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Smart Meter: Verbrauch digital und ständig im Blick

Mit einem Smart Meter können Sie für mehr Überblick beim Verbrauch sorgen. Welche Vorteile haben die digitalen Zähler? Wie hoch sind die Kosten und das Sparpotenzial? Und gilt eine gesetzliche Pflicht für den Einbau von Smart Metern?

StromCheck: Stromverbrauch prüfen

Verbrauchen Sie zu viel Strom? Rechnet sich ein Smart Meter? Vergleichen Sie Ihren Verbrauch mit dem ähnlicher Haushalte – und erhalten Sie passende Tipps zum Sparen:

Die wichtigsten Fakten im Überblick

  • Smart Meter zeigen mehr: Verbrauchsmengen und Verbrauchsdauer
  • nicht nur für Strom – auch für Erdgas, Fernwärme oder Wasser
  • Smart Meter können beim Stromsparen helfen: bei 4 Personen im Einfamilienhaus im Schnitt 60 bis 150 Euro pro Jahr
  • Pflicht für Smart Meter aktuell nur für Haushalte mit besonders hohem Stromverbrauch und Stromerzeuger
  • Smart Meter selbst machen: online, per App oder CSV-Import

Was sind Smart Meter?

Smart Meter sind digitale Zähler für den Verbrauch von Strom, Erdgas, Fernwärme und Wasser. Zusätzlich zeigen sie die tatsächliche Nutzungsdauer an. Die aufgezeichneten Daten können direkt an den Messdienstleister übermittelt werden. Das ist in der Regel der örtliche oder regionale Versorger, der auch beim analogen Zähler fürs Ablesen zuständig ist. Es gibt aber auch vom Versorger unabhängige Dienstleister für Smart Meter (Messstellenbetreiber).

Der Vorteil der Smart Meter für Sie: Auf einem Display in der Wohnung, online oder in einer App können Sie genau erkennen, wann Sie wie viel verbraucht haben – allerdings nicht bei allen Smart Metern.

Ist die Rede von Smart Metern, geht es in der Regel um Smart Meter für Strom. Smart Meter für Erdgas sind aktuell wesentlich seltener zu haben, für Wasser und Fernwärme noch seltener.

Wie funktionieren Smart Meter?

Eine Frau liest ihren Stromzählerstand ab und gibt ihn per App ins Energiesparkonto ein.(c) www.co2online.de / Phil Dera

Die Verbrauchsdaten können per Funk, über die Stromleitung oder das Internet übertragen werden. Dafür benötigen Smart Meter jedoch ein Kommunikationsmodul: das Smart-Meter-Gateway. Zusammen mit dem digitalen Stromzähler (oder Zähler für Erdgas, Fernwärme oder Wasser) bildet es das sogenannte intelligente Messsystem (iMsys).

Die Daten werden zunächst zwischengespeichert. In regelmäßigen Abständen können sie an einen geschützten Bereich auf dem Server des jeweiligen Messstellenbetreibers und Versorgers geliefert werden. Bei einigen sind die Daten auf einem persönlichen Display, per App oder (nach Eingabe von Zugangsdaten) im Internet einsehbar. Mit Hilfe eines solchen Feedbacksystems können Sie früher reagieren, falls Nachzahlungen drohen oder der Stromverbrauch durch defekte Geräte stark ansteigt. Möglich ist es per Smart Meter zudem, einzelne stromverbrauchende Geräte zu überwachen.

Beispiel digitaler Stromzähler: Worin unterscheidet sich der digitale vom analogen Zähler?

Klassischer Ferraris-Zähler

Ein digitaler Stromzähler zeigt im Unterschied zum analogen Zähler (Ferraris-Zähler) nicht nur den Zählerstand an. Vielmehr erfasst und speichert er sämtliche Verbrauchsdaten: zum Beispiel einzelne Tagesspitzen oder den Verbrauch im Verlauf der Jahreszeiten. Werden die Daten auch übertragen, könnte Ihr Energieversorger Ihnen so monatlich statt nur einmal im Jahr eine Abrechnung zusenden. Auch durch eine monaltliche Rechnung ließen sich überraschende Nachzahlungen und hohe Stromkosten durch defekte Geräte vermeiden.

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Vollwertiges Smart Meter oder nur eine moderne Messeinrichtung?

Es gibt auch Smart Meter ohne Kommunikationsmodul (Gateway). Eine solche moderne Messeinrichtung (mMe) erfasst die Daten zwar elektronisch. Es findet aber keine Übertragung per Funk, Stromleitung oder Internet statt. Wie beim alten Zähler können nur direkt am Zähler Werte abgelesen werden.

