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Was bringen grüne Suchmaschinen?

„Grüne Suchmaschinen: Wie realistisch sind die dort gemachten Versprechen in Sachen Umwelt- und Klimaschutz, bzw. Regenwaldschutz? Sind dies empfehlenswerte Angebote oder nur Marketingtricks?“ (Francis Reinier, Berlin) 

(c) iStock/RaStudio

Holger Schneidewindt (Verbraucherzentrale NRW): „Mit ein paar Klicks das Klima schützen – ganz so einfach ist es nicht. Die Anbieter von grünen Suchmaschinen werben zum Teil mit irreführenden Aussagen. Beispielsweise damit, dass jede Anfrage eine bestimmte Anzahl von Quadratmetern Regenwald schützt. Doch tatsächlich führt nur jeder Klick auf einen Werbelink, einen so genannten "gesponserten Link", zu einer Spende für Klimaschutz-Projekte. Das Geld stammt nämlich von Firmen, die mit Marketing im grünen Umfeld neue Kunden gewinnen möchten. Wer jetzt denkt „viel hilft viel“ und tausendfach auf die Werbelinks klickt, liegt leider falsch. Die Aktivitäten werden statistisch erfasst, und bei einer "unnatürlichen Nutzung" ziehen die Unternehmen ihre Werbeanzeigen zurück.

Ein weiteres Argument für die grüne Suche ist die Nutzung von Ökostrom. Doch Grüne Suchmaschinen sind nur kleine Programme mit anderer Optik. Die eigentliche Internet-Suche läuft weiterhin über die riesigen Rechenzentren von Google, Yahoo und Bing. Doch die legen nicht offen, woher sie ihren Strom beziehen. Deshalb ist auch nicht nachzuvollziehen, ob die Energie für Server & Co. aus Kohle, Atomkraft oder Windkraftanlagen stammt.“

Redaktionshinweis: Wir begrüßen es, dass Suchmaschinen mit ihren Werbeeinnahmen Klimaschutzprojekte fördern. Eine ausführliche Vorstellung der verschiedenen grünen Suchmaschinen mit Diskussion über deren Nutzen gibt es bei Utopia.

Nachtrag: Im September 2011 hat Google erstmals seinen Stromverbrauch offengelegt – rund 2,3 Milliarden Kilowattstunden pro Jahr.

 

Hier geht es zu allen Fragen und Antworten des Klima-Orakels.