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Richtig heizen leicht gemacht: die 11 besten Tipps zum Heizkosten senken

Gewusst wie: Auch mit wenig Aufwand und geringen Investitionen lassen sich Heizkosten sparen. Dabei ist es egal, ob Sie zur Miete oder im Eigenheim wohnen: Mit unseren Tipps senken Sie Ihre Energiekosten und verringern obendrein Ihren CO2-Ausstoß. Ob Sie im Vergleich zu anderen Haushalten mehr Heizenergie verbrauchen, zeigt Ihnen in wenigen Klick unser HeizCheck.

Ob einfache Verhaltensänderung oder Investition in die Zukunft: Wir helfen Ihnen dabei, richtig zu heizen und mit wenigen Kniffen Ihre Heizkosten zu senken. In der nachfolgenden Tabelle finden Sie viele Tipps, mit denen auch Mieter ohne Zugang zur Heizanlage energiesparend heizen können.

Heizkosten sparen: Maßnahmen, notwendige Investition und Sparpotenzial auf einen Blick

Für mehr Informationen klicken Sie einfach auf die jeweilige Maßnahme in der Tabelle:

1. Elektronische Thermostate einbauen

Elektrische Thermostate sparen bis zu 10 Prozent Heizenergie ein.(c) co2online | Julia Axmann

Ist Ihre Heizung ein Dauerläufer? Klar, Sie wollen morgens oder beim Nachhausekommen nicht frieren. Das müssen Sie auch nicht, wenn Sie die Betriebszeiten der Heizung Ihrem Bedarf anpassen. Die Verwendung von programmierbaren Thermostatventilen mit Nachtabsenkung sorgt für energieeffizientes Heizen und vermindert den Ausstoß von CO2 um durchschnittlich 455 kg pro Jahr. In einem Einfamilienhaus mit 110 m² und zwölf Heizkörpern spart der Austausch von über 15 Jahre alten Thermostatventilen gegen programmierbare Thermostatventile pro Jahr 135 Euro.

Die wichtigsten Fakten zu programmierbaren Thermostaten:

  • Je nach Modell können Sie bei programmierbaren Thermostaten individuelle Heizkurven programmieren – damit Sie unter der Woche um 7 Uhr morgens ein warmes Bad vorfinden und am Wochenende erst ab um 10.
  • Die Nachtabsenkung auf 15 °C können Sie auch tagsüber nutzen, wenn Sie regelmäßig außer Haus sind.
  • Programmierbare Thermostatventile erhalten Sie für 10 bis 50 Euro pro Heizkörper und Sie sparen bis zu 10 Prozent Heizenergie im Vergleich zu analogen Modellen.
  • Thermostate sollten circa alle 15 Jahre ausgewechselt werden. Der ThermostatCheck zeigt Ihnen, ob Ihre Heizungsthermostate noch dem neuesten Stand der Technik entsprechen und welches Einsparpotenzial in einem Thermostattausch schlummert.
  • Programmieren Sie das Thermostat für die Heizzeiten auf 21 Grad in Wohn-, Arbeits- und Kinderzimmern. Das entspricht Stufe 3 in herkömmlichen Thermostaten. In Schlafzimmer und Flur genügen 16 Grad Celsius.
  • Im Zuge eines hydraulischen Abgleichs können Sie sich den Tausch von Thermostaten mit 30 Prozent der Investitionskosten fördern lassen. 
Thermostat ist nicht gleich Thermostat(c) Danfoss

Thermostate richtig bedienen und Heizkosten sparen

Auch mit herkömmlichen Thermostaten können Sie Heizenergie sparen. Am wichtigste ist: Drehen Sie das Thermostat nicht voll auf! Weit verbreitet ist der Glaube, dass der Raum besonders schnell warm wird, wenn das Thermostat auf der höchsten Stufe steht. Fakt ist jedoch, dass das heiße Wasser im Heizkörper immer die gleiche Temperatur hat – und der Heizkörper bei höherer Einstellung einfach länger heizt.

