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Wie Sie möglichst viel CO2 einsparen: die besten Tipps

Vieles lässt sich von der Couch oder vom Schreibtisch aus erledigen – auch für den Klimaschutz. Einiges ist tatsächlich in wenigen Minuten abgehakt. Für anderes müssen Sie etwas mehr Zeit mitbringen. Aber eines haben alle Vorschläge gemeinsam: Sie vermeiden besonders viel CO2.

FördermittelCheck: Förderungen finden

Prüfen Sie, welche Fördermittel es für Ihre Maßnahme gibt. Alle Zuschüsse und Kredite von Bund, Ländern, Kommunen und Versorgern:

Die wichtigsten Fakten auf einen Blick

  • am einfachsten: zu Ökostrom und Biogas wechseln
  • Heizung und Warmwasser als wichtige Stellschrauben für weniger Emissionen
  • CO2 durch Ernährung und Mobilität häufig unterschätzt
  • Eigentümer*innen mit zusätzlichen Optionen: Photovoltaik, Dämmung und neue Heizung

1. Biogas und Ökostrom nutzen

  • Biogas: 1.500 kg CO2 weniger pro Person und Jahr
  • Ökostrom: 590 kg weniger pro Person und Jahr

Der Wechsel des/r Strom- und Gasanbieter*in gehört zu den wirkungsvollsten Maßnahmen für mehr Klimaschutz. Das Schöne daran: Es dauert nur wenige Minuten. Den/die Stromanbieter*in kann in der Regel jeder Haushalt selbst bestimmen. Empfehlenswert ist, dabei auf echten Ökostrom zu setzen.

Wenn Sie Erdgas zum Heizen nutzen (zum Beispiel als Eigentümer*in mit einer Zentralheizung oder als Mieter*in mit einer Gasetagenheizung), können Sie ebenfalls wechseln. Auch hier sollten Sie auf echtes Biogas achten.

2. richtig lüften und smart heizen

  • 340 kg CO2 weniger pro Person und Jahr

Mit dem richtigen Lüften können Sie auch sofort anfangen. So vermeiden Sie nicht nur Emissionen, sondern gleichzeitig unnötige Heizkosten. Smart heizen geht am besten mit programmierbaren Thermostaten oder ähnlichen Helfern. Die machen sich innerhalb kurzer Zeit bezahlt.

3. weniger Warmwasser verbrauchen

  • 210 kg CO2 weniger pro Person und Jahr

Allein mit einem Sparduschkopf lassen sich die Emissionen durch Warmwasser deutlich senken – vor allem, wenn das Wasser mit Strom erhitzt wird: zum Beispiel mit einem elektrischen Durchlauferhitzer oder Boiler. Auch einfache und besonders kostengünstige Durchflussbegrenzer helfen beim Sparen von Warmwasser und Kosten.

4. weniger Tierprodukte, vegetarisch oder vegan essen

  • 470 bis 1.010 kg CO2 weniger pro Person und Jahr

Häufig unterschätzt wird der Anteil der Ernährung an den persönlichen Emissionen. Auch eine kleine Umstellung auf weniger Fleisch bringt vergleichsweise viel für den Klimaschutz; vegetarisch essen bringt noch mehr, vegan am meisten.

5. Fliegen vermeiden

  • 320 bis 3.650 kg CO2 weniger pro Person und Flugreise

Schon das Vermeiden eines innerdeutschen Flugs gehört zu den 10 effizientesten Maßnahmen (von Hamburg nach Stuttgart und zurück, Bahn statt Flug). Ein Flug von Frankfurt am Main nach New York übertrifft alle anderen Beispiele für weniger Emissionen mit großem Abstand (Bahn nach Rom und zurück statt Flug nach New York und zurück).

Der Wechsel von einem durchschnittlichen Benziner zu einem Elektroauto kann ebenfalls zu den wirksamsten Maßnahmen zählen, je nach Auslastung und jährlicher Fahrleistung (Beispiele mit 15.000 Kilometern):

  • eine Passagier: 970 kg CO2 weniger pro Person und Jahr
  • zwei Passagiere: 480 kg weniger pro Person und Jahr
  • drei Passagiere: 320 kg weniger pro Person und Jahr

Noch besser fällt die Klimabilanz mit einem Elektroauto aus, wenn Ökostrom oder Strom aus eigener Photovoltaik genutzt wird.

Tipps für Eigentümer*innen für weniger CO2

Als Eigentümer*in eines Hauses oder einer Wohnung haben Sie weitere Möglichkeiten mit großem Potenzial für den Klimaschutz:

Top 10 für wirksamen Klimaschutz für Eigentümer*innen

  1. Fliegen vermeiden (Übersee): 3.560 kg
  2. mit Biogas heizen: 1.500 kg
  3. Photovoltaik aufs Dach: 1.200 kg
  4. vegan ernähren: 1.010 kg
  5. Ökostrom nutzen: 590 kg
  6. Fahrrad statt Auto zur Arbeit: 470 kg
  7. Heizungsrohre dämmen: 350 kg
  8. Elektroauto statt Benziner fahren: 320 kg
  9. Fassade dämmen: 290 kg
  10. Heizung erneuern: 240 kg

Top 10 für wirksamen Klimaschutz für Mieter*innen

Bei Mieter*innen sieht die Reihenfolge etwas anders aus. Grund dafür sind andere Voraussetzungen (wie keine eigene Dachfläche für Photovoltaik) und ein niedrigerer durchschnittlicher Energieverbrauch als bei Eigentümer*innen:

  1. Fliegen vermeiden (Übersee): 3.560 kg
  2. mit Biogas heizen (Gasetagenheizung): 1.380 kg
  3. vegan ernähren: 1.010 kg
  4. Ökostrom nutzen: 510 kg
  5. Elektroauto statt Benziner fahren: 480 kg
  6. per Fahrrad statt Auto zur Arbeit: 470 kg
  7. Sparduschkopf nutzen: 210 kg
  8. richtig lüften: 170 kg
  9. per Bahn/Bus statt Auto verreisen: 140 kg
  10. programmierbare Thermostate verwenden: 130 kg

Autor: Jens Hakenes (Freier Redaktionsleiter)

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