Luft-Wasser-Wärmepumpe:
Funktionen, Kosten & Förderung

27.01.2026 Lesedauer: min Jens Hakenes

Die meistverkaufte Wärmepumpe ist die Luft-Wasser-Wärmepumpe. Dafür gibt es viele gute Gründe: Sie ist einfacher zu installieren als andere und deswegen günstiger. Allerdings sind die laufenden Kosten höher als bei anderen Wärmepumpen. Auch Lärmschutz, Abstände und Altbau-Eignung sind genau zu prüfen, bevor die Entscheidung für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe fällt.

Ist mein Haus für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe geeignet?

Mit dem kostenlosen WärmepumpenCheck finden Sie heraus, ob eine Wärmepumpe auch etwas für Ihr Haus ist – oder was noch dafür zu tun wäre.

Die wichtigsten Fakten auf einen Blick

  • nutzen Luft als Energiequelle und Wasser zum Transport über Heizkörper/-flächen
  • geeignet für Neubau und oft auch im Altbau
  • geringere einmalige Kosten, aber höhere laufende Kosten als andere Wärmepumpen
  • bis zu 70 Prozent Förderung
  • auf Abstände und Lärmschutz achten

Was ist eine Luft-Wasser-Wärmepumpe?

Die Luft-Wasser-Wärmepumpe entzieht der Luft Energie, um damit Wärme zu erzeugen. Diese Wärme wird fürs Heizen oder für Warmwasser oder für beides genutzt. Mithilfe von Wasser wird die Wärme im Haus verteilt. „Luft“ steht also für die hier verwendete natürliche Wärmequelle, „Wasser“ für das Transportmedium. Die Wärmepumpe nutzt dazu ein spezielles Kältemittel. So liefert sie auch bei sehr niedrigen Außentemperaturen Wärme. Ist es draußen kälter als -20 Grad Celsius oder der Wärmebedarf besonders groß, hilft ein Heizstab.

Wie funktioniert eine Luft-Wasser-Wärmepumpe?

Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe funktioniert ähnlich wie ein Kühlschrank – nur umgekehrt. Dazu sind vier Schritte notwendig:

  1. Verdampfen: Der Ventilator saugt Luft an und leitet sie an den Wärmeübertrager. Darin zirkuliert ein flüssiges Kältemittel, das bereits bei geringen Temperaturen gasförmig wird. Das Kältemittel nimmt die Wärme der Luft auf und verdampft allmählich – auch bei Minustemperaturen.
  2. Verdichten: Die Temperatur des Kältemittel-Dampfs reicht für Heizung oder Warmwasser noch nicht aus. Deswegen erhöht der elektrische Verdichter den Druck. Dadurch steigt die Temperatur weiter an.
  3. Verflüssigen: Der heiße Dampf strömt zum Wärmeübertrager. Dort gibt er die Wärme an Heizung und/oder Warmwasser ab. Das Kältemittel kondensiert dabei und wird wieder flüssig.
  4. Entspannen: Durch das Entspannungsventil sinken auch der Druck und die Temperatur wieder auf das ursprüngliche Niveau – und der Kreislauf beginnt von Neuem.

Diese Schritte lassen sich umkehren. So lässt sich eine Wärmepumpe auch zum Kühlen verwenden. Das ist besonders effizient mit eigener Photovoltaikanlage. Als Wärmequelle kann sowohl Außenluft als auch Abluft aus einer Lüftungsanlage genutzt werden.

Funktion einer Luft-Wasser-Wärmepumpe

Was ist der Unterschied zwischen einer Luft-Wasser-Wärmepumpe und einer Luft-Luft-Wärmepumpe?