Denn: Die Wärmezufuhr zum Heizkörper wird über einen Temperaturfühler im Thermostatkopf gesteuert. Der Heizwasserfluss zur Heizung bleibt so lange geöffnet, bis die über das Zahlenrad eingestellte Zieltemperatur erreicht wird – beispielsweise 21 Grad bei Stufe 3 und 28 Grad bei Stufe 5

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2. Heizkörper entlüften

Ihre Heiz­körper gluckern und werden nicht mehr richtig warm, obwohl das Thermostat voll aufgedreht ist? Dann ist es gut möglich, dass sich Luft in Ihren Heizkörpern befindet. In diesem Fall sollten Sie die betreffenden Heizkörper dringend entlüften, denn jede Luft­blase bedeutet unnötige Energie­verschwendung.

Wie entlüftet man einen Heizkörper korrekt? Folgen Sie den Schritten unserer bebilderten Anleitung.

Um Ihren Heizkörper von ungewünschten Gasen zu befreien, benötigen Sie lediglich einen Entlüftungsschlüssel, einen Eimer und ein Handtuch. Den Entlüftungsschlüssel gibt es für wenige Euro im Baumarkt – alternativ kann Ihnen sicher Ihr Hausmeister weiterhelfen.

Hinweis: Haben Sie viel Luft abgelassen, kann es notwendig sein, in der Heizanlage Wasser nachzufüllen. Bei einer eigenen Heiz­anlage können Sie das selbst erledigen. In einem Mehr­familien­haus, in dem mehrere Teilnehmer an einer größeren Heizanlage hängen, sollten Sie vorsichts­halber den Haus­meister oder die Haus­verwaltung informieren und darum bitten, den Druck in der Anlage zu kontrollieren.

Der HeizCheck überprüft die Heizkosten und den Heiz­energie­verbrauch Ihres Gebäudes. Sie erhalten zusätzlich nützliche Hinweise, wie beispiels­weise die Adresse des Mieter­vereins, der örtlichen Verbraucher­beratung oder von Hand­werkern vor Ort.

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3. Raumtemperatur senken

Nur ein Grad weniger Heizen spart bis zu 6 Prozent Heizkosten.(c) co2online | Phil Dera

Ob es 20 Grad Celsius oder 21 Grad im Wohnzimmer ist, werden Sie kaum spüren – das Klima schon. Sie können bis zu 275 kg CO2 im Jahr vermeiden, wenn Sie die Raumtemperatur in Ihrer Wohnung um 1 Grad absenken. Auch wenn es gemütlich ist – sich im Winter in der Wohnung tropische Temperaturen zu gönnen, kann richtig teuer werden: In einem 110-m²-Einfamilienhaus mit Gasheizung können pro Jahr rund 1.100 kWh und rund 80 Euro gespart werden, wenn Sie die Temperatur um ein Grad senken – Geld genug, um kuschelige Pullis für alle Bewohner zu kaufen.

So geht's:

  1. Drehen Sie die Heizung ein wenig herunter: Jedes Grad weniger spart etwa sechs Prozent Heizenergie. Die optimale Raumtemperatur im Wohnbereich liegt bei 20 Grad Celsius, in der Küche 18 bis 20 Grad, im Bad 23 Grad und im Schlafzimmer 16 bis 18 Grad. Die Temperatur regulieren Sie an den Thermostatventilen: Die mittlere Stufe entspricht 20 Grad. Bei einer fünfstufigen Skala liegen zwischen jeder Stufe etwa 4 Grad Celsius.
  2. Mit programmierbaren Thermostaten können Sie sogar genau eintakten, wann welcher Heizkörper hoch- oder runterregelt – und so etwa zehn Prozent Heizenergie sparen.

Hinweis: Der HeizCheck zeigt Ihnen, ob Ihr Heizenergieverbrauch im Rahmen liegt. Weitere Infos erhalten Sie im Artikel Heizungskosten sparen.

