Wir verwenden Cookies für den bestmöglichen Service für Sie. Mit der Nutzung unserer Webseite stimmen Sie den Datenschutzbestimmungen zu und akzeptieren die Verwendung von Cookies. Alternativ können Sie die Einstellungen anpassen.

Warmwasserverbrauch im 2-Personen-Haushalt & Tipps zur Energieeinsparung

Kleine Anschaffungen wie Sparduschköpfe und Durchflussbegrenzer machen sich in 2-Personen-Haushalten schnell bezahlt. Doch auch der individuelle Verbrauch spielt eine große Rolle.

WasserCheck: Wasserverbrauch zu hoch?

Vergleichen Sie jetzt Ihren Warmwasserverbrauch mit dem ähnlicher Haushalte – und erfahren Sie, wie Sie mit wenig Aufwand viel Wasser sparen können:

Durchschnittlicher Warmwasserverbrauch und Energiekosten für zwei Personen im Jahr

Jeder Dritte Haushalt in Deutschland ist ein Zwei-Personen-Haushalt. Schon mit kleinen Maßnahmen kann hier Energie bei der Warmwasserbereitung eingespart werden.

Ein deutscher 2-Personen-Haushalt, der sein Wasser mit einem Strom-Durchlauferhitzer erwärmt, verbraucht jedes Jahr durchschnittlich 1.300 Kilowattstunden Strom und bezahlt dafür etwa 340 Euro. Wird das Wasser per Gasetagenheizung erwärmt, liegt der durchschnittliche Verbrauch pro Jahr bei 1.800 Kilowattstunden. Das entspricht Betriebskosten in Höhe von rund 150 Euro.*

Wie viel Energie in diesen Haushalten zur Erzeugung von warmem Wasser benötigt wird, hängt vor allem von der Verbrauchsmenge sowie der Art der Warmwasserbereitung ab. Bei der dezentralen Warmwasserbereitung  ist der Wirkungsgrad der Anlagen meist höher als bei zentralen Systemen. Dennoch fallen Energieverbrauch, Kosten und CO2-Emissionen oft zu Gunsten der zentralen Anlagen aus, da bei der dezentralen Warmwasserbereitung oft teurer und aufwändig hergestellter Strom zur Warmwassergewinnung eingesetzt wird.

Tipp für Eigentümer: Alte Geräte austauschen lohnt sich

Da die Art der Warmwasserbereitung einen großen Einfluss auf die Kosten hat, kann sich ein Austausch veralteter Geräte für Haus- oder Wohnungseigentümer lohnen. In vielen Wohnungen gibt es im Keller einen Warmwasserspeicher oder einen in der Wohnung verbauten Boiler. Wird beispielsweise ein hydraulisch geregelter Durchlauferhitzer gegen einen modernen, vollelektronischen Durchlauferhitzer ausgetauscht, können Sie rund 20 Prozent Energie sparen.

Doch unabhängig von der Art der Warmwasser-Aufbereitung: Da die Energiepreise auch künftig weiter steigen werden, lohnt es sich, gleich mit dem Sparen anzufangen. Mit einfachen, kostengünstigen Schritten können Sie deutliche Einsparungen im durchschnittlichen Wasserverbrauch erzielen.

Warmwasser sparen im 2-Personen-Haushalt

Duschen statt baden

Ziehen Sie die Dusche vor, wenn Sie die Wahl haben. So sparen Sie viele Liter Warmwasser je Bad: Um eine durchschnittliche Badewanne zu füllen benötigen Sie zwischen 150 und 180 Liter Warmwasser. Beim Duschen hingegen verbrauchen Sie im Durchschnitt 18 Liter Wasser pro Minute – mit einem Sparduschkopf sogar nur 6 Liter pro Minute. Bei einer Duschzeit von drei Minuten sparen Sie daher 80 bis 100 Liter Warmwasser im Vergleich zu einem Vollbad.

Duschen: kurz und knackig

Den größten Einfluss auf die Kosten beim Duschen hat nicht der Wasserverbrauch, sondern die Wassertemperatur und die Duschdauer. Wer kalt duscht, spart am meisten. Wer kurz duscht, spart ebenfalls viel. Das heißt jetzt nicht, dass Sie nur noch kalt duschen sollten. Auch schon ein Grad weniger macht einen Unterschied!