Beide werden kurz als Luft-Wärmepumpen zusammengefasst und beide nutzen Luft als natürliche Energiequelle. Es gibt aber einen entscheidenden Unterschied: das Transportmedium. Bei einer Luft-Wasser-Wärmepumpe wird „Wasser“ genutzt, um die Wärme zu transportieren; also zum Beispiel über Heizkörper oder eine Fußbodenheizung. Bei einer Luft-Luft-Wärmepumpe wird die Wärme dagegen über die „Luft“ transportiert, also die Raumluft – wie bei einer klassischen Klimaanlage.

Wo ist der Einsatz einer Luft-Wasser-Wärmepumpe sinnvoll: nur im Neubau oder auch im Altbau?

Bei Neubauten sind Wärmepumpen schon seit dem Jahr 2019 die erste Wahl – meist in Form einer Luft-Wasser-Wärmepumpe. Denn hier sind sie die wirtschaftlichste Lösung fürs Heizen. Gründe dafür sind gute Wärmedämmung und niedrige Vorlauftemperatur. Beides ist auch in einem Altbau zu erreichen. Oft genügt der Austausch einzelner Heizkörper. Außerdem gibt es mit Hochtemperatur-Wärmepumpen und Hybridheizungen auch Lösungen für einen größeren Wärmebedarf.

Ob ein Altbau für eine Wärmepumpe geeignet ist oder was dafür noch zu tun ist, lässt sich oft mit wenig Aufwand herausfinden. Die einfachste Möglichkeit ist der kostenlose WärmepumpenCheck. Das testweise Absenken der Vorlauftemperatur auf unter 45 Grad Celsius ist eine weitere Option. Am besten ist eine unabhängige Energieberatung, die den Altbau genau unter die Lupe nimmt. Damit lässt sich klären, welche einzelnen Schritte für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe oder eine andere Wärmepumpe nötig sind: zum Beispiel das Dämmen der obersten Geschossdecke und der Austausch von ein oder zwei Heizkörpern. 

Zum WärmepumpenCheck: Ist Ihr Haus geeignet?

Was sind Vorteile und Nachteile einer Luft-Wasser-Wärmepumpe?

Zu den wichtigsten Vorteilen einer Luft-Wasser-Wärmepumpe zählen die geringen laufenden Kosten und der Einsatz erneuerbarer Umweltenergie. Außerdem lässt sie sich nicht nur für Heizen und Warmwasser, sondern auch fürs Kühlen nutzen. Dazu kommt die einfachere und kostengünstigere Installation im Vergleich zu anderen Wärmepumpen.

Als wichtigste Nachteile einer Luft-Wasser-Wärmepumpe gelten die höheren einmaligen Kosten im Vergleich zu Gas- oder Ölheizung. Auch die Geräusche der Außeneinheit können ein Nachteil sein. Im Vergleich zu anderen Wärmepumpen ist der Stromverbrauch höher, besonders bei sehr niedrigen Außentemperaturen.

Vor- und Nachteile einer Luft-Wasser-Wärmepumpe im Überblick

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Vorteile
Nachteile
✅niedrige laufende Kosten
❌ höhere einmalige Kosten als bei Gas oder Öl
✅ einfache Installation
❌ weniger effizient als andere Wärmepumpen
✅ wenig Platzbedarf
❌ Heizstab bei falscher Einstellung/Auslegung ineffizient
✅ geeignet für Neubauten und viele Altbauten
❌ Lärmschutz und Abstände zu beachten
✅ auch fürs Kühlen einsetzbar
❌ nicht für alle Altbauten geeignet
✅ meist keine Genehmigung notwendig
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Vor- und Nachteile einer Luft-Wasser-Wärmepumpe im Überblick

Wie hoch sind die Kosten für Luft-Wasser-Wärmepumpen?

Bei den Kosten für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe ist zu unterscheiden zwischen den einmaligen Kosten für

  • Anschaffung (Gerät) und
  • Installation (Hydraulik/Elektrik)

… und den laufenden Kosten für

  • Betrieb (Strom) und
  • Wartung.

