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Elektromobilität in Deutschland: Förderung

E-Autos, Pedelecs und E-Bikes: Elektrofahrzeuge können für bessere Luft und mehr Klimaschutz sorgen. Daher werden sie, ihre Ladestationen und auch Beratungsangebote rund um Elektromobilität mit Zuschüssen und günstigen Krediten gefördert. Wir zeigen, welche Förderung es gibt und was beim Antrag zu beachten ist.

FördermittelCheck: Fördermöglichkeiten finden

Für eilige Leser: Mit dem FördermittelCheck können Sie sich alle Förderprogramme für Ihr Vorhaben in Ihrer Region anzeigen lassen:

Die wichtigsten Fakten auf einen Blick:

  • Förderung unter anderem für E-Autos, Pedelecs, E-Bikes und Ladestationen
  • viele Förderprogramme von Bundesländern, Kommunen und Energieversorgern
  • 4.000 Euro Zuschuss: „Umweltbonus“ vom BAFA wichtigste Förderung für E-Autos
  • Fördermittel beantragen, bevor Fahrzeug/Ladestation bestellt wird
  • neben Fördergeld auch steuerliche Vorteile für E-Fahrzeuge

Was ist Elektromobilität und warum wird sie gefördert?

Unter Elektromobilität ist Fortbewegen und Transportieren mit elektrisch betriebenen Fahrzeugen im Individualverkehr zu verstehen. Dazu gehören E-Autos, Pedelecs, E-Lastenräder, E-Bikes, E-Roller und deren Ladeinfrastruktur.

E-Ladestation.(c) www.iStock.com / mladn61

Ein großer Vorteil von Elektrofahrzeugen ist, dass ihre Motoren, im Gegensatz zu herkömmlichen Verbrennungsmotoren, keine Emissionen ausstoßen. Damit helfen sie zunächst einmal, die Luftqualität in den Ortschaften zu verbessern. Werden Elektrofahrzeuge mit Strom aus durchschnittlichem Strommix betrieben, verursachen sie aber trotzdem klimaschädliche Emissionen, da rund 50 Prozent des Stroms in Deutschland noch immer durch Verbrennen fossiler Energieträger erzeugt werden. Weitgehend emissionsfrei laufen ihre Motoren hingegen, wenn der Strom aus erneuerbaren Energien wie Windkraft oder Photovoltaik gewonnen wird.

Umweltschädliche und gesundheitsgefährdende Feinstaub-Emissionen verursachen die E-Fahrzeuge aber durch Bremsen- und Reifenabrieb trotzdem – und auch Herstellung und Entsorgung der notwendigen Akkus verursachen Umweltprobleme. Insgesamt gilt daher: Elektrofahrzeuge sind zwar meist besser als vergleichbare Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren (Ausnahme: Biomethan u. ä.). Öffentliche Verkehrsmittel und herkömmliche Fahrräder bleiben aber auch hier die saubereren Lösungen.

Elektrofahrzeuge können als Stromspeicher für regenerativen Strom verwendet werden und so einen Beitrag zur Netzintegration der nicht permanent verfügbaren erneuerbaren Energien leisten. Beispielsweise können E-Autos tagsüber bei Wind und Sonne mit Ökostrom geladen werden, um dann abends, bei Dämmerung und Flaute, zur Heimfahrt genutzt werden. Solche Stromspeicher spielen zwar bisher in Deutschland kaum eine Rolle, aber das soll sich künftig ändern. Auch deswegen wird Elektromobilität von der Bundesregierung als ein Baustein der Energiewende gesehen. Aus diesen Gründen werden Elektrofahrzeuge und deren Ladeinfrastruktur von öffentlicher Hand mit Zuschüssen und Krediten gefördert.

Schild E-Ladestation.(c) www.iStock.com / Elektronik-Zeit

Dieser Artikel informiert vor allem über Fördermittel für Privatpersonen, die Elektrofahrzeuge nutzen möchten. Auch für Firmen und kommunale Betriebe, die ihre Flotten auf elektrische Fahrzeuge umstellen möchten, gibt es Förderungen. Diese können Sie mit dem FördermittelCheck finden.

Was ist beim Antrag der Förderung von Elektromobilität zu beachten?

