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Mit Wärmepumpe und Photovoltaik fürs Klima

In den vergangenen Jahren war die Familie Klau mehrfach umgezogen. Sie lebten in verschiedenen Haus-Typen mit verschiedenen Heizungssystemen. Deshalb wusste Olaf Klau, dass er in seinem Neubau weder eine Öl-, noch eine Gasbrennwertheizung wollte.

NeubauCheck: Heizung für Neubau finden

Prüfen Sie, welche Heizsysteme für Ihr neues Haus geeignet sind – und was sich am meisten rechnet und für die wenigsten Emissionen sorgt.

Familie Klau vor ihrem Eigenheim mit Wärmepumpe und der Photovoltaik-Anlage auf dem Dach.

Die wichtigsten Erfahrungen auf einen Blick:

  • Beratung durch Experten ist sehr empfehlenswert
  • machen Sie eine ausführliche Abnahme
  • nicht gleich das erste Handwerkerangebot nehmen

Wärmepumpe – lohnt sich langfristig

(c) www.co2online.de | Marc Beckmann

Klau informierte sich über eine Wärmepumpenheizung. Diese gelten als langlebig und haben eine Standzeit von bis zu 50 Jahren. Der Vorteil der Technologie: Wärmepumpen gewinnen einen großen Teil der benötigten Energie aus der Natur. Nur der Betrieb des Kompressors erfordert einen Aufwand an Elektrizität. Die grundlegende Voraussetzung für den Einbau einer Wärmepumpe ist ein überdurchschnittlich gut gedämmtes Gebäude. Denn je weniger Heizenergie ein Haus benötigt, desto effizienter kann eine Wärmepumpe die erforderliche Heizwärme bereitstellen.

Diese pumpen Wärme aus Luft, Erde oder dem Grundwasser ins Haus und machen sie für das Heizen und die Warmwasseraufbereitung nutzbar. Klau rechnete verschiedene Szenarien durch und wusste schnell: Eine Sole-Wasser-Pumpe war für seinen Fall die effektivste Lösung. In der Anschaffung ist die Wärmepumpe zwar vergleichsweise teurer, aber langfristig würde sie sich rechnen. Da dank der Fördergelder von 4.500 Euro die Heizung letztlich nur ca. 2.500 Euro mehr kosten würde als vergleichbare Standardlösungen, war die Entscheidung klar: pro Wärmepumpe.

Das Objekt:

  • freistehendes Einfamilienhaus mit Büro-Kellerraum, 4 Personen
  • Baujahr: 2016
  • Wohn- und Arbeitsfläche: 134 m2
  • Heizenergieverbrauch (Strom, inkl. Eigenverbrauch): 21 kWh/(m2a)

Gesucht, gefunden: die beste Lösung

Egal, ob bei einem Neubau oder bei der Umrüstung eines Altbaus – eine Beratung durch die Fachperson ist sehr empfehlenswert. Sie bringt Klarheit über Kosten und Details, auf die beim Kauf einer Wärmepumpe zu achten sind. So lohnen sich Wärmepumpen meist nur, wenn eine Fußbodenheizung vorhanden ist. Ebenfalls wichtig ist die zu erzielende Jahreszahl einer Wärmepumpe zu ermitteln, die ein Experte für das eigene Haus errechnen kann.

Das erste Angebot, das ein Handwerker Olaf Klau machte, gefiel dem angehenden Hausbauer nicht. Olaf Klau, selber ausgebildeter Energieberater und zudem Ingenieur für angewandte Automatisierungstechnik, wählte einen ungewöhnlichen Weg: Er fuhr kurzerhand zu einem Wärmepumpenhersteller und ließ sich direkt beraten.

Stichwort „Sole-Wasser-Wärmepumpe“

Diese Heizanlagen werden auch als Erdwärmepumpen bezeichnet. Sie beziehen ihre Wärmeenergie aus dem Boden. Die Wärme wird entweder durch tiefliegende Sonden oder von Erdkollektoren flach unter der Erde aufgenommen.

