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Computer, Fernseher, Handy & Co: Stromverbrauch und Stromsparen mit Unterhaltungselektronik

StromCheck: Stromverbrauch berechnen

Verbrauchen Sie zu viel Strom? Jetzt in wenigen Sekunden individuell berechnen.

Die wichtigsten Fakten auf einen Blick

  • rund ein Viertel des gesamten Stromverbrauchs durch Unterhaltungselektronik
  • bei Auswahl auf passende Größe und Leistung, lange Garantie und austauschbare Verschleißteile achten
  • Geräte möglichst gebraucht kaufen, lange nutzen und vor Austausch Upgrades prüfen
  • Standby-Stromverbrauch vermeiden und standardmäßig Energiesparmodus nutzen
  • Elektronik generell nicht in den Hausmüll, sondern zum Recycling 
Stromverbrauch im Privathaushalt: 27 Prozent Informationstechnik sowie TV und Audio; 17 Prozent Kühl- und Gefriergeräte; 13 Prozent Waschen und Trocknen; 11 Prozent Kochen; 9 Prozent Licht; 7 Prozent Spülen; 16 Prozent Sonstiges.

Hätten Sie es gedacht? Der Löwenanteil des Stromverbrauchs in einem deutschen Durchschnittshaushalt geht auf das Konto von Computer, Fernseher und Co: im Schnitt rund 27 Prozent des gesamten Stromverbrauchs – und das, obwohl die einzelnen Geräte immer energieeffizienter werden.

Das liegt vor allem daran, dass die meisten Haushalte immer mehr Elektrogeräte haben, beispielsweise einen Laptop oder ein Tablet pro Person statt einen PC für alle. Außerdem gibt es immer mehr Erweiterungen zu den einzelnen Systemen, wie Soundsysteme oder leistungsstarke Grafikkarten, die zusätzlich Strom verbrauchen.

Bei Unterhaltungselektronik fällt zudem ein Großteil des Stromverbrauchs schon bei der Produktion an. Daher sollten Geräte möglichst langlebig sein, um neben dem Geldbeutel auch Umwelt und Klima nicht unnötig zu belasten. Achten Sie bei der Auswahl von Unterhaltungselektronik darauf,

  • dass der Hersteller eine möglichst lange Garantie und einen Reparaturservice anbietet;
  • Verschleißteile wie beispielsweise der Akku sollten sich einfach und kostengünstig austauschen lassen.

Doch nicht nur bei der Auswahl, auch beim Benutzen von Computer, Fernseher und Co können Sie häufig einiges an Strom sparen.

1. Computer und Monitore: Stromverbrauch, Stromkosten & Öko-Siegel

Frau mit gelbem Pullover sitzt an Holztisch vor aufgeklapptem Laptop.(c) Christin Hume / Unsplash.com

In vielen Privathaushalten ist er bereits verschwunden und durch Laptop oder Tablet ersetzt worden: Der klassische Desktop-PC mit separatem Monitor. Verwendung findet der Personal Computer (PC) vor allem in Haushalten mit leidenschaftlichen Spielern („Gamern“) oder zum Bearbeiten von grafischen Inhalten und Videos an größeren Monitoren. Je nach Nutzung und Ausstattung gehören der Computer und seine Peripheriegeräte, wie Drucker, Monitor und Soundsystem, zu den Elektrogeräten mit dem höchsten Stromverbrauch im Haushalt. Die Anschaffung möglichst energieeffizienter Geräte sowie einige Tricks in der Nutzung lohnen sich daher nicht nur für den Geldbeutel, sondern schützen durch den geringeren CO2-Ausstoß auch das Klima.

Stromverbrauch durch PC messen

Die Faustregel für den Stromverbrauch eines Desktop-PCs lautet: Je leistungsfähiger der Computer, desto mehr Strom verbraucht er. Und: Mit allen an den PC angeschlossenen Geräten (Monitor, Soundsystem, Drucker, Scanner, etc.) oder integrierten Erweiterungen (Grafikkarte) steigt der Stromverbrauch.

