Kaminofen als Zusatzheizung nur bedingt geeignet

Kaminofen arbeiten sehr ineffizient. Rund 40 Prozent der eingesetzten Endenergie gehen im laufenden Betrieb verloren. Sie sind zudem teuer, sowie gesundheits- und klimaschädlich.

Als Folge der steigenden Gaspreise gibt es seit Monaten einen regelrechten Hype um Zusatzheizungen. Mittendrin: Kaminöfen. Die Käufer*innen erhoffen sich dadurch niedrige Heizkosten und mittelfristige Unabhängigkeit vom ausländischen Gas. Das stimmt aber nur zum Teil:

 

Rund 40 Prozent der eingesetzten Endenergie gehen verloren

Denn bei der Nutzung gehen rund 40 Prozent der eingesetzten Endenergie verloren. Das geht aus einer Studie von co2online und der Forschungsinitiative Zukunft Bau des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung hervor. Gebäude mit einem Kaminofen haben demzufolge einen 16 Prozent höheren Gesamtenergieverbrauch als solche ohne Kaminofen. Zum Energiesparen eignen sich Kaminöfen daher definitiv nicht. Ein weiteres Problem: Holz wird immer teurer. Wegen der gestiegenen Nachfrage sind die Preise im Vergleich zum vergangenen Jahr um bis zu 90 Prozent gestiegen. Zudem reicht der heimische Holzbestand bei Weitem nicht aus, um Gas oder andere Heizenergieträger zu ersetzen.

Richtig heizen spart Geld und vermeidet CO2

Wer schon einen Kaminofen gekauft hat, muss den jetzt nicht nutzlos stehen lassen. Mit dem richtigen Umgang lassen sich sowohl Kosten als auch schädliche Emissionen vermeiden:

  • Nur trockenes Holz (< 20 % Feuchtigkeit) aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern verbrennen
  • Mit Anzündhölzern von oben anzünden (keine Pappe oder alte Zeitung!)
  • Auf richtige Luftzufuhr beim Anheizen und Ofenbetrieb achten
  • Dosiert nachlegen, Überhitzung vermeiden
  • Ofen und Ofenrohr mindestens einmal jährlich prüfen lassen

Auf Kaminofen-Angebote vom Baumarkt verzichten

Ein Kaminofen als Zusatzheizung rechnet sich rein wirtschaftlich nicht. Wird zudem falsch geheizt, steigt die Belastung für Menschen und Umwelt. Gegen einen Spontankauf spricht ferner die Tatsache, dass ein Kaminofen nicht in jeder Wohnung betrieben werden darf. Auskunft dazu, ob ein Betrieb möglich ist oder nicht, erteilen der/die Bezirksschornsteinfegermeister*in oder das Bauamt.

Mehr Informationen zum Thema Heizen mit Holz finden Sie in unserem dazugehörigen Dossier:

Zum Dossier: Kaminofen und Co. 

Wie Sie auch ohne Kaminofen sparsam und umweltfreundlich heizen können, haben wir für Sie in diesem Artikel zusammengetragen:

Zu den 10 besten Tipps zum Heizkosten senken

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