Mythos 3: Dauerlüften oder gekippte Fenster beugen Schimmel am besten vor
Der Irrtum: Je länger die Fenster offenstehen, desto besser für die Luftqualität und gegen Schimmel. Viele Menschen glauben, dass dauerhaft geöffnete oder gekippte Fenster Schimmel verhindern.
Die Wahrheit: Das Umweltbundesamt warnt vor diesem Trugschluss. Dauerhaft gekippte Fenster sind kontraproduktiv, da sie Wände auskühlen lassen und so die Schimmelbildung begünstigen können. Die kontinuierlich entweichende Heizwärme treibt zudem die Kosten in die Höhe.
Falsches Lüften durch Kipplüftung lässt Räume und Wände auskühlen – mit der Gefahr der Kondenswasserbildung. Denn primär ist nicht die Luftfeuchtigkeit in einem Raum entscheidend, sondern die Feuchtigkeit, die sich an Wänden und Gegenständen niederschlägt. Hierfür ist die Temperatur maßgebend: Feuchtigkeit schlägt sich dort nieder, wo es kalt ist.
Richtig ist: Expert*innen empfehlen kurzes, intensives Stoßlüften. Im Winter sollten die Fenster maximal fünf Minuten geöffnet bleiben – je kälter die Außentemperatur, desto kürzer. Optimal ist drei- bis viermaliges Lüften pro Tag, wer ganztags zu Hause ist, sollte sogar vier- bis fünfmal täglich lüften.