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Neue Fenster kaufen, aber welche?

Es wird Zeit, dem Haus frischen Wind einzuhauchen? Neue Fenster werten ein Gebäude nicht nur optisch auf. Glas, Rahmen und zusätzliche Funktionen wie Dämmung und Lärmschutz erhöhen den Wohnkomfort und sparen Energiekosten. Wir haben den Überblick für Sie.

Wie richtig lüften?

Für eilige Leser*innen: Ob und wie Sie richtig lüften, zeigt unser LüftungsCheck.

Die wichtigsten Fakten auf einen Blick

  • neue Fenster halten Energie im Haus
  • gute Fenster schützen vor Hitze, Lärm, Sonne und Einbruch
  • Kunststofffenster: günstig, pflegeleicht und wetterfest
  • Holz- und Aluminiumfenster sind langlebiger
  • Holzfenster sind müssen regelmäßig gestrichen und gepflegt werden
  • Verbundglas, Aufhebelschutz, abschließbare Fenstergriffe als Einbruchschutz

Neue Fenster: Was muss ich beachten?

Die Entscheidung ist gefallen, die alten Fenster haben ihren Soll erfüllt. Doch was sollen die Neuen können? Und was kosten neue Fenster für ein Einfamilienhaus, Mehrfamilienhaus oder das Unternehmensgebäude?

Allgemein gilt: Die Fenster auf der Südseite des Gebäudes sollten größer als die auf der Nordseite sein. Im Süden bieten sich bodentiefe Fenster und große Fensterfronten an. So lässt sich die Sonnenenergieausbeute maximieren, es entstehen helle Räume und ein angenehmes Klima.

Checkliste für den Fensterkauf

Diese Fragen sollten sie sich vor dem Fensterkauf stellen:

  • Wie sollen sich die Fenster bedienen lassen?
  • Welche Verglasung ist die richtige?
  • Wie stark sollen die Fenster dämmen?
  • Wie gut sollen sie vor Lärm schützen?
  • Was sollen sie darüber hinaus können?
  • Welche Einbruchsicherung soll vorhanden sein?
  • Wie ökologisch sind die Fenster in Herstellung und Entsorgung?

Kennen Sie schon unser Energiesparkonto? Damit behalten Sie den Überblick über Ihren Energieverbrauch.

Welche Fensterarten gibt es?

VorteileWas ist zu beachten?
Fassadenfenster
Bodentiefe Fenster
  • mehr Licht und Sonnenenergie
  • Sicherungen wie Brüstungen oder Geländer sind vorgeschrieben
Kastenfenster
  • besonders geeignet für Altbauten
  • keine Isolierverglasung möglich
Sprossenfenster
  • besondere Optik
  • aufwendiger zu reinigen als weniger unterteilte Fensterflächen
Schiebefenster
  • platzsparend
  • Schiene bei Schiebetüren eine Stolperfalle
  • Absturzsicherung bei bodentiefen Fenstern sinnvoll
  • bei Regen und Sturm unvorteilhaft
Rundfenster
  • außergewöhnlicher Look
  • bieten Lichteinfall auch bei wenig Wandfläche
  • runder Rahmen sorgt für höheren Preis
Dachfenster
  • bringen Licht in Dachräume
  • Einbau, Pflege und Wartung sind aufwendiger
  • erhöhter Hitzeschutz durch Fenster für Sommermonate nötig
  • Möglichkeit für passives Lüften sollte eingebaut sein
Kellerfenster
  • sorgen für Kühle (Lebensmittellager) und ein stabiles Raumklima
  • Licht für Hobbyraum oder Werkstatt
  • Erhöhter Wärmeschutz
  • Einbruchschutz
  • Insektenschutz

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Schließsysteme bei neuen Fenstern

Zum Öffnen und Schließen gibt es neben den häufig verwendeten Dreh-/Kipp- und Schiebefenstern auch Klapp-, Wende- und Schwingoptionen. Ein Fachbetrieb berät Sie, welches Schließsystem optimal für Ihr Gebäude ist.

Neue Fenster: Welche Verglasung ist die Richtige?

Zwei- oder dreifache Verglasung, das ist die Frage, wenn Sie neue Fenster kaufen. Bei dieser Entscheidung ist der U-Wert das Zünglein an der Waage.