4. Lüften im Winter

Richtig Lüften hilft beim Sparen von Heizkosten.(c) Unsplash

Wenn Sie lüften, dann richtig: Anstatt die Fenster nur zu kippen, sollten Sie lieber stoßlüften! So ist immer genug frische Luft im Raum und Sie vermeiden in einem Einfamilienhaus jährlich bis zu einer halben Tonne CO2. Stoßlüften statt Dauerlüften spart bis zu 170 Euro im Jahr.

So geht's:

  1. Fenster nicht kippen. Das sorgt kaum für Luftaustausch, sondern kühlt nur die Wände aus – und begünstigt Schimmelpilze. Besser: Drei bis vier Mal am Tag mit weit geöffneten Fenstern stoßlüften, währenddessen Thermostatventile schließen.
  2. In den Monaten Dezember bis Februar sind 5 Minuten empfehlenswert, im März und November 10 Minuten, im April und September 15 Minuten, im Mai und Oktober 20 Minuten und in den Monaten Juni, Juli und August können die Frischluftstöße bis 30 Minuten dauern.
  3. Nach Bad oder Dusche stoßlüften, damit die Feuchtigkeit entweichen kann.
  4. Worauf Sie noch achten sollten: Halten Sie die Türen von beheizten Zimmern ständig geschlossen, damit die erwärmte Luft nicht verloren geht.

Weitere Infos lesen Sie im Dossier Lüften, Lüftungsanlagen & Fenster.

5. Fenster abdichten

Die Fenster zu isolieren spart bis zu 7 Euro Heizkosten im Jahr.(c) co2online | Julia Axmann


Wenn Sie zugige Fenster nachträglich isolieren, vermeiden Sie bei einer Gasheizung rund 230 kg CO2 im Jahr. Die Investition in Dichtungsband lohnt sich: In einem Einfamilienhaus mit 110 m² können Sie pro Jahr über 900 kWh und 70 Euro (rund 7 Euro pro Fenster) einsparen.

So geht's:

  1. Kennen Sie das: Sie sitzen im beheizten Zimmer, aber Ihnen ist trotzdem kalt? Mithilfe eines brennenden Teelichts können Sie testen, ob Zugluft das Problem ist. Energieeffizientes Heizen bedeutet nämlich auch, die Wärme drinnen zu behalten. Füllen Sie Fensterspalten mit Schaumdichtungsband oder Gummidichtungen. Bei zehn Fenstern müssen Sie mit rund 25 Euro Kosten für Dichtungsband rechnen. Dieses bekommen Sie in jedem Baumarkt.
  2. Bei Doppelkastenfenstern nur den inneren Flügel abdichten, sonst sammelt sich das Kondenswasser im Scheibenzwischenraum und Feuchtigkeitsschäden entstehen.
  3. Auch nach dem Abdichten sollten Sie regelmäßiges Lüften nicht vergessen.

Hinweis: Machen Sie den HeizCheck und überprüfen Sie Ihren Verbrauch. Umfassende Infos zum Thema finden Sie im Dossier Lüften, Lüftungsanlagen & Fenster.

6. Jalousien, Vorhänge und Rollos nachts geschlossen halten

Vorhänge zuziehen im Winter ist eine geeignete Maßnahme zum Sparen von Heizkosten.(c) Unsplash

Damit in kalten Nächten keine Wärme nach draußen gelangt, sollten Rollos, Vorhänge und Jalousien geschlossen bleiben. Damit vermeiden Sie in einem Einfamilienhaus jährlich bis zu 50 kg CO2. Sie sparen damit Heizenergie im Wert von rund 15 Euro.

So geht's: Schließen Sie besonders an kalten Abenden Ihre Vorhänge, Rollos und Jalousien. Halten Sie sie die ganze Nacht über geschlossen. So kann keine Wärme nach außen gelangen und es bleibt warm im Haus.

