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Welcher Kühlschrank ist der richtige? Die fünf wichtigsten Kauftipps

Sie haben sich für den Kauf eines neuen Kühlschranks, Gefrierschranks oder einer Kühl-/Gefrierkombination entschieden? Stellt sich nur noch die Frage: Welcher Kühlschrank ist der richtige? Um ein passendes und effizientes Kühlgerät zu finden, sollten Sie ein paar Hinweise beachten – und unseren KühlCheck nutzen.

Die wichtigsten Fakten auf einen Blick

  • Energiekosten oft wichtiger als Anschaffungspreis
  • Tausch des Altgeräts nach spätestens 15 Jahren
  • Neugeräte sollten Effizienzklasse A++ oder A+++ haben
  • Nutzvolumen des Kühlschranks: 50 Liter pro Person
  • Gefrierfach oder Gefrierschrank abhängig von individueller Nutzung

1. Stromkosten nicht unterschätzen

Kühlschränke(c) iStock/ClarkandCompany

Welcher Kühlschrank ist der richtige? Der KühlCheck sorgt für Durchblick.

Wer nur auf einen günstigen Kaufpreis schielt, zahlt langfristig sehr wahrscheinlich drauf. Denn bei Kühlgeräten spielt der Stromverbrauch eine oft unterschätzte Rolle. Bei vielen Geräten übersteigen die Energiekosten während der Nutzungsdauer den Anschaffungspreis! Ein Beispiel aus einem Vergleich der Stiftung Warentest (Heft 5/2017):

  • Bei der sparsamsten Kühl-Gefrier-Kombination fallen in 15 Jahren rund 600 Euro Stromkosten an.
  • Bei einem vergleichbaren Gerät mit hohem Stromverbrauch sind es dagegen fast 2.000 Euro.

Es lohnt sich also, neben dem Kaufpreis auch die Stromkosten genauer unter die Lupe zu nehmen!

Übrigens: Den Kühlschrank zu entsorgen, erscheint auch dann sinnvoll, wenn die gesamte Umweltbilanz des Kühlgeräts betrachtet wird: Eine solche Bilanz berücksichtigt nicht nur die Energie, die beim Betrieb des Geräts verbraucht wird. Sondern auch die Energie und die Ressourcen, die bei Herstellung, Auslieferung und Entsorgung des Kühlschranks aufzubringen sind. Das Öko-Institut hat ermittelt, dass der geringere Stromverbrauch der neuen Kühlschränke (im Vergleich mit einem zehn bis fünfzehn Jahre alten Gerät) den Ressourcenverbrauch nach etwa fünf Jahren wieder ausgeglichen hat.

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2. Auf Energieeffizienzklasse des Kühlschranks achten

Bei der Entscheidung, welcher Kühlschrank der richtige für Sie ist, hilft ein Blick auf die Energieeffizienzklasse des Kühlschranks

Dabei ist zu beachten, dass die Energieeffizienzklasse A+ heute der Durchschnitt bei neuen Kühlschränken und Gefriertruhen ist. Ein mit einem grünen A+ ausgezeichnetes Gerät ist also nicht besonders effizient. Geräte unterhalb der A-Klasse sind heute nicht mehr zeitgemäß.

Seit 2011 gibt es ein europäisches Effizienzlabel, das von D bis A+++ reicht. Halten Sie also möglichst Ausschau nach Kühlschränken der Energieeffizienzklassen A++ oder A+++ – oder nutzen Sie unseren KühlCheck, der für Übersicht im Labeldschungel sorgt und Ihnen verrät, welcher Kühlschrank der richtige für Sie ist. Eine Alternative für unterwegs ist die App „ecoGator”.

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3. Größe des Kühlschranks passend wählen

Welcher Kühlschrank zu Ihnen passt, hängt auch von Ihrer Haushaltsgröße ab. Grundsätzlich gilt: Je größer der Kühlschrank ist, desto mehr Energie verbraucht er üblicherweise. Deswegen sollten Sie ein Gerät kaufen, das nicht unverhältnismäßig groß ist. Die Stiftung Warentest empfiehlt folgende Richtwerte für den Nutzinhalt von Kühlschränken:

  • 1- bis 2-Personen-Haushalte: 100 bis 140 Liter
  • für jede weitere Person: plus 50 Liter

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4. Kühlschrank – mit Gefrierfach oder ohne?

offener Kuehlschrank(c) Piotr Pawinski-Fotolia.com

Abhängig davon, wie viel man selbst einfriert oder eingefroren kauft, steht die Entscheidung zwischen den verschiedenen Gerätetypen an:

  1. Kühlschrank ohne Gefrierfach
  2. Kühlschrank mit Gefrierfach (integriert)
  3. Kühl-/Gefrierkombination (mit separatem Gefrierbereich)
  4. Gefrierschrank/Gefriertruhe

Auch hierzu gibt es hilfreiche Richtwerte für die richtige Auswahl von der Stiftung Warentest:

  • geringe Vorratshaltung: 50 bis 80 Liter Gefrierteil
  • ausgeprägte Vorratshaltung: 100 bis 130 Liter Gefrierteil

Außerdem ist zwischen verschiedenen Gefrierfächern zu unterscheiden – anhand der für die Kühlleistung vergebenen Sterne:

* (1 Stern)
bis minus 6 Grad Celsius; fürs kurzfristige Lagern gefrorener Lebensmittel (bis etwa eine Woche)

** (2 Sterne)
bis minus 12 Grad Celsius; bis etwa einen Monat

*** (3 Sterne)
bis minus 18 Grad Celsius; bis drei Monate

**** (4 Sterne)

minus 18 Grad Celsius und kälter; bis ein Jahr und länger; auch geeignet zum Einfrieren, ohne dass bereits Eingelagertes wieder auftaut

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5. Klimaklasse gibt Auskunft über optimalen Standort

Mit der Klimaklasse wird angegeben, wo das Kühl- oder Gefriergerät betrieben werden sollte. Schließlich gibt es im Haus sehr unterschiedliche Temperaturbereiche: vom unbeheizten Keller über den beheizten Wohnraum bis hin zu besonders warmen Stellplätzen, beispielsweise in heißeren Ländern.

  • SN (Subnormal): Umgebungstemperatur von zehn bis 32 Grad Celsius
  • N (Normal): 16 bis 32 Grad Celsius
  • ST (Subtropen): 16 bis 38 Grad Celsius
  • T (Tropen): 16 bis 43 Grad Celsius

Achten Sie also auf die passende Klimaklasse für Deutschland: N für Kühl- oder Gefriergeräte in beheizten Wohnräumen, SN fürs Aufstellen im unbeheizten Keller.

Im Elektronikmarkt kann die App „ecoGator” bei der Wahl des effizientesten Kühlgeräts helfen. Die App erleichtert die Suche nach dem richtigen Gerät mit ihrer unabhängigen Kaufberatung. Die Produktsuche kann auf den eigenen Haushalt abgestimmt und das Energielabel eingescannt werden, um den Stromverbrauch des Kühlschranks zu bewerten.

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