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Ist Methan ein Problem fürs Klima?

„Beim Klimaschutz reden alle nur von CO2: Was aber ist mit Methan – es ist doch viel schädlicher fürs Klima?“ (Lisa Hausberger, Heppenheim)

Kuh guckt frontal in die Kamera(c) iStock/digitalimagination

Prof. Dr. Claudia Kemfert (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung, Berlin): „Ja, Methan ist klimaschädlicher. Aber der globale Anteil dieses Gases ist im Vergleich zum CO2 um ein Vielfaches geringer.

Der Vorteil von Methan ist jedoch, dass man es energetisch nutzen kann – zum Beispiel für die Energiegewinnung oder als Treibstoff. Dabei kann das Treibhausgas auch als nachhaltiger Energiespeicher dienen. Denn Methan kann mithilfe von erneuerbaren Energien hergestellt werden. Insbesondere dann, wenn mehr Strom aus Erneuerbaren produziert als verbraucht wird, werden Stromspeicher benötigt. Die Herstellung von Methan aus ebendieser überschüssigen regenerativen Energie kann somit zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Man kann die Schwankungen von erneuerbaren Energien ausgleichen, Energie speichern und diese gleichzeitig für die Mobilität als Kraftstoff verwenden. Somit gibt es – anders als bei den anderen Treibhausgasen – bei Methan direkte Weiterverwertungsmöglichkeiten, sodass zum einen die negativen Klimawirkungen abgemildert werden und zum anderen sogar positive Wirkungen einer nachhaltigen Energieversorgung und Mobilität erzielt werden können.“

 

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