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Welche natürlichen Klima-Archive gibt es?

„Mit welchen Methoden ziehen Wissenschaftler Rückschlüsse auf vergangene Klimaperioden?“ (Tobias Schmalz, Göttingen)

Baumstamm mit Jahresringen(c) iStock/LuisPortuga

Prof. Dr. Stefan Rahmstorf (Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung): „Es gibt eine ganze Reihe von so genannten natürlichen Klima-Archiven, in denen Informationen über vergangene Klimaperioden gespeichert sind. Dazu gehören zum Beispiel Baumringe, deren Holzdichte Informationen über das Klima zu der Zeit enthält, als dieser Jahresring gewachsen ist. Ähnlich gibt es Wachstumsringe bei Korallen. Zu den Klimaarchiven zählen aber auch die Ablagerungen am Grund von Seen und dem Ozean (letztere reichen sogar hunderte von Jahrmillionen zurück), Stalagmiten in Höhlen und einige andere. Und nicht zu vergessen die großen Eisschilde auf Grönland und der Antarktis, die exzellente Klimaarchive darstellen. Aus diesen Klimaarchiven kann man zum Beispiel durch Isotopenanalysen – das sind sehr genaue Untersuchungen der Zusammensetzung – feststellen, wie viel Eis es auf der Erde zu jedem Zeitpunkt gegeben hat (und damit die Eiszeiten belegen) und welche Temperaturen herrschten. Aus im Eis eingeschlossenen Luftbläschen kann man sogar die Zusammensetzung der Luft bestimmen, etwa wie viel Kohlendioxid und andere Spurengase enthalten waren.“ 

 

Hier geht es zu allen Fragen und Antworten des Klima-Orakels.