Beispiel: Ein 2-Personen-Haushalt besitzt einen modernen, vollelektronischen Durchlauferhitzer zur Warmwasserbereitung. An diesem effizienten Gerät lässt sich die Temperatur gradgenau einstellen und im Vergleich zu älteren hydraulischen Modellen 20 Prozent Energie einsparen. Doch auch hier kann noch gespart werden - und zwar beim Verbrauch. Dafür müssen keine großen Komforteinschränkungen in Kauf genommen werden. Ein Beispiel: Angenommen, die beiden Bewohner duschen an 330 Tagen im Jahr jeweils sieben Minuten bei einer Temperatur von 39 Grad Celsius - so entstehen dabei Stromkosten in Höhe von rund 350 Euro. Wird jeden Tag nur eine Minute kürzer und bei einem Grad weniger geduscht, lassen sich in einem Jahr etwa 370 Kilowattstunden Strom und damit knapp 100 Euro sparen.

Tipp: Das gleiche gilt übrigens für´s Händewaschen. Um den Warmwasserverbrauch zu senken, können Sie beim Händewaschen einfach kaltes statt warmes Wasser verwenden. Denn entscheidend für die Hygiene ist laut verschiedener Studien nicht die Wassertemperatur, sondern das Einseifen.

Mit Sparduschkopf und Co. Armaturen optimieren

Auch ohne Komfortverzicht lässt sich einiges tun, um den Warmwasserverbrauch zu senken. Am einfachsten ist die Nutzung von Durchflussbegrenzern und eines Sparduschkopfs.

Perlstrahler, Durchflussbegrenzer und Sparduschköpfe optimieren den Wasserstrahl und senken so den Verbrauch ohne Komfortverlust. Dabei sind sie nicht teuer. Effektive Duschköpfe sind schon ab 20 Euro zu haben, die anderen Sparhelfer ab etwa 2 Euro. So können bis zu 50 Prozent Wasser und 25 Prozent der Energiekosten für Warmwasser eingespart werden. Bei der Auswahl von Sanitäreinrichtungen wie Duschköpfen und WC-Spülsystemen hilft das Wassereffizienzlabel „WELL“.

Beispiel: Ein 2-Personen-Haushalt in einem Mehrfamilienhaus mit zentraler Warmwasserbereitung beobachtet mit einem sogenannten Energiesparkonto ein Jahr lang seinen Energieverbrauch für die Warmwassererwärmung. Das Ergebnis: Der Haushalt verbraucht 2.800 Kilowattstunden für die Wassererwärmung und liegt damit deutlich über dem Durchschnitt. Die Bewohner entschließen sich zu kleinen Verhaltensänderungen. Sie benutzen nun Becher beim Zähneputzen, stellen das Wasser beim Händewaschen ab und duschen eine Minute kürzer als gewohnt. Außerdem rüsten sie ihren Haushalt mit Durchflussbegrenzern und einem Sparduschkopf aus. Nach einem Jahr zeigt das Energiesparkonto eine deutliche Senkung des Verbrauchs. Nun stehen noch 2.200 Kilowattstunden zu Buche. Die Ersparnis beläuft sich auf umgerechnet rund 40 Euro.

Einfach erneuerbare Energie integrieren

Die zentrale Warmwasserbereitung ist besonders kostensparend und klimaschonend, wenn in bestehende Systeme oder bei der Neuinstallation erneuerbare Energien integriert werden. Hier bieten sich etwa eine effiziente Wärmepumpe, Holzpellets als Energieträger oder zusätzliche Wärme aus der Sonne (Solarthermie) an. Für viele dieser Maßnahmen können Sie Förderungen erhalten – machen Sie den FördermittelCheck.

Tipp für Eigentümer: Heizanlage optimieren spart Kosten

Hauseigentümer haben die Möglichkeit, ihre zentrale Warmwasserbereitung zu optimieren. Mit einer besseren Dämmung des Warmwasserspeichers und der Leitungen, einem hydraulischen Abgleich der Anlage und einer bedarfsgerechten Steuerung der Zirkulationspumpe, ggf. verbunden mit deren Erneuerung sinken Verbrauch und Kosten sinken. In Einfamilienhäusern kann in vielen Fällen die vollständige Außerbetriebnahme der Zirkulation sinnvoll sein.

weiter