Wir verwenden Cookies für den bestmöglichen Service für Sie. Mit der Nutzung unserer Webseite stimmen Sie den Datenschutzbestimmungen zu und akzeptieren die Verwendung von Cookies. Alternativ können Sie die Einstellungen anpassen.

Energiesparlampe oder LED?

Energiesparlampe und LED-Glühbirne – preislich gibt es kaum noch Unterschiede zwischen den beiden Leuchtmitteln. Und auch im Energieverbrauch sind beide Optionen fast gleich sparsam. Für die richtige Wahl kommt es deshalb vor allem darauf an, wo die Lampe zum Einsatz kommen soll.

StromCheck: Stromverbrauch prüfen

Verbrauchen Sie zu viel Strom durch Ihre Beleuchtung? Vergleichen Sie Ihren Verbrauch mit dem ähnlicher Haushalte und erhalten Sie passende Tipps:

Die wichtigsten Fakten auf einen Blick

  • LED meist nur geringfügig teurer in der Anschaffung, insgesamt meist aber ökonomischer
  • nicht nur Preis und Stromverbrauch sind bei Auswahl wichtig
  • Einsatzort entscheidet über Art der Lampe
  • Lebensdauer von LED-Lampen: bis zu 20 Jahre
  • auf verlängerte Herstellergarantie achten

1. Energiesparlampe und LED: Vergleich der Kosten

Energiesparlampen und LED-Lampen im Test(c) Stiftung Warentest

Energiesparlampe oder LED: Welche ist besser?

Noch vor ein paar Jahren waren LED-Glühbirnen häufig bis zu doppelt so teuer wie Energiesparlampen. Diese Zeiten sind vorbei: Die meisten Modelle sind sowohl als LED als auch als Energiesparlampe für zwischen 2 und 5 Euro zu haben. Da LED-Leuchten langlebiger und sogar noch etwas energiesparender sind als Energiesparlampen, lohnt sich meistens der Griff zur LED. Ausnahmen gibt es, wenn es sich um spezielle Formen oder Anschlüsse handelt oder wenn die Leuchte dimmbar sein soll. Hier gilt die Faustregel: Je länger eine Lampe brennt, desto eher lohnt sich eine LED.

Um eine Glühbirne mit 60 Watt zu ersetzen, können beispielsweise schon 15 Watt (Energiesparlampe) beziehungsweise 11 Watt (LED) genügen. Durch ihren sehr geringen Energieverbrauch spart die LED-Leuchte im Vergleich zur Energiesparlampe täglich 0,4 Cent. Ein Preisunterschied von beispielsweise einem Euro hat sich so nach einem Jahr amortisiert.

So viel können Sie mit LED-Lampen sparen

LED-Lampen: inzwischen gut und günstig

Nicht nur die Preise für LED-Lampen haben sich in den vergangenen Jahren erfreulich entwickelt, sondern auch die Qualität. Das zeigen Tests der Stiftung Warentest. So erreichten alle zwanzig Modelle beim Test 11/2016 mindestens ein „gut”, fünf sogar das Testurteil „sehr gut” – und das bei Preisen ab zwei bis vier Euro. Beim Test 5/2013 erreichte dagegen noch keine LED ein „sehr gut”.

Halogenlampe
(42 Watt)
Energiespar-lampe
(15 Watt)
LED (11 Watt)
Anschaffungspreisca. 2 Euroca. 3 Euroca. 5 Euro
Lebensdauer: Stunden (h)ca. 4.000ca. 10.000ca. 20.000
Lampenkosten 10.000 h5 Euro3 Euro5 Euro
Lampenkosten 20.000 h10 Euro6 Euro5 Euro
Stromverbrauch 10.000 h420 kWh150 kWh110 kWh
Stromverbrauch 20.000 h840 kWh300 kWh220 kWh
Gesamtkosten 10.000 h126,80 Euro46,50 Euro36,90 Euro
Gesamtkosten 20.000 h253,60 Euro93,00 Euro68,80 Euro

Berechnungsgrundlage: Brenndauer ca. 3 Stunden pro Tag / Strompreis: 0,29 Euro je Kilowattstunde (kWh) / Lampen mit etwa identischer Lichteinstellung / Quelle: HEA

