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Warmwasserverbrauch und Tipps für 4-Personen-Haushalte

Mit der Anzahl der Haushaltsmitglieder steigt auch der Energieverbrauch für Warmwasser. Damit lässt sich mit vielen kleinen Stellschrauben aber auch viel sparen. Vergleichen Sie, wo Sie mit ihrem Warmwasserverbrauch liegen und wie Sie Ihre Energiekosten senken können.

WasserCheck: Wasserverbrauch zu hoch?

Vergleichen Sie jetzt Ihren Warmwasserverbrauch mit dem ähnlicher Haushalte – und erfahren Sie, wie Sie mit wenig Aufwand viel Wasser sparen können:

Durchschnittlicher Warmwasserverbrauch und Energiekosten für vier Personen im Jahr

Wenn die Energiekosten steigen und die Haushaltskassen belasten, dann machen sich kleine und große Sparmaßnahmen schnell bezahlt.

Wie hoch die Kosten für warmes Wasser in dieser Haushaltsgröße sind, hängt nicht nur von den Nutzungsgewohnheiten, sondern auch von Art der Warmwasser-Aufbereitung ab. Dabei gibt es erhebliche Unterschiede zwischen zentraler und dezentraler Warmwasserbereitung:

 

  • Ein 4-Personen-Haushalt in einem Mehrfamilienhaus, in dem das Wasser mit einem Strom-Durchlauferhitzer erhitzt wird, verbraucht jedes Jahr durchschnittlich 2.500 Kilowattstunden Strom. Die Kosten belaufen sich auf etwa 650 Euro.*
  • Vier Personen, die in einem Einfamilienhaus wohnen und ihr Wasser zentral mit einer Gasheizung erwärmen, verbrauchen 3.900 Kilowattstunden – und bezahlen dafür rund 270 Euro.*

Der Wirkungsgrad der dezentralen Warmwasserbereitung mit beispielsweise Durchlauferhitzern ist meist höher als bei zentralen Systemen. Dennoch fallen die Klimabilanz, die Gesamtenergiebilanz und die Betriebskostenabrechnung oft zu Gunsten der zentralen Anlagen aus. Das liegt daran, dass bei der dezentralen Warmwasserbereitung meist teurer und aufwändig hergestellter Strom zur Warmwassergewinnung gebraucht wird.

Doch unabhängig davon, wie in Ihrem Haushalt das Warmwasser bereitet wird, sind mit einfachen, kostengünstigen Maßnahmen deutliche Einsparungen im durchschnittlichen Wasserverbrauch im Jahr möglich.

Warmwasser sparen im 4-Personen-Haushalt

Kleine Verhaltensänderungen mit großem Spareffekt

Duschen statt baden: Wenn Sie die Dusche der Badewanne vorziehen, sparen Sie große Mengen Warmwasser. Zum Vergleich: Während Ihre Badewanne zwischen 150 und 180 Liter Warmwasser fasst, verbrauchen Sie beim Duschen nur rund 18 Liter Wasser pro Minute – mit einem Sparduschkopf sogar nur 6 Liter pro Minute. Wenn Sie also drei Minuten duschen, reduziert sich Ihr Verbrauch um 80 bis 100 Liter Warmwasser.

Beispiel: Ein 4-Personen-Haushalt nutzt für die Erwärmung seines Wassers einen vollelektronischen Durchlauferhitzer. Dabei wird die Badewanne insgesamt sechs Mal pro Woche mit 40 Grad warmem Wasser gefüllt, was einem Energieverbrauch von rund 1.400 Kilowattstunden pro Jahr entspricht. Hier lässt sich durch einen geringeren Verbrauch eine Menge einsparen. Wird nur vier Mal die Woche gebadet – und stattdessen die Dusche benutzt – sinkt der Energieverbrauch übers Jahr um rund 450 Kilowattstunden. Addiert mit den geringeren Kosten durch den geringeren Wasserverbrauch ergibt sich schon mit den heutigen Energiekosten eine Ersparnis von rund 150 Euro.

Warmduscher aufgepasst: Die Wassertemperatur und die Duschdauer haben einen erheblichen Einfluss auf den Warmwasserverbrauch: Wer kalt duscht, spart am meisten. Wer kurz duscht, spart ebenfalls viel. Das heißt nicht, dass Sie ab jetzt nur noch kalt duschen sollten. Aber vielleicht lässt sich die Temperatur ja um ein Grad senken – auch das macht einen Unterschied!

Tipp: Händewaschen - Sauber auch mit kaltem Wasser:

Entscheidend für die Hygiene beim Händewasche ist laut verschiedener Studien nicht die Wassertemperatur, sondern das Einseifen. Wenn Sie beim Händewaschen daher einfach kaltes statt warmes Wasser verwenden, senken Sie den Warmwasserverbrauch – bei vier Haushaltsmitgliedern lohnt sich das.

Armaturen optimieren - mit Sparduschkopf und Co.

Mit der Nutzung von Durchflussbegrenzern und Sparduschköpfen lässt sich auch ohne Komfortverzicht einiges tun, um den Warmwasserverbrauch zu senken:

Perlstrahler, Durchflussbegrenzer und Sparduschköpfe optimieren den Wasserstrahl und senken so den Verbrauch ohne Komfortverlust. Dabei sind sie nicht teuer. Effektive Duschköpfe sind schon ab 20 Euro zu haben, die anderen Sparhelfer ab etwa 2 Euro. So können bis zu 50 Prozent Wasser und 25 Prozent der Energiekosten für Warmwasser eingespart werden. Bei der Auswahl von Sanitäreinrichtungen wie Duschköpfen und WC-Spülsystemen hilft das Wassereffizienzlabel „WELL“; es zeigt Ihnen die Höhe des Verbrauchs eines Gerätes an und dessen kostensparenden Eigenschaften.

