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Förderung für Lüftungsanlagen: Kredite, Zuschüsse und Programme

Die Kosten für eine kontrollierte Wohnraumlüftung Ihres Hauses oder Ihrer Wohnung müssen Sie nicht allein tragen: Auf Bundes- und Landesebene gibt es für Hauseigentümer und Bauherren zahlreiche Fördermittel insbesondere von KfW und BAFA.

FördermittelCheck: Förderung finden

Alle Förderprogramme für Ihre Region können Sie sich auch direkt mit dem FördermittelCheck anzeigen lassen:

Die wichtigsten Fakten auf einen Blick

  • Mit dem KfW-Kredit bis zu 100.000 Euro erhalten
  • Energieberater einbinden oft ein Muss
  • höhere Zuschüsse bei Kombination mit weiteren Effizienzmaßnahmen
  • Zuschüsse auch als Baubegleitung während der Sanierung
  • Förderung für Wohnraumlüftung vor dem Einbau beantragen

Kredite und Zuschüsse zur kontrollierten Wohnraumlüftung

Um Schimmel und Bauschäden durch die eingeschlossene Luftfeuchtigkeit zu vermeiden, müssen die Innenräume aktiv belüftet werden. Doch nur über das Fensteröffnen ist das schwierig. Eine kontrollierte Wohnraumlüftung hingegen sorgt für ein gutes Raumklima und spart Energiekosten. Daher ist sie mittlerweile ein fester Bestandteil von Neubauten und energetischen Sanierungsvorhaben. Der Artikel zu Lüftungsanlagen erläutert ausführlich, wie genau die Lüftungstechnik funktioniert und was sie bringt. Ob Sie eine lüftungstechnische Maßnahme zur Vermeidung von Feuchteproblemen benötigen, können Sie in unserem LüftungsCheck prüfen.

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Natürlich ist der Einbau einer kontrollierten Wohnraumlüftung mit Kosten verbunden. Doch damit stehen Sie nicht alleine da – es gibt eine Vielzahl an Förderungen, die Sie beantragen können. Grundsätzlich förderfähig sind zentrale und dezentrale Lüftungsanlagen sowie Kompaktgeräte mit Luft-/Luft-Wärmeüberträger und Abluftwärmepumpe mit einem Wärmerückgewinnungsgrad von mindestens 80 Prozent. Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung sparen sehr viel Energie, da sie die meiste Wärme aus der abgeführten Luft gewinnen.

Auf Bundesebene kommen für Hauseigentümer und Bauherren zahlreiche KfW-Programme in Frage. Meistens ist die Förderung an die KfW-Standards gebunden. Alleine durch den Einbau einer Lüftungsanlage werden diese meist nicht erreicht, so dass für eine Förderung weitere Effizienzmaßnahmen enthalten sein müssen.

  • Für eine umfassende Sanierung Ihres Gebäudes zu einem KfW-Effizienzhaus, mit u.a. einer Wohnraumlüftung, können Sie einen Kredit von maximal 100.000 Euro (Nr. 151) bzw. 50.000 Euro (Nr. 152) und einer Laufzeit von bis zu 30 Jahren beantragen. Abhängig vom Energiestandard beträgt der maximale Tilgungszuschuss 27,5 Prozent der Darlehenssumme, also 27.500 Euro (Nr. 151) bzw. 7,5 Prozent der Darlehenssumme, also 3.750 Euro (Nr. 152). Die Förderung wird dabei vom Energieberater beantragt.
  • Mit dem Programm „Energieeffizient Bauen“ (Nr. 153) fördert die KfW den Bau oder Kauf von neuen Häusern und Eigentumswohnungen. Die maximale Höhe des Kredits sind 100.000 Euro je Wohneinheit mit einem Tilgungszuschuss von bis 15.000 Euro. Übernommen werden beim Neubau die Bau- und Baunebenkosten (ohne Grundstückskosten) sowie die Kosten der Beratung, Planung und Baubegleitung. Beim Kauf wird der Kaufpreis für das Wohngebäude (ohne Grundstückskosten) übernommen.
  • Alternativ können Sie für ein Ein- oder Zweifamilienhaus einen Zuschuss in Anspruch nehmen. Für Einzelmaßnahmen können Sie einen Zuschuss für förderfähige Investitionen bis 50.000 Euro beantragen, maximal jedoch 5.000 Euro pro Wohneinheit. Bei Sanierungen zum KfW-Effizienzhaus, also einem höheren Energiestandard, gibt es für förderfähige Investitionen bis 100.000 Euro pro Wohneinheit einen Zuschuss von maximal 30.000 Euro (Nr. 430).