Für Elektrofahrzeuge und ihre Ladeinfrastruktur gibt es in Deutschland verschiedene Förderprogramme. Das wichtigste bundesweite Programm für E-Autos ist die Kaufprämie für neue E-Autos („Umweltbonus“) vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Über die deutschlandweiten Förderprogramme hinaus gibt es viele weitere Programme der Bundesländer, Kommunen und Energieversorger, die Sie sich am besten vom interaktiven FördermittelCheck für Ihren Wohnort ermitteln lassen.

Ein wichtiger allgemeiner Hinweis: Beantragen Sie immer zuerst die Fördermittel und gehen Sie dann erst die geförderte Maßnahme an. Wurde ein E-Auto bestellt oder eine Ladestation errichtet, aber kein Antrag auf Förderung eingereicht, entfällt für den Geldgeber der Fördergrund, da die Maßnahme offenbar auch ohne zusätzliches Geld umgesetzt wird. In den meisten Programmen gibt es daher nur Fördermittel, wenn der Antrag zuerst gestellt wird.

Was wird bei Elektromobilität gefördert?

Förderung von E-Autos und Hybrid-Autos

Ein Elektroauto (auch E-Auto oder elektrisches Auto) ist ein Kraftfahrzeug, das ausschließlich von einem Elektromotor angetrieben wird. Ein Hybrid-Auto hat hingegen neben dem Elektromotor noch einen Verbrennungsmotor, der diesen mit Strom versorgen kann. Der Zusatz „Plug-In“-Hybrid bedeutet, dass der Elektromotor des Fahrzeugs auch über eine Ladestation geladen werden kann und nicht nur vom Verbrennungsmotor versorgt wird. Das ist besser, da der Strom dann umweltfreundlicher gewonnen werden kann.

(c) www.iStock.com / EXTREME-PHOTOGRAPHER

Die wichtigste Förderung für E-Autos und Hybrid-Autos ist in Deutschland die Prämie des BAFA, der sogenannte Umweltbonus. In diesem Programm gibt es 4.000 Euro für den Kauf eines neuen Elektroautos. Für neue Plug-In-Hybride sind es 3.000 Euro. Diese Prämie wird für Fahrzeuge mit einem maximalen Listenpreis von 60.000 Euro gezahlt. Es werden nur Autos bezuschusst, die auf der Liste der förderfähigen Fahrzeuge des BAFA aufgeführt werden.

Das Fördergeld kommt jeweils zur Hälfte vom Staat und von der Automobilindustrie. Die Zuschüsse werden voraussichtlich Mitte 2020 noch einmal deutlich erhöht.

Über die staatliche Förderung hinaus gibt es weitere regionale Programme, wie beispielsweise die Förderung der Stadt Heidelberg , die zehn Prozent des Kaufpreises von E-Autos übernimmt. Alle weiteren Programme finden Sie auf folgender Seite:

Zur Übersicht der Förderprogramme für Elektroautos

Neben den Förderprogrammen gibt es auch steuerliche Vorteile: Ein E-Auto ist für zehn Jahre von der Kraftfahrzeugsteuer (Kfz-Steuer) befreit. Und nach den zehn Jahren werden nur rund 50 Prozent der fällig.

Förderung von Pedelecs und E-Lastenrädern

Ein Elektrofahrrad ist ein Fahrrad, bei dem ein elektrischer Hilfsmotor für eine Unterstützung der Tretkraft sorgt. Es wird auch E-Rad oder Pedelec (Pedal Electric Cycle) genannt. In ein E-Lastenrad ist in der Regel eine große Transportbox integriert, sodass das Lastenrad zum Beispiel bei Einkäufen und fürs Fahren der Kinder ein Auto ersetzen kann.

Elektrische Fahrräder werden bereits seit einigen Jahren sehr häufig nachgefragt. Die Verkaufszahlen steigen stetig, in den Wirtschaftsmeldungen wird sogar von einem „Boom“ gesprochen. Hier liegt der Grund dafür, dass Elektrofahrräder nicht vom Staat gefördert werden: Es wird schlicht kein Förderbedarf gesehen.

