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Förderung für Wallbox und Ladesäulen für Privatpersonen

Private Ladestationen für Elektrofahrzeuge, wie etwa Wallboxen, werden seit November 2020 von der KfW gefördert. Der Fördertopf wurde vor kurzem noch eimal aufgefüllt. Trotzdem: Wer etwas von den zusätzlichen 100 Millionen Euro haben will, sollte sich beeilen, denn der Andrang ist groß. So erhalten Sie die Förderung für Wallboxen und Ladestationen.

Wallbox-Förderung ausgeschöpft – andere Fördermittel online finden

Die Förderung „Ladestationen für Elektroautos – Wohngebäude“ ist seit Ende Oktober 2021 ausgeschöpft. Insgesamt hat das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) Zuschüsse für Ladestationen mit ca. 1.000.000 Ladepunkten bereitgestellt. Antragstellungen sind jetzt nicht mehr möglich.

Laufende Anträge sind von dem Förderstopp nicht betroffen. Wer einen Antrag gestellt hat und die Fördervoraussetzungen erfüllt, erhält eine Antragsbestätigung, die den Zuschuss reserviert. Sobald der Einbau der Ladestation nachgewiesen wird, wird der Zuschuss ausgezahlt.

Sie sind auf der Suche nach Fördermitteln für Ihre Vorhaben? In der Online-Fördermittelsuche finden Sie alle Programme des Bundes, der Länder und Kommunen sowie Energieversorger – tagesaktuell und auf Ihre Eingaben zugeschnitten.

FördermittelCheck: Fördermöglichkeiten finden

Für eilige Leser: Mit dem FördermittelCheck können Sie sich alle Förderprogramme für Ihr Vorhaben in Ihrer Region anzeigen lassen:

Die wichtigsten Fakten auf einen Blick:

  • 900 € Zuschuss pro Ladepunkt für Privatpersonen möglich
  • Antragstellung für Wallbox-Förderung bei der KfW
  • Fördertopf bereits stark ausgeschöpft (Stand Mitte Mai)
  • aktuell lange Lieferzeiten für Wallboxen möglich
  • weitere Förderungen für Ladestationen von Ländern, Kommunen, Energieversorgern erhältlich

900 € Förderung für private Wallboxen und E-Auto-Ladestationen

Der Bund unterstützt Privatpersonen bei der Installation von Ladestationen für Elektroautos und Plug-in-Hybriden. Die Förderung „Ladestationen für Elektroautos – Wohngebäude“ gibt es seit 24.11.2020 und ergänzt das bestehende Programm zur Förderung von Elektromobilität . Aufgrund der hohen Nachfrage wurde der Fördertopf im Frühjahr 2021 noch einmal aufgestockt, insgesamt stehen nun 400 Millionen Euro für Zuschüsse zu privaten Ladestationen bereit.

Was wird gefördert?

(c) www.iStock.com / Sven Loeffler
  • intelligente und steuerbare Wallboxen und Ladestationen mit einer Normalladeleistung von 11 Kilowatt
  • Bei höherer Leistung kann die Station gedrosselt und der Zuschuss mit einer Bestätigung vom Installationsbetrieb beantragt werden.
  • Zur Liste der förderfähigen Ladestationen der KfW

Was ist eine Wallbox?

Wandladestationen (auch „Wallbox“ oder „Wall Connector“) bieten keine Bezahlfunktion und werden daher für private Fahrzeuge oder Firmenwagen eingesetzt. Ladesäulen hingegen können auch öffentlich genutzt werden, da der ausgegebene Strom in der Regel abgerechnet werden kann.

Wie hoch ist der Zuschuss zur Wallbox oder Ladesäule?

  • pauschal 900 Euro pro Ladepunkt (bei mehreren Ladepunkten pro Ladestation wird der Zuschuss mehrmals bewilligt)
  • Voraussetzung: Die Gesamtkosten betragen mindestens 900 Euro (dazu gehören die Ladestation selbst, das Energie- und Lademanagementsystem zur Steuerung, der Netzanschluss, Installation durch Elektriker*in, ggf. Erdarbeiten zur Kabelverlegung).

Wer kann die Wallbox-Förderung beantragen?

  • Privatpersonen
  • Wohnungseigentümergemeinschaften
  • Wohnungsunternehmen
  • Wohnungsgenossenschaften
  • Bauträger*innen

Was sind die Förderbedingungen?

  • Die Ladestation darf nicht öffentlich zugänglich sein oder gewerblich genutzt werden.
  • Der bezogene Strom stammt zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien (echter Ökostrom).
  • Der Antrag muss vor dem Kauf der Ladestation und der Beauftragung der Installationsarbeiten gestellt werden.

Wie läuft die Antragstellung ab?

  1. Stellen Sie den Antrag zur Wallbox-Förderung bei der KfW.
  2. Warten Sie auf die Bestätigung des Zuschusses.
  3. Mit der Bestätigung können Sie die Ladestation bestellen und die Installation beauftragen.
  4. Um die Förderung für Ihre Ladestation zu erhalten, laden Sie die Rechnungen im Antragsportal hoch und bestätigen die Umsetzung des Vorhabens. Zur Auszahlung geben Sie Ihre Bankverbindung an.

Wo wird der Antrag auf den Wallbox-Zuschuss gestellt?

(c) www.iStock.com / EXTREME-PHOTOGRAPHER

Der Fördertopf stellt insgesamt Mittel für etwa 555.550 Ladepunkte bereit, bis Anfang Mai sind bereits Zuschüsse für 470.000 Ladepunkte beantragt worden. Wer also noch von der Förderung profitieren möchte, sollte sich beeilen. Die Ausschüttung läuft nach dem Windhundprinzip: Wer zuerst einen Antrag stellt, erhält den Zuschuss, solange bis der Topf leer ist.

Allerdings ist die Nachfrage nach Wallboxen so stark gestiegen, dass Kund*innen teilweise mit sehr langen Lieferzeiten rechnen müssen. Damit scheint das Ziel des Förderprogramms erreicht: Elektromobilität für Privatpersonen attraktiver machen und dazu beitragen, dass bis 2030 zehn Millionen Elektroautos auf Deutschlands Straßen fahren.

Weitere Förderungen für private Ladestationen

Neben dem bundesweiten Förderprogramm über die KfW gibt es weitere finanzielle Unterstützung für Wallboxen und E-Ladesäulen von einzelnen Ländern, Kommunen oder Energieversorgern. Zum Beispiel fördert das Bundesland Nordrhein-Westfalen Privatpersonen, Unternehmen und Kommunen. Und vom Energieversorger Entega gibt es für seine Kund*innen 200 Euro für Wandladestationen.

So läuft die Installation einer Wallbox ab

Unsere Kollegin Janine Wohlers hat sich im Mai 2021 eine neue Wallbox installieren lassen. Für uns hat sie den Vorgang mit ihrem Handy festgehalten.

Zwei Handwerker haben den Einbau vorgenommen. Insgesamt hat der Vorgang etwa eine halbe Stunde gedauert. Zum Einrichten des Geräts müssen die Wohlers einen weiteren Termin mit einem Techniker vereinbaren. Bereits jetzt verbrauchen die Wohlers den selbst produzierten Strom ihrer Solaranlage. Sie gehen davon aus, dass ihr Stromverbrauch mit einem zusätzlichen Elektroauto steigen wird. Ihren neuen Hybrid-Plug-in erwarten sie im Herbst 2021.

 

Autorin: Anne Weißbach