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Energiesparlampe oder LED?

Wer sich zwischen einer Energiesparlampe oder LED entscheidet, sollte nicht nur auf den Preis und den Stromverbrauch achten. Sonst kann es düstere Überraschungen geben. Wichtig ist zum Beispiel auch, wo die Lampe zum Einsatz kommen soll.

Die wichtigsten Fakten auf einen Blick

  • LED meist teurer in der Anschaffung, häufig aber ökonomischer
  • nicht nur Preis und Stromverbrauch sind bei Auswahl wichtig
  • Einsatzort entscheidet über Art der Lampe
  • Lebensdauer von LED-Lampen: bis zu 20 Jahre
  • mit der App „ecoGator” passende Lampen finden
Energiesparlampen und LED-Lampen im Test(c) Stiftung Warentest

Energiesparlampe oder LED: Welche ist besser?

Echte Sparfüchse schauen nur auf den Preis. Ginge es danach, wäre sicherlich der Testsieger der Stiftung Warentest Philips LED Tropfenform P45 4W die eierlegende Wollmilchsau unter den Sparlampen. Sie kostet inzwischen nur noch rund vier Euro und sorgt mit lediglich vier Watt für eine niedrigere Stromrechnung.

Aber ist sie auch hell genug? Passt sie in die Nachttischlampe? Und lässt sie sich auch dimmen? Wir zeigen Ihnen, worauf Sie bei der Entscheidung zwischen Energiesparlampe oder LED achten sollten. Mit der App „ecoGator” können Sie dann passende Lampen suchen.

1. Energiesparlampe und LED: Vergleich der Kosten

Bei der Wahl zwischen Energiesparlampe und LED stellt sich die Preisfrage gleich zweimal: einmal beim Kauf und dann beim Blick auf den Stromverbrauch. In der Regel sind LED-Lampen teurer als Energiesparlampen. Dafür verbrauchen sie aber auch weniger Strom. Deswegen an dieser Stelle gleich die erste Faustregel: Je länger eine Lampe brennt, desto eher lohnt sich eine LED.

Nicht in jedem Fall rechnet sich der höhere Kaufpreis, wie Vergleiche zeigen. Denn sowohl Energiesparlampen als auch LEDs verbrauchen verhältnismäßig wenig Strom. Um eine Glühbirne mit 60 Watt zu ersetzen, können schon 15 Watt (Energiesparlampe) beziehungsweise 11 Watt (LED) genügen. Entsprechend lange kann es dauern, bis die geringeren Kosten für 4 Watt weniger den höheren Kaufpreis ausgleichen. Allerdings gehen die Preisunterschiede immer weiter zurück.

Kosten für Kauf und Strom im Vergleich – Energiesparlampe vs. LED

  • Energiesparlampe Müller-Licht Ultra-Mini Vollcover (15020) mit 15 Watt für (damals) etwa 5 Euro und
  • LED Philips A60 E27 11W mit 11 Watt für (damals) circa 12 Euro (günstigste „gute”).

Leuchten beide im Schnitt drei Stunden pro Tag, liegt die LED erst nach fast 7 Jahren bei den Gesamtkosten (Kaufpreis plus Stromkosten) vorn; bei einer Brenndauer von sechs Stunden täglich dauert es weniger als 4 Jahre. Der Test stammt allerdings aus dem Jahr 2013. Inzwischen sind beide Modelle schon ab drei bis fünf Euro zu haben. Bei solch geringen Preisunterschieden lohnt sich auf jeden Fall der Griff zur LED.

LED-Lampen: inzwischen gut und günstig

Nicht nur die Preise für LED-Lampen haben sich in den vergangenen Jahren erfreulich entwickelt, sondern auch die Qualität. Das zeigen Tests der Stiftung Warentest. So erreichten alle zwanzig Modelle beim Test 11/2016 mindestens ein „gut”, fünf sogar das Testurteil „sehr gut” – und das bei Preisen ab zwei bis vier Euro. Beim Test 5/2013 erreichte dagegen noch keine LED ein „sehr gut”.

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2. Energiesparlampe vs. LED: Welche hält länger?

Energiesparlampen im Test: Dauertest(c) Stiftung Warentest

Energiesparlampen und LEDs im Dauertest

Die lange Lebensdauer zählt die Stiftung Warentest zu den größten Vorteilen von LED-Lampen. Bereits beim Test 5/2013 überstanden alle Modelle 6.000 Brennstunden. Einige Modelle aus früheren Tests leuchteten demnach sogar schon seit mehr als 20.000 Stunden. Das entspricht einer Lebensdauer von zwanzig Jahren (bei drei Stunden Brenndauer pro Tag). Die Hersteller selbst geben meist eine Lebensdauer zwischen 15.000 und 30.000 Stunden an. Bei Energiesparlampen fallen die Angaben deutlich niedriger aus: 8.000 bis 10.000 Stunden.