Einfachverglasung

  • U-Wert: ca. 5 W/(m2K)

Wer im Winter neben einem solchen einfach verglasten Fenster sitzt, kann die Kälte von draußen deutlich spüren. Einfachverglasungen sind bereits seit den 80er Jahren nicht mehr üblich. Trotzdem haben von etwa 610 Millionen Fenstern in Deutschland noch etwa 17 Millionen nur eine Glasscheibe, schätzt der Verband Fenster + Fassade (VFF). Würden allein diese Fenster durch moderne dreifach verglaste Wärmedämmscheiben getauscht, ließen sich bis zu 1,9 Millionen Tonnen CO2 im Jahr, 8 Millionen Kilowattstunden Energie und damit bares Geld für die Hausbesitzer*innen sparen. Ein erheblicher Beitrag zum Umweltschutz.

Isolierglas

  • U-Wert: ca. 2,8 W/(m2K)

Isolierglas, wie es in den 70er Jahren aufkam, weist einen etwa halb so hohen U-Wert wie bei Einfachverglasungen auf. Doch auch das entspricht nicht mehr der Energieeinsparverordnung (EnEV) von heute mit der Vorgabe von 1,3 W/(m2K).

Zweifachverglasungen

  • U-Wert: ca. 1,1 W/(m2K)

Bei doppelt verglasten Fenstern mit Wärmedämmglas und einer Edelgasbeschichtung wird der Hohlraum zwischen den verbauten Glasscheiben mit wärmeleitenden Edelgasen gefüllt. Die Glasscheiben werden mit Metallen bedampft.

Dreifachverglasungen

  • U-Wert: ca. 0,6 W/(m2K)

Dreischeiben-Wärmedämmgläser sind echte Umweltschutzfenster. Sie haben sich in Deutschland inzwischen zum Standard entwickelt. Dabei werden drei Scheiben hintereinander verbaut. Zwischen den Scheiben befinden sich mit Edelgas gefüllte Hohlräume. Die Energie, die mit der Heizanlage produziert wird, kann also fast vollständig im Haus gehalten werden.

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Was ist der U-Wert?

Fenster und andere Bauelemente werden anhand des Wärmedurchgangskoeffizienten oder U-Wertes unterschieden. Dieser gibt an, wie viel Wärmeenergie in Watt pro Quadratmeter bei einem Grad Temperaturunterschied durch ein Bauteil dringt. Je niedriger der U-Wert ist, desto weniger Energie geht also verloren.

Begriffserklärung und Abgrenzung U-Wert:

  • Der Uw-Wert, kurz U-Wert, steht für den Dämmwert des gesamten Fensters.
  • Der Uf-Wert steht für den Dämmwert des Rahmens (f steht für frame (engl.): Rahmen).
  • Der Ug-Wert ist der Dämmwert des Glases.
  • Der Uψ-Wert zeigt den Dämmwert des Glasverbundes an.
  • In einigen Quellen wird auch der UwE-Wert verwendet, der Dämmwert des Fensters in eingebautem Zustand.

Was bringen neue Fenster?

Was neue Fenster bringen, ist mehr als bloß schönes Licht im Haus. Sie halten im Sommer die Wärme draußen, im Winter drin. Straßenlärm und andere Umgebungsgeräusche reduzieren sie wirkungsvoll. Ob mit Vorrichtungen wie Rollläden oder in Form von intelligenten Gläsern, der Schutz vor ungebetenen Blicken ist mit modernen Fenstern kein Problem. Und selbst großflächige Fensterscheiben müssen längst nicht mehr zur tödlichen Falle für Flugtiere werden.

Wärmedämmung durch neue Fenster

Ein wesentliches Kriterium bei der Modernisierung ist die Wärmedämmung. Die Energiekosten für Wohnräume lassen sich mit energieeffizienten Fenstern um bis zu 15 Prozent senken. Um Energieverschwendung entgegenzuwirken, legt die Energieeinsparverordnung (EnEV) fest, welche Standards mit Blick auf den Klimawandel und Umweltschutz erfüllt werden müssen. Ineffiziente Fenster belasten nicht nur die Umwelt. Sie bringen auch unnötige Kosten für Hausbesitzer*innen, Verwaltung und Mieter*innen mit sich.

Kennwerte der Energieeinsparverordnung:

Die EnEV legt die Grenz-U-Werte fest, die nach Abschluss einer Maßnahme nicht überschritten werden dürfen. Der Blick auf die Dämmung ist bei neuen Fenstern also Pflicht.