Einen Anhaltspunkt für den Stromverbrauch durch den Computer bietet die Leistungsaufnahme des Netzteils. Bei einem leistungsfähigen Gaming-Computer liegt die etwa zwischen 300 und 450 Watt. Das heißt, dass allen Komponenten des Computers beispielsweise maximal 300 Watt zur Verfügung gestellt werden können. Im Normalbetrieb liegt der Verbrauch eines einfachen Haushalts-PCs und auch eines Gaming-PCs deutlich unter dieser maximalen Auslastung und bewegt sich eher zwischen 90 und 150 Watt. Den genauen Stromverbrauch durch einen PC zu messen, ist simpel: Verwenden Sie ein einfaches Strommessgerät oder eine smarte Messsteckdose – aber möglichst über einen längeren Zeitraum, zum Beispiel einen ganzen Tag.

Für 150 Watt ergeben sich bei einem Strompreis von 29,3 Cent pro kWh Stromkosten von knapp 4 Cent in der Stunde. Bei voller Auslastung (300 Watt) kostet eine Stunde Computerspielen 8,8 Cent. Auf das Jahr betrachtet belaufen sich die Stromkosten bei täglicher Nutzung von vier Stunden an 335 Tagen im Jahr auf rund 53 Euro bei moderater beziehungsweise 120 Euro pro Jahr bei voller Auslastung des Computers. Der Stromverbrauch von Monitor, Soundsystem, Drucker und Co sind in dieser Rechnung noch nicht berücksichtigt und erhöhen die Stromkosten im Schnitt um mindestens ein Drittel.

Ausgeschalteter alter Monitor(c) RPalis / iStock.com

Stromverbrauch & Ökobilanz von Computer-Monitoren

Wie auch bei Fernsehern gilt für Monitore: Je größer der Bildschirm, desto höher der Stromverbrauch. Doch auch bei gleichgroßen Geräten gibt es enorme Unterschiede. Laut EcoTopTen verbraucht ein alter und ineffizienter 24 Zoll- bzw. 61 cm-Monitor bei einer durchschnittlichen Nutzung jährlich Strom in Höhe von 17 Euro, während sich ein sparsamer Monitor mit Strom für 6 Euro begnügt. Während fünf Jahren Nutzung ergibt das beim Stromverbrauch eines Monitors eine Ersparnis von rund 55 Euro. Und noch eine Parallele zum Fernseher: Nur bei einem ausreichenden Abstand oder speziellen Tätigkeiten sind überdurchschnittlich große Monitore sinnvoll.

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Formel: Stromverbrauch für den PC berechnen

Um näherungsweise zu berechnen, wie viel Strom Ihr PC verbraucht und welche Kosten dadurch entstehen, multiplizieren Sie die Leistungsaufnahme des PCs in Kilowatt mit der Nutzungsdauer in Stunden. Anschließend multiplizieren Sie den Wert mit Ihrem Strompreis pro Kilowattstunde.

Leistungsaufnahme in kW * Nutzungsdauer in Stunden (h) * Strompreis in Euro = Stromkosten pro Tag

Beispielrechnung:

  • Leistungsaufnahme des Netzteils: 300 Watt (= 0,3 kW) 
  • Nutzungsdauer: 4 Stunden
  • durchschnittlicher Strompreis 2018: 29,3 Cent pro kWh 

(0,30 kW * 4 h) * 0,293 € = 0,35 € pro Tag

Auf 335 Tage gerechnet ergibt dies Stromkosten in Höhe von rund 120 Euro im Jahr. Dieser Wert ist nur eine Näherung, da der PC meist nicht während der gesamten Nutzungszeit in voller Auslastung läuft. Gleichzeitig ist der Stromverbrauch der Peripheriegeräte nicht berücksichtigt, der je nach Anzahl und Ausstattung ebenfalls zwischen 90 und 200 Watt liegen kann.

Stromkosten im Standby bei Computern

Finger klickt auf "Aus"-Schalter der Steckdosenleiste(c) wetwater / Fotolia.com

Bei Desktop-PCs und Monitoren kann der Stromverbrauch im Standby-Modus für überraschend hohe Stromkosten sorgen, weil beide Geräte auch im scheinbar ausgeschalteten Zustand weiter mit Strom versorgt werden – andernfalls würden sie beim Klick auf den „Ein“-Schalter nicht so schnell anspringen. Mit einer schaltbaren Steckerleiste oder eine Master-Slave-Steckdose können Sie den PC und alle Peripheriegeräte komplett vom Strom trennen und so unnötigen Stromverbrauch vermeiden.