Weitere Infos erhalten Sie im Dosser Lüften, Lüftungsanlagen und Fenster

7. Kuscheldecke statt Heizmarathon

Dicke Socken und eine Decke ersetzen überhitzte Räume.(c) Unsplash

Laut Umweltbundesamt stößt jeder Heizstrahler so viel CO2 aus wie ein Kleinwagen. Dabei ist es egal, ob elektrische oder Gas-Heizstrahler eingesetzt werden – in puncto Energieverbrauch und CO2-Emissionen nehmen sie sich nicht viel. Wenn Sie es sich draußen mit Decken statt mit einem elektrischen Heizstrahler (1 kW) gemütlich machen, vermeiden Sie über das Jahr verteilt etwa 295 kg CO2-Emissionen. Satte 145 Euro extra pro Jahr kostet ein Heizstrahler bei regelmäßigem Betrieb. Dafür können Sie sich eine luxuriöse Wolldecke leisten – oder einen ganzen Satz günstiger Fleece-Decken für Ihre Gäste.

So geht's: Am besten meiden Sie Bars und Restaurants, die solche Heizstrahler einsetzen. Durch das Abschaffen eines Heizstrahlers können Gastronomen ihre Emissionen stark reduzieren – außerdem verringern sich auch die Stromkosten enorm. Das Gleiche gilt für die Terrasse oder den Balkon daheim. Eingepackt in eine warme Jacke und Decke kann man es auch in den kalten Jahreszeiten draußen aushalten – und zwar klimaneutral.

8. Warmwasser sparen

Heizkosten fallen in der Regel nicht nur dann an, wenn Sie die Heizung aufdrehen, sondern auch bei der morgendlichen Dusche, dem Abwasch oder dem Händewaschen mit warmem Wasser. Durchschnittlich 14 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs für das Erwärmen von Wasser benutzt. Das wird besonders teuer, wenn Ihr Wasser in einem Durchlauferhitzer oder Boiler mit Strom erwärmt wird. Mit unseren Tipps sparen Sie gleich dreifach: Sie reduzieren Ihren Wasserverbrauch und die damit verbundenen Kosten, verringern Ihre Heizkosten und vermeiden zudem klimaaktives CO2.

Heizkosten sparen mit Dusche statt Vollbad

Um Heizkosten – und Wasser – zu sparen, sollten Vollbäder zum Luxus werden. Denn während ein Bad rund 120 Liter Wasser benötigt, fließen bei der Dusche nur etwa 70 Liter ab. Wenn das Wasser durch einen Durchlauferhitzer erwärmt wird, vermeiden drei Personen bis zu 130 kg CO2 im Jahr, wenn sie seltener Vollbäder nehmen. Zudem fallen bis zu 105 Euro weniger für Wasser- und Heizkosten an.

Sparduschkopf reduziert Heiz- und Wasserkosten

Durchflussbegrenzer sparen Wasser und reduzieren die Heizkosten.(c) co2online | Phil Dera

Durch einen konventionellen Duschkopf rauschen bis zu 14 Liter pro Minute den Abfluss hinunter. Deutlich weniger ist es mit einem Sparduschkopf: Der Wasserdurchlauf pro Minute kann mit den effizienten Duschköpfen auf bis zu 6 Liter pro Minute reduziert werden, indem dem durchströmenden Wasser Luft beigemischt wird. Pro Person werden durch diese Maßnahme bei einer täglichen Dusche von etwa sechs Minuten rund 215 kg im Jahr vermieden. Dem gleichen Prinzip folgen Durchflussbegrenzer und Perlstrahler, die auch am Wasserhahn angebracht werden kann. Auch sie reduzieren den Durchfluss des Wassers bis um die Hälfte – durch die beigemischte Luft bleiben sowohl der gefühlte Druck als auch das Volumen des Wassers gleich.

Wie viele Heizkosten spart ein Sparduschkopf? In einem durchschnittlichen 3-Personen-Haushalt kann ein Sparduschkopf jährlich etwa 37.800 Liter warmes Wasser und 2547 kWh für die Erwärmung des Wassers sparen. Das entspricht zusammen rund 410 Euro. Wenn Sie Ihr warmes Wasser mit Strom erwärmen, ist die Ersparnis sogar noch größer. Bis zu 565 Euro sind drin.