Fenstertausch1,3 W/(m2K)
Glastausch1,1 W/(m2K)
Dachfenster1,4 W/(m2K)
Fenstertüren1,6 W/(m2K)
Fenster mit Sonderverglasung2,0 W/(m2K)
Austausch Sonderverglasung1,6 W/(m2K)

Gut zu wissen: Um bei der Modernisierung eine KfW-Förderung für neue Fenster zu erhalten, wird eine Maximalgrenze von 0,95 W/(m2K) angesetzt. Diese ist quasi nur mit Dreifachverglasungen zu erreichen.

Gute Fenster tragen also auch dazu bei, die Heizkosten gering zu halten. Nutzen Sie unseren Heizkosten-Rechner und finden Sie heraus, wie Sie noch Heizkosten sparen können.

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Schall- und Lärmschutz

Neben dem Hitzeschutz ist der Schallschutz eine Funktion, die neue Fenster erfüllen sollen. Ruhige Räume tragen enorm zur Wohnqualität bei. Ein hoher Geräuschpegel am Wohn- und Arbeitsort kann die Konzentration senken, Schlafstörungen hervorrufen und zu gesundheitlichen Problemen führen.

Mit modernen Lüftungsanlagen lässt sich das Lüften automatisieren sowie Straßenlärm und Umgebungsgeräusche minimieren. Und schon zehn Dezibel weniger Lärm können sich positiv auf die Gesundheit auswirken.

Die Lärmschutzeigenschaften von Fenstern werden in sechs Schallschutzklassen unterteilt.

Schallschutzklassen FensterDämm-MaßFür welches Gebäude empfohlen
125 bis 29 dBDas Haus steht mehr als 40 m von der nächsten Straße entfernt. Es fahren weniger als 50 Fahrzeuge in der Stunde vorbei.
230 bis 34 dBDas Haus steht weniger als 40 m von der nächsten Straße entfernt. Es fahren weniger als 50 Fahrzeuge in der Stunde vorbei.
335 bis 39 dBDas Haus steht weniger als 40 m von der nächsten Straße entfernt. Es fahren mehr als 50 Fahrzeuge in der Stunde vorbei.
440 bis 44 dBDas Haus steht mehr als 100 bis 300 m von der nächsten Straße entfernt. Es fahren 1.000 bis 3.000 Fahrzeuge in der Stunde vorbei.
545 bis 49 dBDas Haus steht weniger als 100 m von der nächsten Straße entfernt. Es fahren 1.000 bis 3.000 Fahrzeuge in der Stunde vorbei.
6> 50 dBDas Haus steht mehr als 100 m von der nächsten Straße entfernt. Es fahren mehr als 3.000 Fahrzeuge in der Stunde vorbei.

Quelle: DF Deutsche Fensterbau GmbH

Beachten Sie: Zu viel Lärmschutz kann den gegenteiligen Effekt haben. Eine zu hohe Schallschutzklasse kostet nicht nur erheblich mehr, extreme Ruhe kann auch dazu führen, dass Menschen ein Isolationsgefühl entwickeln. Für optimale Ergebnisse: Lassen Sie sich bei der Modernisierung von Schallschutzexpert*innen beraten.

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Tierschutz

Fensterscheiben, vor allem großflächige, stellen für Flugtiere wie Vögel und Fledermäuse eine besondere Gefahr dar. Neben Aufklebern, die die Tiere vor einer Kollision warnen sollen, kann auch spezielles Vogelschutzglas Abhilfe schaffen.

Für den Menschen kaum von herkömmlichem Fensterglas unterscheidbar, reflektiert Vogelschutzglas Licht in einem bestimmten UV-Bereich. Vögel können diesen Bereich gut wahrnehmen und reagieren.

Sicht- und Hitzeschutz

Sichtschutzglas hat schon lange nichts mehr mit unansehnlichem Milchglas zu tun. Besonders gut einsehbare Gebäude können mit getrübtem, gefärbtem oder satiniertem Glas ausgestattet werden.

Thermochrome Glasscheiben

Thermochrome Glasscheiben enthalten eine spezielle Harzschicht oder eine thermochrome Folie, die auf Wärme reagiert. Erreicht die Temperatur auf der Scheibe einen bestimmten Wert, verdunkelt sich die Scheibe und bietet Sonnen- und Sichtschutz.

Elektrochrome Glasscheiben

Ähnlich wie thermochrome Scheiben funktionieren elektrochrome Gläser. Allerdings lassen sich diese über Smart-Home-Technik steuern.

Liquid Crystal

Liquid Crystal ist Glas, das auf Knopfdruck transparent wird. Das Glas enthält eine polymere Flüssigkeit, die das Material undurchsichtig erscheinen lässt und auf Strom reagiert.