Daneben gibt es eine Reihe von Zuschüssen, die auch ohne Energieberater über das Zuschussportal der KfW beantragt werden können.

Tipp: Noch höhere Zuschüsse erhalten Hausbesitzer für das so genannte Lüftungspaket. Das Lüftungspaket besteht aus der Erneuerung oder dem erstmaligen Einbau einer förderfähigen Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung in Verbindung mit mindestens einer förderfähigen Maßnahme zur Verbesserung der Energieeffizienz der Gebäudehülle (zum Beispiel Dämmung der Wände, Erneuerung der Fenster). Hier erfahren Sie mehr: Deutschland macht´s effizient

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Auf Landesebene gibt es weitere Förderprogramme. Diese sind mit einer KfW-Förderung kombinierbar. Eine entsprechende Übersicht finden Sie hier

Tabelle: Übersicht aktueller Förderprogramme

FörderprogrammFörderfähige KostenRelevanz Lüftungen
KfW-Programm 153 „Energieeffizient Bauen“ – Kredit mit Tilgungszuschuss

Beim Neubau: Bau- und Baunebenkosten (ohne Grundstückskosten) sowie Kosten der Beratung, Planung und Baubegleitung.

 

Beim Kauf: Kaufpreis für das Wohngebäude (ohne Grundstückskosten).

 

Maximale Kredithöhe: 100.000 Euro je Wohneinheit, Tilgungszuschuss bis 15.000 Euro.

Sehr hoch – Lüftung senkt Gesamtenergiebedarf des Gebäudes und ist teilweise technische Mindestanforderung.
KfW-Programm 151 und 152 „Energieeffizient Sanieren“ – Kredit mit Tilgungszuschuss

Sanierung zum KfW-Effizienzhaus und Förderung von Einzelmaßnahmen (Dämmung, Heizung, Fenster/Außentüren, Lüftung).

 

Maximale Kredithöhe 50.000 Euro, maximaler Tilgungszuschuss 7,5 Prozent (3.750 Euro).

Sehr hoch – zusätzlicher Tilgungszuschuss bei Einbau einer Lüftungsanlage bei energetischer Sanierung, bei lüftungstechnischen Maßnahmen nach DIN 1946-6 teilweise vorgeschrieben.
KfW-Programm 430 „Energieeffizient Sanieren“ – Zuschuss (ohne Kredit)

Sanierung zum KfW-Effizienzhaus und Einzelmaßnahmen (Dämmung, Heizung, Fenster/Außentüren, Lüftung) sowie Maßnahmenpakete (Heizungs- und Lüftungspaket).

 

Förderanteil bis zu 30 % der förderfähigen Kosten, Fördersumme (als Zuschuss) max. 30.000 Euro je Wohneinheit.

 

Zusätzliche Zuschüsse von 15 % bei Nutzung des Lüftungspakets oder eines Heizungspakets.

Sehr hoch – Lüftung mit Wärmerückgewinnung senkt den Gesamtenergiebedarf des Gebäudes und ist teilweise technische Mindestanforderung. Beim Einbau einer Lüftungsanlage gibt es einen zusätzlichen Zuschuss.
KfW-Programm 431 „Energieeffizient Bauen und Sanieren – Zuschuss Baubegleitung“ – Zuschuss

Energetische Fachplanung und Baubegleitung für den Bau eines KfW-Effizienzhauses.

 

Förderanteil 50 % der förderfähigen Kosten, Fördersumme Zuschuss max. 4.000 Euro.

 

Kombinierbar mit BMWi geförderter „Energieberatung für Wohngebäude (Vor-Ort-Beratung, individueller Sanierungsfahrplan)“.

Hoch bis sehr hoch – Lüftung senkt Gesamtenergiebedarf des Gebäudes und ist teilweise technische Mindestanforderung.

 

Nur nutzbar, wenn man bereits ein KfW Programm nutzt. (Sanieren – Kredit (151/152) oder Sanieren – Zuschuss (430) oder Bauen (153).

KfW-Programm 433 „Energieeffizient Bauen und Sanieren – Zuschuss Brennstoffzelle“ – Zuschuss

Einbau einer Brennstoffzelle in neue oder bestehende Wohngebäude sowie Wartung und Energieberatung.

 

Förderanteil Grundförderung: Festbetrag in Höhe von 5.700 Euro.

Niedrig bis mittel – nur relevant in Verbindung mit dem KfW Programm „Energieeffizient Bauen und Sanieren“.
Förderung des Heizens mit erneuerbaren Energien: Marktanreizprogramm (MAP)

Einbau einer Heizungsanlage mit erneuerbaren Energien.