2. Energiesparlampe vs. LED: Welche hält länger?

Energiesparlampen im Test: Dauertest(c) Stiftung Warentest

Energiesparlampen und LEDs im Dauertest

Die lange Lebensdauer zählt die Stiftung Warentest zu den größten Vorteilen von LED-Lampen. Bereits beim Test 5/2013 überstanden alle Modelle 6.000 Brennstunden. Einige Modelle aus früheren Tests leuchteten demnach sogar schon seit mehr als 20.000 Stunden. Das entspricht einer Lebensdauer von zwanzig Jahren (bei drei Stunden Brenndauer pro Tag). Die Hersteller selbst geben meist eine Lebensdauer zwischen 15.000 und 30.000 Stunden an. Bei Energiesparlampen fallen die Angaben deutlich niedriger aus: 8.000 bis 10.000 Stunden.

In Sachen Haltbarkeit gibt es neben der Brenndauer einen weiteren wichtigen Faktor für den Vergleich von Energiesparlampen und LEDs: die Helligkeit. Wie Stiftung Warentest-Projektleiter Peter Schick im Interview erklärt, nimmt die Helligkeit mit der Zeit bei allen Lampen ab. Besonders stark ist dieser Effekt übrigens bei Glühlampen. Der kleinste Helligkeitsverlust wird bei LED-Lampen verzeichnet; Energiesparlampen liegen dazwischen.

Nach oben

3. Quecksilber: akzeptabel oder nicht?

Ob es nun eine Energiesparlampe oder LED sein soll, lässt sich auch an einer einzigen Frage festmachen: Darf die Lampe Quecksilber enthalten oder nicht? Handelsübliche Energiesparlampen enthalten nämlich allesamt Quecksilber – wenn auch in sehr geringen Mengen und im ausgeschalteten Zustand inzwischen meist in Amalgam gebunden anstatt als Flüssigquecksilber. Dennoch fürchten viele Verbraucher eine Vergiftung, falls doch mal eine Energiesparlampe zu Bruch geht. Experten geben jedoch Entwarnung und die sichere Entsorgung ist auch kein allzu großes Problem.

Wer ganz auf Nummer sicher gehen will, kann zu Energiesparlampen mit Splitterschutz greifen oder gleich auf LED setzen. Denn LED-Lampen kommen im Gegensatz zu Energiesparlampen ganz ohne Quecksilber aus.

Nach oben

4. Energiesparlampe oder LED? Auf den Einsatzort kommt es an!

(c) Allen Taylor | Unsplash

Wenn im Kinderzimmer die Bälle fliegen, kann schon mal etwas kaputtgehen. Deswegen ist hier eine einfache und günstige Energiesparlampe mit Splitterschutz (!) womöglich besser geeignet als eine teurere LED-Lampe. Ähnliches gilt für andere Orte, an denen Energiesparlampen oder LEDs zum Einsatz kommen sollen. Denn nicht jede Lampe ist für jeden Zweck geeignet. Am besten gehen Sie vor dem Kauf jeden einzelnen Lampen-Standort mit einer Checkliste durch.

Wer eine dimmbare Sparlampe sucht, muss bei beiden Arten genau hinsehen. Bei den LEDs sind nicht alle dimmbar und nicht alle Dimmschalter sind geeignet. Auch bei Energiesparlampen sind die viele Modelle nicht dimmbar. Wenn Sie eine Leuchte aus Ihrem Fundus benutzen, achten Sie drauf, dass die dimmbare Lampe im Betrieb nicht summt. Denn dann ist die Leuchte wahrscheinlich nicht für diesen Einsatz geeignet.

Vor allem bei den Extras zeigt sich, ob eine Energiesparlampe oder LED besser passt. Denn bei diesen Punkten spielt die LED ihre Vorteile aus.