Externer Sicht- und Hitzeschutz

Intelligente Verglasungsarten spielen bisher auf dem Markt keine übergeordnete Rolle. Beim Wohnbau werden sie selten eingesetzt. Alternativ kommen nach wie vor gängige Sonnenschutzvorrichtungen zum Einsatz. Varianten sind:

  • Rollläden
  • Klappläden
  • Raffstore
  • Markisen
  • im Fensterzwischenraum angeordnete Lamellen

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Welche Fensterrahmen gibt es?

Das Glas allein macht noch kein Fenster. Die verbreitetsten Materialien für Fensterrahmen sind Holz, Aluminium und Kunststoff. Darüber hinaus gibt es Kombinationen der Materialarten wie Holz-Alu-Fensterrahmen.

Holzfenster

Holzfenster sind nach wie vor beliebt, da sie eine Reihe an Vorteilen mitbringen:

  • Holz ist ein nachwachsender Rohstoff.
  • Holz ist atmungs- und wärmeaktiv. 
  • Holzfenster verleihen dem Raum und der Fassade einen warmen und edlen Look.
  • Der farblichen Gestaltung sind keine Grenzen gesetzt.
  • Holzfenster lassen sich meist unkompliziert entsorgen.
  • Kleine Schäden lassen sich ausbessern und reparieren.

Aber: Holzfenster müssen alle drei bis fünf Jahre neu lackiert und gut gepflegt werden.

Aluminiumfenster

Auch die moderneren Aluminiumfenster haben gewisse Vorzüge:

  • Fenster aus Aluminium sind der in der Regel sehr robust.
  • Alufenster verblassen nicht, müssen nicht gestrichen werden.
  • Es gibt sie auch in Holzoptik.
  • Sie haben lange Lebensdauern von bis zu 60 Jahren.

Aber: Alufenstern wurde früher nachgesagt, schlechter zu dämmen. Neuere Entwicklungen thermisch getrennter Aluminiumprofile erreichen allerdings ebenfalls gute Dämmeigenschaften. Ihre Herstellung ist vergleichsweise energieintensiv.

Holzfenster mit Aluminium-Vorsatzschale

Holzfenster mit Aluminium-Vorsatzschale sind ebenfalls eine beliebte Lösung. Durch die Vorsatzschale ist das Holz vor Verwitterung geschützt. Gleichzeitig bleibt innen die Holzoptik erhalten.

Kunststofffenster

Kunststofffenster kommen für den Einbau ebenfalls infrage:

  • Kunststoffrahmen sind besonders wetterfest und leicht.
  • Neben den klassisch weißen Fenstern sind viele andere Farben erhältlich.
  • Kunststofffenster bedürfen keiner besonderen Pflege.

Aber: Kunststofffenster sind nicht so langlebig wie Holz- und Aluminiumfenster. Sie neigen zu Verformungen. Auch der ökologische Aspekt muss bedacht werden: Wenn ihre Lebensdauer erreicht ist, müssen Sie sich also darum kümmern, dass sie fachgerecht recycelt werden. Das Recyclingsystem hat sich in den vergangenen Jahren aber soweit verfeinert, dass auch Kunststofffenster keine großen Umweltsünder mehr sind.

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Einbruchschutz bei neuen Fenstern

Wie lange würden Sie brauchen, um durch Ihr Fenster in Ihr Haus einzusteigen? Bei einem durchschnittlichen Einbruch dauert das etwa 15 Sekunden. Grund genug, den Einbruchschutz zu bedenken, wenn Sie neue Fenster kaufen.

Bei Fenstern gibt es zwei Ansatzpunkte:

  • die Fenster selbst und
  • die Rollläden oder Jalousien.

Selten werden Fenster wie im Film mit Glasschneidern aufgeschnitten. Neue Fenster sind meist mit Verbundglas ausgestattet. Dass dieses Glas nicht zersplittert, wenn es bricht, macht auch Einbrecher*innen das Leben schwer. Oft werden Fenster deshalb einfach aufgehebelt, weil abschließbare Fenstergriffe ohne dazu passende Beschläge ein leichter Angriffspunkt sind.

Wie sichere ich Fenster vor Einbrüchen?

Beim Kauf neuer Fenster gehören einbruchhemmende Schließmechanismen und Beschläge also dazu wie die Sohlen zu neuen Schuhen. Es gibt zwei wesentliche Indikatoren für einbruchssichere Fenster.