Nutzen Sie außerdem die die Stromsparfunktionen der verschiedenen Betriebssysteme. So lässt sich beispielsweise einstellen, dass der PC nach wenigen Minuten in den Ruhemodus schaltet. Auf animierte Bildschirmschoner sollten Sie verzichten, um noch mehr Strom zu sparen.

Siegel für effiziente und umweltfreundliche Geräte

Die Umweltsiegel „Blauer Engel“, TCO und EPEAT Gold zeichnen sowohl Computer als auch Monitore mit hoher Energieeffizienz, einem niedrigen Schadstoffgehalt und guter Reparatur- und Recyclingfähigkeit aus. Im Gegensatz zum EU-Energielabel sind die Label jedoch nicht verpflichtend. Weit verbreitete Zeichen wie der Energy Star garantieren dagegen nur Mindestanforderungen, die von einem Großteil der Geräte am Markt eingehalten werden.

Wegen der Schnelllebigkeit des Markts verzichtet die unabhängige Vergleichsplattform EcoTopTen auf die Empfehlung konkreter Computer. Dafür gibt es ausführliche Informationen zu Nutzertypen, Computertypen, den einzelnen Komponenten und zum Stromverbrauch. Für Monitore hingegen bietet EcoTopTen eine Übersicht umweltfreundlicher Modelle verschiedener Größen.

Tipp: Reparatur oder Upgrade statt Neukauf

Wenn der Computer nur noch langsam läuft, muss nicht zwangsläufig ein neues Gerät her. Entweder ist kaum noch Platz auf der Festplatte vorhanden, es läuft ressourcenhungrige Software oder einzelne Hardwarebereiche, wie der Arbeitsspeicher oder die Festplatte, könnten ein Upgrade vertragen. Viele Komponenten lassen sich problemlos austauschen (zum Beispiel Betriebssystem oder Festplatte: SSD statt HDD) oder ergänzen (Beispiel: Arbeitsspeicher). Ein Experte in einem Computerladen kann das Gerät prüfen und beraten, ob sich eine Neuanschaffung wirklich lohnt oder ob ein Upgrade genügt. Hilfe dazu gibt es oft auch in Online-Foren, in Repair-Cafés oder bei kundigen Nachbarn, Verwandten oder Freunden.

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2. Fernseher: Stromverbrauch, Energielabel & Stromspartipps

Fernbedienung vor Fernsehbildschirm(c) Karelin Dmitriy / Fotolia.com

Fast kein deutscher Haushalt will auf ihn verzichten: den eigenen Fernseher. Und möglichst modern und groß soll er meistens noch dazu sein. Laut Umweltbundesamt besaßen 2017 knapp 90 Prozent der Deutschen einen Flachbildfernseher – mit der sukzessiven Abschaltung des Analog-TVs bis Mitte 2019 dürfte diese Zahl sogar noch ansteigen. Gleichzeitig geht der Trend zum Fernseher als Heimkino: In vielen Haushalten hat der Fernseher eine Bilddiagonale von 40 Zoll – das entspricht rund einem Meter – oder mehr. Doch je größer der Fernseher, desto größer ist in der Regel der Stromverbrauch. Aber auch andere Parameter wie Bauweise, Standby-Verbrauch und eingestellte Helligkeit beeinflussen den Stromverbrauch des Fernsehers.

Mit Energielabel für den Fernseher stromsparende Geräte finden

Anhaltspunkte dafür, wie viel Strom ein Fernseher verbraucht, gibt das EU-Energielabel für Fernseher. Das EU-Energielabel ist für alle in der EU verkauften Fernseher Pflicht. Es zeigt auf einen Blick,

  • wie viele Kilowattstunden Strom ein Fernseher (bei einer täglichen Nutzungsdauer von vier Stunden) verbraucht,
  • ob das Gerät über einen An- und Aus-Schalter verfügt und
  • welche Bilddiagonale es hat.

