) kritisch gesehen. Nicht zuletzt wird bemängelt, dass der Ergänzungskredit von der KfW nur auf dem Papier existiert und es so gut wie keine Banken gibt, die ihn gewähren.

„Der von der KfW angepriesene Kredit mit 0,68 % Zinsen ist offensichtlich ein Phantom. Ich habe ihn trotz umfangreicher Bemühungen und obwohl ich die Voraussetzungen dafür erfüllte, bei keiner Bank bzw. Sparkasse erhalten können. Das war das Thema, das mich von allen am meisten geärgert hat, weil ich mich hier ziemlich vorgeführt fühlte.“
„Der KfW-Ergänzungskredit ist bei keiner Bank zu erhalten. Ich habe mehrere Banken kontaktiert. Anscheinend gibt es zu wenig Provision bei der Bearbeitung. Dies ist sehr schade, denn das wäre meiner Meinung nach ein Turbo für die Verkäufe von Wärmepumpen.“

Oktober 2025

„Wie gut schneiden Wärmepumpen im Altbau ab?“

Kennen Sie das? Sie warten auf etwas Bestimmtes. Ihr Gefühl sagt Ihnen, dass es so kommen wird. Sie erhalten von vielen Seiten eindeutige Signale. Aber irgendetwas in Ihnen hindert Sie daran, sich sicher zu fühlen. So oder so ähnlich ist es mit der Stiftung Warentest. Man hat sich eingehend mit einem Thema beschäftigt und ist sich sicher, ein bestimmtes Produkt kaufen zu wollen. Doch die Gewissheit, dass dies die richtige Entscheidung ist, fehlt. Bis die Stiftung Warentest um die Ecke kommt und das Produkt unter die Lupe nimmt.

Ob Toaster, Waschmaschine oder Smartphones: Seit mehr als 60 Jahren werden Produkte getestet. In diesem Sommer sind nun auch Wärmepumpen an der Reihe, genauer gesagt fünf Luft-Wasser-Wärmepumpen von fünf verschiedenen Herstellern. Als Testgebäude dient ein mäßig gedämmter Altbau, der 150 Kilowattstunden Heizenergie pro Quadratmeter benötigt. Übertragen auf die Energieeffizienzklassen entspricht das den Klassen D und E.

Und nun? Die kurze Antwort auf die Frage, ob die Wärmepumpen in diesem Testgebäude gut abgeschnitten haben, lautet Ja. Nun die ausführliche Antwort:

Vier von fünf Testprodukten sind gut

Vier der fünf getesteten Wärmepumpen erhielten die Note „gut” (2,0, 2,2, 2,2 und 2,3). Nur ein Modell wurde mit „befriedigend” (2,8) bewertet. Besonders die Handhabung kam bei den Testenden gut an. Auch die Energieeffizienz und die Umwelteigenschaften im Heizbetrieb, die maßgeblich für das Endergebnis sind, wurden mit 2,4, 2,4, 2,4, 2,5 und 2,9 überwiegend positiv bewertet. Das bedeutet in der Praxis: Bei +7 Grad Celsius erreichen alle fünf Wärmepumpen im Durchschnitt eine JAZ von 4 bzw. eine JAZ von 2 bei -7 Grad Celsius. Werden statt Heizkörpern Fußbodenheizungen verwendet, steigt die JAZ auf 5 beziehungsweise 3. Alle Ergebnisse gelten nur für den Heizbetrieb ohne Warmwasserbereitung.

Die wichtigsten Testergebnisse im Überblick

Bis auf ein Modell haben alle Testgeräte ähnlich gut abgeschnitten. Beim Anschaffungspreis sieht es anders aus: Hier klafft eine Lücke von knapp 6.000 Euro zwischen dem teuersten und dem günstigsten Gerät.