  • Die DIN EN 1627 legt fest, wie gut Bauteile Einbrüche erschweren.
  • RC ist die Widerstandsklasse. Sie gibt an, wie lange ein Bauteil einem/r Einbrecher*in durchschnittlich standhält.
Widerstandsklasse                                                                                    Durchschnittliche Zeit, um das Bauelement während eines Einbruchs zu überwinden
RC1 N3 Minuten
RC2 N3 Minuten
RC23 Minuten
RC35 Minuten
RC410 Minuten
RC515 Minuten
RC620 Minuten

Fenster und Roll- oder Klappläden, die diese Kennzeichnung tragen, wurden einer praxisgerechten Einbruchprüfung unterzogen und haben keine Schwachstellen an Glas, Beschlag oder Rahmen. Der RC-Wert Ihrer Fenster sollte nicht unter RC2 liegen.

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Leicht erreichbare Fenster sind der erste Angriffspunkt

Auf leichter erreichbare Fenster wie Kellerfenster oder Erdgeschossfenster sollte ein besonderes Augenmerk gelegt werden. Badezimmerfenster stehen häufiger auf Kipp als andere Fenster und sind daher auch ein beliebter Angriffspunkt.

Damit diese Schwachstellen Einbrecher*innen nichts nützen, können Fenstergitter angebracht werden. Kellerlichtschächte oder tiefliegende Kellerfenster sind mithilfe von Gitterrosten mit Abhebesicherung vor ungewolltem Zugriff sicher.

Die Durchwurfhemmung P1A bis P5A

Doch auch ohne Gitter können Eigentümer*innen und Vermieter*innen Einbrüche verhindern, indem sie Fensterglas wählen, das besonders schwer zu durchschlagen ist. Dafür ist die Durchwurfhemmung der Fenster relevant. Sie gibt an, wie oft eine Metallkugel mit zehn Zentimeter Durchmesser und dem Gewicht von 4,11 Kilogramm auf die Scheibe fallen gelassen werden kann, bevor sie nachgibt. Die Durchwurfhemmung wird in P1A bis P5A unterteilt. Einen Wert von P4A oder höher empfiehlt die Polizei.

Bei der Auswahl der am besten geeigneten Schutzmaßnahmen für Ihr Gebäude helfen die polizeilichen Beratungsstellen vollkommen kostenlos weiter. Übrigens: Sie können Ihre Fenster auch nachträglich sichern. Welche Möglichkeiten Sie darüber hinaus haben, Ihr Gebäude zu sichern, erklären wir im Artikel Einbruchschutz.

Mit Automatisierungen werden die Fenster smart

Es ist kein Geheimnis, dass Einbrüche eher stattfinden, wenn die Bewohner*innen eines Gebäudes nicht zu Hause sind. Rollläden, die automatisch hoch- oder herunterfahren, täuschen darüber hinweg, auch wenn Sie im Urlaub sind. In Kombination mit einer modernen Alarmanlage wird Ihr Haus smart aufgerüstet.

Rollläden und Schließmechanismen lassen sich über Smart-Home-Steuerungen auch mit der Heizanlage verbinden, damit die Heizung keine Energie verschwendet, während die Fenster offen stehen.

Was kosten neue Fenster?

Die Kosten für neue Fenster setzen sich zusammen aus den Kosten

  • für die Verglasung
  • für die Fensterrahmen
  • Zusätze wie Rollläden

Zwischen 300 und 1.000 Euro sollten angesetzt werden.

Die Studie „Mehr Energie sparen mit neuen Fenstern“ des VFF und des Bundesverband Flachglas gibt einen Überblick anhand der durchschnittlichen Marktpreise

Fensterart                         Durchschnittlicher Marktpreis
Holzfenster638 Euro
Holz-Aluminiumfenster 789 Euro
Aluminiumfenster926 Euro
Kunststofffenster479 Euro

So können Sie grob berechnen, was die neue Fenster für ein Einfamilienhaus oder ein Mehrfamilienhaus kosten und welche Mittel Sie für Ihr Vorhaben aufbringen müssten.

Mit Fördermitteln, Umschlag auf Mieter*innen und Steuererleichterungen lassen sich die Kosten allerdings stark minimieren. Dank der eingesparten Energiekosten amortisiert sich die Investition darüber hinaus verhältnismäßig schnell.

Kennen Sie schon unser Energiesparkonto? Damit behalten Sie den Überblick über Ihren Energieverbrauch. Sie erkennen Sparpotenziale im Bereich Heizen, Wasser- und Stromverbrauch und können über Ihr digitales Konto mitverfolgen, wie viel Sie sparen.

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Autorin: Mariana Friedrich

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