Außerdem wird die Energieeffizienz des Fernsehers auf einer Skala von grün bis rot und A+++ (sehr gut) bis D (sehr schlecht) eingeteilt. Um Strom zu sparen, sollten Sie sich immer für einen Fernseher der Energieeffizienzklasse A+++ oder A++ entscheiden. Zum Vergleich: Ein moderner 40 Zoll-Fernseher der Effizienzklasse A+ verursacht Stromkosten in Höhe von knapp 20 Euro im Jahr. Bei einem Gerät der Klasse B sind es über 45 Euro.

Tabelle: Stromverbrauch Fernseher

GerätLeistung in WattStromverbrauch pro Stunde/ Jahr*Stromkosten im Jahr
Fernseher 40 Zoll A+450,045 / 65 kWh20 Euro
Fernseher 40 Zoll B1070,107 / 155 kWh45 Euro

* Der durchschnittliche Jahresverbrauch wurde laut Definition im EU-Energielabel für eine Nutzungsdauer von vier Stunden täglich errechnet.

Der Blick auf das Energielabel lohnt sich also. Achten Sie beim Vergleich der Label verschiedener Geräte jedoch darauf, dass es sich jeweils um Geräte mit der gleichen Bilddiagonale handelt. Denn mit der Größe des Fernsehers variiert auch sein Stromverbrauch.

In dieser Grafik sehen Sie, wo Sie welche Informationen über einen Fernseher in dem dazugehörigen Energielabel finden:

Das Energielabel für Fernseher mit Energieeffizienzklasse und Stromverbrauch.

Abstand zum Fernseher für Größe entscheidend

Um einen großen Fernseher überhaupt sinnvoll nutzen zu können, ist ein gewisser Abstand zum Gerät nötig. Deswegen sollten Sie zunächst messen, welcher Abstand bei Raum und Möbeln für den Fernseher überhaupt möglich ist. Als Faustregel gelten diese Empfehlungen für die richtige Größe des Fernsehers:

  • 2 Meter Abstand zum TV-Gerät – Empfehlung: 32-Zoll-TV-Geräte
  • bis 3 Meter Abstand zum TV-Gerät – Empfehlung: 39-Zoll-TV-Geräte
  • über 3 Meter Abstand zum TV-Gerät – Empfehlung: ab 47-Zoll-TV-Geräte

Stromverbrauch und Bildqualität bei Fernsehern: Full-HD oder 4k?

Der Stromverbrauch von Fernsehern unterscheidet sich stark mit ihrer maximalen Auflösung in Bildpunkten oder Pixeln. Fernseher mit einer Auflösung in Ultra HD oder 4k können Bilder in etwa doppelt so hoher Auflösung wie ein Full HD TV widergeben – dafür verbrauchen sie aber rund 30 Prozent mehr Strom. Laut Stiftung Warentest fallen Unterschiede zwischen den Bildauflösungen vor allem aus nächster Nähe auf. Die teuren 4k- oder gar 8k-Fernseher lohnen sich bisher nur bedingt, da wenig Filme in der hohen Auflösung zur Verfügung stehen. Die Qualität der Fernsehbildes steigt demnach vor allem durch die Bildverbesserung HDR (High Dynamic Range) stark an – die gibt es jedoch für alle drei Fernsehertypen.

Eine weitere Orientierung beim Kauf von Fernsehern bietet das Umweltsiegel „Blauer Engel“ des Umweltbundesamts. Voraussetzung für die Vergabe des „Blauen Engels“ sind nicht nur ein besonders niedriger Stromverbrauch, sondern auch weitere Umweltkriterien. Beispielsweise dürfen kein Blei im Bildschirm und kein Quecksilber im Gerät verbaut sein.