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Modell
Anschaffungskosten
Testnote
Viessmann Vitocal 250-A AWO-E-AC 251.A10
20.354,00 Euro
Gut (2,0)
Alpha-Innotec Hybrox 11
18.558,00 Euro
Gut (2,2)
Stiebel Eltron WPL-A 10.2 Plus HK 400
19.038,00 Euro
Gut (2,2)
Vaillant aroTHERM plus VWL 105/8.1 A 400V und VWZ MEH 97/7
19.729,00 Euro
Gut (2,3)
Mitsubishi Electric Wärmepumpen-Set 13.10; PUZ-WZ100YAA ERPX-YM9E
14.500,00 Euro
Befriedigend (2,9)
Ergebnisse des Wärmepumpen-Test der Stiftung Warentest

Der vollständige Test ist gegen eine einmalige Gebühr von 4,90 Euro online abrufbar und als PDF herunterladbar.

Weitere Anhaltspunkte und Prüfsiegel

Die Stiftung Warentest hat lediglich fünf Modelle untersucht. Auf dem freien Markt sind jedoch mehrere hundert Modelle erhältlich, die mehrfach geprüft und förderfähig sind. Eine aktuelle Liste aller förderfähigen Wärmepumpen finden Sie unter: 

https://www.bafa.de/SharedDocs/Downloads/DE/Energie/beg_waermepumpen_pruef_effizienznachweis.html

Wenn Sie echte Erfahrungswerte nachlesen möchten: Hier haben wir für Sie eine Auswahl:

Zu den Wärmepumpen-Erfahrungen

Juli 2025

„Kann ich mit jeder Wärmepumpe kühlen?“

Viele moderne Wärmepumpen – insbesondere reversible Modelle – können nicht nur heizen, sondern auch kühlen. Dabei wird der Funktionsprozess einfach umgekehrt: Statt Wärme aus der Außenluft oder dem Erdreich ins Haus zu holen, wird sie im Sommer aus dem Haus abgeführt. Es gibt zwei Arten der Kühlung:

Passive Kühlung (meist bei Erd- oder Grundwasserwärmepumpen)

Dabei bleibt die Wärmepumpe, genauer gesagt der Verdichter, ausgeschaltet und es wird lediglich die kühlere Temperatur des Erdreichs genutzt, um das Gebäude leicht zu temperieren. Diese Methode ist sehr energieeffizient, hat aber eine begrenzte Leistung.

Aktive Kühlung (vor allem bei Luft-Wasser-Wärmepumpen)

Die Wärmepumpe läuft „rückwärts“ wie ein Kühlschrank oder eine Klimaanlage. Dabei wird Wärme aus dem Haus aufgenommen und nach außen abgegeben. Diese Funktion bieten vor allem reversible Luft-Wasser-Wärmepumpen.

Was sind die Voraussetzungen für den Kühlbetrieb?

Die Wärmepumpe muss explizit für den Kühlbetrieb ausgelegt sein. Bei vielen Modellen ist dies zwar der Fall, jedoch nicht immer ab Werk aktiviert. Einige Hersteller verlangen die Installation eines sogenannten Kodierwiderstands, um die Kühlfunktion freizuschalten. Dabei handelt es sich um ein kleines elektronisches Bauteil, das von der Fachperson eingebaut wird.

Die Kühlung funktioniert außerdem nur, wenn das Verteilungssystem im Haus dafür ausgelegt ist. Ideal sind:

  • Flächenheizsysteme (z. B. Fußboden- oder Wandheizung), da sie große Flächen haben und mit geringen Temperaturunterschieden arbeiten können.
  • Alternativ Gebläsekonvektoren, die aktiv kühlen können und schneller auf Temperaturänderungen reagieren als Fußbodenheizungen.
  • Alte Heizkörper mit hohen Vorlauftemperaturen hingegen sind zum Kühlen ungeeignet, da oft zu klein dimensioniert.

Wichtig: Beim Kühlen kann es zur Taubildung kommen. Der Taupunkt muss daher ständig von der Wärmepumpen-Regelung überwacht werden.

Lassen Sie sich unbedingt von einer oder mehreren Fachkräften beraten, ob sich eine Wärmepumpe mit Kühlfunktion für Ihr Gebäude eignet.