Aber es gibt verschiedene Förderprogramme für E-Räder und E-Lastenräder von den Bundesländern, Kommunen und Energieversorgern. So unterstützt zum Beispiel das Land Baden-Württemberg Kauf oder Leasing eines neuen Elektrolastenrads mit einem günstigen Kredit und die Stadt Dachau gibt unter anderem für Pedelecs einen Zuschuss von 25 Prozent der Nettokosten.

Zur Übersicht der Förderprogramme für Elektroräder

Dienstfahrräder

Seit 2019 können Mitarbeiter*innen eines Betriebs ihr neu angeschafftes Fahrrad – auch ein elektrisches – über Abzüge ihres Lohns leasen. So können auch hohe Anschaffungskosten gestemmt und zusätzlich noch Steuern gespart werden. Voraussetzung ist allerdings, dass Arbeitgeber und Fahrradhändler dieses Finanzierungsmodell anbieten.

Förderung von E-Bikes und Elektrorollern

Von den elektrischen Fahrrädern zu unterscheiden sind „schnelle Elektrofahrräder“, auch „S-Pedelec“ oder „E-Bikes“ genannt. Sie können über Drehgriffe oder Schaltknöpfe mit einem eigenständigen Motor bewegt werden – also auch, wenn gar nicht in die Pedale getreten wird. Im Gegensatz zu den Pedelecs gelten E-Bikes damit rechtlich als Krafträder. Auch Elektroroller (E-Roller) sind den Krafträdern zugeordnet. Ihre Bauform ist nach dem italienischen Hersteller als „Vespa“ bekannt – und begrifflich nicht mit den E-Scootern (Tretroller) zu verwechseln, die gelegentlich ebenfalls als Elektroroller bezeichnet werden.

(c) www.iStock.com / sergeyryzhov

Auch E-Bikes und E-Roller boomen seit Jahren, weshalb es ebenfalls keine staatlichen Förderprogramme dafür gibt. Aber auch hier bieten Bundesländer, Kommunen und Energieversorger Fördermittel. So bezuschusst beispielsweise der hessische Energieversorger Mainova AG den Kauf von Elektrorollern mit bis zu 150 Euro. Die Stadtwerke Göttingen räumen ihren Kunden einen Rabatt von 300 Euro auf E-Roller ein – allerdings nur auf die Roller eines bestimmten Herstellers.

Zur Übersicht der Förderprogramme für Elektroroller

Förderung von Lademöglichkeiten für Elektrofahrzeuge (Wallbox und Ladesäule)

Elektrisch betriebene Fahrzeuge wie E-Autos können keine herkömmlichen Tankstellen nutzen, sondern brauchen Lademöglichkeiten für ihre Akkus (oder einfach „Batterien“). Es gibt dafür bereits ein Netz an öffentlichen E-Tankstellen. Aber auch Privatpersonen und Firmen können eine Ladeinfrastruktur errichten.

Eine Wandladestation (auch „Wallbox“ oder „Wall Connector“) ist dafür die einfachste Variante. Wandladestationen bieten keine Bezahlfunktion und werden daher für private Fahrzeuge oder Firmenwagen eingesetzt. Ladesäulen hingegen können auch öffentlich genutzt werden, da der ausgegebene Strom in der Regel abgerechnet werden kann.

(c) www.iStock.com / Sven Loeffler

Für Ladeinfrastruktur gibt es vom Bund nur ein Förderprogramm für Unternehmen, keines für Privatpersonen. Dafür gibt es zahlreiche Fördermittel von Ländern und Kommunen. So unterstützt Nordrhein-Westfalen Wallboxen und Ladesäulen mit 1.000 Euro beziehungsweise 3.000 Euro. Vom Energieversorger Entega gibt es 200 Euro für Wandladestationen.

Zur Übersicht der Förderprogramme für Lademöglichkeiten für E-Fahrzeuge

Förderung der Beratung zu Elektromobilität

Der Schritt zur E-Mobilität ist mit einer recht weitreichenden Umstellung verbunden – insbesondere da keine herkömmlichen Tankstellen mehr genutzt werden können. Aus diesem Grund fördert zum Beispiel die Stadt München Beratungen zu Elektromobilität: Für Beratung zur Auswahl von Elektrofahrzeugen und zum Aufbau von Ladeinfrastruktur werden bis zu 80 Prozent der Beratungskosten erstattet.

Zur Förderung der Beratung zu Elektromobilität

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