Dieses Video des Umweltbundesamts fasst die wichtigsten Kaufempfehlungen für einen stromsparenden und klimafreundlichen Fernseher zusammen:

Tipps zum Stromsparen bei Fernseher:

  • richtige Größe wählen: Ein doppelt so großer Fernseher verbraucht oft auch doppelt so viel Strom. Als Faustregel gilt: Die Bildschirmdiagonale des Fernsehers sollte maximal ein Drittel des Abstands zwischen Ihnen und dem Fernseher betragen.
  • Standby vermeiden: Wenn Ihr Fernseher schon etwas in die Jahre gekommen ist, verursacht er selbst im Schlummer-Modus Stromkosten in Höhe von bis zu zehn Euro im Jahr. Um sicherzugehen, sollten Sie elektrische Geräte immer ganz vom Strom trennen.
  • Voreinstellungen anpassen: In den Werkseinstellungen von Fernsehgeräten sind Helligkeit und Kontrast häufig zu hoch eingestellt. Passen Sie die Einstellungen auf Ihre Bedürfnisse und Lichtverhältnisse an – so sparen Sie unnötige Stromkosten und vermeiden CO2.
  • A+++- oder A++-Fernseher kaufen und notwendige Bildqualität überdenken: Full HD ist oft vollkommen ausreichend; Unterschiede zu Ultra HD, 4k oder 8k fallen meist nur aus nächster Nähe auf.

3. Stromverbrauch von Smartphone, Laptop und Tablet

Person auf der Couch nutzt ein Smartphone(c) David Molina Grande / Fotolia.com

Mobile Geräte wie Laptops/Notebooks, Netbooks und Ultrabooks verbrauchen weniger Strom als Desktop-PC mit einem externen Bildschirm. Zudem sind die Hardware-Komponenten der mobilen Geräte auf eine möglichst lange Akku-Laufzeit ausgelegt. Die jährlichen Ausgaben für Strom belaufen sich bei einer durchschnittlichen Nutzung auf 5 Euro pro Jahr bei einem effizienten Tablet, bis 15 Euro für einen durchschnittlichen Laptop. Am wenigsten Strom verbraucht der kleinste mobile Computer in Form des Smartphones. Aber trotz des ohnehin vergleichsweise geringen Stromverbrauchs gibt es auch bei mobilen Computern noch Möglichkeiten, die Kosten zu senken.

Strom sparen mit Laptop und Tablet

  • Stromverbrauch des Displays senken: Senken Sie bei Ihren mobilen Geräten die Bildschirmhelligkeit auf das notwendige Maß. Das verlängert die Akkulaufzeit des Geräts und spart so Stromkosten.
  • Energiesparmodus einschalten: Laptops, Tablets und auch Smartphones verfügen in der Regel über eine Energiesparoption, die Sie in den Einstellungen aktivieren können. Im Energiesparmodus geht das Gerät schneller in den Standby, einzelne Hardware-Komponenten und Apps/Software werden bei Nicht-Nutzung ausgeschaltet und die Displaybeleuchtung wird reduziert.
  • Standby vermeiden: Denken Sie daran, Laptop und Co nach der Nutzung ganz auszuschalten. Im Schlummermodus wird zwar wenig, aber dennoch weiter Strom verbraucht.
  • Ortungsdienste deaktivieren: Ortungsdienste sind die größten Stromfresser bei Smartphone und Tablet. Deaktivieren Sie die Funktion in den Einstellungen; zum Beispiel bei Android unter „Standort“, bei iOS im Datenschutz unter „Ortungsdienste“.
  • WLAN, NFC und Bluetooth ausschalten: Auch diese Funktionen sollten Sie deaktivieren, wenn Sie gerade nicht gebraucht werden.

Klima schonen mit Laptop, Tablet und Smartphone: die besten Tipps

Reperatur eines defekten PCs(c) goodluz / Fotolia.com

Mobile Computer verbrauchen bis zu 70 Prozent weniger Strom als der klassische Desktop-PC – aus ökologischer Sicht ist das prinzipiell positiv. Doch dieses Sparpotenzial wird oft nicht genutzt, weil Smartphones, Laptops und Tablets häufiger durch neue Modelle ersetzt werden oder bei einem Defekt nicht repariert werden können.

Bei fast allen Geräten der Unterhaltungselektronik gilt, dass die größte Klima-Belastung bereits bei der Produktion entsteht. Bei Smartphones entstehen beispielsweise rund zwei Fünftel der gesamten CO2-Emissionen bei der Herstellung. In den Geräten sind außerdem seltene Erden und wertvolle Metalle verbaut, die fast immer unter schlechten ökologischen und sozialen Bedingungen abgebaut werden. Viele Geräte stammen zudem aus China, wo sie oft mit Strom aus Kohle-Kraftwerken gebaut werden.