Juni 2025

„Welche PV-Lösung ist die beste?“

Sind Sie schon mal mit klobigen Wanderschuhen tanzen gegangen? Ich schon, wenn auch ungeplant. Und ich kann sagen: Ja, auch mit Wanderschuhen kann man tanzen. Vielleicht nicht die ganze Nacht durch. Aber für ein paar Stunden war es kein Problem.

Was Wanderschuhe mit PV-Anlagen zu tun haben? Ich verrate es Ihnen: Im Alltag ist sehr vieles möglich. Sie können zum Beispiel Ihre Dachfläche mit Solarmodulen zupflastern oder sie nur mit einem einzelnen Panel ausstatten. Sie können aber auch das Dach Ihrer Nachbar*innen mitnutzen und dort „Ihren“ Strom erzeugen. Ist alles möglich! Wichtig ist nur, dass all das erlaubt ist und zu Ihrer Lebenssituation passt.

Im Folgenden haben wir für Sie drei Szenarien bzw. Kostenmodelle aufgestellt:

  • Unabhängig & zukunftssicher
  • Kompakt & kostenoptimiert
  • Effizienzhaus mit hohem Stromverbrauch

Je nach Modell ändern sich dabei die Variablen sowie die Vor- und Nachteile. Dabei blicken wir auch auf die Bilanz nach 20 Jahren – und die ist bei einem Modell besonders interessant:

Modell Unabhängigkeit

Die 12 kWp (60 m²) große PV-Anlage erzeugt über 12.000 kWh pro Jahr. Durch den Batteriespeicher (6,4 kWh) können davon 2.400 kWh selbst genutzt werden, lediglich 600 kWh müssen übers Netz bezogen werden.

Die gesamten Investitionskosten für die Anlage und den Speicher betragen 23.600 Euro. Den jährlichen Kosten von 2.070 Euro für die Abbezahlung der Anlage stehen Einnahmen durch die Einspeisung und eingesparte Stromkosten in Höhe von 2.410 Euro gegenüber. Über 20 Jahre bringt das einen Kostenvorteil von 6.800 Euro.

Durch die großzügige Auslegung der PV-Anlage profitieren zukünftige Stromverbraucher wie Wärmepumpen oder Elektroautos deutlich vom eigenen Solarstrom und steigern so die Wirtschaftlichkeit.

Modell: Maximale Wirtschaftlichkeit

Die 4,5 kWp (22,5 m²) große PV-Anlage erzeugt über 4.600 kWh pro Jahr. Durch den Batteriespeicher (3,8 kWh) können davon knapp 2.000 kWh selbst genutzt werden, während über 1.000 kWh übers Netz bezogen werden müssen.

Die gesamten Investitionskosten für die Anlage und den Speicher betragen 11.150 Euro. Den jährlichen Kosten von 970 Euro für die Abbezahlung der Anlage stehen Einnahmen durch die Einspeisung und eingesparte Stromkosten in Höhe von 1.370 Euro gegenüber. Über 20 Jahre bringt das einen Kostenvorteil von 8.000 Euro.

Aufgrund der geringeren Leistung profitieren zukünftige Stromverbraucher wie Wärmepumpen oder Elektroautos nur geringfügig vom eigenen Solarstrom.

Modell: Hoher Stromverbrauch (Wärmepumpe)

Die 12 kWp (60 m²) große PV-Anlage erzeugt über 12.000 kWh pro Jahr. Durch den Batteriespeicher (10 kWh) werden davon knapp 5.300 kWh selbst genutzt, während über 2.800 kWh übers Netz bezogen werden müssen.

Die gesamten Investitionskosten für die Anlage und den Speicher betragen 27.940 Euro. Den jährlichen Kosten von 2.340 Euro für die Abbezahlung der Anlage stehen Einnahmen durch die Einspeisung und eingesparte Stromkosten in Höhe von 3.650 Euro gegenüber. Über 20 Jahre bringt das einen Kostenvorteil von über 26.000 Euro.

Durch die großzügige Auslegung der PV-Anlage und des Speichers profitieren zukünftige Stromverbraucher wie das E-Auto deutlich vom eigenen Solarstrom und steigern so die Wirtschaftlichkeit.