Allerdings sind es bei der modernen Messeinrichtung deutlich mehr Werte als nur der aktuelle Zählerstand. Nach Eingabe einer PIN sind folgende Daten auf einem Display einsehbar:

  • aktuell genutzte Leistung,
  • Zählerstände der vergangenen 24 Monate und
  • Verbräuche für vorgegebene Zeitintervalle (zum Beispiel pro Woche).

Bedient wird die moderne Messeinrichtung nicht per Tastatur oder App, sondern über eine sogenannte optische Taste am Zähler – und zwar mit einer Taschenlampe. Die PIN und die Befehle für die gewünschte Anzeige sind per Lichtsignal (ähnlich wie Morsezeichen) einzugeben. Zum Beispiel sind für eine „9“ entsprechend neun kurze Lichtsignale nötig.

Welche Vorteile bieten Smart Meter?

Mit einem vollwertigen Smart Meter in Kombination mit einem Feedbacksystem wie Display, Website oder App haben Sie einen besseren Überblick über Ihren Stromverbrauch. Das hilft Ihnen, Energie und Kosten zu sparen – laut Studien fünf bis zehn Prozent. Bei einem durchschnittlichen 4-Personen-Haushalt wären das zwischen 150 und 500 Kilowattstunden (kWh). Das entspricht einer Ersparnis von rund 60 bis 150 Euro pro Jahr. Experten warnen allerdings davor, das Sparpotenzial zu überschätzen. Bei sparsamen Haushalten kann es auch geringer ausfallen.

Smart Home: Energiemanagement Analyse(c) Discovergy

Mit Hilfe der Geräteerkennung (via Smart Meter, Smart-Meter-Gateway und Feedbacksystem) ist es zudem möglich, Stromfresser aufzuspüren und einzelne Geräte zu überwachen. Denn jedes Gerät hinterlässt beim Stromverbrauch individuelle Spuren; zum Beispiel indem es in bestimmten Abständen Strom verbraucht oder mit einer bestimmten Leistung. Allerdings enthalten nicht alle Feedbacksysteme diese Funktion.

Wenn Sie selbst Strom erzeugen, etwa mit einer Photovoltaikanlage, bringt Ihnen ein Smart Meter weitere Vorteile: Denn mithilfe des intelligenten Messsystems können Sie Ihren Eigenstromverbrauch optimieren. Beispielsweise indem Sie Ihr Elektroauto genau dann mit Sonnenstrom tanken oder die smarte Waschmaschine starten, wenn es für Sie besonders günstig ist.

Muss ich ein Smart Meter einbauen lassen?

Die meisten Verbraucher benötigen derzeit noch keinen digitalen Zähler. Eine gesetzliche Pflicht gibt es seit 2017 nur für Haushalte mit einem Stromverbrauch von mehr als 10.000 kWh pro Jahr sowie für Betreiber von Strom erzeugenden Anlagen mit einer Nennleistung von mehr als 7 Kilowatt (kW). Dazu gehören zum Beispiel größere Photovoltaikanlagen oder Mini-Blockheizkraftwerke (BHKW).

Seit dem 1. Januar 2020 sind Smart Meter auch für Haushalte mit einem jährlichen Stromverbrauch von mehr als 6.000 kWh Pflicht. Zum Vergleich: Ein durchschnittlicher 4-Personen-Haushalt verbraucht in einem Jahr laut Stromspiegel zwischen 3.000 und 5.000 kWh. Bis 2032 sollen dann flächendeckend alle Zähler gegen Smart Meter ausgetauscht werden.

Bisher war die Pflicht nur theoretischer Natur. Denn das zuständige Bundesamt für Sicher­heit in der Informations­technik (BSI) hat noch keine allgemeine Zulassung für Smart Meter erteilt. Das wird sich aber voraussichtlich noch im Januar 2020 ändern. Denn seit Dezember 2019 sind offiziell drei Smart-Meter-Gateways zugelassen. Das war eine Voraussetzung für die allgemeine Zulassung. Die Smart-Meter-Pflicht wird daher ab Anfang 2020 erstmals greifen.

Ab 2020 kann der Messstellenbetreiber entscheiden, ob ein Smart Meter auch bei niedrigerem Verbrauch oder ohne Stromerzeugung unter 7 kW eingebaut wird. Ab 2021 können auch Vermieter diese Entscheidung treffen. Verbraucher müssen diese Entscheidung dann dulden, auch wenn für sie noch keine gesetzliche Pflicht gilt.