Um das Klima zu entlasten, sollten daher alle elektrischen Geräte so lange wie möglich genutzt werden. Diese Tipps sollten Sie dafür beachten:

  • Herstellergarantie bei Kauf beachten: Achten Sie beim Kauf von Elektronik auf eine möglichst lange Gerätegarantie und einen Reparaturservice.
  • Reparierbarkeit im Blick haben: Wie gut lassen sich einzelne Komponenten eines Geräts austauschen und/oder reparieren? Ein fest eingebauter oder verklebter Akku lässt sich beispielsweise nicht oder nur schlecht austauschen. Stiftung Warentest hat verschiedene Handy-Modelle unter die Lupe genommen. „IFixit“ bewertet die Reparierbarkeit und bietet kostenlose Anleitungen für Reparaturen.
  • Laptop, Handy und Co aufrüsten und reparieren: Ein langsam gewordener Laptop lässt sich durch zusätzlichen Arbeitsspeicher, eine Defragmentierung der Festplatte oder eine neue Festplatte (SSD statt HDD) beschleunigen. Bei Smartphone und Tablet lassen sich kaputte Displays, Touchscreens und Akkus austauschen. Bei vielen Geräten kann auch ein neues Betriebssystem installiert werden. Das ist vor allem für Smartphones und Tablets interessant, die keine Hersteller-Updates mehr erhalten (Beispiel: LineageOS für Android-Geräte).
  • Alte Geräte verkaufen oder spenden: Wenn es doch ein neues Gerät sein muss, spenden, verschenken oder verkaufen Sie Ihr altes – so verlängert sich der Lebenszyklus und Sie erfreuen eine weitere Person. Selbst defekte Geräte sind teilweise als Ersatzteillager interessant. Plattformen für den Verkauf sind unter anderem ebay.de, ebay Kleinanzeigen, reBuy.de, wirkaufens.de, flip4new.de und momox.de.
  • Elektronik gebraucht kaufen: Firmen wie refurbed.de und rebuy.de haben sich auf das Aufmotzen von Elektronik wie Smartphone, Laptop und Co spezialisiert. Hier finden Sie technisch überarbeitete und gesäuberte gebrauchte Geräte.
  • Neue Technik leihen statt kaufen: Sie wollen eine Smart-Watch oder eine Spielekonsole erstmal ausprobieren oder nur vorübergehend nutzen? Es muss nicht immer Eigentum sein: Beispielsweise können Sie auf getgrover.com oder ottonow.de neue Technik ausleihen.

4. Richtige Entsorgung alter Elektronik

Haufen an Elektroschrott(c) ermess / fotolia.com

Egal ob Smartphone, Computer oder alter Fernseher – keines dieses Elektrogeräte gehört in den Hausmüll! Das Elektro- und Elektronikgerätegesetz legt fest, dass elektronische Altgeräte in kommunalen Sammelstellen abgegeben werden müssen, um fachgerechtes Recycling zu ermöglichen. Die Abgabe ist für Sie kostenlos. Wenn Sie ein kaputtes Gerät durch ein neues ersetzen, müssen Elektro-Händler ihr altes Gerät häufig zurücknehmen – nämlich immer dann, wenn sie über 400 Quadratmeter Verkaufs- oder Lagerfläche verfügen. Das gilt auch für den Online-Handel. Mehr Informationen zu dieser Rücknahmepflicht bietet die Verbraucherzentrale.

Übrigens: Die Althandy-Initiative der Deutschen Umwelthilfe nimmt ausgediente Smartphones per Post entgegen – und spendet den Erlös an Umweltinitiativen.

Tipp: Daten löschen

Ihr alter Computer oder ihr Smartphone geht auch nach der Entsorgung noch durch einige Hände. Stellen Sie daher sicher, dass ihre gespeicherten Daten vollständig gelöscht wurden. Dazu können Sie ein entsprechendes Programm über das Gerät laufen lassen. Mehr Informationen und Tipps dazu hält das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik bereit.

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