Für die einmaligen Kosten ist wichtig zu wissen, dass es in den meisten Fällen 50 bis 70 Prozent Zuschuss vom Staat gibt. Allerdings muss die gesamte Summe vorgestreckt werden. Denn den staatlichen Zuschuss gibt es erst nachträglich. Alternativ besteht die Möglichkeit, die Wärmepumpe in monatlichen Raten zu bezahlen. Mehr dazu finden Sie im Artikel über das Finanzieren einer Wärmepumpe.

Im folgenden Beispiel handelt es sich um die Abrechnung für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe für ein Einfamilienhaus als Ersatz für eine Gasheizung. Die Gesamtkosten lagen im Herbst 2024 bei rund 31.000 Euro. Das lag unter den durchschnittlichen Kosten von 36.000 Euro laut Verbraucherzentrale. Bei deren Vergleich lagen 160 Angebote im Jahr 2024 zwischen 20.000 und 63.000 Euro. Der Mittelwert von etwa 36.000 Euro wurde auch für das Jahr 2025 angenommen.

Die Kosten für die Anschaffung einer Luft-Wasser-Wärmepumpe unterscheiden sich vor allem je nach aktueller Nachfrage, Standort (regionale Preisunterschiede), gewähltem Modell, Dimensionierung (Leistung) und baulichen Gegebenheiten.

Beispiel für die Kosten einer Luft-Wasser-Wärmepumpe im Einfamilienhaus

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Beispiel für die Kosten einer Luft-Wasser-Wärmepumpe im Einfamilienhaus
Anschaffung
20.400 €
66 %
Installation
10.500 €
34 %
einmalige Kosten insgesamt
30.900 €
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In unserem Beispiel kostete die Anschaffung rund 20.000 Euro (66 Prozent). Davon entfielen rund 12.000 Euro auf die Wärmepumpe, 4.000 Euro auf den Pufferspeicher und die restlichen 4.000 Euro auf Heizwasser und Material.

Beispiel für die Anschaffungskosten einer Luft-Wasser-Wärmepumpe im Einfamilienhaus

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Beispiel für die Anschaffungskosten einer Luft-Wasser-Wärmepumpe im Einfamilienhaus
Wärmepumpe
11.400 €
57%
Pufferspeicher
4.400 €
22 %
Material
3.100 €
15 %
Heizwasser
800 €
4 %
Thermostatventile
500 €
2 %
Anschaffung insgesamt
20.400 €
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Die Installation kostete in unserem Beispiel rund 10.500 Euro (34 Prozent). Davon entfielen etwa 7.100 Euro auf Montage (inklusive Demontage der alten Gasheizung), 2.200 Euro auf Elektrik, 950 Euro auf die Inbetriebnahme durch den Hersteller und 250 Euro auf den hydraulischen Abgleich.

Beispiel für die Installationskosten einer Luft-Wasser-Wärmepumpe im Einfamilienhaus

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Beispiel für die Installationskosten einer Luft-Wasser-Wärmepumpe im Einfamilienhaus
Montage (inklusive Demontage)
7.100 €
68 %
Elektrik
2.200 €
21 %
Inbetriebnahme durch Hersteller
950 €
9 %
hydraulischer Abgleich
250 €
2 %
Anschaffung insgesamt
10.500 €
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Noch ein Blick auf die gesamten Kosten dieses Beispiels: Der zeigt, dass die Wärmepumpe und deren Montage am meisten kosten. Darauf folgen Speicher und Material.

Beispiel für die Kosten einer Luft-Wasser-Wärmepumpe im Einfamilienhaus

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Beispiel für die Kosten einer Luft-Wasser-Wärmepumpe im Einfamilienhaus
Wärmepumpe
11.600 €
38 %
Montage/ Demontage
7.100 €
23 %
Pufferspeicher
4.400 €
14 %
Material
3.100 €
10 %
Elektrik
2.200 €
7 %
­
­
­
Inbetriebnahme durch Hersteller
950 €
3 %
Heizwasser
800 €
3
Thermostatventile
500 €
2 %
hydraulischer Abgleich
250 €
1 %
ingesamt
30.900 €
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Mit welchen einmaligen Kosten für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe in Ihrem Gebäude zu rechnen ist, zeigt der ModernisierungsCheck.