Einfach erneuerbare Energie integrieren

Eine effiziente Wärmepumpe, Holzpellets als Energieträger oder zusätzliche Wärme aus der Sonne (Solarthermie) - die zentrale Warmwasserbereitung ist besonders kostensparend und klimaschonend, wenn in bestehende Systeme oder bei der Neuinstallation erneuerbare Energien integriert werden.

Beispiel: In einem Einfamilienhaus lebt eine vierköpfige Familie, die ihr Wasser mit einer durch Heizöl betriebenen Zentralheizung erwärmt. Dabei verbraucht sie rund 4.500 Kilowattstunden pro Jahr. Das entspricht etwa 290 Euro an Heizölkosten.* Die Familie entschließt sich nun, die Warmwasserbereitung mit einer Solaranlage zu koppeln. Damit kann der Warmwasserbedarf des Hauses zu sechzig Prozent gedeckt werden. Der CO2-Ausstoß verringert sich um 720 kg und die Familie spart so jährlich etwa 2.700 Kilowattstunden und unter Berücksichtigung der steigenden Energiepreise Heizölkosten in Höhe von etwa 175 Euro pro Jahr ein. * Gerechnet wurde mit folgenden Preisen: Strom: 26 Cent pro Kilowattstunde, Gas: 7 Cent pro Kilowattstunde (inklusive Grundpreis), Heizöl: 65 Cent pro Liter (rund 10 kWh)

Für Eigentümer: Heizanlage optimieren spart Kosten

Hauseigentümer haben die Möglichkeit, ihre zentrale Warmwasserbereitung zu optimieren. Mit einer besseren Dämmung des Warmwasserspeichers und der Leitungen, einem hydraulischen Abgleich der Anlage und einer bedarfsgerechten Steuerung der Zirkulationspumpe (ggf. verbunden mit deren Erneuerung ) wird die Effizienz der Heizanlage deutlich gesteigert - Verbrauch und Kosten sinken. In vielen Einfamilienhäusern kann es auch sinnvoll sein, die Zirkulationspumpe ganz abzuschalten.

Beispiel 1: Ein 4-Personen-Haushalt nutzt für die Erwärmung seines Wassers einen vollelektronischen Durchlauferhitzer. Dabei wird die Badewanne insgesamt sechs Mal pro Woche mit 40 Grad warmem Wasser gefüllt, was einem Energieverbrauch von rund 1.400 Kilowattstunden pro Jahr entspricht. Hier lässt sich durch einen geringeren Verbrauch eine Menge einsparen. Wird nur vier Mal die Woche gebadet – und stattdessen die Dusche benutzt – sinkt der Energieverbrauch übers Jahr um rund 450 Kilowattstunden. Addiert mit den geringeren Kosten durch den geringeren Wasserverbrauch ergibt sich schon mit den heutigen Energiekosten eine Ersparnis von rund 150 Euro.

Beispiel 2: In einem Einfamilienhaus lebt eine vierköpfige Familie, die ihr Wasser mit einer durch Heizöl betriebenen Zentralheizung erwärmt. Dabei verbraucht sie rund 4.500 Kilowattstunden pro Jahr. Das entspricht etwa 290 Euro an Heizölkosten.* Die Familie entschließt sich nun, die Warmwasserbereitung mit einer Solaranlage zu koppeln. Damit kann der Warmwasserbedarf des Hauses zu sechzig Prozent gedeckt werden. Der CO2-Ausstoß verringert sich um 720 kg und die Familie spart so jährlich etwa 2.700 Kilowattstunden und unter Berücksichtigung der steigenden Energiepreise Heizölkosten in Höhe von etwa 175 Euro pro Jahr ein.

* Gerechnet wurde mit folgenden Preisen: Strom: 26 Cent pro Kilowattstunde, Gas: 7 Cent pro Kilowattstunde (inklusive Grundpreis), Heizöl: 65 Cent pro Liter (rund 10 kWh)

Alte Geräte austauschen lohnt sich

Da die Art der Warmwasserbereitung einen großen Einfluss auf die Kosten hat, kann sich ein Austausch veralteter Geräte wie zum Beispiel Boiler und Durchlauferhitzer für Haus- oder Wohnungseigentümer lohnen. Wird beispielsweise ein am Waschbecken oder der Dusche verbauter hydraulisch geregelten Durchlauferhitzer gegen einen modernen, vollelektronischen Durchlauferhitzer ausgetauscht, können Sie rund 20 Prozent Energie sparen.

Warmwasser sparen - Die besten Tipps für Mieter und Eigentümer im Überblick

Mieter Haus- und Wohnungseigentümer
Duschen statt BadenXX
Duschdauer - und Temperatur reduzierenXX
Sparduschköpfe und Durchflussbegrenzer einbauenXX
Alte Geräte austauschen (zentrale und dezentrale Warmwasserbereitung) XX
Heizungsanlage optimieren (zentrale Warmwasserbereitung)X
Erneuerbare Energien integrieren (zentrale und dezentrale Warmwasserbereitung)X

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