BAFA-Förderung: Alle Fördermittel und Zuschüsse für die energetische Modernisierung

Neben erneuerbaren Energien fördert das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) auch KWK-Anlagen (Kraft-Wärme-Kopplung), Energiesparberatungen sowie Klima- und Kälteanlagen in Unternehmen. Hier finden Sie die wichtigsten Infos zur BAFA-Förderung.

BAFA-Zuschuss für erneuerbare Energien (Marktanreizprogramm)

(c) iStock/pavlen

Im Rahmen des Marktanreizprogramms (MAP) fördert das BAFA Solarthermie- und Biomasseanlagen sowie Wärmepumpen mit einmaligen Zuschüssen. Seit April 2015 sind die Zuschüsse in Ein- und Mehrfamilienhäusern sowie in gewerblichen und öffentlichen Gebäuden erhöht worden. Erfüllt Ihre Heizungsanlage bestimmte Anforderungen, können Sie außerdem diverse Zusatzförderungen beantragen.

Hier finden Sie alle Infos zu den einzelnen Förderprogrammen:

Förderungen für Solarthermieanlagen

Förderungen für Wärmepumpen

Förderungen für Biomasse-Anlagen

Die Innovationsförderung für große Solarthermieanlagen (ab 20 Quadratmetern) in Mehrfamilienhäusern und Nichtwohngebäuden mit mindestens 500 Quadratmetern Nutzfläche gibt es aber auch für Neubauten. Welche Heizungsanlage sich für Ihren Neubau eignet, ermittelt Ihnen der NeubauCheck.

Ein Kombinationsbonus von zusätzlich 500 Euro je Anlagenkombination ist sowohl für Solarthermie, als auch für Biomasse und Wärmepumpen möglich. Ob sich Ihr Dach für eine Photovoltaikanlage eignet, finden Sie mit dem SolardachCheck heraus.

BAFA-Zuschuss für Heizungsmodernisierung mit erneuerbaren Energien (APEE)

Wenn eine veraltete und ineffiziente Heizanlage durch eine moderne Biomasseanlage bzw. Wärmepumpe ersetzt wird oder durch Einbindung einer heizungsunterstützenden Solarthermieanlage modernisiert wird und das gesamte Heizungssystem durch Verbesserung der Energieeffizienz optimiert wird, dann unterstützt das BAFA dies durch einen Zusatzbonus in Höhe von 20 Prozent der Förderung nach dem Marktanreizprogramm. Zusätzlich kann ein einmaliger Investitionszuschuss in Höhe von 600 Euro für die notwendigen Maßnahmen zur Optimierung der Energieeffizienz gewährt werden.

Die zu ersetzende Heizungsanlage muss nachstehende Kriterien erfüllen:

  • Betrieb auf Basis fossiler Energien (z. B. Gas oder Öl)
  • keine Nutzung der Brennwerttechnik oder Brennstoffzellentechnologie
  • es liegt kein Fall der gesetzlichen Austauschpflicht nach § 10 der Energieeinsparverordnung (EnEV) vor

Bei der Optimierung der gesamten Heizungsanlage müssen folgende Schritte durchgeführt werden:  

  • Bestandsaufnahme und Analyse des Ist-Zustandes (z. B. nach DIN EN 15378)
  • Durchführung des hydraulischen Abgleichs und   
  • Umsetzung aller erforderlichen Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz am gesamten Heizungssystem (z. B. die Optimierung der Heizkurve, die Anpassung der Vorlauftemperatur und der Pumpenleistung sowie der Einsatz von Einzelraumregler).

Weitere Informationen erhalten Sie unter BAFA - Anreizprogramm Energieeffizienz (APEE) (Zuschuss)

BAFA-Zuschuss der Heizungsoptimierung durch hocheffiziente Pumpen und hydraulischen Abgleich

Seit August 2016 werden hocheffiziente Heizungspumpen und Warmwasserzirkulationspumpen sowie der hydraulische Abgleich der Heizanlage vom BAFA im Rahmen eines Förderprogramms zur Heizungsoptimierung bezuschusst. Um gefördert zu werden müssen alte Pumpen durch neue, hocheffiziente Pumpen ersetzt werden. Die Optimierung der Heizung muss an Anlagen erfolgen, die seit mindestens zwei Jahren installiert sind. Antragsteller müssen sich dafür zunächst beim BAFA registrieren und dann die Maßnahmen von Fachhandwerkern durchführen lassen. Anschließend kann die Rechnung beim BAFA eingereicht werden. Bei Bewilligung zahlt der Staat 30 Prozent der Nettokosten für Kauf und Umsetzung.