Tipp: Sie wissen nicht, wie viel Wasser durch Ihren Duschkopf läuft? Nehmen Sie sich eine Uhr und einen Eimer mit Maßangabe zur Hand. Lassen Sie jetzt exakt eine Minute lang Wasser in den Eimer fließen – und lesen Sie ab, wie viel Wasser im Eimer gelandet ist. So finden Sie schnell heraus, wie viel Wasser Sie mit einem Sparduschkopf sparen könnten.

Sparduschkopf und Durchflussbegrenzer kaufen

Einen Sparduschkopf gibt es bereits ab 20 Euro im Baumarkt zu kaufen. Durchflussbegrenzer gibt es bereits ab unter 10 Euro im Handel. Für die Anwendung einfach alten Duschkopf abschrauben und durch den Sparduschkopf austauschen. Den Durchflussbegrenzer montieren Sie nach Packungsanweisung zwischen Hahn und Duschschlauch oder setzen in die Ausflussdüse ihres Wasserhahns. Alles was Sie dafür benötigen ist eine Zange.

Unterschätzt: Hände mit kaltem Wasser waschen

Um Keime durch die bloße Temperatur zu töten, müssten Sie Ihre Hände nicht nur mit warmem, sondern mit kochendem Wasser waschen. Seife hingegen entfaltet auch bei kaltem Wasser ihre Reinigungskraft und entfernt bei gründlicher Reinigung fast alle Erreger. Kaltes Wasser reicht für das Händewaschen also völlig aus und vermeidet den Ausstoß von 15 kg CO2 pro Person.
Wenn Sie Ihre Hände fünfmal am Tag waschen und dadurch jeweils zwei Liter kaltes statt warmes Wasser verbrauchen, vermeidet ein 3-Personen-Haushalt Kosten von bis zu 15 Euro pro Jahr, bei einer elektrischen Wassererwärmung sind es sogar 85 Euro.

Tipp: Viele Menschen neigen dazu, Wasserhähne mit Einhebelarmatur einfach in der Mitte zu positionieren – dabei wird ungewollt immer auch warmes Wasser beigemischt. Achten Sie darauf, den Hebel ganz rechts zu positionieren, wenn Sie kein warmes Wasser benötigen. Noch besser sind so genannte Energiespararmaturen: Sie liefern nur dann warmes Wasser, wenn der Hebel ganz nach links gedreht wird.

Weitere Tipps, wie Sie Wasser und Heizkosten sparen können, finden Sie in unserem Artikel „Die 10 besten Tipps zum Wasser sparen“.

9. Hydraulischen Abgleich durchführen

Ihre Heizkörper fiepen oder gluckern? Obwohl überall auf drei gedreht, glüht der Heizkörper in einem Zimmer, in einem anderen wird er nur lauwarm? Die richtige Einstellung des Heizsystems durch einen hydraulischen Abgleich löst das Problem der ungleichmäßigen Wärmeverteilung und sorgt für energieeffizientes Heizen. Dabei wird für jeden einzelnen Heizkörper die Menge an Heizungswasser so begrenzt, dass zu jedem Heizkörper genug Wärme transportiert wird, aber nicht mehr als nötig. So lässt sich bei einer Erdgasheizung der Ausstoß von rund 290 kg CO2 pro Jahr vermeiden. In einem Einfamilienhaus mit 125 m2 können Sie damit Ihren Heizenergiebedarf um etwa 1.165 kWh pro Jahr senken und sparen damit jährlich rund 85 Euro ein.

So geht's:

  1. Hier muss der Fachmann ran: Beim hydraulischen Abgleich wird die Wärmeversorgung im Haus so eingestellt, dass alle Heizkörper im Haus gleichmäßig und effizient mit Wärme versorgt werden. Bedingung für diesen Abgleich ist, dass Ihre Heizung bereits voreinstellbare Thermostatventile verwendet.
  2. In einem durchschnittlichen Einfamilienhaus kostet der hydraulische Abgleich rund 690 Euro (oder 925 Euro ohne Fördergeld). Wird die Heizungspumpe getauscht, sind Kosten von 990 Euro (oder 1.325 Euro ohne Fördergeld) realistisch. Mit einer richtig eingestellten Heizanlage können Sie bis zu 15 Prozent Energie sparen – so macht sich der Handwerker rasch wieder bezahlt.

