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Carrotmob: Die Macht der Verbraucher

In der Wirtschaft geht es meist um Profit und das Thema nachhaltiger Konsum erhält wenig Beachtung – es wird das getan, womit man Geld verdienen kann. Verbraucher haben deshalb eine große Macht: Denn mit ihrem Kaufverhalten können sie darauf Einfluss nehmen, wer womit Geld verdient. Mit ihrer Nachfrage bestimmen sie, ob nachhaltige Produkte angeboten werden und ob Betriebe klimafreundlich wirtschaften.

Carrotmob: Die Macht der Verbraucher(c) Stefan Körber - Fotolia.com

Bisher wurde meist zu einem Boykott aufgerufen, um Druck auf Unternehmen auszuüben. Mittlerweile hat eine neuartige Form der Konsumentenbewegung an Beliebtheit gewonnen – der Carrotmob. Die Wortschöpfung basiert auf dem Sinnbild des störrischen Esels, der mit einer Karotte vor der Nase viel eleganter zum Ziel getrieben wird als mit der Peitsche auf den Hintern. Dabei wird das Prinzip des Boykotts einfach umgedreht – Geschäfte, die bereit sind, einen gewissen Anteil ihres Umsatzes in die klimafreundliche Modernisierung ihres Betriebes zu investieren, werden mit einem Ansturm von kaufwütigen Konsumenten belohnt. Doch im Gegensatz zum Boykott, bei dem der Konsument absichtlich auf eine bestimmte Ware verzichten muss, kauft man beim Carrotmob gezielt im Schwarm ein – zum Produkt gibt es die Party also gleich mit dazu. So schützen die Teilnehmer nicht nur das Klima und konsumieren nachhaltiger – ein gemeinsamer Carrotmob macht auch noch Spaß.

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Darüber hinaus erkennen Betriebe, dass Klimaschutz profitabel ist – sie können dabei nicht nur ihren Umsatz, sondern auch ihr Image und ihre Bekanntheit steigern. Verbraucher wiederum bekommen ein größeres Bewusstsein für ihre eigenen Handlungsmöglichkeiten.

Carrotmobs und die Kampagne „Klima sucht Schutz”

Im Rahmen der vom Bundesumweltministerium geförderten Kampagne „Klima sucht Schutz” hat co2online seit dem Beginn der deutschen Schwarmbewegung im Jahr 2009 zahlreiche Carrotmobs mit dem Know-how und der Fachexpertise seines umfangreichen Expertennetzwerks unterstützt. Energieberater klären die teilnehmenden Betriebe vorab über unentdeckte Stromfresser und Einsparpotenziale auf. Im Nachgang eines Carrotmobs ziehen sie die Bilanz: Bisher haben die Aktionen Energiesparmaßnahmen angestoßen, durch die künftig mehr als 100 Tonnen CO2 pro Jahr vermieden werden.

Autorin: Karin Adolph

  • Ratgeberfinder

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