  • sofort hell: zum Beispiel fürs Treppenhaus
  • schaltfest: für Räume, in denen das Licht häufig ein- und ausgeschaltet wird, zum Beispiel im WC
  • temperaturunempfindlich: beispielsweise für die Außenbeleuchtung

Weitere Punkte für die Checkliste:

  • Fassung: E27, E14, GU10, GU5.3, G9, G4, G13 oder...?
  • Form: klassisch, Kerze, Tropfen, Spot oder...?
  • Spots: 12 V oder 220 V? Trafo mit Mindestleistung?
  • Größe: Darf die Lampe eine bestimmte Länge oder Breite nicht überschreiten, zum Beispiel für einen schmalen Lampenschirm?
  • Lumen statt Watt – Faustregel der Stiftung Warentest: „Watt mal zehn entspricht dem Lumenwert”:
    180 bis 200 Lumen entsprechen 25 Watt einer Glühbirne,
    350 bis 400 Lumen: 40 Watt,
    590 bis 700 Lumen: 60 Watt,
    800 bis 900 Lumen: 75 Watt und
    1.140 bis 1.400 Lumen:100 Watt.
  • Kelvin: von extra warmweiß (2.500) bis tageslicht-weiß (6.500) – zum Vergleich: Glühbirnen erreichen 2.900 Kelvin

Erläuterungen zu den einzelnen Punkten finden Sie in unserer Infografik und dem Artikel „Watt, Lumen & Fassungsgrößen bei Energiesparlampen & LEDs”.

Glühbirne und Energiesparlampe(c) iStock/viafilms

Alte Glühbirnen lieber aufbrauchen oder ersetzen?

Wenn Sie noch Glühlampen oder Halogenleuchten zu Hause haben, geht es Ihnen wie vielen Verbraucher*innen. Ist es sinnvoll, diese Leuchten alle direkt zu entsorgen? Unser Tipps: Brauchen Sie Ihre alten Glühbirnen oder Halogenlampen getrost in kaum oder nur kurz genutzten Räumen auf, zum Beispiel auf dem Dachboden, im Keller, in der Speise- oder Abstellkammer. Denn wo Lampen nur selten brennen, ist kaum Strom zu sparen.

Nach oben

5. Farbwiedergabe: Schreibtisch, Werkbank oder Gemälde im rechten Licht?

(c) Alice Achterhof | Unsplash

Die mäßige Farbwiedergabe hält die Stiftung Warentest für den größten Nachteil von Energiesparlampen. Besonders problematisch sind demnach Rottöne. Wichtig kann das zum Beispiel am Schreibtisch oder bei einem Gemälde sein. Im Test 10/2013 hatten sämtliche Energiesparlampen Probleme, Farbnuancen wiederzugeben.

Bei den LEDs dagegen schnitten sechs von zehn Modellen besser ab. Nur zwei Jahre später, im Test 10/2015, gab es zumindest eine sehr gute LED-Lampe und zahlreiche gute, auch mit GU10-Sockel.

Neben den Testergebnissen kann auch die Kennzeichnung bei der Auswahl helfen. Für eine gute Farbwiedergabe sollte der Ra-Wert bei 90 statt 80 liegen. Ist nur eine Farbkennzahl angegeben, zum Beispiel die 927, dann steht die 9 für die Farbwiedergabe, also einen Ra-Wert von 90.

Nach oben

6. Ökobilanz: Energiesparlampe vs. LED

Wie beim Preis ist auch bei der Umweltfreundlichkeit die Haltbarkeit entscheidend. Betrachtet man nur die Produktion, schneiden LEDs schlechter als Energiesparlampen ab. Denn der Materialaufwand ist bei der LED größer und es werden außerdem viele seltene Metalle benötigt. Der geringere Stromverbrauch und die Langlebigkeit machen diesen Nachteil gegenüber der Energiesparlampe aber wieder mehr als wett.

Nach oben

7. Die Testsieger im Überblick

Die Stiftung Warentest hat in den vergangenen Jahren verschiedene Arten von Energiesparlampen und LED-Lampen unter die Lupe genommen. Nur bei der Kerzenform gab es keine Energiesparlampe, die ein mindestens gutes Testurteil erreichte – aber dafür gleich mehrere LED-Lampen. Die besten Energiesparlampen (ESL) und LED-Lampen im Überblick:

Testsieger LED/ESL statt Glühbirnen (E27)

  • 25 Watt:
    Philips LED Tropfenform P45 4W
    ESL Müller-Licht Ultra Mini (14939) – Test 10/2013
  • 60 Watt:
    Osram LED Star Classic A 60
    Toshiba E-Core LED A60 (LDA002D2710-EUC)
    ISY LED Lamp (ILE 6001) – Test 4/2015
  • 75 Watt:
    Lightme LM85177
    BIOLEDEX Araxa (B27-1201-302)
    Aldi Nord / MeLiTec LED-Leuchtmittel L103 – Test 11/2016
  • 100 Watt:
    Lightme LED Classic LM85158 – Test 11/2016