JahrSmart-Meter-Pflicht
2017Haushalte mit einem Stromverbrauch > 10.000 kWh
2017Betreiber von Strom erzeugenden Anlagen (z. B. Photovoltaik) mit einer Nennleistung > 7 kW
2020Haushalte mit einem jährlichen Stromverbrauch > 6.000 kWh
ab 2020Entscheidung über Einbau liegt bei Messstellenbetreibern
ab 2021Entscheidung über Einbau liegt bei Vermietern
bis 2032alle Stromverbraucher

Viele Energieversorger haben bereits damit begonnen, zumindest moderne Messeinrichtungen (also Smart Meter ohne Kommunikationsmodul) einzubauen. Die können später zu vollwertigen Smart Metern umgerüstet werden.

Wer trägt die Kosten für Smart Meter und Smart-Meter-Gateway?

Die Kosten für den Einbau und den Betrieb von Smart Metern und intelligenten Messsystemen (Smart Meter und Smart-Meter-Gateway) trägt der Verbraucher beziehungsweise der Anlagenbetreiber. Es gibt aber jährliche Preisobergrenzen. Für Einbau und Betrieb eines Smart Meters darf der zuständige Messstellenbetreiber pro Jahr maximal 20 Euro verlangen. Für intelligente Messsysteme, also mit Kommunikationsmodul/Gateway, werden in der Regel 23 bis 60 Euro pro Jahr fällig. Der Betrag erhöht sich ab einem Verbrauch von mehr als 6.000 kWh im Jahr auf 100 bis 130 Euro:

Smart Meter: Einbaufplicht für Moderne Messsysteme(c) Verbraucherzentrale NRW

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Zum Vergleich: Laut Studien können Haushalte mithilfe von Smart Metern fünf bis zehn Prozent sparen. Bei einem durchschnittlichen 4-Personen-Haushalt im Einfamilienhaus entspricht das rund 60 bis 150 Euro pro Jahr – bei jährlichen Smart-Meter-Kosten von 60 Euro. Wie groß das Sparpotenzial bei Ihnen ist, zeigt der StromCheck. Experten warnen davor, das Smart-Meter-Sparpotenzial zu überschätzen. Daher sollten Sie Potenzial und Kosten vergleichen.

Zu den jährlichen Kosten für Smart Meter können allerdings noch einmalige Kosten hinzu kommen. Laut Verbraucherzentrale müssen bei etwa einem Viertel aller Haushalte die Zählerkästen umgebaut werden. Besonders betroffen sind demnach Häuser, die vor 1965 gebaut worden sind. Diese Kosten sind vom Hauseigentümer zu tragen.

Um beim Smart Meter Kosten zu sparen, haben Sie als Verbraucher zwei Möglichkeiten:

  1. Sie können zu einem anderen Messstellenbetreiber wechseln, der preisgünstiger ist oder Ihnen ein individuelles Angebot macht. Das gilt bis Ende 2020 auch für Mieter. Bislang gibt es allerdings nur wenige alternative Anbieter wie Discovergy und Mediaelektrik Bock, was den Wechsel erschwert.
  2. Sie können einen Stromversorger wählen, der Tarife mit Smart Metern anbietet (wie Polarstern oder die Stadtwerke Bochum).

Wichtig zu wissen: Selbstgewählte Messstellenbetreiber sind nicht an die gesetzlichen Preisobergrenzen gebunden!

Was bringen Smart Meter im Smart Home?

Smart Meter bieten auch neue Möglichkeiten im Smart Home. Mit einem Smart-Meter-Gateway können sie nämlich nicht nur Daten senden, sondern auch Daten empfangen. Erhalten Sie etwa die Information, dass die Strompreise gerade niedrig sind, können Sie besonders stromintensive Geräte starten: zum Beispiel smarte Wasch- oder Spülmaschinen in Ihrem Smart Home oder indem Sie dann Elektrofahrzeuge aufladen.

Das lohnt sich vor allem in Kombination mit gestaffelten Stromtarifen, die vom Smart Meter erfasst und abgerechnet werden. Noch sind solche lastvariablen Tarife für Privatkunden eher selten. Angeboten werden sie zum Beispiel von Fronius und aWATTar. Hilfreich sind dabei außerdem Schnittstellen zum Programmieren beziehungsweise Steuern entsprechender Systeme oder Geräte wie Wärmepumpen oder Elektroauto-Ladesäulen.

