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Warmwasserverbrauch und Spartipps für 5-Personen-Haushalte

Je mehr Menschen in einem Haushalt leben, umso höher ist auch der Energieverbrauch für Warmwasser. Aber mit vielen kleinen Stellschrauben lässt sich hier auch viel sparen. Mit diesen Tipps können Sie Ihre Energiekosten deutlich senken.

WasserCheck: Wasserverbrauch zu hoch?

Vergleichen Sie jetzt Ihren Warmwasserverbrauch mit dem ähnlicher Haushalte – und erfahren Sie, wie Sie mit wenig Aufwand viel Wasser sparen können:

Durchschnittlicher Warmwasserverbrauch und Energiekosten für fünf Personen im Jahr

Im Durchschnitt verbraucht ein deutscher 5-Personen-Haushalt im Einfamilienhaus liegt laut Stromspiegel rund 5.000 Kilowattstunden (kWh) pro Jahr. In einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus ist der Stromverbrauch in der Regel etwas niedriger.

Die Menge an Energie, die zur Erzeugung des warmen Wassers in 5-Personen-Haushalten benötigt wird, hängt nicht nur von den Nutzungsgewohnheiten, sondern auch von Art der Warmwasser-Aufbereitung ab: Wird das Wasser für Küche und Bad – zum Beispiel mit einem Durchlauferhitzer – elektrisch erwärmt, kommen etwa 1.300 Kilowattstunden dazu. Mit dem mittleren Strompreis aus 2017 gerechnet ergibt das Kosten in Höhe von 1.465 Euro ohne und 1.845 Euro für einen Haushalt mit elektrischer Wassererwärmung.

Strom sparen im 5- Personen Haushalt: Das Diagramm zeigt Stromspartipps und ein jährliches Ersparnis von rund 105 Euro durch LED-Beleuchtungen und 570 Euro durch das Anbringen eines Sparduschkopfs.

Das Beispiel zeigt, dass es Unterschiede zwischen zentraler und dezentraler Warmwasserbereitung gibt: Auch wenn der Wirkungsgrad der dezentralen Warmwasserbereitung mit beispielsweise Durchlauferhitzern meist höher als bei zentralen Systemen ist, sind zentrale Anlagen in Bezug auf die Klimabilanz, die Gesamtenergiebilanz und die Betriebskostenabrechnung oft günstiger. Das liegt daran, dass bei der dezentralen Warmwasserbereitung Strom zur Warmwassergewinnung gebraucht wird, der meist teurer und aufwändig hergestellt wird.

Doch unabhängig von der Art der Warmwasserbereitung: Mit einfachen, kostengünstigen Maßnahmen können Mieter und Eigentümer Ihren Wasserverbrauch reduzieren und Kosten sparen.

Warmwasser sparen im 5-Personen-Haushalt

Kleine Schritte, große Wirkung: Verhaltensänderungen im Alltag

Duschen statt baden: 80 bis 100 Liter Warmwasser – so viel sparen Sie je Bad, wenn Sie die Dusche der Badewanne vorziehen. Zum Vergleich: Eine durchschnittliche Badewanne fasst 150 bis 180 Liter Wasser, bei einer Duschzeit von drei Minuten verbrauchen Sie hingegen im Durchschnitt nur 54 Liter Warmwasser (rund 18 Liter pro Minute).

Tipp: Duschen – lieber kurz und knackig

Wer kalt duscht, spart am meisten. Wer kurz duscht, spart ebenfalls viel. Das heißt nicht, dass Sie und Ihre Kinder ab jetzt nur noch kalt duschen sollten – aber vielleicht lässt sich die Temperatur ja um ein Grad senken. Und wenn alle etwas kürzer duschen, schrumpft auch die Warteschlange vorm Badezimmer.

Hände - Sauber mit kaltem Wasser: Um den Warmwasserverbrauch zu senken, können Sie beim Händewaschen einfach kaltes statt warmes Wasser verwenden. Denn entscheidend für die Hygiene ist laut verschiedener Studien nicht die Wassertemperatur, sondern das Einseifen.

Sparduschkopf und Co. - Armaturen optimieren

Warmwasserverbrauch senken ohne Komfortverzicht? Mit der Nutzung von Durchflussbegrenzern und Sparduschköpfen ist das ganz einfach!

Beispiel: Wenn das warme Wasser elektrisch erwärmt wird, können Sie Ihren Stromverbrauch drastisch durch einen Sparduschkopf reduzieren. Ein Sparduschkopf mischt dem Duschwasser Luft bei und halbiert so den Warmwasserverbrauch bei jeder Dusche. Durch den verringerten Verbrauch von elektrisch erhitztem Wasser kann ein 5-Personen-Haushalt jährlich bis zu 570 Euro Stromkosten sparen. Außerdem werden 1.145 kg CO2-Emissionen vermieden. Und: Das gesparte Wasser ist in dieser Rechnung noch gar nicht berücksichtigt.

Noch mehr Strom und Wasser können Sie sparen, wenn Sie Durchflussbegrenzer an allen Armaturen anbringen. Sie funktionieren wie ein Sparduschkopf und sind für schon ab 3 Euro erhältlich.

Tipp: Eigentümer aufgepasst! Auf die Wärmequelle kommt´s an!

Die zentrale Warmwasserbereitung ist besonders kostensparend und klimaschonend, wenn in bestehende Systeme oder bei der Neuinstallation erneuerbare Energien integriert werden. Hier bieten sich etwa eine effiziente Wärmepumpe, Holzpellets als Energieträger oder zusätzliche Wärme aus der Sonne (Solarthermie) an. Mit den Kosten stehen Sie nicht alleine da – prüfen Sie mit dem Fördermittelcheck, welche Fördermittel es für Ihre Maßnahme gibt.

Alte Geräte austauschen lohnt sich

Da die Art der Warmwasserbereitung einen großen Einfluss auf die Kosten hat, kann sich ein Austausch veralteter Geräte wie zum Beispiel Boiler und Durchlauferhitzer für Haus- oder Wohnungseigentümer lohnen. Wird beispielsweise ein am Waschbecken oder der Dusche verbauter hydraulisch geregelten Durchlauferhitzer gegen einen modernen, vollelektronischen Durchlauferhitzer ausgetauscht, können Sie rund 20 Prozent Energie sparen.

Tipp: Förderung für vollelektronische Durchlauferhitzer

Durchlauferhitzer unterscheiden sich zwischen hydraulisch und elektronisch geregelten Geräten. Im Vergleich zu den älteren hydraulischen Modellen sparen vollelektronische Durchlauferhitzer beim gleichen Nutzverhalten rund 20 Prozent Energie. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie fördert deshalb den Austausch alter Geräte gegen einen neuen elektronischen Durchlauferhitzer mit 100 Euro.

Heizanlage optimieren und Kosten sparen

Haus- und Wohnungseigentümer können Verbrauch und Kosten Ihrer Heizanlage deutlich senken, indem Sie die zentrale Warmwasserbereitung optimieren. Mögliche Maßnahmen sind eine bessere Dämmung des Warmwasserspeichers und der Leitungen, ein hydraulischer Abgleich der Anlage und eine bedarfsgerechte Steuerung der Zirkulationspumpe, ggf. verbunden mit deren Erneuerung. In Einfamilienhäusern ist in vielen Fällen die vollständige Außerbetriebnahme der Zirkulation sinnvoll. Weitere Tipps finden Sie hier: Die zentrale Warmwasserbereitung - Funktionsweise, Vor- und Nachteile und Tipps.

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