Vollkostenvergleich
Ob Gasheizungen eine Zukunft haben, hängt davon ab, wie sich die Kosten und Preise entwickeln. Um nicht in eine Kostenfalle zu tappen, ist ein Vollkostenvergleich empfehlenswert. Also nicht nur der Blick auf die einmaligen Kosten für Anschaffung und Installation – oder auf die aktuell laufenden Kosten. Es ist auch ein Blick in die Zukunft nötig, um zum Beispiel den steigenden CO2-Preis zu berücksichtigen.
Da Gebäude energetisch sehr unterschiedlich sind, lassen sich keine allgemeinen Kostenaussagen treffen. Um dennoch eine Orientierung zu geben, hat co2online aktuelle Daten ausgewertet (Stand: Februar 2026).
Die Modellrechnung basiert auf einem Einfamilienhaus mit 130 Quadratmetern Wohnfläche und einem Endenergieverbrauch von 121 kWh/m². Dabei wird angenommen, dass alle Maßnahmen gleichzeitig im Rahmen einer Komplettsanierung umgesetzt werden (z. B. als Sanierungssprint). So können die einzelnen Schritte optimal aufeinander abgestimmt und Planung, Förderung sowie Baustellenorganisation nur einmal koordiniert werden.
Eine schrittweise Sanierung, wie sie häufig in der Praxis erfolgt, würde die Wirtschaftlichkeitsberechnung deutlich komplexer machen. Die folgende Modellrechnung stellt daher bewusst das technisch und wirtschaftlich maximale Sanierungspotenzial dar.