Smart Home: smarte Waschmaschine(c) homeandsmart

In Kombination mit einem Smart Meter, der Ihnen den exakten Energieverbrauch aller vernetzten Geräte im Smart Home anzeigt, können Sie sich via App auch konkrete Vorschläge fürs Senken des Verbrauchs anzeigen lassen.

Für Besitzer einer Photovoltaikanlage bringt ein Smart Meter im Smart Home ebenfalls zusätzlichen Nutzen: Der intelligente Zähler kann beispielsweise feststellen, ob Ihre Anlage auf dem Dach gerade mehr Sonnenstrom liefert, als Sie im Haus benötigen oder Ihr Stromspeicher aufnehmen kann. Dann werden Sie informiert, um die Waschmaschine selbst anzuschalten oder den Ladevorgang für Elektroauto oder Elektrofahrrad zu starten – oder lassen das ganz automatisch geschehen.

Smart Meter selbst machen

Auch ohne digitalen Zähler können sie smart Daten sammeln und auswerten: Das Energiesparkonto von co2online zeigt Ihnen auf einen Blick, wie viel Energie Sie verbraucht haben. Es verwaltet digital alle Ihre eingegeben Zählerstände, Rechnungen und weitere Daten. So erkennen Sie, wie sich Ihr Energieverbrauch in den vergangenen Jahren und im Vergleich zu ähnlichen Haushalten entwickelt hat. Dank Klimabereinigung lassen sich auch Daten aus kalten und wärmeren Wintern vergleichen.

Mit der kostenlosen App EnergieCheck können Sie Daten direkt am Zähler sammeln: manuell, per Spracheingabe oder Scan-Funktion. Auch eine Auswertung ist mit der für iOS und Android erhältlichen App möglich. Noch genauer können Sie Ihre Daten analysieren, wenn Sie App mit dem Energiesparkonto verknüpfen. So sichern Sie auch die gesammelten Daten – ganz ähnlich wie ein Smart Meter.

Wer ein Smart Meter von Discovergy für Strom nutzt, kann es mit dem Energiesparkonto verbinden. Die Daten fließen dann automatisch ins Energiesparkonto und können dort genauer analysiert werden. Seit Frühjahr 2019 ist auch ein automatischer Import von Zählerständen aus Erdgas-Smart-Metern von Discovergy möglich. Weitere Anbieter von Smart Metern, Wärmemengenzählern und ähnlichem sollen folgen. Wer eine andere, dem Smart Meter ähnliche Lösung wie zum Beispiel den Energiemonitor Smappee nutzt, kann seine Daten manuell ins Energiesparkonto importieren (per CSV-Datei).

Was bedeutet Smart-Meter-Rollout?

Rollout bedeutet Einführung. Das am 1. Januar 2017 in Kraft getretene Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende legt die gesetzlichen Rahmenbedingungen für den Rollout von intelligenten Messsystemen fest. Er gilt zunächst nur für Stromzähler. Um Datenschutz und Datensicherheit zu gewährleisten, regelt das Gesetz unter anderem die Sicherheit, Speicherung und Nutzung der anfallenden Daten. Der Smart-Meter-Rollout verläuft in mehreren Stufen, bis er 2032 dann abgeschlossen sein soll.

Warum gibt es den Smart-Meter-Rollout?

Mit dem Smart-Meter-Rollout setzt die Bundesregierung eine Verpflichtung aus der dritten EU-Binnenmarktrichtlinie Elektrizität um. Dahinter stehen vor allem zwei Ziele:

  1. Die Visualisierung des Stromverbrauchs soll Verbraucher dazu motivieren, Energie effizienter zu nutzen und Stromkosten zu sparen.
  2. Kleine Erzeugungsanlagen wie die Photovoltaikanlage auf dem Dach oder die Wärmepumpe lassen sich über moderne Mess- und Steuerungstechnik ins intelligente Stromnetz (Smart Grid) einbinden. Somit helfen Smart Meter dabei, das schwankende Angebot erneuerbarer Energien besser in den Markt zu integrieren.

Der Smart-Meter-Rollout dürfte Anfang 2020 starten.

Was ist das Smart Grid?