BAFA-Zuschuss für KWK-Anlagen

Das BAFA bezuschusst auch KWK-Anlagen.

Anlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung werden auf zweierlei Weise gefördert: Für Mini-KWK-Anlagen mit einer elektrischen Leistung bis 20 Kilowatt gibt es einmalige Investitionszuschüsse. Diese sind nach der elektrischen Leistung der Anlagen gestaffelt. Und für besonders effiziente Anlagen gibt es eine zusätzliche Bonusförderung. Weitere Informationen erhalten Sie in dem Artikel "Mini-KWK-Impulsprogramm".

Der KWK-Strom (PDF, 846 KB) wird durch das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) über einen Zeitraum von zehn Jahren zu bestimmten Sätzen vergütet. Bei sehr kleinen Blockheizkraftwerken und KWK-Anlagen mit einer elektrischen Leistung bis zwei Kilowatt kann der Zuschlag auch einmalig ausgezahlt werden.
Anlagen bis zwei Kilowatt elektrischer Leistung erhalten derzeit 5,41 Cent pro Kilowattstunde wahlweise über zehn Jahre oder einmalig eine Zahlung über 30.000 Vollbenutzungsstunden (Vbh), sprich 3.246 Euro. Anlagen mit zwei bis 50 Kilowatt elektrischer Leistung bekommen ebenfalls 5,41 Cent pro Kilowattstunden. Bei Anlagen über 50 Kilowatt ist die Vergütung nach Leistungsanteilen gestaffelt. In beiden letzteren Fällen erfolgt die Vergütung über zehn Jahre oder 30.000 Vollbenutzungsstunden. Bei KWK-Anlagen bis zu einer elektrischen Leistung von 20 Kilowatt können auch beide Förderungen in Anspruch genommen werden. Hier finden Sie alle Infos zum Zuschuss.

BAFA-Förderung für Energiesparberatung

Im Rahmen des Programms „Vor-Ort-Beratung“ bezuschusst das BAFA die Beratung von Eigentümern durch Energieberater. Hier gibt es einen Zuschuss in Höhe von 60 Prozent der förderfähigen Beratungskosten, der bei maximal 800 Euro bei Ein- und Zweifamilienhäusern und bei maximal 1.100 Euro bei Wohnhäusern mit mindestens drei Wohneinheiten liegt. Einen Zuschuss in Höhe von 100 Prozent der förderfähigen Beratungskosten gibt es für zusätzliche Erläuterung des Energieberatungsberichts in Wohnungseigentümerversammlung oder Beiratssitzung. Das Maximum liegt hier bei 500 Euro.

Hier finden Sie alle weiteren Infos zur BAFA Vor-Ort-Beratung für Ein- und Zweifamilienhäuser sowie für Mehrfamilienhäuser. Einen geeigneten Energieberater in Ihrer Umgebung finden Sie im Online-Branchenbuch Rat und Tat.

Kombination von KfW- und BAFA-Förderung

Bei einer umfassenden Sanierung zum KfW-Effizienzhaus mit den KfW-Programmen 151 und 430 kann die BAFA-Förderung mit einer KfW-Förderung kombiniert werden. Seit März 2013 können Sie zusätzlich zum BAFA-Zuschuss auch einen KfW-Ergänzungskredit beantragen. So ist sogar eine Komplettfinanzierung Ihrer Heizungsumstellung auf erneuerbare Energien möglich. Alle Infos finden Sie auf unserer Detailseite zum Ergänzungskredit Heizungsanlagen auf Basis erneuerbarer Energien.

Alle Maßnahmen des KfW-Förderprogramms 151/152 „Energieeffizient Sanieren”

Alle Zuschüsse des KfW-Förderprogramms 430 (nur für Ein- und Zweifamilienhäuser)

Weitere Fördermöglichkeiten der KfW

Autorin: Karin Adolph

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