In Sachen Haltbarkeit gibt es neben der Brenndauer einen weiteren wichtigen Faktor für den Vergleich von Energiesparlampen und LEDs: die Helligkeit. Wie Stiftung Warentest-Projektleiter Peter Schick im Interview erklärt, nimmt die Helligkeit mit der Zeit bei allen Lampen ab. Besonders stark ist dieser Effekt übrigens bei Glühlampen. Der kleinste Helligkeitsverlust wird bei LED-Lampen verzeichnet; Energiesparlampen liegen dazwischen.

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3. Quecksilber: akzeptabel oder nicht?

Ob es nun eine Energiesparlampe oder LED sein soll, lässt sich auch an einer einzigen Frage festmachen: Darf die Lampe Quecksilber enthalten oder nicht? Handelsübliche Energiesparlampen enthalten nämlich allesamt Quecksilber – wenn auch in sehr geringen Mengen und im ausgeschalteten Zustand inzwischen meist in Amalgam gebunden anstatt als Flüssigquecksilber. Dennoch fürchten viele Verbraucher eine Vergiftung, falls doch mal eine Energiesparlampe zu Bruch geht. Experten geben jedoch Entwarnung und die sichere Entsorgung ist auch kein allzu großes Problem.

Wer ganz auf Nummer sicher gehen will, kann zu Energiesparlampen mit Splitterschutz greifen oder gleich auf LED setzen. Denn LED-Lampen kommen im Gegensatz zu Energiesparlampen ganz ohne Quecksilber aus.

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4. Energiesparlampe oder LED? Auf den Einsatzort kommt es an!

Wenn im Kinderzimmer die Bälle fliegen, kann schon mal etwas kaputtgehen. Deswegen ist hier eine günstige Energiesparlampe mit Splitterschutz (!) womöglich besser geeignet als eine teure LED-Lampe. Ähnliches gilt für andere Orte, an denen Energiesparlampen oder LEDs zum Einsatz kommen sollen. Denn nicht jede Lampe ist für jeden Zweck geeignet. Am besten gehen Sie vor dem Kauf jeden einzelnen Lampen-Standort mit einer Checkliste durch.

Wer eine dimmbare Sparlampe sucht, muss bei beiden Arten genau hinsehen. Bei den LEDs sind nicht alle dimmbar und nicht alle Dimmschalter sind geeignet. Bei Energiesparlampen sind die meisten Modelle nicht dimmbar.

Vor allem bei den Extras zeigt sich, ob eine Energiesparlampe oder LED besser passt. Denn bei diesen Punkten spielt die LED ihre Vorteile aus.

  • sofort hell: zum Beispiel fürs Treppenhaus
  • schaltfest: für Räume, in denen das Licht häufig ein- und ausgeschaltet wird, zum Beispiel im WC
  • temperaturunempfindlich: beispielsweise für die Außenbeleuchtung

Weitere Punkte für die Checkliste:

  • Fassung: E27, E14, GU10, GU5.3, G9, G4, G13 oder...?
  • Form: klassisch, Kerze, Tropfen, Spot oder...?
  • Spots: 12 V oder 220 V? Trafo mit Mindestleistung?
  • Größe: Darf die Lampe eine bestimmte Länge oder Breite nicht überschreiten, zum Beispiel für einen schmalen Lampenschirm?
  • Lumen statt Watt – Faustregel der Stiftung Warentest: „Watt mal zehn entspricht dem Lumenwert”:
    180 bis 200 Lumen entsprechen 25 Watt einer Glühbirne,
    350 bis 400 Lumen: 40 Watt,
    590 bis 700 Lumen: 60 Watt,
    800 bis 900 Lumen: 75 Watt und
    1.140 bis 1.400 Lumen:100 Watt.
  • Kelvin: von extra warmweiß (2.500) bis tageslicht-weiß (6.500) – zum Vergleich: Glühbirnen erreichen 2.900 Kelvin

Erläuterungen zu den einzelnen Punkten finden Sie in unserer Infografik und dem Artikel „Watt, Lumen & Fassungsgrößen bei Energiesparlampen & LEDs”.

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5. Farbwiedergabe: Schreibtisch, Werkbank oder Gemälde im rechten Licht?

Die mäßige Farbwiedergabe hält die Stiftung Warentest für den größten Nachteil von Energiesparlampen. Besonders problematisch sind demnach Rottöne. Wichtig kann das zum Beispiel am Schreibtisch oder bei einem Gemälde sein. Im Test 10/2013 hatten sämtliche Energiesparlampen Probleme, Farbnuancen wiederzugeben.