Und so sieht das Ganze im Vergleich aus. 

Die Berechnungen basieren auf optimalen Bedingungen für eine Photovoltaikanlage auf einem durchschnittlichen Einfamilienhaus (130 m² Wohnfläche, 60 m² verfügbare Dachfläche auf nach Süden ausgerichtetem Spitzdach). Es wurde ein durchschnittlicher Stromverbrauch von 3.000 kWh für den Haushaltsstrom und 5.070 kWh für die Wärmepumpe zugrunde gelegt. Berücksichtigt wurde der aktuelle Strompreis von 39,8 Cent/kWh (BDEW, März 2025) mit einer angenommenen jährlichen Steigerungsrate von 4 Prozent. Künftige Preisentwicklungen können jedoch abweichen. Spezifische Wärmepumpenstromtarife, dynamische Stromtarife oder mögliche politische Maßnahmen wie eine Reduzierung der Stromsteuer wurden nicht berücksichtigt. 

Für die Wirtschaftlichkeitsberechnung wurde eine Lebensdauer von 20 Jahren angenommen. Danach entfällt die Einspeisevergütung und die Anlagenleistung kann nachlassen. Moderne Anlagen liefern jedoch auch darüber hinaus noch bis zu 10 Jahre gute Erträge, die in dieser Berechnung nicht berücksichtigt wurden. 

Die Angaben, die Sie in diesen drei Modellen sehen, dienen Ihnen in erster Linie als Orientierungshilfe und wurden mit dem PhotovoltaikCheck ermittelt. 

Also, finden Sie sich in einem der drei Szenarien wieder? Falls ja, dann haben wir Ihnen ja weiterhelfen können. Falls nein: Machen Sie einfach selbst den Check und finden Sie Ihre individuelle PV-Lösung.

Zum PhotovoltaikCheck

Mai 2025

„Lohnt sich ein dynamischer Stromtarif bei einem 2-Personen-Haushalt?“

Viele Stromanbieter haben jetzt auch sogenannte dynamische Stromtarife. Der Preis pro Kilowattstunde ist hier nicht fest, sondern wird jeden Tag neu festgelegt. Wie es genau funktioniert, können Sie in diesem Podcast von der Verbraucherzentrale nachhören. In dieser Ausgabe geht es darum, ob es sich lohnt oder nicht.

Ob und wann sich ein solcher Tarif lohnt, hängt maßgeblich von folgenden Faktoren ab:

  • Technische Voraussetzungen in Form von Smart Metern und Smart Meter Gateway. Kurzum: die Möglichkeit, den Stromverbrauch zu erfassen.
  • Ausreichend große Abnehmer wie Wärmepumpen und E-Autos.
  • Zeitliche Flexibilität der Nutzer*innen. Sie müssen ihr Verhalten gegebenenfalls anpassen.

Für einen klassischen 2-Personen-Haushalt ohne neue technische Messsysteme und E-Auto lohnt sich ein Wechsel zu einem dynamischen Stromtarif kaum. Denn selbst wenn es gelingt, Waschmaschine und Geschirrspüler immer dann anzuschalten, wenn der Strom am günstigsten ist, beträgt die Ersparnis laut Verbraucherzentrale nur etwa 10 Euro. Der Stromverbrauch eines modernen Notebooks fällt ebenfalls kaum ins Gewicht.

Wenn ein großer Stromabnehmer wie ein Elektroauto vorhanden ist und die Bereitschaft besteht, flexibel auf sinkende Strompreise zu reagieren, kann es sich wirtschaftlich lohnen. Die Expert*innen der Verbraucherzentrale gehen hier von einer möglichen Ersparnis von 100 bis 150 Euro pro Jahr aus.

