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„Der Strom unserer Photovoltaikanlage reicht im Winterhalbjahr nicht. Deshalb ist eine Brennstoffzellen-Heizung für uns interessant.“

Vom Kohleofen zum Heizen mit Brennstoffzellen? Wie Heinrich Müller sein Haus modernisiert

Heinrich Müller und seine Frau leben in der baden-württembergischen Weinbaugemeinde Brackenheim. Ihr Bauernhaus mit Stall und Scheune haben sie nach und nach zum Mehrfamilienhaus mit vier Wohnungen ausgebaut. Auch bei den Heizungen hat sich im Laufe der Zeit einiges verändert: Aus Holz- und Kohleöfen wurden erst Nachtspeicherheizungen dann eine Gas-Brennwertheizung mit Solarthermie. Jetzt denkt Müller über das Heizen mit Brennstoffzellen nach.

Mehrfamilienhaus
500 m2
Baujahr 1952/1996
vier Wohnungen, je 2 Erwachsene
Heizung
Einbau 1996
Gas-Brennwert
Viessmann Condensola Typ CX 024
Warmwasserspeicher: 80 Liter
Solarthermie 1
Einbau 2012
für Warmwasser
3 Flachkollektoren je 2,5 m2
400 Liter Speicher
Solarthermie 2
Einbau 2017
für Heizung und Warmwasser
4 Flachkollektoren je 2,5 m2
750 Liter Kombispeicher
Photovoltaik
Einbau 2010

Nennleistung: 9,9 kWp
jährlicher Ertrag: im Schnitt 8.700 kWh

Praxistester Heinrich Müller(c) www.co2online.de / Alois Müller

Brackenheim, Dezember 2017. Wenn es um die Themen Energiesparen und erneuerbare Energien geht, gibt es für Heinrich Müller keinen Ruhestand. Der heute 71-jährige gelernte Rechtspfleger hat sich als Rentner in seiner Heimtatstadt Brackenheim zum „Energieberater 55+“ ausbilden lassen und unterstützt so die Arbeit des Klimaschutzbeauftragten: Ehrenamtlich gibt Müller Privathaushalten Tipps, wie sie im Alltag Strom sparen oder ihr Haus energieeffizienter machen können. Denn von unnötigem CO2-Ausstoß hält Müller nichts. Auch nicht in seinem eigenen Haus. „Ich will möglichst viel eigenen Strom erzeugen. Eine Photovoltaikanlage haben wir schon. Aber die reicht vor allem im Winterhalbjahr nicht aus. Deshalb ist eine Brennstoffzellen-Heizung für uns interessant.“

Das Wohnhaus hat Heinrich Müllers Vater ursprünglich als Bauernhaus gebaut. „1952 ist er hier eingezogen“, erzählt Müller. Es gab zwei etwa 85 Quadratmeter große Wohnungen; der Rest war Dachboden, Scheune und Stall. Heute ist alles anders: Scheune und Stall sind abgerissen. Die beiden alten Wohnungen sind größer geworden – und auf dem Dachboden und im Obergeschoss sind zwei weitere entstanden.

Auch bei der Heizung hat sich seit Anfang der 1970er-Jahre einiges verändert. Damals wurde das Haus mit Holz- und Kohleöfen beheizt. 1987 ließ Müller Nachtspeicher-Etagenheizungen mit Warmwassererzeugung installieren. Mitte der 1990er-Jahre schwenkte er auf eine Gas-Brennwertheizung mit Solarthermie zur Trinkwassererwärmung um. 2017 ergänzte er eine zweite solarthermische Anlage zur Heizungsunterstützung, ließ einen hydraulischen Abgleich durchführen und die Heizungspumpen tauschen. Und jetzt? Jetzt liebäugelt Heinrich Müller mit einer Brennstoffzellen-Heizung. „Ob der Einbau bei mir funktioniert, finde ich hoffentlich mit dem Praxistest von co2online und Zukunft Altbau heraus.“

Herr Müller, wie wurden Sie auf das Thema Brennstoffzellen-Heizung aufmerksam?

(c) www.co2online.de / Alois Müller

„Die Idee, eine Brennstoffzellen-Heizung einbauen zu lassen, hatte ich, weil ich eigenen Strom erzeugen und unnötigen CO2-Ausstoß vermeiden will. Beides kann eine Brennstoffzellen-Heizung leisten. Mit unserer Photovoltaikanlage können wir durchschnittlich 40 Prozent unseres Strombedarfs decken. Mehr Sonnenstrom ist insbesondere im Winterhalbjahr nicht drin. Deshalb fühlte ich mich sofort angesprochen, als ich vom Praxistest Brennstoffzelle von co2online und Zukunft Altbau hörte.“

Erfahrungsberichte von Heinrich Müller

Brennstoffzellen-Anlage richtig planen

Heinrich Müller informiert sich zu Brennstoffzellen-Heizungen(c) www.co2online.de / Alois Müller

Wichtige Frage: Rechnet sich die Brennstoffzellen-Heizung?

„Ich habe mich in Sachen Brennstoffzellen-Heizung vor allem über Technik, Finanzierung, Förderung, Sparpotenziale, Einbau, Wartung und Monitoring informiert. Erkundigt habe ich mich im Internet, bei Handwerkern, Energieberatern und unserem Klimaschutzbeauftragten. Außerdem habe ich Freunde und Familie um Rat gefragt. Da ich technisch nicht so beschlagen bin, habe ich dabei besonders auf die Wirtschaftlichkeit geachtet. Das Ganze sollte sich ja rechnen.“

Infoabend im Energie- und Bauberatungszentrum genutzt

„Bei mir in der Nähe gibt es ein Energie- und Bauberatungszentrum (EBZ Pforzheim). Dort war ich zu einem Informationsabend über Brennstoffzellen-Heizungen. An dem Abend haben zwei Hersteller ihre Geräte vorgestellt. Leider kamen beide für mich nicht in Frage. Die erste Anlage ist für meine Bedürfnisse zu klein. Hier muss ich abwarten, bis ein leistungsstärkeres Gerät auf den Markt kommt. Auch die zweite Anlage konnte ich sofort ausschließen, da bei ihr der Schwerpunkt auf der Stromerzeugung liegt. Ich will zwar mehr Strom selbst produzieren, als ich das bisher mit meiner Photovoltaikanlage kann. Aber in erster Linie geht’s mir ums Heizen und die Anlage erzeugt für unseren Bedarf zu wenig Wärme.“

Energieberatung bringt Klarheit

„Im Rahmen des Praxistest Brennstoffzelle hatte ich auch einen Termin mit einem Energieberater. Das war wichtig, um Klarheit zu bekommen. Vor allem auch, weil mein Handwerker im Bereich Brennstoffzellen-Heizung noch keine Erfahrung hat. Ich habe mich also circa 1,5 Stunden intensiv beraten lassen. Inhaltlich war schnell klar, dass die klassischen Brennstoffzellen-Heizungen für ein Mehrfamilienhaus unserer Größenordnung noch nicht ausreichen. Anders gesagt: Meine Vorstellungen lassen sich mit der vorhandenen Technik derzeit leider noch nicht umsetzen. Ich muss warten, bis weitere Brennstoffzellen-Geräte auf den Markt kommen.“

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