Zum ModernisierungsCheck: Was rechnet sich für mein Haus?

Wie hoch sind die laufenden Kosten für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe?

Die laufenden Kosten für eine Wärmepumpe, wie etwa eine Luft-Wasser-Wärmepumpe, liegen laut Heizspiegel mit durchschnittlich rund 1.200 Euro pro Jahr im Einfamilienhaus inzwischen unter denen aller anderer Heizungen. Im Jahr 2024 waren nur Holzpellets günstiger. Für das Jahr 2025 wird erwartet, dass Wärmepumpen erstmals die niedrigsten laufenden Kosten haben. Wegen des steigenden CO2-Preises ist damit zu rechnen, dass Wärmepumpen auch in Zukunft die niedrigsten laufenden Kosten haben.

Laufende Wärmepumpen-Kosten

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laufende Kosten 2024
laufende Kosten 2025 (Prognose)
Wohnung (70m² im Mehrfamilienhaus)
680 €
715 €
Einfamilienhaus (130 m²)
1.195 €
1.265 €
Ein Überblick über laufende Wärmepumpen-Kosten

Die Kosten für die Wartung einer Luft-Wasser-Wärmepumpe unterscheiden sich sehr stark. Eigentlich gilt eine solche Wärmepumpe als nahezu wartungsfrei. Nur die Dichtheit der Kältemittelleitungen ist jährlich genau zu prüfen. Doch je nach Hersteller gibt es sehr unterschiedliche Angaben für die Wartungskosten: von 150 bis 400 Euro pro Jahr. Bei aktuellen Beispielen sind es sogar bis zu 500 Euro.

Senken lassen sich die Stromkosten einer Luft-Wasser-Wärmepumpe mit einem günstigen Stromtarif. Für Wärmepumpen gibt es bei einigen Anbietern spezielle Tarife. Allerdings ist dafür ein separater Stromzähler nötig, der zusätzliche Kosten verursacht. Bei einem durchschnittlichen Stromverbrauch rechnet sich das zumindest aktuell meist nicht.  

Mit Ökostrom oder Strom aus eigener Photovoltaik lässt sich auch die Klimabilanz optimieren.

Wie hoch ist die Förderung für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe?

Durch die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) ist eine Förderung für Luft-Wasser-Wärmepumpen von bis zu 70 Prozent möglich. In den meisten Fällen ist ein Zuschuss von 30 bis 50 Prozent realistisch. 5 Prozent Bonus gibt es für Wärmepumpen mit natürlichen Kältemitteln. Die förderfähigen Kosten sind auf 30.000 Euro begrenzt. Das heißt es gibt höchstens einen Zuschuss von 21.000 Euro für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe. Alternativ kann ein Steuerbonus genutzt werden.

Kosten nach Förderung für Luft-Wasser-Wärmepumpe

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Kosten
mit 30 % Zuschuss*
mit 55 % Zuschuss*
mit 70 % Zuschuss*
30.000 €
21.000 €
13.500 €
9.000 €
35.000 €
26.000 €
18.500 €
14.000 €
40.000 €
31.000 €
23.500 €
19.000 €
Kosten nach Förderung für Luft-Wasser-Wärmepumpe

* förderfähig max. 30.000 €

Die Förderung für Luft-Wasser-Wärmepumpen wird aktuell überarbeitet. Bleiben Sie mit unserem Newsletter immer auf dem neusten Stand in Sachen Fördermittel.

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Was ist bei der Aufstellung einer Luft-Wasser-Wärmepumpe zu beachten?

Es gibt drei Arten, eine Luft-Wasser-Wärmepumpe aufzustellen. Dabei sind bestimmte Dinge zu beachten: Am wichtigsten sind Abstände und Schallschutz. Denn dafür gelten bestimmte Vorgaben und so lassen sich störende Geräusche vermeiden.