Positive Nebeneffekte für die Zukunft und Umwelt

Ein Nebeneffekt dynamischer Stromtarife ist, dass sich Verbraucher stärker mit ihrem Stromverbrauch auseinandersetzen. Dadurch erkennen sie unabhängig vom Tarif Sparpotenziale und können Strom sparen. Allein durch eine bessere Kenntnis des eigenen Verbrauchs lassen sich die Stromkosten in einem durchschnittlichen Zwei-Personen-Haushalt dem aktuellen Stromspiegel zufolge um 36 Prozent senken.

Wer seinen Stromverbrauch zudem dem Tagesverlauf anpasst, sorgt dafür, dass immer mehr sauberer Strom aus Wind-, Wasser- und Sonnenenergie erzeugt und direkt abgenommen wird. Darüber freut sich vor allem das Klima.

März 2025

„Welche Daten wurden für die Kostenauswertung im letzten Newsletter verwendet?“

Für viele Hauseigentümer*innen ist es eine Herausforderung, verlässliche Informationen über die Kosten von Sanierungsmaßnahmen zu finden. Kommerzielle Anbieter oder individuelle Angebote bieten oft wenig Transparenz. Hier setzen unsere unabhängigen Berechnungen an: Sie liefern Vergleichswerte zu den durchschnittlichen Kosten von Heizsystemen und energetischen Sanierungen. Die Daten basieren auf Kosten abgerechneter Baupreise des Baukosteninformationszentrums Deutscher Architektenkammern sowie eigenen Berechnungen unserer Ingenieur*innen und Energieberater*innen. 

Da kein Haus dem anderen gleicht, können tatsächliche Kosten von den Durchschnittswerten abweichen. Auch Umfang der Leistungen, regionale Unterschiede und Preisspannen der Anbieter spielen eine Rolle. Dennoch bietet die von uns veröffentlichte Auswertung eine Orientierung und unterstützt Hauseigentümer*innen dabei, ihre Maßnahmen besser zu planen und deren Wirtschaftlichkeit zu bewerten. Für eine konkrete Wirtschaftlichkeitsberechnung müssen aber reale Handwerksangebote eingeholt werden.

Eine individuelle Einordnung Ihres Vorhabens können Sie schon jetzt mit dem ModernisierungsCheck erhalten. Einen passenden Fachbetrieb in Ihrer Nähe finden Sie hier.

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Februar 2025

„Welche Energiesparmaßnahmen am Gebäude bringen eigentlich am meisten?“

Ein Bild sagt bekanntlich mehr als tausend Worte. Aber ein Bild kann ebenso tausend Fragen aufwerfen, wie das nachfolgende zum Beispiel.

Durchschnittliche Sparpotenziale in Prozent und Euro von Maßnahmen wie Fenstertausch und Fassadendämmung an einem Einfamilienhaus.
Die Infografik ‚Sparpotenzial für Dämmung und Fenster‘ von co2online zeigt, wie viel Heizkosten und Energie ein Einfamilienhaus durch die Dämmung der Geschossdecke, der Fassade oder der Kellerdecke eingespart wird.

Die angegebenen Sparpotenziale beziehen sich alle nur auf dieses Musterhaus. In der Praxis gleicht aber kein Gebäude dem anderen, was die Aussage, welche Maßnahmen nun am meisten bringen, nahezu unmöglich macht. Was möglich ist, ist eine Einordnung.

Für die Einordnung brauchen wir aber eine Variable, die möglichst allgemeingültig ist, zum Beispiel die Energieeffizienzklasse. Um das Ganze visuell verständlich zu machen, bekommen die jeweiligen Maßnahmen ein bis drei *. Ein Stern bedeutet, die Maßnahme kann sinnvoll sein. Drei Sterne stehen für sehr sinnvoll.