 

Förderanteil Festbetragsförderung (abhängig von der Technologie): Fördersumme max. 150 Euro je m² Kollektorfläche bei Solarthermieanlagen, max. 4.500 Euro bei Wärmepumpen je Einzelanlage, max. 3.500 Euro bei Biomasseanlagen.

 

Zusatzförderungen für Gebäudeeffizienz. Zusätzliche Zuschüsse (50% Fördersumme) für besonders innovative Anlagen und/oder Neubauvorhaben.

Niedrig – aber hohe Förderung für Bauherren und kombinierbar mit KfW-Förderung.

 

Je effizienter und umweltfreundlicher die Heiztechnik, desto höher der Zuschuss.

 

Bereits geförderte MAP erhalten bei Nachjustierung eine Prämie von 200 Euro.

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Förderbedingungen der KfW zur Wohnraumlüftung

Damit Ihre Förderung problemlos abläuft sollten Sie ein paar Dinge beachten:

  • Eine wichtige Bedingung für einen KfW-Kredit und –Zuschuss ist, dass Sie die Bauanzeige oder den Bauantrag für Ihr Wohngebäude vor dem 1. Februar 2002 gestellt haben. Neuere Gebäude sind daher von dieser Förderung ausgeschlossen.
  • Die Förderfähigkeit der Maßnahmen und die Einhaltung der technischen Mindestanforderungen muss ein geprüfter Energieberater aus der Energieeffizienz-Expertenliste für Förderprogramme des Bundes bestätigen.
  • Der Förderantrag für einen Kredit oder Zuschuss muss vor Beginn des Sanierungsvorhabens bei einem Finanzierungsinstitut (Banken, Sparkassen, Versicherungen) gestellt werden.

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Zuschüsse Lüftungsanlage: Energieberatung (BAFA) und Baubegleitung (KfW)

Für die Beantragung von Fördermitteln ist die Unterstützung durch einen Energieberater in einigen Fällen eine wichtige Voraussetzung. Auch hierfür gibt es Möglichkeiten der Förderung:

  • Bei einer Energieberatung vor Ort unterstützt Sie die Bundesregierung über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) mit bis zu 60 Prozent der Kosten: Für Ein- oder Zweifamilienhäuser übernimmt das BAFA maximal 800 Euro, für Wohngebäude mit drei und mehr Wohneinheiten 1.100 Euro. Einen einmaligen Zuschuss von bis zu 500 Euro können Wohnungseigentümergemeinschaften (WEG) zusätzlich beantragen, wenn sie den Energieberatungsbericht der Wohnungseigentümer-versammlung vorstellen.
  • Alternativ zum bisherigen Beratungsbericht haben Sie seit dem 1. Dezember 2017 im Rahmen der Vor-Ort-Förderung des BAFA auch die Möglichkeit, sich einen individuellen Sanierungsfahrplan durch einen Energieberater erstellen zu lassen.

Um eine fachgerechte Betreuung während der gesamten Sanierung zu garantieren können Sie zudem bei der KfW einen Investitionszuschuss für einen Energieeffizienz-Experten beantragen (Nr. 431). Übernommen werden 50 Prozent der Kosten, maximal 4.000 Euro pro Vorhaben. Allerdings ist der „Zuschuss Baubegleitung“ mit dem KfW-Programm „Energieeffizient Sanieren“ gekoppelt. Der richtige Zeitpunkt für den Antrag ist vor einer energetischen Sanierung zusammen mit der Energieberatung für Wohngebäude (Vor-Ort-Beratung, individueller Sanierungsfahrplan).

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Förderung von Lüftungsanlagen individuell prüfen

Welches Förderprogramm können Sie in Anspruch nehmen? Unser kostenloser FördermittelCheck zeigt, welches das richtige für Sie ist. Auch die regionalen Fördermöglichkeiten an Ihrem Wohnort werden dabei berücksichtigt. Weitere aktuelle Informationen zu den Förderprogrammen für energetische Sanierungsmaßnahmen finden Sie auch in unserem Dossier Fördermittel.

Mit dem ausführlichen ModernisierungsCheck finden Sie heraus, welche Dämmmaßnahme sich für Ihr Gebäude rechnet.

Wenn Sie vor Beginn einer Sanierungsmaßnahme Ihren Energieverbrauch ermitteln können Sie prüfen, ob die Maßnahme auch die entsprechende Einsparung gebracht hat oder ob Mängel bestehen. Mit dem kostenlosen Energiesparkonto erhalten Sie einen Überblick über Ihren Verbrauch bei Heizen, Strom, Wasser und Mobilität. Zudem bekommen Sie Vergleichsmöglichkeiten und Tipps zum Sparen.

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