Mehr Grün rund ums Haus für Hitzeschutz und Klimaschutz

Grüne Dächer, Fassaden und Vorgärten sorgen nicht nur für Abkühlung bei hohen Temperaturen. Auch bei Starkregen spielen sie ihre Vorteile aus. Und: Fördermittel für mehr Grün am Eigenheim gibt es in mehr als 100 Kommunen. Es lohnt sich also, die eigenen Flächen unter die Lupe zu nehmen.

(c) AdopeStock / Elke Hötzel

Schottergärten oder andere unnötige Versiegelungen von Boden werden in immer mehr Kommunen und Bundesländern verboten. Für alte Gebäude gilt Bestandsschutz. Aber bei Neubauten sind die neuen Vorgaben einzuhalten – und auch für viele Altbauten sinnvoll: Denn dort kann Begrünung ein einfaches Mittel für mehr Hitze- und Klimaschutz sein.

Grüne Fassaden und Dächer helfen nicht nur bei Hitze, sondern durch die bessere Isolation auch im Winter und bei Lärm. Grüne Dächer und Vorgärten können mehr Wasser aufnehmen und so auch Überflutungen verhindern. Außerdem können die Abwasserkosten sinken.

Tipps für ein grüneres Zuhause

1. Prüfen, welche Flächen geeignet sind

Gibt es versiegelte Flächen im (Vor-)Garten, eine Einfahrt oder Auffahrt oder einfach kurz gemähten Rasen? Dort können Hauseigentümer*innen auch in Eigenleistung für mehr Grün sorgen. Für das Begrünen von Dächern und Fassaden ist meist Hilfe von Fachleuten nötig.

2. Herausfinden, welche Fördermittel es gibt

Hat die Kommune ein eigenes Förderprogramm fürs Begrünen? Und lassen sich durchs Entsiegeln Abwassergebühren sparen? Einfach mal bei der Kommune nachfragen. Neben kommunalen Fördermitteln gibt es auch welche von einigen Bundesländern und dem Bund.

3. Klein anfangen statt lange warten

Bei Fachleuten sind freie Termine zurzeit oft rar. Deswegen sollten Hauseigentümer*innen einfach selbst klein anfangen: zum Beispiel mit einer Wiese mit Gräsern und Blumen statt kurz gemähtem Rasen oder mit einem einfachen Blumenbeet. Auch eine bodengebundene Fassadenbegrünung ist in Eigenleistung möglich und günstig. Mit Efeu, Waldrebe oder wildem Wein kostet das nur etwa 15 bis 35 Euro je Quadratmeter.

co2online informiert in einem neuen Dossier über klimaresilientes Sanieren, gefördert vom Umweltbundesamt und dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz.

Zum Dossier: Dach-, Fassadenbegrünung und Naturgärten