Testsieger LED statt Glühbirnen (E14/Kerzenform)

Testsieger LED statt Halogenlampen

  • G4:
    Lightme LED-G4 LM85225 – Test 8/2017
  • G9:
    Müller-Licht HD-LED G9 – Test 9/2016
  • GU10:
    MeLiTec LED-Leuchtmittel L81
    ELV Elektronik 6,2-W-GU10-LED-Lampe, warmweiß, 36° – Test 4/2016
  • GU5.3:
    Ledon Lamp LED-Spot MR16 GU5.3 6W
    MeLiTec LED-Leuchtmittel L82 – Test 4/2016
  • Röhren:
    Paulmann Licht LED Röhre Tube 18W G13 Opal Neutralweiß
    Osram SubstiTUBE Star ST8S
    Müller-Licht LED-Röhre (18761) – Test 8/2017

Testsieger LED Farbwiedergabe

  • E27, warmweiß:
    Xavax High Line LED-Lampe 9,2W, E27 – Test 10/2015
  • E27, tageslichtweiß:
    Viva-Lite Vollsprektrum LED E27 8W – Test 10/2015
  • GU10:
    Osram Pro LED Parathom Par16 Advanced Cool White
    Philips Master LEDspot GU10 8W 827
    Lightme LED HighCRI Par16 – Test 10/2015

Weitere Testsieger

Testsieger im Test 10/2014 – als Ersatz für Halogen-Spotlampen

  • GU5.3/12 Volt: Philips LED
  • GU10/230 Volt: Bioledex Helso LED und Philips LED

Testsieger im Test 4/2014 – als Ersatz für 75 Watt-Glühbirnen

  • LED: Toshiba LED E-Core
  • Energiesparlampe: Osram Dulux Superstar Facility

Testsieger im Test 5/2013 – als Ersatz für 60 Watt-Glühbirnen

  • LED: Osram Parathom Classic A 60 Advanced und Sylvania ToLEDo GLS A 60
  • Energiesparlampe: Müller-Licht Ultra-Mini Vollcover (15020)

Testsieger im Test 9/2012 – Kerzenform

  • LED: Osram LED Superstar Classic B 25
  • Energiesparlampe: im Test nur „befriedigend”

Testsieger im Test 3/2012 – Spots

  • mit E14-Sockel: Philips myAmbiance LED-Spot 4W
  • mit GU10-Sockel: Osram Parathom Pro LED Par16 35 Advanced 8W
  • mit GU5.3-Sockel: Toshiba GU5.3 (LDRA0530MU5EU)

Nach oben

8. Garantie beachten und Kaufzettel aufbewahren

Hersteller von LED-Glühbirnen werben oft mit langen Brenndauern der Leuchten. Das und der niedrige Energieverbrauch rechtfertigen den teilweise höheren Preis von einzelnen Produkten - und es ist besonders ärgerlich, wenn die 15 Euro teure Lampe schon nach einem Jahr nicht mehr funktioniert. Gerade bei hochpreisigen Leuchten sollten Sie deshalb darauf achten, welchen Garantiezeitraum der Hersteller angibt. Allgemein gilt nach dem Bundesgesetzbuch für alle Anbieter eine gesetzliche Gewährleistungfrist von 24 Monaten. Die ist jedoch mit Vorsicht zu genießen, denn nach sechs Monaten ist es die Pflicht der Käufer*innen nachweisen, dass das Produkt von Anfang an mangelhaft war – was sich häufig als schwierig erweist.

Die gute Nachricht: Seriöse Anbieter versehen ihre Produkte häufig mit einer freiwilligen Garantie über zwei, drei oder sogar fünf Jahre. Gibt die Leuchte dann vor der versprochenen Zeit den Geist auf, erhalten Sie unkompliziert und schnell Ersatz. Vorausgesetzt, Sie können den Kauf mit dem Kassenzettel nachweisen.

Unser Tipp: Heben Sie alle Kassenzettel für Leuchtmittel auf.  Am besten einfach in die Verpackung stecken und darauf das Installationsdatum und den Einsatzort (zum Beispiel „Flur”) notieren.

Nach oben

weiter