Lüften & Lüftungsanlagen: Das Infoportal
Warum Lüften notwendig ist
Ein Vier-Personen-Haushalt produziert täglich bis zu zwölf Liter Wasserdampf – durch Atmen, Kochen, Duschen und Wäschetrocknen. Das entspricht einem vollen Wassereimer. Hinzu kommen Schadstoffe, die viele kaum auf dem Schirm haben: Möbel, Teppiche und Alltagsgegenstände dünsten flüchtige organische Verbindungen aus – sogenannte VOCs. Wer nicht regelmäßig lüftet, atmet all das Tag für Tag ein.
Die Folgen sind bekannt: Schimmel an Wänden und Decken, muffige Luft und im schlimmsten Fall gesundheitliche Beschwerden. Weniger bekannt ist, dass schlechte Raumluft auch müde macht. Studienergebnisse legen nah, dass ein erhöhter CO2-Gehalt in der Luft die Konzentrationsfähigkeit messbar senken kann. Wer sich also fragt, warum er am Schreibtisch nicht in die Gänge kommt, sollte einen Blick ans Fenster werfen.
Regelmäßiges Lüften schafft Abhilfe. Frische Luft senkt die Schadstoffkonzentration, reguliert die Luftfeuchtigkeit und sorgt dafür, dass der CO2-Gehalt im Raum sinkt. Das Ergebnis sind bessere Konzentration, mehr Wohlbefinden und eine spürbar höhere Lebensqualität. Kurz gesagt: Lüften ist keine Frage des Komforts, sondern der Gesundheit.
Richtig lüften - wie funktioniert's?
- 3- bis 4-mal täglich lüften
- Stoßlüften: Fenster kurz komplett öffnen statt dauerhaft gekippte Fenster
- Querlüften: Fenster/Innentüren auf der gegenüberliegenden Seite öffnen, um für Durchzug zu sorgen
- Schlafzimmer: vor dem Schlafengehen und nach dem Aufstehen lüften
- Küche & Bad: große Mengen an Dampf sofort ins Freie ablüften
- Keller: im Sommer nur nachts oder in den frühen Morgenstunden lüften, Auskühlung vermeiden
- Im Sommer: früh morgens, spät abends oder nachts lüften, tagsüber nur stoßlüften
- Im Winter: beim Stoßlüften Thermostate runterdrehen, Fenster nicht kippen
- Bei Heuschnupfen und Allergie: in Städten morgens und auf dem Land abends stoßlüften
- Komfortables Lüften durch Lüftungsanlagen
Ausführlichere Tipps finden Sie in unserem Artikel "Richtig lüftten: Alles, was Sie wissen müssen".
Lüftungsanlage statt Fenster öffnen – wann macht das Sinn?
In der Praxis wird in den wenigsten Haushalten richtig gelüftet. Bei Abwesenheit ist es gar unmöglich, den Empfehlungen zu folgen. Daher sind Lüftungsanlagen für viele Wohnungen und Gebäude sinnvoll. Die einfachste Variante führt verbrauchte Luft via Ventilatoren und Auslässe in der Hauswand ab. Zusätzlich können sie auch kontinuierlich Frischluft zuführen. Luftfilter halten Staub und Pollen aus der Wohnung fern.
Komfortlüftungen gewinnen einen Großteil der Wärme aus der Abluft zurück und helfen Heizenergie zu sparen. Modelle mit Abwärmepumpe nutzen die Abwärme für Heiz- und Brauchwasser.
Mehr Informationen zu Lüftungsanlagen finden Sie im Artikel zu Lüftungsanlagen.
Was sind Lüftungsanlagen und welche Vorteile bringen sie?
Eine Lüftungsanlage ist ein ventilatorgestütztes System, das Innenräume automatisch mit frischer Luft versorgt. Es geht aber um weit mehr als frische Luft: Lüftungsanlagen führen Schadstoffe ab und sind ein effektiver Schutz vor Feuchteschäden und Schimmel. Ausgefeilte Systeme gewinnen Wärme aus der Abluft zurück und sparen Heizkosten – in besonderen Fällen können sie die Heizung sogar ganz ersetzen.
Vorteile und Nachteile von Lüftungsanlagen:
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Mehr Infos im Artikel Lüftungsanlagen.
Zentral oder dezentral? Welches Lüftungssystem eignet sich für Neubau und Altbau?
Die Frage ist nicht, ob eine Lüftungsanlage sinnvoll ist – sondern welche. Entscheidend ist, in welchem Gebäude Sie wohnen und wie gut es gedämmt ist. Die folgende kurze Übersicht zeigt, welches System zu welcher Situation passt.
Neubau: Zentrale Lüftungsanlage
Altbau (saniert): dezentrale Lüftungsanlage
Altbau (teilweise/nicht saniert): keine Lüftungsanlage
Wohnung: dezentrale Lüftungsanlage
Mehr zu den Vor- und Nachteilen zentraler und dezentraler Lüftungsanlagen finden Sie in diesem Artikel.
Welche Lüftungsanlagen (mit Wärmerückgewinnung) gibt es und was sind Vor- und Nachteile?
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• Luftfeuchtigkeit in Küchen und Badezimmer lässt sich schnell abführen
• Schutz vor Feuchteschäden
• bei starkem Winddruck mehr einströmende Außenluft als geplant
• Schutz vor Feuchteschäden
• Filter halten Pollen, Staub und Insekten fern
• noch effektiverer Schutz vor Feuchteschäden
• Filter halten Pollen, Staub und Insekten fern
• noch effektiverer Schutz vor Feuchteschäden
• störende Gerüche werden auf die einströmende Außenluft übertragen
• kostengünstig
• klimatisierbar
• mit anderen Heizarten kombinierbar
• modular erweiterbar, beispielsweise zusätzlicher Speicher für Warmwasser
• mit Heizkörpern und bei Fußbodenheizung einsetzbar
*sind Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung
Wie kann ich Schimmel vorbeugen und eine gute Luftfeuchtigkeit erhalten?
Bei niedriger Luftfeuchtigkeit und angemessener Raumtemperatur haben Schimmelpilze so gut wie keine Chance. Um Schimmel vorzubeugen, sollten Sie:
- zwei- bis viermal täglich stoßlüften
- vor allem beim Duschen, Kochen und Wäschetrocknen lüften
- alkalische Wandfarbe verwenden
- eine Lüftungsanlage einbauen
- eine Minimaltemperatur von 16 Grad (maximal 80 Prozent Luftfeuchtigkeit) einhalten
- Mehr zu dem Thema finden Sie im Artikel Schimmel: entfernen & vorbeugen.
Wann lohnt sich ein Fenstertausch energetisch?
Sind die Fenster zu alt oder nicht mehr intakt, sorgen sie für steigende Heizkosten. Denn kostbare Wärme entweicht schneller als Außen und die Heizanlage muss mehr leisten. Wann sich ein Fenstertausch lohnt, lesen Sie im Artikel: Wann lohnt sich ein Fenstertausch energetisch?