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Die Folgen der Energiewende

Welche Folgen hat die Energiewende für die Stromversorgung? Wie können die Ziele der Energiewende erreicht werden? Und was tun, wenn erneuerbare Energien nicht ausreichen? Prof. Dr. Stefan Schaltegger, Leiter des Centre for Sustainability Management (CSM) sowie des MBA Sustainability Management, und Damian Arikas, wissenschaftlicher Mitarbeiter des CSM, Leuphana Universität Lüneburg, beantworten diese Fragen.

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Woher kommt der Strom, wenn die deutschen Atomkraftwerke bis 2022 vom Netz gehen und zusätzlich Kohlekraftwerke abgeschaltet werden? Die Nutzung erneuerbarer Energien wird die entstehende Lücke nicht sofort schließen können. Sind fossile Energieträger dann die „neue Brückentechnologie” oder gibt es noch andere Möglichkeiten für eine klimafreundliche und sichere Energieversorgung?

Folgen der Energiewende

Stefan Schaltegger

Prof. Dr. Schaltegger, Centre for Sustainability Management (CSM), Leuphana Universität Lüneburg.

Der Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland ist ohne Zweifel bereits jetzt eine Erfolgsgeschichte. Deutlich über 20 Prozent am deutschen Strommix sind erneuerbar; das Ziel der Bundesregierung, bis 2020 die 35-Prozent-Marke zu erreichen, wird – beim aktuellen Ausbautempo – sehr wahrscheinlich überschritten. Trotz Atomausstieg – im Sommer 2011 wurden acht Kernkraftwerke dauerhaft abgeschaltet – exportierte Deutschland 2012 so viel Strom wie noch nie. Dies gab der Bundesverband der deutschen Energiewirtschaft (BDEW) Anfang November in Berlin bekannt. Auch hat der deutsche Solar- und Windstrom – entgegen vielfach gegenteiligen Pressemitteilungen – im westeuropäischen Stromverbund auch schon zu einer Senkung (!) der Elektrizitätspreise geführt. Die teilweise massiv verringerten Strompreise führen dann zu Exporten in Nachbarländer: „Fachleute machen den rasanten Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland für die Entwicklung verantwortlich. Große Mengen von Wind- und Solarstrom dämpfen den Preis an der Strombörse. Die gesunkenen Preise führen dazu, dass mehr Strom aus Deutschland in die Nachbarstaaten exportiert wird”, sagt Energiemarkt-Analyst Brian Potskowski vom Brancheninformationsdienst Bloomberg New Energy Finance.

Demgegenüber steht ein Anstieg der Elektrizitätspreise für Endverbraucher, die nicht Direkteinkäufer oder Großabnehmer sind, da – politisch bedingt und sachlich unbegründet – immer mehr Großstromverbraucher von der EEG-Umlage befreit werden und immer mehr auf private Haushalte und mittelständische Unternehmen abgewälzt wird. Gleichzeitig wird die Senkung der Strompreise dem Kundensegment der kleinen und mittleren Verbraucher vorenthalten. Dies ist gesellschaftlich äußerst problematisch. Kleine und mittelständische Unternehmen (KMUs) sowie private Haushalte können dies aber immerhin teilweise auffangen, indem sie selbst stärker in regenerative Energien mit Direktnutzung einsteigen.

Autorin: Karin Adolph

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