Hinweis: Mit dem WärmeCheck finden Sie heraus, wie schnell sich ein hydraulischer Abgleich für Ihr Haus lohnt. Umfassende Informationen zum Thema erhalten Sie im Dossier hydraulischer Abgleich.

10. Heizungspumpen austauschen

Für die Heizung ist die Pumpe genauso wichtig wie das Herz für unseren Kreislauf. Was wenige wissen: Heizungspumpen sind für fast 20 Prozent des gesamten Stromverbrauchs eines Hauses verantwortlich. Der Austausch einer alten Heizungspumpe gegen ein hocheffizientes Modell vermeidet rund 210 kg CO2 pro Jahr. Der Einsatz einer modernen, hocheffizienten Pumpe kann sich oft schon binnen weniger Jahre rechnen: Bei einem Einfamilienhaus mit 125 m² können Sie Ihren Stromverbrauch jährlich um bis zu 360 kWh pro Jahr senken und damit rund 105 Euro einsparen.

So geht's: Wenden Sie sich an den Heizungshandwerker Ihres Vertrauens. Er berät Sie bei der Auswahl einer geeigneten Hocheffizienzpumpe. Pumpe und Einbau kosten etwa 400 Euro (abzüglich 100 Euro Förderung). Moderne Hocheffizienzpumpen verbrauchen nur 15 Watt, alte hingegen bis zu 100 Watt, da sie nicht drehzahlgeregelt sind. Ein Pumpentausch amortisiert sich also innerhalb von drei Jahren.

Hinweis: Sind Sie Hauseigentümer? Dann machen Sie jetzt den PumpenCheck und prüfen Sie, ob Sie mit einem Pumpentausch Geld sparen können.

11. Heizungsrohre isolieren

Die Isolierung von frei liegenden Heizungsrohren birgt enormes Sparpotenzial für die Heizkosten.(c) co2online

Ist es in Ihrem Keller mollig warm? Bei ungedämmten Heizungsrohren geht viel Wärme verloren, bevor sie die Heizkörper erreicht. Das stößt bei einer Gasheizung jährlich etwa 1.045 kg CO2 unnötig aus – und das ist nicht nur ärgerlich, sondern laut der Energieeinsparverordnung (EnEV) 2009 sogar eine Ordnungswidrigkeit. Bei einem Einfamilienhaus mit 150 m2 können pro Jahr 4.175 kWh und damit 310 Euro eingespart werden.

So geht's:

  1. Einen Meter Rohrschalen mit einer Isolierdicke von 30 mm erhalten Sie im Baumarkt für weniger als vier Euro.
  2. Dieses müssen Sie lediglich zurechtschneiden und mit Klebeband befestigen. Für die Dicke der Dämmschicht ist dabei der Innendurchmesser des Rohres ausschlaggebend – diese sollten nämlich in etwa übereinstimmen. Damit auch wirklich keine Wärme verloren geht, dürfen keine Lücken bleiben und die Dämmung sollte eng anliegen. So gelangt die Wärme wirklich dahin, wo sie hingehört.

Weitere Informationen erhalten Sie im Dossier Rohrisolierung und unserer bebilderten Anleitung zum Isolieren der Heizungsrohre.

Erklärende Ergänzungen:

 * Die Berechnungen basieren auf folgenden durchschnittlichen Haushaltsgrößen:

 


  • Wohnung im Mehrfamilienhaus 70 m² mit Gasheizung/ 3 Personen
  • 3 Personen

    Einfamilienhaus 110 m² mit Gasheizung / 3 Personen

     

** nicht für Mieter geeignet 

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