Ölheizung & Heizstrahler keine Alternativen fürs Heizen mit Gas

Ölpreis lässt Heizkosten in zwei Jahren um 130 Prozent steigen / Heizen mit Strom über 2.000 Euro teurer als mit Zentralheizung / keine Gaseinsparung durch elektrische Heizlüfter

Berlin, 20. Dezember 2022. Trotz gestiegener Gaspreise rechnet es sich wirtschaftlich nicht, Ölheizungen oder elektrisch betriebene Heizlüfter neu zu kaufen. Denn kurz- und langfristig verursachen beide Heizarten mehr Kosten als das Heizen mit Gas. Darauf weist die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online (www.co2online.de) hin.

Zwar haben sich die Gaspreise teilweise vervielfacht. Durch das Senken der Mehrwertsteuer und die Soforthilfe Dezember beträgt die Steigerungsrate jedoch im Schnitt 65 Prozent. Zum Vergleich: Die diesjährigen Heizkosten bei Heizöl sind gegenüber 2020 um 130 Prozent gestiegen. Sowohl CO2-Preis als auch der Ölpreis werden in Zukunft weiter steigen. Das sorgt dafür, dass die Heizkosten innerhalb der nächsten zehn Jahre noch mal um 30 Prozent höher sein werden als heute.

Ölheizungen gelten nicht grundlos als Auslaufmodell

Spätestens ab dem Jahr 2026 dürfen keine neuen Ölheizungen mehr eingebaut werden. Ab 2024 müssen neue Ölheizungen bereits zu 65 Prozent mit erneuerbaren Energien laufen. „Ölheizungen gelten nicht grundlos als Auslaufmodell. Sie verursachen nicht nur hohe Heizkosten, sondern stoßen auch jede Menge CO2-Emissionen aus“, sagt co2online-Geschäftsführerin Tanja Loitz.

Heizlüfter sind wahre Stromfresser

Wer stattdessen auf elektrische Heizlüfter ausweicht, dem drohen bis zu 2.270 Euro Mehrkosten – pro Jahr. Hinzu kämen noch die Kosten für fünf bis sieben Heizlüfter, die für das Beheizen einer durchschnittlichen Wohnung notwendig wären. „Mit Heizlüftern sparen Sie kein Gas, da Strom auch in Gaskraftwerken erzeugt wird“, sagt Loitz. Außerdem warnen Netzbetreiber vor Stromausfällen, sollten die vielen Heizlüfter zur gleichen Zeit genutzt werden.

Nur energetisch sanierte Gebäude helfen langfristig

Langfristig schützen nur energetisch sanierte Gebäude mit Heizsystemen auf Basis erneuerbarer Energien vor zu hohen Kosten. Eigentümern empfiehlt co2online, ihr Gebäude mit dem kostenlosen Modernisierungsratgeber auf Optimierungspotenziale zu überprüfen (www.co2online.de/modernisierungscheck). Der Ratgeber wurde in diesem Jahr umfangreich überarbeitet. Neben dem Energieverbrauch des Gebäudes berechnet er auch Energieeinsparungen und die Wirtschaftlichkeit von alternativen Heizsystemen und verschiedenen Modernisierungsmaßnahmen. Aktuelle Energiepreise und Förderprogramme werden dabei berücksichtigt.

Mieter können auf www.heizspiegel.de ihr persönliches Sparpotenzial sowie die prognostizierten Heizkosten für die kommenden Jahre berechnen lassen. Sie erhalten Tipps, wie sie Heizenergie sparen können. Zudem finden sie auf der Website ein Anschreiben an ihren Vermieter mit Modernisierungsvorschlägen zum Herunterladen.

Hinweis für die Redaktionen:

Die Infografik kann mit Quellenangabe („www.heizspiegel.de“) honorarfrei zur redaktionellen Berichterstattung verwendet werden. Druckfähige Infografiken und Pressebilder können auf www.heizspiegel.de/presse heruntergeladen werden.

Über co2online

Die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online (www.co2online.de) steht für Klimaschutz, der wirkt. Mehr als 40 Energie- und Kommunikationsexperten machen sich seit 2003 mit Kampagnen, Energierechnern und PraxisChecks stark dafür, den Strom- und Heizenergieverbrauch in privaten Haushalten auf ein Minimum zu senken. Die Handlungsimpulse, die diese Aktionen auslösen, tragen messbar zur CO2-Minderung bei. Im Fokus stehen Strom- und Heizenergie in Gebäuden, Modernisierung, Bau sowie Hilfe im Umgang mit Fördermitteln. Unterstützt wird co2online von der Europäischen Kommission, vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz sowie von Medien, Wissenschaft und Wirtschaft.

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