Photovoltaik-Anlage – die logische Konsequenz

Nach der Entscheidung für eine Wärmepumpe wollte Olaf Klau zusätzlich eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach installieren. Damit kann er Strom, den die Wärmepumpe benötigt, erzeugen und die Energieeffizienz seines Hauses noch weiter erhöhen. Da wegen des Neubaus die Gerüste schon am Haus standen, lag es nahe, die PV-Anlage gleich mit zu montieren. „Wenn nicht jetzt im Rahmen des Neubaus, wann dann?“

(c) www.co2online.de | Marc Beckmann

“Wenn wir Geld ausgeben, wollen wir möglichst langfristig etwas davon haben - und zugleich auch unsere Ressourcen schonen und umweltbewusst nutzen“, Olaf Klau

Leben mit der Sonne

Zu Beginn lief die Anlage nicht so, wie sie sollte. Immer wieder kam es zu Störungen, die auch die Heizungsbauer nicht erklären konnten. Schließlich fand Olaf Klau den Fehler selbst - ein Häkchen in der Software war falsch gesetzt.

(c) www.co2online.de | Marc Beckmann

Heute, nach gut drei Jahren im neuen Zuhause, fällt das Fazit der Familie sehr positiv aus. Die Klaus leben jetzt ein wenig mehr nach der Sonne. So schaltet Saskia Klau bei gutem Wetter öfter die Waschmaschine an. Dann ist der Strom wegen der PV-Anlage besonders günstig.

Gute Idee, gute Förderung

Olaf Klau entschied sich für eine Sole-Wasser-Wärmepumpe, mit getrennten Heizkreisen für Heizung und Warmwasser, die für ihn die effizienteste und wirtschaftlich sinnvollste Lösung darstellte. Finanzielle Unterstützung erhielt er mit einem KfW-Kredit über seine Hausbank im Rahmen der Neubaufinanzierung. Für die Tiefenbohrung der Erdsonden wurden weitere Fördermittel des BAFA bewilligt.

Energiekosten für Familie Klau 2018

Energiekosten aus Zukauf1.050 Euro
Ertrag aus Solarverkauf415 Euro
Einsparung durch Eigenverbrauch485 Euro

Photovoltaik-Anlage mit Ost-West-Ausrichtung

(c) www.co2online.de | Marc Beckmann

Bei der Photovoltaik-Anlage wollte Klau auf bewährte Technik setzen, weshalb seine Wahl auf monokristalline Module fiel. 24 Solarmodule, je 12 mit West- und 12 mit Ost-Ausrichtung, gepaart mit einem 3-phasigen Wechselrichter, ließ Klau installieren. Mit einem Stromspeicher könnte die Familie weitere Einsparungen erzielen, doch eine Anschaffung ist Olaf Klau noch zu teuer.

Kontrolle ist gut, Gewährleistung ist besser

Nachdem die Wärmepumpe und Photovoltaik-Anlage fertig installiert waren, hat Olaf Klau eine ausführliche Abnahme gemacht. Aber ob tatsächlich alle Komponenten störungsfrei arbeiten, weiß er erst, wenn das System mindestens ein Jahr in Betrieb war. Deswegen hat er zur Sicherheit gleich eine 5-jährige Gewährleistungsverlängerung abgeschlossen.

FördermittelCheck: Zuschüsse finden

Die KfW bietet in ihrem Programm „Energieeffizient Sanieren“ verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten, mit denen sie den Einbau umweltfreundlicher und energiesparender Wärmepumpen fördert. Für besonders effiziente Wärmepumpen vergibt das BAFA ebenfalls Zuschüsse. Eine Liste mit Herstellern und geförderten Modellen steht auf www.bafa.de bereit.

Prüfen Sie, welche Fördermittel für Wärmepumpen für Sie sinnvoll sind. Alle Zuschüsse und Kredite von Bund, Ländern, Kommunen und Versorgern:

Weiterführende Informationen zu Wärmepumpen

Das Dossier informiert über die Funktionsweise, Voraussetzungen und die Förderung von Wärmepumpen.

Der Check hilft bei der Wahl des emissionsärmsten und kostengünstigsten Heizsystems für den Neubau. Die kostenlose Online-Beratung bietet eine erste Übersicht zu Kosten und Emissionen.

Autor: Clemens Boekholt (Freier Redakteur)

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