Sollte die Ölheizung ausgetauscht werden?

Das Wichtigste vorab: Je älter die Ölheizung ist und je mehr investiert werden kann, desto eher sollte darüber nachgedacht werden, die Ölheizung nicht nur zu modernisieren, sondern sie auszutauschen. Nur so lassen sich unter anderem die CO2- und Feinstaub-Emissionen deutlich senken. Auch die Zusatzkosten durch den CO2-Preis lassen sich durch den Umstieg auf eine Heizung auf Basis erneuerbarer Energien vermeiden. Außerdem schafft der Austausch einer Ölheizung meist Platz im Heizungskeller.

HeizCheck: Heizenergieverbrauch prüfen

Sie möchten wissen, ob sich eine neue Heizanlage für Sie lohnt? Prüfen Sie zunächst, ob Ihre bisherigen Heizkosten zu hoch sind:

Bitte halten Sie Ihre Heizkostenabrechnung bereit.

Tipps für den Austausch der Ölheizung

Wer seine Ölheizung austauschen will oder muss, kann sich online einen ersten Überblick verschaffen – mit kostenlosen Ratgebern wie dem ModernisierungsCheck von co2online. Sobald es konkreter wird, sollte ein/e Energieberater*in zum Einsatz kommen. Der oder die kann herstellerunabhängig beraten und auch die Umsetzung der Maßnahme zusammen mit einer Fachkraft kontrollieren.

Ein Posten beim Austausch, der besonders teuer sein kann, ist das Entsorgen der alten Ölheizung, vor allem der Öltanks. Das erledigen Spezialfirmen. Die Kosten für die Entsorgung liegen je nach Größe und Art des Tanks zwischen etwa 400 und 2.000 Euro.

Ölheizung modernisieren statt austauschen

Wer die Lebensdauer seiner Ölheizung lediglich verlängern oder die Ölheizung modernisieren will, hat verschiedene Möglichkeiten – entsprechend unterschiedlich sind die Kosten, die für dieses Erneuern der Ölheizung entstehen:

So tauschen Sie Ihre Ölheizung gegen eine effizientere Technologie – Schritt für Schritt

  1. Richtig informieren: im Internet, bei Energieberater*innen, Handwerker*innen oder bei Bekannten, die einen Austausch bereits hinter sich haben. Hilfreich zum Start: der ModernisierungsCheck.
  2. Heiztechnik wählen: Gas, Wärmepumpe oder Pellets, mit Solarthermie oder ohne – nicht jede Technik ist für jedes Haus geeignet. Hier hilft ein/e Energieberater*in weiter.
  3. Finanzierung planen: mehrere Angebote einholen, Fördermittel ausfindig machen. Wer den Umstieg von Ölheizung auf Wärmepumpe oder Holzheizung realisiert, bekommt bis zu 45 Prozent der Kosten vom Staat bezuschusst. Außerdem bieten viele Kesselhersteller Rabattaktionen an.
  4. Heizkessel tauschen: Gut vorbereiten und genügend Zeit einplanen, hydraulischen Abgleich nach der Inbetriebnahme nicht vergessen.
  5. Erfolg kontrollieren: Energiesparkonto nutzen und mit dem/r Handwerker*in gleich Termine fürs Optimieren und Warten vereinbaren.

Autor: Jens Hakenes (Freier Redakteur)

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