Die Innenaufstellung ist vor allem bei einem Neubau sinnvoll. Die Luft wird dabei durch einen Schlauch angesaugt, wofür ein Wanddurchbruch von 15 bis 30 Zentimetern nötig ist. Das kann bei Neubauten von Anfang an eingeplant werden. Die Innenaufstellung einer sogenannten Monoblock-Wärmepumpe braucht im Heizungskeller etwa ein bis zwei Quadratmeter Platz.

Die Außenaufstellung ist die erste Wahl für viele Altbauten. Dabei befinden sich die meisten Komponenten der Luft-Wasser-Wärmepumpe außerhalb des Gebäudes. Von außen nach innen führt nur eine dünne Leitung, die die Wärme transportiert. Dafür sind die Lärmemissionen für die Nachbarschaft am höchsten (bis zu 50 Dezibel). Deswegen ist in den Bauordnungen einiger Bundesländer ein Abstand von mindestens drei Metern vorgeschrieben. Auch zum eigenen Gebäude ist wegen der Geräusche etwas Abstand nötig. Der sollte jedoch nicht zu groß sein, um Wärmeverluste über die Leitung zu vermeiden.

Auch Split-Geräte kommen vor allem bei Altbauten zum Einsatz. Sie sind gesplittet, bestehen also aus zwei Teilen: außen Ventilator und Verdampfer, innen Verdichter und Verflüssiger. So werden die Lärmemissionen für die Nachbarschaft und der Platzbedarf außen reduziert. Für Außeneinheiten ist eine ungehinderte Luftzirkulation wichtig. Die Inneneinheit braucht etwa 0,5 Quadratmeter Platz und ist auch als Etagenwärmepumpe nutzbar.

Wie lässt sich der Lärm einer Luft-Wasser-Wärmepumpe reduzieren?

Lärm entsteht bei einer Luft-Wasser-Wärmepumpe vor allem durch den Ventilator. Der muss besonders im Winter mehrere Stunden pro Tag große Mengen Luft bewegen. Deswegen lohnt es sich beim Vergleich verschiedener Modelle die Angaben zum Lärm zu vergleichen. Seit 1. Januar 2026 gelten für vom Bund geförderte Wärmepumpen Grenzwerte je nach Leistung:

  • 60 Dezibel (dB) bei 6 bis 12 Kilowatt
  • maximal 55 dB bei weniger als 6 Kilowatt

Neben diesen Vorgaben für Hersteller gibt es auch welche für die tatsächlichen Schallemissionen tagsüber und nachts (22 bis 6 Uhr):

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tagsüber
nachts
reine Wohngebiete
50 dB
35 dB
Wohngebiete mit kleineren Geschäften, Praxen und Büros
55 dB
40 dB
Misch- oder Dorfgebiete
60 dB
45 dB
Wie lässt sich der Lärm einer Luft-Wasser-Wärmepumpe reduzieren?

Um den Lärm einer Luft-Wasser-Wärmepumpe zu reduzieren, gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Flüstermodus: Modelle mit einem solchen oder ähnlichen Modus arbeiten nachts mit verminderter Leistung und damit leiser.
  • Pufferspeicher: Damit lassen sich Laufzeiten besser steuern und gezielt in Tagesstunden verlegen.
  • Außeneinheit: Abstand zu Wänden, Mauern, Dachüberhang und Schlafräumen sowie Büsche, Schallschutzwand oder Einhausung (Kapselung) senken den Lärmpegel.
  • Innenaufstellung: Elastische Lagerung durch Gummifüße, umlaufende Nut sowie Schlauchleitungen statt Rohre sorgen für weniger Lärm.

Mit dem interaktiven Leitfaden des Landes Sachsen-Anhalt lässt sich bestimmen, wie laut ein bestimmtes Modell einer Luft-Wasser-Wärmepumpe maximal sein sollte und welche Abstände empfohlen werden.