Effizienz von Maßnahmen nach Gebäude-Alter

Für mehr Informationen bitte scrollen bzw. ziehen

Gebäude-Energieeffizienzklasse
Dämmen
Kesseltausch
Hydraulischer Abgleich
Heizungsoptimierung
H (meist vor 1977)
***
*
*
**
F und G (vor 1977, teilweise saniert)
***
**
**
**
E und F (nach 1977)
**
***
***
***
C und D (gemischtes Baujahr)
*
***
***
***
A+ und B
--
*
***
***
Vergleich verschiedener Maßnahmen am Gebäude, gestaffelt nach Alter des Gebäudes

Erklärung zur Tabelle

  • Gebäude mit der Energieeffizienzklasse H zählen zu den sogenannten Worst Performance Buildings (WPB). Sie sind meist unsaniert und die eingebaute Heiztechnik ist in die Jahre gekommen. Hier lohnt sich eine energetische Sanierung am meisten, zumal es extra Geld vom Staat (WPB-Bonus) gibt.
  • Gebäude der Energieeffizienzklasse F und G wurden schon teilweise energetisch saniert. Hier lohnt sich ein genauer Blick auf die noch nicht sanierten Bauteile. Sie zu erneuern bringt den größten Effekt.
  • Ist ein Gebäude nach 1977 gebaut (Energieeffizienzklasse E), erfüllt es meist die Mindestanforderung an Wärmeschutz. Die Bauteile sind aber dennoch veraltet, insbesondere die Heiztechnik. Hier kann sich die Entweder/Oder-Lösung lohnen. Entweder man saniert das Gebäude und senkt somit den Endenergiebedarf oder man entscheidet sich für einen Kesseltausch. Ab einem Endenergieverbrauch von < 150 kWh/qm/a spricht das Fraunhofer Institut von Wärmepumpen-ready – das Gebäude wäre also für eine Wärmepumpe geeignet.
  • Hat ein Gebäude die Energieeffizienzklasse C oder D, bringt eine energetische Sanierung nicht den größten Effekt. Hier ist der Kesseltausch die günstigere und energetisch auch sinnvollere Lösung.
  • Gehört das Gebäude energetisch zu den oberen Klassen, sind Optimierungsmaßnahmen am Heizsystem am sinnvollsten. Kleine Maßnahmen wie der hydraulische Abgleich oder die Optimierung der Heizkurve (bei Anlagen mit witterungsgeführter Regelung!) lassen sich meist schnell und günstig umsetzen. Die Sparpotenziale fallen im Vergleich zum Kostenaufwand meist sehr hoch aus.

Wichtig: Eine energetische Maßnahme sollte nie ohne fachliche Beratung erfolgen. Expert*innen in Ihrer Nähe finden Sie mit unserem Service oder unter www.energie-effizienz-experten.de. Eine individuelle Einordnung Ihres Vorhabens können Sie schon jetzt mit dem ModernisierungsCheck erhalten.

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Januar 2025

„Welche Alternativen für Gasetagenheizungen gibt es?“

Die einfachste Lösung ist der Fernwärmeanschluss für alle Wohneinheiten. Kontaktieren Sie am besten direkt Ihren örtlichen Energieversorger und fragen Sie nach. Sie haben für die Planung und Umsetzung bis zu 13 Jahre Zeit. Fangen Sie trotzdem rechtzeitig an. Auf www.energiewechsel.de/gasetagenheizungen finden Sie die wichtigsten Informationen dazu.

Eine weitere Option sind Wärmepumpen. Sie sind mittlerweile effizient, kompakt sowie leise gebaut und kommen für nahezu jedes Gebäude infrage. Meist müssen nur die Heizflächen vergrößert werden, damit die Wärmepumpe wirtschaftlich arbeitet. Der Umstieg von Gasetagenheizungen zu einer Wärmepumpe hat zudem den Vorteil, dass man den vorhandenen Schornstein für alle notwendigen (Wärme)-Leitungen nutzen kann. Das Thema Lärm sollte vor allem bei einer Luft-Wasser-Wärmepumpe dennoch nicht außer Acht gelassen werden. 

Wohnen Sie im ländlichen Raum, sind Pelletheizungen eine Option. Diese brauchen allerdings einen je nach Heizbedarf recht großen Pelletraum sowie eine Fördermöglichkeit für die Pellets.

Wasserstoff und grünes Heizöl sind weiterhin Exoten und kommen für die breite Gesellschaft nicht ernsthaft infrage.

Person ruft die VierWende Startseite am Laptop auf.

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