Bei den LEDs dagegen schnitten sechs von zehn Modellen besser ab. Nur zwei Jahre später, im Test 10/2015, gab es zumindest eine sehr gute LED-Lampe und zahlreiche gute, auch mit GU10-Sockel.

Neben den Testergebnissen kann auch die Kennzeichnung bei der Auswahl helfen. Für eine gute Farbwiedergabe sollte der Ra-Wert bei 90 statt 80 liegen. Ist nur eine Farbkennzahl angegeben, zum Beispiel die 927, dann steht die 9 für die Farbwiedergabe, also einen Ra-Wert von 90.

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6. Ökobilanz: Energiesparlampe vs. LED

Wie beim Preis ist auch bei der Umweltfreundlichkeit die Haltbarkeit entscheidend. Betrachtet man nur die Produktion, schneiden LEDs schlechter als Energiesparlampen ab. Denn der Materialaufwand ist bei der LED größer und es werden außerdem viele seltene Metalle benötigt. Der geringere Stromverbrauch und die Langlebigkeit machen diesen Nachteil gegenüber der Energiesparlampe aber wieder mehr als wett.

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7. Die Testsieger im Überblick

Die Stiftung Warentest hat in den vergangenen Jahren verschiedene Arten von Energiesparlampen und LED-Lampen unter die Lupe genommen. Nur bei der Kerzenform gab es keine Energiesparlampe, die ein mindestens gutes Testurteil erreichte – aber dafür gleich mehrere LED-Lampen. Die besten Energiesparlampen (ESL) und LED-Lampen im Überblick:

Testsieger LED/ESL statt Glühbirnen (E27)

  • 25 Watt:
    Philips LED Tropfenform P45 4W
    ESL Müller-Licht Ultra Mini (14939) – Test 10/2013
  • 60 Watt:
    Osram LED Star Classic A 60
    Toshiba E-Core LED A60 (LDA002D2710-EUC)
    ISY LED Lamp (ILE 6001) – Test 4/2015
  • 75 Watt:
    Lightme LM85177
    BIOLEDEX Araxa (B27-1201-302)
    Aldi Nord / MeLiTec LED-Leuchtmittel L103 – Test 11/2016
  • 100 Watt:
    Lightme LED Classic LM85158 – Test 11/2016

Testsieger LED statt Glühbirnen (E14/Kerzenform)

Testsieger LED statt Halogenlampen

  • G4:
    Lightme LED-G4 LM85225 – Test 8/2017
  • G9:
    Müller-Licht HD-LED G9 – Test 9/2016
  • GU10:
    MeLiTec LED-Leuchtmittel L81
    ELV Elektronik 6,2-W-GU10-LED-Lampe, warmweiß, 36° – Test 4/2016
  • GU5.3:
    Ledon Lamp LED-Spot MR16 GU5.3 6W
    MeLiTec LED-Leuchtmittel L82 – Test 4/2016
  • Röhren:
    Paulmann Licht LED Röhre Tube 18W G13 Opal Neutralweiß
    Osram SubstiTUBE Star ST8S
    Müller-Licht LED-Röhre (18761) – Test 8/2017

Testsieger LED Farbwiedergabe

  • E27, warmweiß:
    Xavax High Line LED-Lampe 9,2W, E27 – Test 10/2015
  • E27, tageslichtweiß:
    Viva-Lite Vollsprektrum LED E27 8W – Test 10/2015
  • GU10:
    Osram Pro LED Parathom Par16 Advanced Cool White
    Philips Master LEDspot GU10 8W 827
    Lightme LED HighCRI Par16 – Test 10/2015

Weitere Testsieger

Testsieger im Test 10/2014 – als Ersatz für Halogen-Spotlampen

  • GU5.3/12 Volt: Philips LED
  • GU10/230 Volt: Bioledex Helso LED und Philips LED

Testsieger im Test 4/2014 – als Ersatz für 75 Watt-Glühbirnen

  • LED: Toshiba LED E-Core
  • Energiesparlampe: Osram Dulux Superstar Facility

Testsieger im Test 5/2013 – als Ersatz für 60 Watt-Glühbirnen

  • LED: Osram Parathom Classic A 60 Advanced und Sylvania ToLEDo GLS A 60
  • Energiesparlampe: Müller-Licht Ultra-Mini Vollcover (15020)

Testsieger im Test 9/2012 – Kerzenform

  • LED: Osram LED Superstar Classic B 25
  • Energiesparlampe: im Test nur „befriedigend”

Testsieger im Test 3/2012 – Spots

  • mit E14-Sockel: Philips myAmbiance LED-Spot 4W
  • mit GU10-Sockel: Osram Parathom Pro LED Par16 35 Advanced 8W
  • mit GU5.3-Sockel: Toshiba GU5.3 (LDRA0530MU5EU)

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