Das Bild zeigt eine Wärmepumpe hinter einer Verkleidung

Welche Unterschiede gibt es beim Kältemittel für Luft-Wasser-Wärmepumpen?

Für Luft-Wasser-Wärmepumpen gibt es verschiedene Kältemittel. Früher wurden vor allem synthetische Kältemittel eingesetzt. Die haben aber einen großen Nachteil, denn sie sind besonders klimaschädlich. Inzwischen setzen viele Modelle auf ein natürliches Kältemittel: R290, auch bekannt als Propan. Es ist deutlich weniger klimaschädlich und hat keine Nachteile. Außerdem gibt es bei der BEG-Förderung damit einen Bonus von 5 Prozent. Deswegen ist es empfehlenswert, bei der Auswahl auf ein natürliches Kältemittel zu achten.

Was ist bei der Planung einer Luft-Wasser-Wärmepumpe für den Altbau zu beachten?

Die wichtigsten Voraussetzungen für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe im Altbau sind geeignete Heizkörpergrößen oder Flächenheizungen (wie Fußbodenheizungen) und Vorlauftemperaturen. Deshalb ist es sinnvoll, beides genau zu prüfen. Das geht am besten mit einer unabhängigen Energieberatung. Damit schaffen Sie auch die Grundlage für eine optimale Auslegung der Wärmepumpe, also eine nicht zu hohe und nicht zu niedrige Heizleistung. Das ist auch wichtig, damit der Heizstab nicht zu oft genutzt wird.

Damit die Wärmepumpe möglichst effizient läuft, ist ein hydraulischer Abgleich empfehlenswert. Je nach Förderung ist er auch vorgeschrieben. Mit dem ModernisierungsCheck können Sie herausfinden, welche weiteren Maßnahmen sich bei Ihrem Gebäude rechnen.

Auch die vorhandene Elektrik ist ein wichtiger Baustein. Denn die Leitungen und der Zählerschrank müssen für eine Wärmepumpe geeignet sein oder entsprechend angepasst werden. Dabei spielt auch der elektrische Heizstab eine Rolle. Der sorgt bei sehr kalten Außentemperaturen oder ungewöhnlich hohem Warmwasserbedarf für die nötige zusätzliche Leistung. Diese Prüfung sollte ebenfalls ein Fachbetrieb übernehmen. 

Paar steht vor seinem Einfamilienhaus und lächelt in die Kamera, zwischen ihnen steht ihre neue Wärmepumpe

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Fazit und Checkliste zur Luft-Wasser-Wärmepumpe

Luft-Wasser-Wärmepumpen sind für viele Neubauten und Altbauten eine geeignete Lösung für das Heizen mit erneuerbaren Energien. Mehr Effizienz und noch weniger laufende Kosten gibt es meist nur mit anderen Wärmepumpen-Arten. Deshalb lohnt es sich, die Optionen für Luft-Wasser-Wärmepumpe bei jedem Neubau und jedem Heizungstausch zu prüfen.

Mit der Checkliste für Luft-Wasser-Wärmepumpen können Sie die wichtigsten Punkte Schritt für Schritt abhaken:

  • Vorlauftemperatur, Wärmebedarf und Heizkörpergröße/-fläche prüfen -> Energieberatung
  • Aufstellungsort und Schallschutz klären -> Planung mit Energieberater*in oder Fachbetrieb
  • hydraulischen Abgleich einplanen -> Angebote sichten
  • Förderung vor Auftrag prüfen
Jens Hakenes

Über den Autor

Jens Hakenes

Jens Hakenes ist seit 2010 unser freiberuflicher Experte für die Themen Heizkosten, Warmwasser, Stromkosten und Klimaschutz. In seinen Artikeln erfahren Sie zum Beispiel alles Wichtige über Fußbodenheizungen, serielle Sanierung oder den CO₂-Preis.

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