Smart Grids sind intelligente Stromnetze, die Energieerzeugung, -speicherung und -verbrauch (unter anderem mit Hilfe von Smart Metern) koordinieren. Sie können dadurch Leistungsschwankungen im Netz ausgleichen, zum Beispiel bei mehr oder weniger Wind und Sonne. Je mehr fluktuierende erneuerbare Energie eingespeist wird, desto wichtiger sind Smart Grids. Denn sie erkennen, wenn gerade besonders viel Sonnen- oder Windstrom erzeugt wird und können dann zum Beispiel die Einspeisung anderer Erzeugungsanlagen herunterregeln. So bleibt das Stromnetz stabil.

Intelligent werden die Netze mithilfe von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) sowie dezentral organisierten Energiemanagementsystemen. Smart Grids transportieren also im Gegensatz zu herkömmlichen Stromnetzen nicht nur Energie. Sondern sie transportieren auch Daten, die die Netzbetreiber in kurzen Abständen über Energieerzeugung und Energieverbrauch informieren.

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Smart Meter im Praxistest

Im Jahr 2014 haben insgesamt 20 Haushalte aus ganz Deutschland Smart Meter und ähnliche Geräte für uns getestet. Dazu haben die Testhaushalte über zwei Wochen den heimischen Stromverbrauch aufgezeichnet und ihre Erfahrungen mit Anschluss, Handhabung und Nutzung der Geräte dokumentiert. Den Testern wurden die verschiedenen Geräte von Conrad, Discovergy und Wattcher kostenlos zur Verfügung gestellt.

Tabelle: Vergleich von Smart Metern und ähnlichen Geräten im Praxistest

Smart-Meter-FunktionenBewertung

Conrad GEO Ensemble

ca. 220 Euro (einmalig)

 

  • misst am vorhandenen Stromzähler die aktuelle Leistungsaufnahme und sendet Daten an ein mobiles Anzeigegerät.

Test-Paket enthält:

  • eine Ablese- und Sendeeinheit
  • ein Anzeigegerät mit Display
  • zwei Steckdosensensoren zum Ablesen des Verbrauchs von Einzelgeräten
  • Analyse-Software

 

4,4 von 7 Punkten

 

Vorteile:

  • Eingabemöglichkeit von Bezeichnungen & Werten am Computer
  • gute Übersicht des Verbrauchs am Display 
  • Überprüfung einzelner Geräte durch Smart Plugs

Nachteile:

  • Installation am analogen Zähler nur durch Fachkraft
  • Gebrauchsanweisung schwer verständlich
  • mangelhafter Kundenservice
  • Webinterface verbesserungswürdig
  • Preis-Leistungs-Verhältnis mangelhaft

Discovergy Stromzähler (Smart Meter)

129 Euro (einmalig für einfache Installation und erste Jahresgebühr, danach jährlich 60 Euro)

  • ersetzt vorherigen Stromzähler und ist per Kabel, Steckdose oder Mobilfunk online
  • Verbrauchdaten werden gespeichert und online einsehbar
  • Warnmeldungen bei erhöhtem Verbrauch und Aussetzen des Senders

6,2 von 7 Punkten

 

Vorteile: 

  • verständliche Gebrauchsanweisung
  • guter Kundenservice
  • übersichtliche Ansicht der Verbrauchsdaten im Verbrauchsportal

Nachteile:

  • Installation durch Fachkraft notwendig
  • Wartezeit bis zur Installation
  • ggf. Extra-Steckdose und Hardware oder Mobilfunk für Online-Anschluss nötig (zusätzliche Kosten)
  • laufende Kosten durch Jahresgebühr

Wattcher

ca. 100 Euro

  • Sensor am vorhandenen Stromzähler installiert und mit mobiler Anzeigeeinheit verbunden
  • Anzeigeeinheit zeigt momentane Leistungsaufnahme des Haushalts
  • Verbrauchsanzeige aktueller Verbrauch, durchschnittlicher Tagesverbrauch, vergangene zwei Monate
  • Abfrage der voraussichtlichen Stromkosten mit Änderungen gegenüber dem Vorjahr möglich

4,7 von 7 Punkten

 

Vorteile: 

  • unkomplizierte Installation an digitalen Stromzählern
  • Gebrauchsanweisung
  • pulsierendes Leuchten zeigt erhöhten Stromverbrauch an

Nachteile:

  • umständliche Installation an analogen Stromzählern
  • Daten lassen sich nicht auf Computer/App übertragen
  • Verbrauch wird verzögert angezeigt – erschwert das Bestimmen einzelner Verbrauchsfaktoren
  • Stahlbetondecken schwächen Empfang zwischen Sender und Anzeigeeinheit
  • unbefriedigendes Preis-Leistungs-Verhältnis

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Autorin: Kristina Simons

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